5. Juni 2026

▶︎ Gendarme de la Libertad | David Toub (performed by Stephane Ginsburgh) | Sub Rosa Label

▶︎ Gendarme de la Libertad | David Toub (performed by Stephane Ginsburgh) | Sub Rosa Label


David Toub ist eine einzigartige Stimme des amerikanischen Minimalismus, eines Genres, das in den letzten 80 Jahren zahlreiche Komponisten hervorgebracht hat. Unser erster Kontakt liegt etwa fünfzehn Jahre zurück, und von Anfang an beeindruckte mich David als engagierter Komponist, der sich dem Aufbau eines kohärenten Werkes verschrieben hat. Er ist aber auch ein mitfühlender Mensch, der sich intensiv mit den Herausforderungen unserer Zeit auseinandersetzt und von wahrer Großzügigkeit ist. Kurz gesagt: ein Mensch mit Charakter – eine seltene Spezies. Seine Musik spiegelt in gewisser Weise die Ängste und Unsicherheiten unserer Zeit wider: repetitiv, obsessiv, oft düster und hinterfragend.
Dies ist das zweite Album mit seiner Musik, das ich aufgenommen habe, und dieses Mal hat David die menschliche Stimme integriert, um eine Rede von Che Guevara aus dem Jahr 1964 zu präsentieren. Die Rede thematisiert den Widerspruch zwischen den Gründungsprinzipien eines Staates und seinem Handeln. Wie kann eine Nation das ganze Jahr über Freiheit propagieren und gleichzeitig gezielt gegen Minderheiten vorgehen, insbesondere gegen jene, die historisch unterdrückt wurden? Das Stück gibt keine Antwort – diese Frage ist auch 60 Jahre später noch aktuell.
(Stephane Ginsburg)

David Toub (geb. 1961 in Newark, NJ) ist weitgehend Autodidakt; seine einzige formale Schreibausbildung bestand in der Teilnahme an ... mehr 


Baur Bentur | Dewa Alit & Gamelan Salukat | Dewa Alit

Baur Bentur | Dewa Alit & Gamelan Salukat | Dewa Alit


Dewa Alit, Meister des radikalen balinesischen Gamelan, kehrt mit Baur Bentur zu Black Truffle zurück. „Genetic“ (2020, BT063) führte ein internationales Publikum in die magische Klangwelt von Alits Gamelan Salukat ein, dessen Instrumente auf einer einzigartigen Tonleiter gestimmt sind, die aus modifizierten Versionen zweier traditioneller balinesischer Tonleitern abgeleitet wurde. Die beiden Stücke auf „Chasing the Phantom“ (2022, BT093) demonstrierten erneut seine radikale Verschmelzung von Tradition und Experiment, mit Passagen, in denen unorthodoxe Techniken das akustische Ensemble wie glitchige Elektronik erscheinen lassen. Baur Bentur beleuchtet nun einen weiteren Aspekt von Alits Werk und präsentiert Stücke aus den Jahren 2024 und 2025, in denen Gamelan Salukat gemeinsam mit dem virtuosen Pianisten Sri Hanuraga auftritt. Alits Musik wurzelt in einer tiefen Auseinandersetzung mit der Tradition des balinesischen Gamelan und dessen Bedeutung in der heutigen Welt. Sein Titel „Baur Bentur“, was so viel wie „Mischen und Zerschlagen“ bedeutet, verweist auf sein Interesse an der interkulturellen Verschmelzung östlicher und westlicher Elemente im Streben nach Innovation. Im Gegensatz zur Erstarrung balinesischer Musik zu touristischer Unterhaltung präsentiert Alit sein forschendes, experimentelles Werk, das die gemeinschaftlichen Werte und Aufführungspraktiken des traditionellen Gamelan feiert und gleichzeitig überraschende neue Wege beschreitet.

