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150 Millionen Einweg-Plastikpaletten zum Transport von Pflanzen lassen Müllberge besonders zur Weihnachtszeit anwachsen
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Mehrweg-Transportverpackungen sind die Lösung, denn sie sparen Ressourcen und schützen das Klima
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DUH fordert Mehrwegquote für Transportverpackungen und Abgabe von mindestens 20 Cent auf Einweg
Berlin,
22.12.2020: Zum Weihnachtsfest stehen erneut millionenfach Amaryllis
oder Weihnachtssterne in deutschen Haushalten und tragen nicht nur zu
einer festlichen Stimmung bei, sondern leider
auch zu besonders großen Plastikmüllbergen. Zum Transport der Pflanzen
vom Erzeuger zum Händler werden zu 95 Prozent besonders unökologische
Einweg-Paletten aus Plastik eingesetzt, obwohl es auch
Mehrwegalternativen gibt. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert
deshalb Pflanzenhändler, Baumärkte und Lebensmitteleinzelhändler auf,
endlich Mehrweg- statt Einweg-Transportverpackungen zu verwenden.
Bundesumweltministerin Svenja Schulze muss die Händler durch gesetzliche
Vorgaben zum Einsatz von Mehrweg verpflichten.
Hierzu zählen die Festlegung einer Mehrwegquote von 70 Prozent für
Transportverpackungen bis 2025 und eine Abgabe auf Einwegpaletten in
Höhe von mindestens 20 Cent.
„In
Supermärkten und bei großen Baumarktketten wird viel über
Abfallvermeidung gesprochen, aber die einfachsten Dinge werden nicht
umgesetzt. Insbesondere beim Transport von Pflanzen vom Erzeuger zum
Händler
können problemlos Mehrwegpaletten eingesetzt werden. Der Transport von
Schnittblumen läuft bereits seit vielen Jahren fast ausschließlich mit
Mehrwegbehältern. Beim Transport von Pflanzen wäre das auch möglich.
Umweltministerin Svenja Schulze darf das unökologische
Treiben von Aldi, Lidl, Obi & Co. nicht länger dulden und muss
durch eine Mehrwegquote für Transportverpackungen und eine Abgabe auf
Einweg den Handel zur Räson bringen“, fordert die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.
„Allein Lidl
ist jährlich für 7,5 Millionen Plastik-Einwegtrays verantwortlich. Beim
Baumarkt toom fällt mit jährlich 8 Millionen Einwegtrays noch mehr
Plastikmüll an. Dabei gibt es längst praktikable
Mehrweg-Transportverpackungen,
die hunderte Male wiederverwendet werden können. Bei
Produktverpackungen in den Verkaufsregalen existiert inzwischen ein
relativ großes Bewusstsein für unnötiges Plastik, aber beim nicht ganz
so offensichtlichen Transport von Pflanzen wird gesündigt. Das passt
nicht zusammen“, kritisiert der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.
Mehrwegverpackungen führen im Pflanzenhandel bislang ein Nischendasein,
obwohl sie unnötige Abfälle vermeiden, Ressourcen einsparen und im
Vergleich zu Einweg circa 30 Prozent weniger CO2 verursachen. 95 Prozent
der Schnittblumen werden bereits seit Jahren
problemlos in Mehrwegbehältern transportiert, auch über Ländergrenzen
hinweg. Für den Transport von Obst, Gemüse und auch Fleisch werden
ebenfalls ganz überwiegend Mehrwegkisten eingesetzt. Die bislang
vorhandene Infrastruktur von Zentrallagern und Spülstraßen
für Mehrweg-Transportverpackungen könnte ebenfalls in besonders
effizienter Weise für Pflanzentransportbehälter genutzt werden. Neben
ökologischen Gründen lohnt es sich für den Handel auch aus
wirtschaftlicher Perspektive, auf Mehrweg-Transportverpackungen
zu setzen: deren Einsatz ist deutlich günstiger als der ständige
Neukauf von Einwegverpackungen.
Links:
Hintergrundinformationen und politische Forderungen:
https://www.duh.de/projekte/pflanzenhandel/
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