BITTE ADDEN!

BITTE ADDEN!
ADD THIS!

20. August 2019

5 Bio-Vorurteile - DAS ist wirklich dran! - Utopia.de %

Bio ist teuer? Pestizide stecken auch in Bio-Lebensmitteln und die Welt kann man damit sowieso nicht ernähren? Diese Sprüche hast du bestimmt schon mal gehört! Oder fragst du dich das manchmal sogar selber? Wir räumen mit fünf Bio-Vorurteilen auf!



5 Bio-Vorurteile - DAS ist wirklich dran! - Utopia.de %

"Wir schwitzen und schreien und weinen zusammen" | Monopol

Die Malerin Firenze Lai war von Anfang an bei den Hongkonger Protesten dabei. Im Interview erzählt sie von ihren eindrücklichsten Erfahrungen und Strategien gegen Polizeigewalt - und erklärt, warum Busfahrer wichtiger als Künstler sind



"Wir schwitzen und schreien und weinen zusammen" | Monopol

Das Trauma an der Wand

Seit über 80 Jahren zieren 13 Wandgemälde die George Washington High School in San Francisco. Doch nun haben die Fresken, die unter anderem Sklaven und getötete Ureinwohner zeigen, in der liberalen Westküstenstadt eine heftige Debatte ausgelöst



Das Trauma an der Wand

Billie Eilish zieht nach Plagiatsvorwürfen Modekollektion zurück | Monopol

Die US-Sängerin Billie Eilish hat nach Plagiatsvorwürfen T-Shirts und Kapuzenpullis aus dem Angebot ihres Webshops entfernt



Billie Eilish zieht nach Plagiatsvorwürfen Modekollektion zurück | Monopol

piqd Hintergrund | Urbane Mobilität – Wir brauchen eine Verkehrswende | detektor.fm

Beim piqd-Salon in München haben wir im Juli 2019 über die urbane Mobilität der Zukunft gesprochen, die aktuelle Situation in deutschen Großstädten analysiert und Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt.



piqd Hintergrund | Urbane Mobilität – Wir brauchen eine Verkehrswende | detektor.fm

Polen und die Kohle: Es bewegt sich was

Kein Land in der EU ist so abhängig von der Kohle wie Polen: Stein- und Braunkohlekraftwerke tragen fast achtzig Prozent zum Strommix bei. Das Land ist der fünftgrößte Braun- und der zehntgrößte Steinkohleförderer der Welt. Im Kohlebergbau sind heute 100.000 Menschen beschäftigt, die meisten von ihnen organisiert in mächtigen Gewerkschaften. Die Kohle ist Gegenstand des polnischen Nationalstolzes, steht für Arbeitsethos und staatliche Unabhängigkeit.



Polen und die Kohle: Es bewegt sich was

Der Kampf gegen den Klimawandel - ZDFmediathek

Nach dem heißen Endlos-Sommer 2018 sind viele in Sorge: Ist der Klimawandel noch aufzuhalten? Welchen Beitrag muss jetzt die Politik leisten, und was kann jeder Einzelne tun, um das Klima zu schützen?



Der Kampf gegen den Klimawandel - ZDFmediathek

Power-to-X – In vier Schritten zu CO2-neutralen Kraftstoffen – pv magazine Deutschland

Auf dem Gelände des KIT haben die Karlsruher Forscher gemeinsam mit Partnern eine containerbasierte Versuchsanlage aufgebaut, in den sie alle vier chemischen Prozessschritte zur Herstellung von Kraftstoffen aus CO2, Wasser und Ökostrom integrierten. Eine Demonstrationsanlage im Megawattbereich ist geplant, die täglich bis zu 2000 Liter der klimafreundlichen Kraftstoffe produzieren soll.
 



Power-to-X – In vier Schritten zu CO2-neutralen Kraftstoffen – pv magazine Deutschland

Rechtsgutachten: Einführung eines CO2-Zuschlags zur Energiesteuer verfassungsrechtlich unbedenklich – pv magazine Deutschland

Die Bundesregierung debattiert, wie die CO2-Bepreisung künftig aussehen kann. Ein gemeinsames Rechtsgutachten des Öko-Instiuts und von Stefan Klinski hält die Einführung eines CO2-Zuschlags zur Energiesteuer für rechtlich unproblematisch. Allerdings kann die Regierung demnach CO2-Emissionen nicht direkt zum Steuergegenstand machen.
 



Rechtsgutachten: Einführung eines CO2-Zuschlags zur Energiesteuer verfassungsrechtlich unbedenklich – pv magazine Deutschland

Globale Erwärmung mindert Leistung der Solarmodule – pv magazine Deutschland

US-Forscher des MIT sagen, dass der Klimawandel die Erzeugungsleistung der Solarmodule reduzieren könnte. Analysen auf Basis von IPCC-Erwärmungsszenarien zeigen, dass in einigen Regionen der jährliche Output der Photovoltaik-Anlagen um bis zu 50 Kilowattstunden pro installiertem Kilowattpeak sinkt. Auch das Fraunhofer ISE in Freiburg ist bereits zu ähnlichen Werten gekommen.
 



Globale Erwärmung mindert Leistung der Solarmodule – pv magazine Deutschland

Dirk Messner: Künftiger Chef des Umweltbundesamts fordert Änderung des Lebensstils - SPIEGEL ONLINE

Dirk Messner wird Anfang 2020 Präsident des Umweltbundesamts. Damit Deutschland in der Klima- und Umweltpolitik wieder Vorreiter wird, nimmt er jeden Einzelnen in die Pflicht - und will unangenehme Debatten anstoßen.
Interview von Bernhard Pötter

Dirk Messner: Künftiger Chef des Umweltbundesamts fordert Änderung des Lebensstils - SPIEGEL ONLINE

Erstmal ist CO₂-Steuer besser – klimareporter°

Wer A sagt, muss auch B sagen: In seiner großen "Klimapfade"-Studie von 2018 hielt der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) zumindest eine 80-prozentige CO2-Reduktion bis 2050 für machbar – damit kann die Industrie nun in einem heute vorgelegten Papier zu einer CO2-Bepreisung nicht Nein sagen.



Erstmal ist CO₂-Steuer besser – klimareporter°

Nein, Greta segelt NICHT mit einem "Rothschild-Boot": Mit Antisemitismus gegen das Klima? - Volksverpetzer

MIT ANTISEMITISMUS GEGEN DAS KLIMA?

Derzeit teilen viele ein Foto, dass das Boot von Greta Thunberg zeigen soll, auf dem der Name „Edmond de Rothschild“ steht. Dass Greta mit diesem „Rothschild-Boot“ ihre Segelreise in die USA durchführen soll, soll ein Beleg für die „Pariser Klimabanker Agenda“ sein. Und eine Verschwörung, die dahinter stecke. Hier die betreffende Grafik:



Nein, Greta segelt NICHT mit einem "Rothschild-Boot": Mit Antisemitismus gegen das Klima? - Volksverpetzer

Initiative zum Klimanotstand in Berlin: Senat noch nicht im Krisenmodus - taz.de

Die Initiative Klimanotstand Berlin fordert fleischfreie Mensen und überall in der Stadt Tempo 30. Grünen und SPD geht das allerdings zu weit.



