(BUP) Nach den positiven Zielsetzungen der Weltgemeinschaft zum
Klimaschutz muss der letzte Woche vom Senat verabschiedete Klimaplan von
Grund auf saniert werden. Senator Kerstan hatte erst letzte Woche ein
wenig ehrgeiziges Zwei-Grad-Ziel betoniert und muss nun sehen, wie er
seinen ursprünglichen Plan um weitere 0,5 Grad nachbessern kann. „Die
Hamburger Klimaziele nehmen es hin, dass die Heimat von Menschen,
insbesondere in der Pazifik-Region, vom steigenden Meeresspiegel
zerstört werden wird“, kritisiert Stephan Jersch, umweltpolitischer
Sprecher der Fraktion DIE LINKE
in der Hamburgischen Bürgerschaft. „Das ,Zu wenig, zu spät‘-Konzept des
Senats muss sofort an das 1,5-Grad-Ziel der Weltgemeinschaft angepasst
werden. Mit seinem Flickenteppich von unterfinanzierten Einzelmaßnahmen
wird Hamburg im Kampf um die Zukunft der Erde nichts erreichen.“ Um
seinen Beitrag zum Stopp der Erderwärmung zu leisten, müsse der Senat
wieder Ambitionen entwickeln.
„Olaf Scholz muss jetzt endlich die
Ausrichtung der Hamburger Politik ändern“, fordert Jersch. „Das
dauerhafte Ausbremsen der Ökologie in der Landespolitik wird ihm auf die
Füße fallen.“ Scholz und Kerstan müssten zumindest jetzt die in der
Stadt vorhandene Kompetenz bei der Ausgestaltung konkreter Maßnahmen
gegen den Klimawandel einbinden und alle Organisationen an den Tisch
bringen. „Wie man jetzt wieder sehen kann reicht es einfach nicht,
einzig auf die Handelskammer und den Wirtschaftssenator zu setzen“, so
der Umweltpolitiker. „Ökologie und der Stopp des Klimawandels sind
gesamtgesellschaftliche Ziele.“
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