„Sukat Tacara“ ist eine Studie über vielschichtige Tempi, Metren und mehr 


„Erneuerbare Energien auf dem Land: ihr Nutzen und die Teilhabe für Kommunen und Bürger*innen“

 V.i.S.d.P. und Kontakt: Altmark-Büro MdL Dorothea Frederking, Hohe Bude 15, 39576 Hansestadt Stendal


Dorothea Frederking, altmärkische Abgeordnete der Landtagsfraktion von

BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN lädt ein zu einer

Informationsveranstaltung mit anschließender Diskussion

„Erneuerbare Energien auf dem Land: ihr Nutzen

und die Teilhabe für Kommunen und Bürger*innen“

Zeit: Montag, 29. Juni 2026 | Imbiss: 17:30 Uhr | Beginn: 18:00 Uhr

Ort: Havelberg, Haus der Flüsse | Elbstr. 2, 39539 Havelberg

Der fortschreitende Klimawandel und die Zerstörung der Natur durch Nutzung von Kohle,

Gas und Öl führen zu einem Umdenken, auf 100 % Erneuerbare Energien umzusteigen.

Die Altmark nimmt hier schon lange eine Vorreiterrolle ein. Das birgt große Chancen für

regionale Wertschöpfung, wirtschaftliche Entwicklung und Investitionen in unsere Städte

und Dörfer, Energieunabhängigkeit, Widerstandsfähigkeit und Versorgungssicherheit.

Diese Chancen wollen wir uns bei Windenergie und Freiflächenphotovoltaik anschauen.

Ein besonderer Fokus soll auf die planerische und finanzielle Beteiligung der

Bürger*innen und die Auswirkungen auf Menschen und Kommunen gelegt werden. Bei

der betroffenen Bevölkerung gibt es oft Fragen und Bedenken. So wird es neben den

fachlichen Informationen den Raum für Austausch und Diskussion geben.

Es werden referieren und für den Austausch zur Verfügung stehen:

• Dorothea Frederking, altmärkische Landtagsabgeordnete und agrarpolitische

Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erläutert das Prinzip von Positiv- und

Ausschlusskriterien für Freiflächenphotovoltaik-Anlagen (FFPV) auf Acker und

Grünland, um Konflikte mit Umwelt und Nahrungsmittelproduktion auszuschließen.

• Mathias Bölt, Bürgermeister der Hansestadt Havelberg (pro Altmark) wird auf die

kommunale Wertschöpfung durch Erneuerbare Energieprojekte eingehen. Darüber

hinaus wird er am Beispiel des Windparks Havelberg darstellen, wie Behörden

beteiligt werden, damit natur- und artenschutzrechtliche Belange im Rahmen der

Planung und Genehmigung berücksichtigt werden.

• Nico Schulz, Bürgermeister der Einheitsgemeinde Osterburg zeigt am Beispiel der

Stadt Osterburg auf, wie Bürgerbeteiligung erreicht und Bürgerstromtarife

geschaffen wurden.

• Michael Dihlmann, Landwirt und Mitinitiator vom Bündnis Wische-Energie möchte

mit dem Bündnis unterstützen, dass sich die Menschen vor Ort wirkungsvoll

einbringen können, damit ihre Vorschläge und Wünsche beim Bau von Wind- und

Solaranlagen berücksichtigt werden und sie letztendlich auch davon profitieren.

• Johannes Wolke, Fachreferent beim Landesverband Erneuerbare Energie Sachsen-

Anhalt e.V. klärt zu Abrieb und Infraschall bei Windenergieanlagen auf.

• Sabine Eling-Saalmann, Koordinatorin der Servicestelle Erneuerbare Energien der

LENA stellt das neue Akzeptanz- und Beteiligungsgesetz und die damit verknüpften

Möglichkeiten der Beteiligung für Kommunen und Anwohner*innen vor.

Gerne kann diese Einladung an Interessierte weitergegeben werden. Wir behalten uns

vor, von unserem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen auszuschließen, wenn

diese gezielt stören.

Eine Anmeldung ist nicht zwingend erforderlich, hilft aber bei der Planung.

Zur Anmeldung genügt eine formlose E-Mail an buero@dorothea-frederking.de.

Precht und der Tod der avancierten Kunst | Monopol

Precht und der Tod der avancierten Kunst | Monopol

Im "Lanz + Precht"-Podcast ging es jüngst um die Frage: "Killt KI die Kunst?" Nein, sagt Philosoph Richard David Precht, KI sei nur der Sargnagel für eine längst bedeutungslose Kunst. Jetzt reicht's aber!