Initiative zum Klimanotstand in Berlin: Senat noch nicht im Krisenmodus - taz.de

Eintritt frei: OPEN AIR Kino: "Bikes VS Cars", Deichtorhallen Hamburg | Donnerstag, 22. August 2019

Bikes VS Cars", ein Film von Fredrik Gertten, Schweden, 2015, 91 min. OmU



Eintritt frei: OPEN AIR Kino: "Bikes VS Cars", Deichtorhallen Hamburg | Donnerstag, 22. August 2019

Was ist eigentlich „gute Musik“? – Gehaltsästhetik nach Harry Lehmann – Bad Blog Of Musick - nmz Klassik-Blog

Seit meiner Lektüre von Harry Lehmanns Kunstphilosophie „Gehaltsästhetik“ 2015 geht mir das Buch nicht mehr aus dem Kopf. Zentrale These des Buches war ja die Feststellung eines postmodernen Moments im Fortgang der Künste („Alles schon mal dagewesen!“), dem mit einer gehaltlichen Aufladung der Werke unter utilitaristischer bzw. pragmatischer Nutzung aller nun zu freier Verfügung stehenden ästhetischen Mittel zu begegnen sei. Nur so lasse sich der kulturelle Stillstand, den die Postmoderne darstelle, überwinden. Schaut man sich 2019 ein wenig um im Bereich der zeitgenössischen Bildenden Kunst, scheint „Gehaltsästhetik“ das richtige Buch zur richtigen Zeit gewesen zu sein: Allerorten dominiert engagierte bzw. politisch aufgeladene Kunst, meistens von links, aber zunehmend auch von rechts.



Was ist eigentlich „gute Musik“? – Gehaltsästhetik nach Harry Lehmann – Bad Blog Of Musick - nmz Klassik-Blog

Placido Domingo, 9 Frauen und eine Klatschreporterin – Bad Blog Of Musick - nmz Klassik-Blog

8 Sängerinnen und 1 Tänzerin werfen dem Opernhaus-Generaldirektor, Sänger und Dirigenten Placido Domingo in einer Recherche von Associated Press (AP) sexuelle Belästigungen vor, nur eine davon mit Klarnamen, Patricia Wulf, die bis zu 30 Jahre zurückliegen.



Placido Domingo, 9 Frauen und eine Klatschreporterin – Bad Blog Of Musick - nmz Klassik-Blog

Hamburg schreibt Klimaplan fort – Hamburger Ratschlag

Der Senat wird den Hamburger Klimaplan bis zum Jahresende fortschreiben. Bei einem Arbeitstreffen am Montag, 19. August 2019, hat der Senat die Grundsätze des Vorgehens und konkrete Maßnahmen verabredet, die in einer neuen Klimaschutzstrategie gebündelt werden. Der Senat ist überzeugt: Die Klimaschutzziele unserer Stadt sind erreichbar.



Hamburg schreibt Klimaplan fort – Hamburger Ratschlag

Es blitzt am Nordpol - Wissen - Süddeutsche.de

  • Eine ungewöhnlich hohe Anzahl an Blitzeinschlägen haben Forscher am Nordpol registriert.
  • An einem Tag wurden im Umkreis von 300 Seemeilen um den geografischen Nordpol 48 Blitze notiert, der bisherige Rekord lag bei sechs.
  • Den Grund für die vielen Blitze vermuten die Meteorologen im Klimawandel.
Von Tobias Herrmann



Es blitzt am Nordpol - Wissen - Süddeutsche.de

Weniger Inhaltsstoffe - CO2-Anstieg lässt Brötchen schrumpfen

Kohlendioxid ist Doping für Pflanzen. Wenn die CO2-Konzentration in der Luft steigt, dann wächst auch der Weizen besser – und beschert den Landwirten höhere Erträge. Doch das geht auf Kosten der Qualität, wie Forscher an der Universität Hohenheim herausgefunden haben.
Von Volker Mrasek



Weniger Inhaltsstoffe - CO2-Anstieg lässt Brötchen schrumpfen

Thailand: Dugong-Baby "Marium" stirbt mit Plastik im Bauch - SPIEGEL ONLINE

Die Baby-Seekuh Marium war in Thailand ein Star. Nun ist das Tier gestorben. In seinem Darm entdeckten Ärzte große Mengen Plastik.



Thailand: Dugong-Baby "Marium" stirbt mit Plastik im Bauch - SPIEGEL ONLINE

Terence Koh und seine Bienen-Kunst in Hamburg - SPIEGEL ONLINE

Er galt als "nächster Warhol", führte in New York ein exzessives Künstlerleben - dann warf Terence Koh alles hin. Im Gespräch erzählt er vom Glück der Achtsamkeit und warum er manchmal gern eine männliche Biene wäre.



Terence Koh und seine Bienen-Kunst in Hamburg - SPIEGEL ONLINE

Aktion «Einheitsbuddeln» auf Erfolgsspur - hamburg.de

Die schleswig-holsteinische Aufforstungsinitiative "Einheitsbuddeln" ist erfolgreich gestartet. Nach Angaben der Staatskanzlei vom Dienstag wurde gut 40 Tage nach dem Auftakt das Spendenziel von 75 000 Euro erreicht. Das entspreche 15 000 Bäumen, die demnächst in den Hüttener Bergen (Kreis Rendsburg-Eckernförde) gepflanzt werden. Das Optik-Unternehmen Fielmann als Mitinitiator habe darüber hinaus 25 000 Bäume gespendet. Zusammen mit vielen Privatspenden seien mittlerweile mehr als 43 000 Baumpflanzungen gesichert.



Aktion «Einheitsbuddeln» auf Erfolgsspur - hamburg.de

UN-Artenschutzkonferenz: Keine afrikanischen Elefanten mehr für Zoos und Zirkusse | ZEIT ONLINE

Bei der Artenschutzkonferenz in Genf zeichnet sich ein wegweisendes Verbot des Elefantenhandels ab. Im Süden Afrikas ist der Handel mit den bedrohten Tieren noch legal.



UN-Artenschutzkonferenz: Keine afrikanischen Elefanten mehr für Zoos und Zirkusse | ZEIT ONLINE

Volkswagen: VW-Kläger schreiben Drohbrief an Andreas Scheuer - SPIEGEL ONLINE

Mangelnde Kontrolle, Wegsehen und zurückgehaltene Informationen werfen Anwälte von VW-Geschädigten der Bundesregierung vor. In einem Brief an Verkehrsminister Scheuer stellen sie eine Klageflut in Aussicht.



Volkswagen: VW-Kläger schreiben Drohbrief an Andreas Scheuer - SPIEGEL ONLINE

Einkochen - Konservieren ohne Vitaminverlust

Die Obst- und teilweise auch Gemüseernte konzentriert sich auf den Sommer. Doch das Haltbarmachen kostet Vitamine. Ein Blick auf unterschiedliche Verfahren, um den empfindlichen Vitaminen möglichst wenig zuzusetzen.
Von Susanne Kuhlmann



Einkochen - Konservieren ohne Vitaminverlust

Unterstützung für Erdogan beenden

„Die Absetzung politisch missliebiger Bürgermeister in mehreren Großstädten der Türkei und die Einsetzung AKP-treuer Zwangsverwalter ist ein weiterer Beleg für die antidemokratische Grundhaltung des Erdogan-Regimes. Die Bundesregierung muss die Unterstützung des türkischen Präsidenten beenden. Dazu gehört ein sofortiger Stopp der Waffenexporte an den Despoten“, erklärt Sevim Dagdelen, stellvertretende Vorsitzende und abrüstungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Dagdelen weiter:

„Die Terrorvorwürfe gegen die im März demokratisch gewählten Bürgermeister Adnan Selcuk Mizrakli, Ahmet Türk und Bedia Özgökce Ertan erinnern an die hanebüchenen konstruierten Anschuldigungen gegen den deutschen Menschenrechtler Peter Steudtner und den Welt-Journalisten Deniz Yücel, denen in Abwesenheit der Prozess gemacht wird. Ihre Absetzung und die Verhaftung Hunderter Mitarbeiter der Stadtverwaltungen in Diyarbakir, Mardin und Van sowie von Politikern der linksoppositionellen Demokratischen Partei der Völker (HDP) läuten eine neue Repressionswelle gegen die Kurden in der Türkei ein, während Erdogan gleichzeitig weitere überwiegend kurdisch besiedelte Gebiete im Norden Syriens besetzen will. Die Bundesregierung darf den türkischen Präsidenten mit seiner repressiven Innen- und aggressiven Außenpolitik nicht länger hofieren. Neben den Waffenlieferungen an Ankara müssen auch die Verhandlungen über den EU-Beitritt und die Ausweitung der Zollunion beendet werden.“

