„Die türkischen Angriffe im Norden
Syriens sind eine völkerrechtswidrige Aggression. Deutschland darf die
beabsichtigte Vernichtung der kurdischen Anti-IS-Kräfte nicht
unterstützen. Statt im Berliner Innenministerium Vertreter der
türkischen Regierung zu hofieren, muss die Bundesregierung diese
Aggression verurteilen und die Rüstungsexporte in die Türkei umgehend
stoppen“, erklärt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und
Außenpolitikerin der Fraktion DIE LINKE, angesichts neuer Angriffe der
türkischen Armee auf den kurdischen Kanton Afrin in Nordsyrien. Dagdelen
weiter:
„Die Bundesregierung erweist dem Kampf gegen den IS durch
Rüstungsexporte an Erdogan und dessen AKP-Regime einen Bärendienst. Der
türkische Präsident ist kein Partner im Kampf gegen islamistische
Terrorgruppen, sondern deren Förderer. Er hat die Türkei zur ‚zentralen
Aktionsplattform‘ islamistischen Terrors gemacht. Die Pläne von
Bundesaußenminister Gabriel über neue Rüstungsdeals mit dem Terror-Paten
Erdogan sind ein Schlag ins Gesicht des Widerstandes gegen den IS.
Gewinner sind einzig Erdogan und Rüstungsschmieden wie Rheinmetall in
Düsseldorf.
Die Bundesregierung muss umgehend alle Waffenexporte in die Türkei
stoppen und die dort stationierten Soldaten der Bundeswehr abziehen. Die
Weitergabe von Zieldaten aus deutschen AWACS-Aufklärungsmaschinen muss
unterbunden werden.“
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