Klimaschutz statt KI-Wahn | WeAct

Klimaschutz statt KI-Wahn | WeAct

Die Rechenzentren von Google, Amazon und Co. zerstören unser Klima. Doch anstatt davor zu schützen, schlagen sich Merz und Reiche auf die Seite der Tech-Riesen. Das müssen wir verhindern! 

Der globale KI-Hype führt dazu, dass Rechenzentren wie Pilze aus dem Boden schießen.  Google, Amazon und Microsoft sind die Vorreiter für den Ausbau, in Deutschland wie auch weltweit. Genau dieser Rechenzentren-Boom bedroht das Klima: Immer mehr Gaskraftwerke laufen, um die KI-Fabriken der Tech-Riesen zu betreiben. Unmengen an Wasser werden aus unseren Böden gesaugt und die Natur plattgemacht.

Und nun will die Bundesregierung es Google und Co. noch leichter machen, mit ihren verschwenderischen Rechenzentren das Klima weiter zu zerstören. Das Energieeffizienzgesetz verpflichtet deren Betreiber bislang, den Verbrauch von Strom und Wasser zu veröffentlichen und nicht allzu viel Energie zu verschwenden. Jetzt soll das Gesetz auf Druck der Tech-Lobby allerdings wesentlich abgeschwächt werden.[1] Dafür übernimmt Reiches Wirtschaftsministerium die Forderungen der Unternehmen teils wörtlich. Die Tech-Giganten wollen Informationen zum Energieverbrauch und zu den CO₂-Emissionen ihrer Rechenzentren als „Geschäftsgeheimnisse“[2] deklarieren, um sie somit nicht mehr veröffentlichen zu müssen – damit sie ihre Rechenzentren ohne Rücksicht auf die Umwelt betreiben können. Dafür sollen auch die Effizienzstandards für Rechenzentren gesenkt werden, sodass jegliche Verpflichtung zu Energieeinsparungen wegfällt. 

Die Zeit rennt: Google und Co. wollen das ausgehöhlte Gesetz so schnell wie möglich verabschiedet sehen, damit die Regulierungen für Verbrauchstransparenz und Klimaschutz verschwinden. Am 27. Mai soll das Bundeskabinett darüber entscheiden, ob das Energieeffizienzgesetz abgeschwächt wird.

[UPDATE:
Die für den 27. Mai geplante Abstimmung über das Energieeffizienzgesetz wurde verschoben. Öffentlicher Druck wirkt! Anscheinend gibt es im Kabinett noch viel Uneinigkeit über den Gesetzentwurf von Wirtschaftsministerin Reiche. Das ist gut so! Jetzt dürfen wir nicht nachlassen, sondern müssen den öffentlichen Druck weiter erhöhen.]

Noch haben wir die Chance, das zu verhindern! Durch schnelles Handeln können wir dafür sorgen, dass Merz und Reiche nicht vor den Forderungen von Big Tech einknicken und den Klimaschutz zu ihren Gunsten ausbremsen. Unterstütze jetzt die Petition, damit Google, Microsoft und Co.  den Planeten nicht noch stärker zerstören.

 
Wir fordern von Bundeskanzler Merz und Wirtschaftsministerin Reiche: 

Anstatt den weltweit mächtigsten Tech-Unternehmen noch mehr Umweltzerstörung zu erlauben, benötigen wir endlich eine wirksame Verpflichtung zur Energieeffizienz, echte Transparenz und eine Begrenzung des Ressourcenverbrauchs durch Künstliche Intelligenz:

  • Neue Rechenzentren dürfen nur dann zugelassen werden, wenn sie zu jeder Zeit mit zusätzlicher erneuerbarer Energie betrieben werden. 
  • Rechenzentren müssen ihren Energie- und Wasserverbrauch individuell veröffentlichen. Diese Pflicht muss auch gegenüber den großen Unternehmen durchgesetzt werden. Anders als im aktuellen Gesetzentwurf geplant, dürfen sie ihre Verbrauchswerte nicht hinter „Geschäftsgeheimnissen“ verstecken.
  • Energieeffizienzstandards für Rechenzentren dürfen nicht abgesenkt werden. Die Einführung hoher Effizienzstandards hat in der Vergangenheit dafür gesorgt, dass Rechenzentren weniger Strom verbrauchen. Eine Absenkung der Standards wäre ein riesiger Rückschritt und würde die Verpflichtungen zur Energieeinsparung faktisch abschaffen. 
  • Auch der Energie- und Wasserverbrauch einzelner Anwendungen muss offengelegt werden, beispielsweise von KI-Chatbots. Nur das macht eine gesellschaftliche Diskussion darüber möglich, welche KI-Anwendungen für unsere Gesellschaft sinnvoll sind und welche wir aus Klima- und Umweltschutzgründen begrenzen wollen.