Hermann Hesse

"Die meisten Menschen wollen nicht eher schwimmen als bis sie es können." Ist das nicht witzig? Natürlich wollen sie nicht schwimmen! Sie sind ja für den Boden geboren, nicht fürs Wasser. Und natürlich wollen sie nicht denken; sie sind ja fürs Leben geschaffen, nicht fürs Denken!
Hermann Hesse

Wie der aktuelle Niedergang der Automobilindustrie gestoppt werden kann: Deutsche Umwelthilfe legt 12-Punkte-Plan für Klimaschutz und Arbeitsplätze vor


Berlin (ots)
Deutschen Autobauern droht das Nokia-Schicksal: Sie setzen trotz verschärfter Klimakrise und der weltweiten Abkehr von schmutzigen Verbrennern wie nie zuvor auf klimaschädliche Stadt-Geländewagen - Auf der zur Hausmesse von BMW, Daimler und VW geschrumpften IAA liefern sich diese Hersteller ein absurdes Rennen um die meisten und größten SUVs - Weltweite Nachfrage nach innovativen Elektro-Pkws wird Herstellern aus den USA, Frankreich und Asien überlassen - Deutsche Autobauer boykottieren insbesondere Elektro-Pkw in der wichtigen Mittelklasse und verstärken sogar ihre Diesel-Offensive - Kein einziges deutsches Fabrikat unter den weltweit zwanzig meistverkauften Elektro-Pkws - DUH fordert Ausstieg aus dem Verbrenner bis 2025 und ruft Verbraucher zum 'Verbrenner-Fasten' auf
Die Dramatik des aktuellen Niedergangs der deutschen Automobilhersteller - der Schlüsselindustrie Deutschlands mit über 800.000 Arbeitsplätzen - zeigt sich nach Ansicht der Deutschen Umwelthilfe (DUH) an der nahezu kompletten Absage internationaler Autobauer für die ehemals weltgrößte Automesse IAA in Frankfurt. Innerhalb weniger Jahre ist diese zu einer regionalen Hausmesse für BMW, Daimler und Volkswagen zusammengeschrumpft. Die falsche Schwerpunktsetzung auf Klimakiller-Fahrzeuge führt nicht nur zur Absage anderer europäischer, asiatischer und innovativer US-Autobauer, sondern zeigt auch das zunehmende Desinteresse internationaler Automärkte an den veralteten und übermotorisierten Verbrennern.
Als gebe es keine sterbenden Wälder, schmelzenden Gletscher und vergiftete Luft in den Innenstädten, zelebrieren die deutschen Autokonzerne mit dem SUV als Stadt-Geländewagen das wohl absurdeste Mobilitätsangebot auf deutschen Asphaltstraßen. Um den Besuchern zu erklären, warum sie geländegängige, große und schwere SUVs benötigen, bauen BMW, Daimler und VW sogar einen 4.000 Quadratmeter großen "IAA Offroad Parcours inmitten von Frankfurt um pure Action und Fahrspaß" mit Klimakiller-SUVs erleben zu können.
"Mit Werbemillionen inszenieren sich BMW, Daimler und vor allem VW gerade angesichts ihres sich aktuell zunehmenden Niedergangs als Klimaversteher und kündigen zahlreiche Umwelt-Innovationen an. Das erinnert fatal an die vermeintlich 'grüne' IAA des Jahres 2007. In Wirklichkeit treten die Hersteller bei alternativen Antrieben weiter auf die Bremse. Aus der Erfahrung mit den nicht eingehaltenen Versprechungen bewerten wir nur die tatsächlich bestellbaren Modelle und nicht die für die Zukunft versprochenen Serienfahrzeuge, Prototypen und Design-Studien", so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.
Besonders erschreckend ist die Situation nach Ansicht der DUH bei den batterieelektrischen Fahrzeugen. Unter den weltweit zwanzig meistverkauften Elektro-Pkw des Jahres 2018 findet sich kein einziges Modell eines deutschen Herstellers. Zudem hat sich in den vergangenen Monaten das Angebot an reinen Elektro-Pkw verringert. Aktuell können nur noch drei Modelle konfiguriert und geliefert werden: der in die Jahre gekommene i3 von BMW als einziger deutscher Elektro-Kompakt-Pkw und zwei schwere und sündhaft teure Elektro-SUVs, der Mercedes EQC und der Audi E-Tron. Drei andere, im In- und Ausland bekannte deutsche Elektro-Modelle können aktuell nicht einmal mehr bestellt bzw. konfiguriert werden: Still und heimlich wurden der Elektro-Smart, der E-Golf und der E-Up aus dem jeweiligen Konfigurator entfernt.
Selbst bei den wenigen für 2020 angekündigten neuen reinen Elektro-Modellen ist in der volumenstarken Mittelklasse kein deutsches Elektrofahrzeug geplant. Kia, Hyundai und Tesla mit dem Model 3 definieren den aktuellen Standard.
"Die heute bestell- und verfügbaren Modelle der deutschen Autokonzerne zeigen das ökologische, aber nun auch nicht mehr zu leugnende industriepolitische Desaster einer gescheiterten Mobilitätspolitik von Autokanzlerin Angela Merkel und ihrer industriehörigen Verkehrsminister Ramsauer, Dobrindt und Scheuer. BMW, Daimler und VW setzen weiterhin auf immer größere, schwerere und klimaschädliche Fahrzeuge mit Verbrennungsmotoren - und die von ihnen ferngesteuerte Bundesregierung lässt sie gewähren", so Resch weiter.
Aktuell leisten sich die deutschen Hersteller einen absurden Wettbewerb um den größten und längsten SUV: Die neuesten Modelle passen nicht mehr in normale Parkbuchten und belegen in der Stadt oft zwei Parkplätze. Mercedes übertrumpft mit dem 5,21 m langen GLS Monster-SUV den zuvor kurzzeitig größten BMW X7. Da der Mercedes GLS zu breit für Waschstraßen ist, knickt er seine Räder dort nach innen ein. Das sind die absurden 'Innovationen', auf die deutsche Autobauer auch noch stolz sind.
"Wenn die Bundesregierung BMW, Daimler und VW keine Radikalkur in Richtung Zukunftsfähigkeit und Umstieg auf alternative Antriebe verordnet, werden diese in wenigen Jahren nur mehr ein Nischendasein als Hersteller für Oldtimer-Ersatzteile spielen. Der Rückstand auf die führenden Hersteller von batterieelektrischen Modellen beträgt zwischenzeitlich fünf bis sieben Jahre. Die Digitalisierung scheitert im analogverliebten Deutschland bereits am fehlenden Tempolimit. Erst durch weltweit weitgehend einheitliche Höchstgeschwindigkeiten haben die deutschen Autobauer überhaupt eine Chance, ihren Rückstand in der Entwicklung und Erprobung teilautonomer Fahrassistenzsysteme aufzuholen. Die Bundesregierung muss sich endlich eingestehen, dass sie mit ihrer bisherigen Industriepolitik und vielen Fördermilliarden gescheitert und mitverantwortlich dafür ist, dass die deutschen Autokonzerne mit Vollgas auf eine Betonmauer zurasen", kritisiert Resch weiter.
Die DUH fordert von den Autokonzernen einen radikalen Modellwechsel und freiwilligen Stopp der Entwicklung neuer schwerer SUV-Modelle. Die dadurch freiwerdenden Ingenieursteams sollten mit der Entwicklung von Elektrobussen und batterieelektrischer Pkw- und Nutzfahrzeuge betraut werden. "Immer größere und durstigere Geländefahrzeuge sind eine Kampfansage an die Mobilitätswende und sollten zukünftig dem Revierförster in Berchtesgarden vorbehalten sein", so Resch.
Dass Deutschland seine Klimaschutzziele für 2020 drastisch verfehlt, ist auch auf die auf kurzfristigen Profit angelegten Fehlentscheidungen für rückständige, schmutzige Technik in den Zentralen der hiesigen Autokonzerne zurückzuführen. Einzig im Verkehrssektor bleiben die CO2-Emssionen gleich. Seit zwei Jahren steigen die CO2-Emissionen von Neuwagen wieder an.
"Wir steuern mit Vollgas auf den Klima-Kollaps zu. Die Gesellschaft hat die Dringlichkeit, zu handeln erkannt - im Gegensatz zur Bundesregierung. Die einzige Antwort von Verkehrsminister Andreas Scheuer sind mutlose aktionistische Maßnahmen. Der Versuch, die Busspuren in unseren Städten mit Pkws und E-Scootern zu verstopfen, ist ein Beispiel für seinen fortgesetzten Boykott der Verkehrswende. Was wir stattdessen brauchen ist der große Wurf. Da die Autokonzerne von sich aus nicht umsteuern, fordern wir die Bundesregierung auf, den Ausstieg aus dem Verbrenner 2025 zu beschließen und so ein klares Signal an die Autokonzerne zu senden, dass sich die Bundesregierung nicht länger aus den Vorstandszentralen fernsteuern lässt. Nur so werden die Autoindustrie wieder auf zukunftsweisenden Kurs gebracht und die Klimaschutzziele erreicht", sagt Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH.
Nach Ansicht der DUH ist ein Grund der aktuellen Krise der deutschen Autobauer auch das verloren gegangene Vertrauen. Um dieses speziell bei Autokäufern wiederherzustellen ist eine schonungs- und lückenlose Offenlegung aller illegalen Abschalteinrichtungen in den über 11 Millionen betroffenen Diesel- Fahrzeugen ebenso notwendig, wie die Offenlegung der behördlichen CO2- und Stickstoff (NOx)-Messprotokolle durch das Kraftfahrt-Bundesamt. Außerdem fordert die DUH ein klares Bekenntnis der Diesel-Konzerne zur Hardware-Nachrüstung bei allen Betrugs-Diesel.
"Auch das konspirativ zwischen Industrie und Politik stattfindende Falschspiel bei den Spritverbrauchs- und CO2-Angaben muss ein Ende finden. Die Käufer von Neufahrzeugen dürfen nicht erst mit dem Steuerbescheid über die korrekten CO2-Werte informiert werden, sondern bereits beim Fahrzeugkauf", so Metz weiter.
Norwegen, Dänemark, Frankreich oder China haben den Ausstieg aus dem Verbrenner bereits beschlossen. Der Verbrenner-Ausstieg muss durch ein auf effiziente Elektrofahrzeuge ausgerichtetes Ordnungsrecht eingeleitet sowie einer entsprechenden Steuer- und Anreizpolitik begleitet und unterstützt werden. Ein ernstgemeinter und schneller Einstieg in die alternativen Antriebe muss sich ausschließlich auf batterieelektrische Antriebe und Entwicklungen beschränken.
Das von der Bundesregierung 2008 formulierte Ziel und die von den Autokonzernen als Gegenleistung für viele Milliarden Fördermittel versprochenen eine Million E-Fahrzeuge bis 2020 werden nicht erreicht. Der Bestand an reinen Elektro-Pkw auf deutschen Straßen zum Jahresbeginn 2019 betrug gerade 83.200 Fahrzeuge. Angesichts 47,1 Millionen insgesamt zugelassener Pkws sind dies nicht einmal 0,2 Prozent. Von 2008 bis 2019 ist zudem die Zahl der Pkws mit Verbrennungsmotor um weitere 5,9 Millionen Fahrzeuge angewachsen. Um die Klimaschutzziele zu erreichen, wären laut Umweltbundesamt 12 Millionen E-Fahrzeuge bis 2030 nötig.
"Die Verbraucher fordern wir auf, ein deutliches Signal an die Hersteller zu senden und keine Neuwagen mehr ohne effizienten Elektromotor zu kaufen. Sie können sich bereits heute aus einem immer vielseitigeren Angebot an Elektrofahrzeugen bedienen. Alternativ sollten sie ihr aktuelles Fahrzeug so lange weiter nutzen. Wir drängen daher vehement darauf, dass bereits zugelassene Diesel-Pkw mittels Hardware-Nachrüstung überall fahren dürfen", so Metz.
12-Punkte-Plan für Klimaschutz und eine zukunftsfähige Automobilindustrie
Wie die deutsche Automobilindustrie ihre Glaubwürdigkeit wiederherstellen muss
1. Die deutschen Automobilhersteller legen noch vor der Eröffnung der IAA im September 2019 gegenüber der Öffentlichkeit und den 11 Millionen betroffenen Besitzern von Diesel-Pkw alle verbauten Abschalteinrichtungen (defeat devices entsprechend der EU-Verordnung 715/2007) offen, und zwar unabhängig davon, ob sie diese für legal halten oder bereits von Gerichten oder Behörden als illegal eingestuft wurden.
2. Die Automobilkonzerne erklären vor der Eröffnung der IAA ihr Einverständnis, dass das Bundesverkehrsministerium (BMVI) und das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) alle relevanten Diesel-Akten und vor allem alle Messprotokolle der realen Abgas- wie CO2-Emissionen der vom Diesel-Abgasbetrug betroffenen Fahrzeuge veröffentlicht werden. Die DUH klagt seit fast vier Jahren auf deren Offenlegung und hat in allen Instanzen die Verfahren gewonnen. Das BMVI und KBA weigern sich jedoch unter Hinweis auf die Dieselkonzerne, die Urteile umzusetzen.
3. Die deutschen Autokonzerne verpflichten sich noch vor Eröffnung der IAA, an allen 11 Millionen Diesel-Pkw der Abgasstufe Euro 5+6 eine für die Besitzer kostenfreie Hardware-Nachrüstung durchzuführen. Diese Fahrzeuge sind von Diesel-Fahrverboten im In- wie Ausland befreit.
4. Die Autokonzerne verpflichten sich zur Einstellung der Entwicklung bzw. einem Verkaufsstopp von besonders klimaschädigenden SUV-Modellen.
Was die Bundesregierung im September im Klimakabinett beschließen muss
5. Klares Signal an die Autokonzerne und Sicherstellung einer ausreichenden Nachfrage: Keine Neuzulassung von reinen Verbrenner-Pkws in Deutschland ab dem 1.1.2025.
6. Umstrukturierung des Kraftfahrt-Bundesamts: (Rück-)Übertragung der Zuständigkeit für die Kontrollen zur Einhaltung von CO2- oder Abgasvorschriften im realen Betrieb auf der Straße an das Umweltbundesamt.
7. Verhängung von 5.000 Euro Ordnungsstrafe pro Betrugsdiesel gegenüber allen in- wie ausländischen Herstellern bzw. Importeuren und damit einhergehend auch Beendigung eines Vertragsverletzungsverfahrens der EU.
8. Beendigung der Täuschung von aktuell über 3 Millionen Fahrzeugkäufern, denen die CO2-Emissionen erst nach der Zulassung mit dem Kfz-Steuerbescheid mitgeteilt werden.
9. Unmittelbar wirksame Anreize für die Automobilindustrie, effiziente und attraktive batterieelektrische Fahrzeuge zu entwickeln: Beendigung der Dieselkraftstoff-Subventionierung sowie eine Änderung der Kfz-Steuer mit einer Bonus-Malus-Regelung entsprechend der realen CO2-Emissionen.
10. Einführung eines Tempolimits von 120 km/h auf Autobahnen, Tempo 80 außerorts und Regelgeschwindigkeit von 30 km/h in der Stadt, um die Wettbewerbsfähigkeit von E-Fahrzeugen zu verbessern, aber auch, um die Digitalisierung bezüglich teilautonomer Fahrassistenzsysteme überhaupt erst zu erleichtern bzw. zu ermöglichen.
11. Angesichts 60 Prozent gewerblicher Neuzulassungen in Deutschland: Keine Absetzbarkeit von Dienstwagen, deren CO2-Ausstoß höher ist als der jeweilige EU-Jahreszielwert. Bewertung insbesondere der Plug-In-Hybride an ihrem CO2-Ausstoß mit leerer Batterie.
Was der Verbraucher tun kann
12. Um ein klares Signal an die Industrie zu senden und die Automobilkonzerne zu unterstützen, die effiziente Elektrofahrzeuge anbieten: Die DUH ruft Verbraucher zu einem 'Verbrenner-Fasten' auf, d.h. keine neuen Fahrzeuge mit reinem Verbrennungsmotors mehr zu kaufen. Idealerweise Verzicht auf einen Pkw und Nutzung von Bahn, Bus, Straßenbahn und Fahrrad. Falls dennoch ein Pkw angeschafft werden soll: Beschränkung auf Fahrzeuge mit elektrischem Antrieb und niedrigem Stromverbrauch oder den Neukauf so lange herauszögern, bis ein geeignetes Fahrzeug mit alternativem Antrieb angeboten wird.

Deutsche Umwelthilfe und Our Fish schlagen zum Tag der Fische am 22. August Alarm: Überfischung muss 2019 enden


Berlin (ots)
Tag der Fische macht auf katastrophale Situation der Meeresbewohner aufmerksam - 41 Prozent der Fischbestände in der EU sind überfischt - Später Fangstopp für Dorsch in der Ostsee bringt kaum Erholung - Nachhaltiges Fischereimanagement unverzichtbar, damit Populationen nicht ganz verschwinden - Deutsche Umwelthilfe und Our Fish fordern Durchsetzung der Ziele der Gemeinsamen Fischereipolitik der EU
Zum Tag der Fische am 22. August macht die Deutsche Umwelthilfe (DUH) gemeinsam mit der Initiative Our Fish auf die katastrophale Situation der Fische in Europa aufmerksam. 41 Prozent der Fischpopulationen in der EU sind überfischt und stehen teilweise vor dem kommerziellen Aussterben. Sie können demnach kaum noch befischt werden und könnten bald verschwinden. Verschmutzung und Zerstörung der marinen Lebensräume sowie die Folgen des Klimawandels machen unseren Fischen zusätzlich zu schaffen.
Anlässlich der Deutschen Fischereitage in Magdeburg vom 20. bis 22. August mit Vertretern der Fischereiwirtschaft und zuständigen Behörden, fordern DUH und Our Fish ein Ende der Überfischung noch 2019. Die Freude seitens der Industrie über steigende Verbrauchszahlen in 2018 für Fisch in Deutschland kritisieren DUH und Our Fish scharf.
Die Fischpopulationen des westlichen Herings und des östlichen Dorschs in der Ostsee sind mittlerweile so stark zurückgegangen, dass Wissenschaftler einen Fangstopp für 2020 empfehlen. Der kritische Zustand der östlichen Dorschpopulation veranlasste die EU-Kommission sogar zu einer Schließung der Fischerei ab dem 23. Juli 2019. Doch selbst dieses Fangverbot kann kaum zu einer kurzfristigen Erholung der Population beitragen. Da die Population eine längerfristige Erholung braucht, fordern DUH und Our Fish die Fortsetzung des Fangstopps auch in 2020.
Rebecca Hubbard, Direktorin der Our Fish-Kampagne dazu: "Das im Juli beschlossene Fangverbot für den östlichen Dorsch kommt zu spät und greift mit den Ausnahmen für die industrielle Fischerei zu kurz. In der Ostsee werden die Konsequenzen massiver Überfischung über Jahrzehnte hinweg nun deutlich. Wenn die Überfischung nicht bis 2020 endet, wie von den EU-Staaten in der Gemeinsamen Fischereipolitik beschlossen, werden kollabierte Fischbestände leider keine Seltenheit bleiben. Die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten des Ostseeraums müssen 2019 nachhaltige Fangmengen auf Basis wissenschaftlicher Empfehlungen festlegen. Nur so haben die Fischpopulationen in der Ostsee eine Chance, sich zu erholen."
Laut des aktuellen Berichts des Weltbiodiversitätsrates hat die Fischerei den größten negativen Einfluss auf die Meeresumwelt. Die schrumpfenden Fischpopulationen bedrohen dabei nicht nur die Meeresökosysteme, sondern auch den langfristigen Erhalt insbesondere der kleinen, handwerklichen Fischerei.
"Unsere Fischpopulationen in der Ostsee sind aufgrund von Überfischung und illegalen Rückwürfen stark mitgenommen. Auf den Deutschen Fischereitagen werden vor allem die Folgen der Klimakrise auf die Fischerei diskutiert. Die Überfischung zu beenden ist die einfachste Möglichkeit, unseren Fischpopulationen zu helfen und sie widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des sich ändernden Klimas zu machen. Dies muss in den Fokus der Diskussion rücken", meint Ulrich Stöcker, Leiter des Fachbereichs Naturschutz und Biodiversität der DUH.
"Wir fordern Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, in den Verhandlungen für die Ostseebestände im Oktober nachhaltige Fangquoten ohne Kompromisse und Ausnahmen festzulegen", so Stöcker weiter.
Hintergrund:
2014 trat die Gemeinsame Fischereipolitik der EU (GFP) in Kraft. Sie verpflichtet alle Mitgliedstaaten, die Überfischung bis 2020 zu beenden. Dies sollte gelingen, indem alle kommerziellen Fischbestände so bewirtschaftet werden, dass der höchstmögliche Dauerertrag für jeden Bestand erreicht werden kann und verschwenderische Rückwürfe verhindert werden. Der ungewollte Beifang wurde 2011 auf 1,7 Millionen Tonnen Fisch pro Jahr geschätzt.
Damit die ungewollten Fische nicht mehr zurück ins Meer geworfen werden, wurde stufenweise für bestimmte Arten und Fanggebiete eine Anlandeverpflichtung eingeführt. Alle Fische, für die Fangquoten existieren, müssen seitdem an Land gebracht werden. Seit 2019 gilt die Anlandeverpflichtung EU-weit. Sie wird jedoch nicht ausreichend kontrolliert und weist starke Mängel in der Umsetzung auf.
Den Auftakt im Prozess zur Festlegung der Fangquoten für alle kommerziell genutzten Ostseebestände bilden die wissenschaftlichen Empfehlungen des Internationalen Rats für Meeresforschung, die jährlich Ende Mai veröffentlicht werden. In diesem Jahr hatten die Wissenschaftler eine Null-Quote für den westlichen Hering und erstmals auch für den östlichen Dorsch empfohlen. Im Oktober entscheiden die EU-Fischereiminister über die zulässigen Fangmengen und andere Erhaltungsmaßnahmen auf dem Treffen des AGRIFISH-Rates in Luxemburg.
Link:
   - Die Initiative Our Fish: https://our.fish/?lang=de 
   - Mehr zu Überfischung: https://www.duh.de/fischerei/ 

Greenpeace: UN müssen starken Hochseeschutzvertrag aushandeln/ Oscar-Preisträger Javier Bardem und Umweltschützer senden dringenden Appell an Delegierte in New York


New York (ots)
Einen starken UN-Vertrag für den Schutz der Ozeane hat Oscar-Preisträger Javier Bardem heute gemeinsam mit Greenpeace am New Yorker Times Square gefordert. Der Hollywoodschauspieler appellierte dort an die Vereinten Nationen während im Hintergrund auf gigantisch-großen LED-Plakatwänden Bilder bedrohter Meereslebewesen gezeigt wurden. In wenigen Stunden wird Bardem seine Botschaft direkt an alle UN-Delegierten richten, die an der heute beginnenden Konferenz für ein globales Hochseeschutzabkommen teilnehmen (Rede online https://act.gp/2MopXdi). "Was auch immer während dieser Konferenz geschieht, wird starke Konsequenzen für das Leben unserer Ozeane und für die Zukunft der Menschheit haben", sagt Bardem. "Die Delegierten müssen wissen, dass die Welt sie bei ihren Verhandlungen über einen globalen Ozeanvertrag beobachtet."
Vom heutigen Montag an verhandeln die Abgesandten der Vereinten Nationen zum dritten Mal über einen internationalen Vertrag zum Schutz und der nachhaltigen Nutzung der Ozeane. Er kann die rechtliche Basis legen, um bis 2030 mindestens 30 Prozent der Weltmeere zu schützen. Dieses Netz vollständig geschützter Meeresregionen ist dringend notwendig, um das Überleben sämtlicher Meereslebewesen zu sichern, Ökosysteme zu stabilisieren und die Klimakrise zu bewältigen. Zudem sind rund eine Milliarde Menschen für ihre Ernährung auf das Meer angewiesen. Es ist die dritte von vier Verhandlungsrunden zu einem internationalen Rahmenvertrag. Beschlossen werden soll das Regelwerk in der ersten Jahreshälfte 2020.
Interaktives Kunstobjekt bei den UN zeigt Bedrohung der Ozeane
Auf dem UN-Gelände haben Greenpeace Aktivisten am Montagmorgen ein riesiges, vom Meer inspiriertes interaktives Kunstwerk aufgestellt. Die rund sechs Meter hohe Skulptur mit Walen und Schildkröten hebt die Bedeutung der Ozeane hervor und die vielen Bedrohungen, denen sie ausgesetzt sind - von Plastikvermüllung bis hin zu Überfischung. Videobildschirme geben Einblicke in die aktuelle Greenpeace-Schiffsexpedition und zeigen Botschaften von Menschen auf der ganzen Welt, die die Regierungen zu einem ehrgeizigen Hochseeschutzvertrag auffordern.
"Wir müssen unseren Umgang mit den Ozeanen radikal verändern", sagt Sandra Schöttner, Meeresexpertin und Leiterin der internationalen politischen Delegation von Greenpeace. "Das gilt besonders für die Hohe See, die zu den am wenigsten erforschten und am wenigsten geschützten Gebieten auf unserem blauen Planeten gehört - aber wichtig für alles Leben ist. Diese Verhandlungen sind die historische Chance, die wir dafür haben." Die Verhandlungsrunde bei den UN dauert bis zum 30.8..

Umweltministerin Schulze unterläuft EuGH-Atomurteil

Trotz Urteils deutsche Brennelemente für AKW Doel 1 und 2

19.08.2019 Das Bundesumweltministerium unterläuft mit einer Serie von neuen Brennelemente-Transporten von der deutschen Brennelementefabrik Lingen zu den belgischen Atomkraftwerken Doel 1 und 2 die aktuelle Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). Nach Recherchen mehrerer Anti-Atomkraft-Initiativen sowie des Bundesverbands Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) und der atomkritischen Ärzteorganisation IPPNW verließen noch im Juli sechs Brennelement-Transporte die emsländische Atomfabrik – der letzte davon am Sonntag, 28. Juli 2019, nur einen einzigen Tag vor Verkündung des wegweisenden EuGH-Urteils zu Doel 1 und 2.
Die vom Bundesumweltministerium (BMU) in Zusammenarbeit mit den untergeordneten Bundesämtern für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) sowie für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) erteilten Exportgenehmigungen für 60 Brennelemente ermöglichen den Weiterbetrieb der beiden höchst umstrittenen belgischen AKWs für ca. zwei Jahre.

Am 29. Juli 2019 urteilte der EuGH, dass die 2015 erteilte Laufzeitverlängerung für Doel 1 und 2 gegen europäisches Recht verstößt, weil eine Umweltverträglichkeitsprüfung fehlt. Am selben Tag rühmte sich das BMU in einer Stellungnahme, dass man "aktiv" an dem Verfahren mitgewirkt habe. Von den zeitgleichen Brennelementexporten aus Lingen war in der Stellungnahme jedoch nichts zu lesen.

"Die jetzigen Informationen legen den Verdacht nahe, dass die sechs Brennelementtransporte von Lingen nach Doel im Juli mit großer Eile abgewickelt wurden, um noch bis zur Urteilsverkündung Tatsachen zu schaffen. Warum sollten sonst ausgerechnet an einem Sonntag, nur einen Tag vor der Urteilsverkündung, die letzten Brennelemente Lingen verlassen haben? Warum hat das Bundesumweltministerium dies alles durchgewunken? Und warum beteiligt sich das BMU an einem Gerichtsverfahren, das aus dem eigenen Haus unterlaufen wird?" fragte Alexander Vent vom Lingener Bündnis AgiEL – AtomkraftgegnerInnen im Emsland.

Briefe an Ministerin Schulze und Bundesbehörden: "Exportstopp jetzt"
In drei Briefen an Bundesumweltministerin Svenja Schulze, an den Präsidenten des BAFA, Torsten Safarik, sowie an den Präsidenten des BfE, Wolfram König, fordern die Anti-Atomkraft-Initiativen, der BBU sowie IPPNW einen sofortigen Exportstopp für Brennelemente aus Lingen und angereichertes Uran aus Gronau für die beiden belgischen Reaktoren sowie für alle Reaktoren, die in einer ähnlichen juristischen Lage sind. Zudem verlangen sie Auskunft über weitere geplante Exporte von Kernbrennstoffen von Lingen und Gronau nach Belgien.

"Es wäre eine politisch und juristisch sehr unangenehme Situation, wenn sich ausgerechnet ein deutsches Bundesministerium und deutsche Behörden über ein EuGH-Urteil hinwegsetzen würden – an dessen Zustandekommen sie selbst mitgewirkt haben – und somit ein rechtsfreier Raum entstünde, der gegen EU-Recht den Weiterbetrieb von gefährlichen Atomkraftwerken ermöglicht. Die europäische Rechtsprechung muss umgesetzt werden," erklärte Matthias Eickhoff vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Bereits 2017 hatte ein Rechtsgutachten für das BMU bestätigt, dass ein Exportstopp für angereichertes Uran und Brennelemente rechtlich problemlos möglich ist. Daraufhin war im Koalitionsvertrag eine "Prüfung" vereinbart worden. Positive Ergebnisse liegen dazu bis heute nicht vor. Der SPIEGEL berichtet aktuell, dass es noch eine Reihe weiterer europäischer AKWs ohne Umweltverträglichkeitsprüfung gibt. Konsequenzen für die beiden deutschen Uranfabriken in Lingen und Gronau wurden nicht aufgeführt.

Die Asse als Milliardengrab | Wirtschaft

Die Kosten für die Bergung des Atommülls aus dem ehemaligen Salzbergwerk Asselaufen aus dem Ruder. Endet das Projekt als Super-GAU? Die Analyse.



Die Asse als Milliardengrab | Wirtschaft

DDR-Oppositionelle werfen AfD "Geschichtslüge" vor - Politik - Süddeutsche.de

  • Die AfD tritt im Wahlkampf in Ostdeutschland als Erbin der Revolution von 1989 auf. Die Wende solle vollendet werden, heißt es etwa in Brandenburg.
  • Gegen diese Darstellung wehren sich DDR-Oppositionelle in einem offenen Brief.
  • "Die DDR war eine kommunistische Diktatur, und die Bundesrepublik ist eine freiheitliche Demokratie", schreiben die Verfasser.

DDR-Oppositionelle werfen AfD "Geschichtslüge" vor - Politik - Süddeutsche.de

George Gordon Noel Byron

„Große Menschen sind stolz, kleine eitel.“

George Gordon Noel Byron

Georges Clemenceau

Wenn ein Mächtiger teilt, beträgt seine Hälfte mindestens sechzig Prozent.

Georges Clemenceau

19. August 2019

Die Tricks der Plastikindustrie | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A-Z

Montag, 19. August 2019, 21:00 bis 21:45 Uhr 
Dienstag, 20. August 2019, 00:45 bis 01:30 Uhr
Mittwoch, 21. August 2019, 06:35 bis 07:20 Uhr



Die Tricks der Plastikindustrie | NDR.de - Fernsehen - Sendungen A-Z

Die Politik muss beim Klimaschutz aufs Tempo drücken | GEW Hamburg

Für den 20. September ruft die Fridays-for-Future-Bewegung zum "Globalen Streik" auf, um für die Einhaltung des Pariser Klimaabkommens zu demonstrieren.



Die Politik muss beim Klimaschutz aufs Tempo drücken | GEW Hamburg

Weggeschmolzen – klimareporter°

Island hat sich mit einem "Brief an die Zukunft" von dem ersten großen Gletscher des Landes verabschiedet, der dem Klimawandel zum Opfer gefallen ist. Die Geste ist groß, kann aber nur ein Anfang sein.



Weggeschmolzen – klimareporter°

Ein Jahr Fridays for Future - Erste umfassende Studie veröffentlicht

weiter zum newsroom von Otto Brenner Stiftung

Frankfurt (ots)
Der erste "Schulstreik für das Klima" Greta Thunbergs vor dem 
schwedischen Parlament am Freitag, den 20. August 2018, markierte den
Startpunkt für eine globale Kampagne, die ein Jahr später als Fridays
for Future (FFF) Hunderttausende auf die Straße bringt. Zum Jahrestag
haben die Forscher*innen des Instituts für Protest- und 
Bewegungsforschung Moritz Sommer, Dieter Rucht, Sebastian Haunss und 
Sabrina Zajak heute die erste umfassende, deutschsprachige Studie zur
Bewegung in Deutschland vorgelegt. Laut der von der 
Heinrich-Böll-Stiftung und der Otto Brenner Stiftung unterstützten 
Studie werden die FFF-Proteste vor allem von jungen, gut gebildeten 
Demonstrierenden und von Frauen getragen. Viele der Jugendlichen 
protestierten am 15. März zum ersten Mal. Sie wollen die Politik 
unter Druck setzen, klimapolitische Versprechen einzulösen und sind 
zugleich davon überzeugt, dass eine Veränderung der Lebensweise und 
des Konsums einen wichtigen Beitrag zum Kampf gegen den Klimawandel 
leistet. Die Demonstrierenden sind keineswegs hoffnungslos, sondern 
vielmehr handlungsbereit, politisiert und zuversichtlich, dass ihr 
Protest Veränderungen hervorrufen kann. Für die Mobilisierung waren 
persönliche Kontakte entscheidender als soziale Medien.

Grundlage der Studie sind Ergebnisse von Erhebungen in Berlin und 
Bremen am 15. März 2019 im Rahmen einer europaweiten Befragung der 
globalen Klimademonstrationen. Im europäischen Vergleich ist die 
Kampagne nach den Autor*innen sowohl hinsichtlich der Zusammensetzung
der Teilnehmer*innen als auch in der Einschätzung von Lösungswegen 
heterogener als das gemeinsame Leitmotiv vermuten lässt.

Barbara Unmüßig, Vorstand der Heinrich-Böll-Stiftung, sagte: "Die 
Fridays for Future-Bewegung politisiert die Klimafrage in Deutschland
wieder gesellschaftsübergreifend. Die Bewegung mobilisiert junge 
Menschen und nimmt die Politik in die Verantwortung, tatkräftig zu 
handeln: Sie fordern unmissverständlich, dass die Politik der 
Klimakrise eine entschiedene, ökologische, aber sozial ausgewogene 
Transformation entgegenstellt. Das sind auch aus unserer Sicht die 
richtigen Forderungen an die richtigen Adressaten - die Politik muss 
endlich wieder ihre Kernaufgaben erfüllen."

Jupp Legrand, Geschäftsführer der Otto Brenner Stiftung, hebt hervor,
dass es in der Öffentlichkeit trotz der medialen Dauerpräsenz bisher 
wenig gesichertes Wissen über die neue Protestbewegung gab. "Bisher 
prägten Mutmaßungen, Vorurteile oder Spekulationen die Sicht auf 
Fridays for Future". Jetzt, so Legrand weiter, "liegt eine erste 
empirische Untersuchung vor, die Auskunft gibt über das politische 
Profil, die Mobilisierungswege und die Ziele der Bewegung". Mit 
dieser Untersuchung, so OBS-Geschäftsführer Legrand zusammenfassend, 
"wird ein vielschichtiges und farbiges Bild von FFF gezeichnet, das 
uns allen hilft, dieses gesellschaftspolitische Phänomen besser 
verstehen und überzeugender einordnen zu können".

Die wesentlichen Ergebnisse der Studie zusammengefasst:

# Die FFF-Proteste werden von jungen, gut gebildeten Menschen und 
stark von jungen Frauen getragen. Viele der demonstrierenden 
Jugendlichen, von denen sich die Mehrheit im linken Spektrum 
verortet, protestierten am 15. März zum ersten Mal.
# Bei der Mobilisierung zum Protest waren direkte persönliche 
Kontakte mit Freund*innen und Bekannten noch wichtiger als digitale 
soziale Medien.
# Die Demonstrierenden wollen die Politik unter Druck setzen, 
klimapolitische Versprechen einzulösen. Vor allem die jungen 
Demonstrierenden sind aber auch davon überzeugt, dass eine 
Veränderung der Lebensweise und des Konsums einen wichtigen Beitrag 
zum Kampf gegen den Klimawandel leistet.
# Die Demonstrierenden sind keineswegs hoffnungslos, sondern vielmehr
handlungsbereit, politisiert und zuversichtlich, dass ihr Protest 
Veränderungen hervorrufen kann.
# Über die Hälfte der Schülerinnen geben an, dass Greta Thunberg ihr 
Interesse am Klimawandel verstärkt hat.
# Im europäischen Vergleich ist die Kampagne sowohl hinsichtlich der 
Zusammensetzung der Teilnehmer*innen als auch in der Einschätzung von
Lösungswegen heterogener als der gemeinsame Rahmen vermuten lässt.

Die "Studie Fridays for Future. Profil, Entstehung und Perspektiven 
der Protestbewegung in Deutschland" von Moritz Sommer, Dieter Rucht, 
Sebastian Haunss und Sabrina Zajak ist unter 
https://www.otto-brenner-stiftung.de abrufbar. 

GASAG spendet 100.000 Euro für Umweltschutz - die Berliner entscheiden, an wen

weiter zum newsroom von Otto Brenner Stiftung

Berlin (ots)
Mit der Spendenaktion UmweltEuro stellt die GASAG jetzt insgesamt 100.000 Euro für die Förderung von Klima- und Umweltprojekten zur Verfügung. Über eine Internet-Plattform haben die Berlinerinnen und Berliner die Möglichkeit zu entscheiden, an welche Projekte das Spendengeld der GASAG gehen soll.
Ab 20. August fordert eine neue Kampagne der GASAG auf Plakaten, im Radio und in Printmedien, mit drei Tiermotiven und einem Augenzwinkern dazu auf, mitzumachen und Spendenguthaben auf verschiedene Projekte zu verteilen.
Nachhaltigkeit, Innovation und Zukunftsfähigkeit sind der GASAG seit jeher ein Anliegen. Deshalb wurde die Spendenaktion UmweltEuro ins Leben gerufen. Mit dem UmweltEuro werden Projekte aus fünf Themenwelten unterstützt. Aus den Bereichen Ressourcen- und Energiesparen, Renaturierung, Tierschutz, Klimaschutz und erneuerbare Energien können Berlinerinnen und Berliner Projekte mit dem Spendengutschein unterstützen.
Dr. Gerhard Holtmeier, Vorstandsvorsitzender der GASAG AG: "Es ist wirklich beeindruckend zu sehen, wie viele Berlinerinnen und Berliner sich privat für Klima- und Umweltschutz engagieren. Dabei wollen wir sie mit dem GASAG UmweltEuro unterstützen. Wir setzen uns aktiv für eine CO2-neutrale Zukunft ein. In unserer Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin haben wir uns beispielsweise verpflichtet 2 Mio. Tonnen CO2 bis 2020 einzusparen."
Einen persönlichen Spendengutschein erhalten Interessenten im Kundenzentrum der GASAG oder per SMS. Einfach das Stichwort KLIMA an 0177-178 39 11 senden. Nach Erhalt des Spendenguthabens kann dieses auf unterschiedliche Projekte verteilt werden. Damit entscheidet jede Berlinerin und jeder Berliner selbst, welches Projekt in welcher Höhe Spenden erhält. Pro verteiltem UmweltEuro spendet die GASAG einen Euro. Natürlich kann jeder UmweltEuro-Inhaber ergänzend auch privat über die Spendenplattform spenden.
Die Projekte und alle wichtigen Infos zum GASAG UmweltEuro finden sich auf www.gasag.de/umwelteuro.

Die EEG-Umlage steigt 2020 leicht an, der Kostengipfel ist fast erreicht


Agora Energiewende prognostiziert für das nächste Jahr einen leichten Anstieg der EEG-Umlage. Die Abgabe für die Ökostrom-Förderung wird voraussichtlich zwischen 6,5 und 6,7 Cent pro Kilowattstunde liegen. Da auch die Börsenstrompreise steigen, müssen Haushalte insgesamt mit höheren Strompreisen rechnen.

Berlin, 17.August 2019. Die Umlage für die Ökostrom-Förderung (EEG-Umlage) steigt im Jahr 2020 leicht an und liegt dann voraussichtlich zwischen 6,5 und 6,7 Cent pro Kilowattstunde. Das prognostiziert Agora Energiewende auf Basis der Strommarkt-Entwicklungen im laufenden Jahr. Gegenwärtig beträgt die Umlage 6,41 Cent pro Kilowattstunde. Zudem ist mit einem Anstieg der Börsenstrompreise zu rechnen. Grund dafür sind steigende CO2-Preise, durch die Strom aus Kohle und Gas an der Strombörse teurer wird. Der steigende Marktpreis wirkt sich gleichzeitig dämpfend auf die EEG-Umlage aus.  
Aktuelle Termingeschäfte an der Strombörse zeigen für 2020 eine Steigerung der Großhandelspreise um rund 0,4 Cent pro Kilowattstunde an. Dieser Future-Strompreis ist für die Höhe der Umlage maßgeblich. Resultierend aus den Termingeschäften der letzten zwei Monate liegt der EEG-Prognose von Agora ein Future-Preis von 5,01 Cent pro Kilowattstunde zugrunde. Die Steigerung ist vor allem auf den anwachsenden Preis für Emissions-Zertifikate zurückzuführen, die Energieunternehmen europaweit für jede ausgestoßene Tonne CO2 einkaufen müssen. Der CO2-Preis beträgt inzwischen 27 Euro pro Tonne, womit die Reformen im Europäischen Emissionshandelssystem (ETS) fruchten. Durch einen Überschuss an Zertifikaten stagnierte der CO2-Preis zuvor jahrelang.

Erneuerbare Energien erzielen höhere Erlöse an der Strombörse

Aufgrund des steigenden Börsenstrompreises werden Erneuerbare-Energien-Anlagen 2020 höhere Erlöse am Strommarkt erzielen. Dementsprechend sinken die Förderkosten für die Anlagen. „Wir konnten im ersten Halbjahr sehr gut sehen, wie ein steigender CO2-Preis dazu führt, dass klimaschädliche Kohlekraftwerke aus dem Markt gedrängt werden. Gleichzeitig entstehen erste Solarprojekte, die völlig außerhalb des EEGgebaut werden. Ab einem CO2-Preis von 50 Euro bekommen wir eine weitgehend selbsttragende Energiewende, weg von Kohle hin zu Erneuerbaren Energien“, sagt Dr. Patrick Graichen, Direktor von Agora Energiewende.
Der leichte Anstieg der EEG-Umlage ist auf zwei Gründe zurückzuführen. Erstens kommen die Vergütungen von neuen Windkraftanlagen auf See zum Tragen: Bis 2020 soll ihre Leistung von 6,4 auf 7,8 Gigawatt wachsen. Dieser Zubau wird derzeit noch deutlich höher gefördert als andere Erneuerbare-Energien-Anlagen. Zweitens gehen die Überschüsse auf dem EEG-Konto zurück. Auf dieses von den Übertragungsnetzbetreibern betriebene Konto fließen die EEG-Zahlungen der Stromverbraucher. Der Kontostand wird mit 2,17 Milliarden Euro zum Berechnungsstichtag nach aktueller Schätzung um 1,5 Milliarden Euro niedriger ausfallen als im Vorjahr. Die Rückerstattungen aus dem Überschuss an die Verbraucherinnen und Verbraucher in Form einer sinkenden EEG-Umlage fallen deshalb geringer aus als 2019.
Insgesamt ist die Höhe der EEG-Umlage in den letzten Jahren relativ konstant geblieben, bei Berücksichtigung der Inflation wird sie im Jahr 2020 auf dem zweitniedrigsten Wert seit 2014 liegen. Haushalte müssen dennoch für das Jahr 2020 mit einer Steigerung des Strompreises um etwa einen Cent pro Kilowattstunde rechnen. Diese Entwicklung ist etwa zur Hälfte auf die steigenden Strombörsenpreise zurückzuführen, der Rest entfällt auf die steigende EEG-Umlage beziehungsweise auf andere Abgaben und Umlagen, wie zum Beispiel Netzentgelte und die KWK-Umlage. 

Die EEG-Umlage erreicht 2021 den Kostengipfel

Nach dem leichten Anstieg der EEG-Umlage im nächsten Jahr wird diese 2021 vermutlich letztmalig erhöht. „Unsere Berechnungen zeigen, dass die EEG-Umlage im Jahr 2021 bei rund sieben Cent die Kilowattstunde den Kostengipfel erreicht haben wird“, sagt Graichen. „Anschließend fallen nach und nach die kostenintensiven Anlagen der ersten Generation aus der EEG-Förderung und die Umlage sinkt allmählich.“ 
Die EEG-Prognose von Agora Energiewende wurde mit dem aktualisierten EEG-Rechner des Thinktanks gestellt. Dieses Rechenmodell gibt für 2020 einen Wert von 6,57 Cent pro Kilowattstunde aus. Weil etliche Eingangsparameter noch mit kleinen Unsicherheiten behaftet sind, wird die tatsächliche EEG-Umlage voraussichtlich leicht davon abweichen. Deshalb gibt Agora Energiewende stets eine Bandbreite bei EEG-Prognosen an. Offiziell wird die Höhe der EEG-Umlage am 15. Oktober von den vier Betreibern der Stromübertragungsnetze bekanntgegeben.
Der EEG-Rechner wurde im Auftrag von Agora Energiewende vom Öko-Institut entwickelt und wird laufend aktualisiert. Das Excel-Tool steht unter www.agora-energiewende.de/eeg-rechner zum kostenlosen Download zur Verfügung.
Related Posts Plugin for WordPress, Blogger...