Unsere einzelnen Forderungen kannst du in unserer Stellungnahme zum Energieeffizienzgesetz im Detail nachlesen.[1]

4. Juni 2026

Zu viel Politik, zu wenig Kunst | Monopol

Zu viel Politik, zu wenig Kunst | Monopol

Auf der Venedig-Biennale bestimmen Streiks, Demonstrationen und geopolitische Konflikte die Schlagzeilen. Doch wenn Kunst nur noch als Instrument politischer Auseinandersetzungen verstanden wird, verliert sie ihre eigene Sprache

3. Juni 2026

(862) AMOC-Kollaps: Was Europa droht #8 #Klimaklartext #podcast #kemfert #amoc #klimawandel - YouTube

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Wahl um Sitz im UN-Sicherheitsrat: Kein Platz für Deutschland | taz.de

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Zum ersten Mal überhaupt scheitert Deutschland mit einer Bewerbung um einen der nichtständigen Sitze im UN-Sicherheitsrat. Ein Rückschlag für Kanzler Merz.

Wie Lee Shulman und Omar Victor Diop die Fotogeschichte des weißen Amerika stören

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Die Serie "Being There" von Lee Shulman und Omar Victor Diop schummelt einen zusätzlichen Schwarzen Akteur in das weiße US-Amerika der Kodachrome-Ära. Damit zeigt sie den Rassismus hinter der Idylle

"Schneide endlich diese verdammten zwei Minuten raus aus deinem Film!" | Monopol

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Wim Wenders zieht seinen Film mit Nacktszene mit Nastassja Kinski vorerst zurück, Sturmschäden an JRs Pont-Neuf-Werk und ein "Zeit"-Podcast zu Anselm Kiefer: Das ist unsere Medienschau am Mittwoch

Gericht entscheidet über Brüchauer Bohrschlammgrube: Urteil in dieser Woche erwartet

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Das Verwaltungsgericht Magdeburg urteilt diese Woche über die Eilklage des BUND gegen die Brüchauer Bohrschlammgrube. Bis dahin darf Neptune Energy nicht mit den Arbeiten beginnen.

Alle Banken: Keine Bohrungen im Arctic Refuge unterstützen!

Alle Banken: Keine Bohrungen im Arctic Refuge unterstützen!

Bald könnte es vollkommen rechtens sein, Eisbärenjunge zu töten -- alles nur für Öl. Das ist Trumps widerwärtiger Plan, um seine bevorstehende Versteigerung des Arctic National Wildlife Refuge in Alaska für Unternehmen der fossilen Brennstoffindustrie attraktiver zu machen.

In nur wenigen Wochen werden Ölkonzerne damit beginnen, um Bohrrechte an einem der letzten wirklich unberührten Orte der Erde zu ersteigern. Das Schutzgebiet ganz im Norden Alaskas ist ein empfindliches Ökosystem, in dem Eisbären ihre Jungen aufziehen, Walrosse jagen und jedes Jahr Millionen von Zugvögeln zurückkehren.

Doch diese Auktion hat eine Schwachstelle: Geld. Ölkonzerne können ohne die Unterstützung von Banken und Versicherern nicht bohren. Und einige der weltweit größten Finanzinstitutionen haben bereits zugesagt, dass sie Bohrungen im Arctic Refuge weder finanzieren noch versichern werden.

Jetzt müssen wir dafür sorgen, dass sie bei ihrer Aussage bleiben, bevor Trump und seine Kumpanen von der Ölindustrie sie hinter verschlossenen Türen unter Druck setzen, nachzugeben.

Es sind nur noch wenige Tage bis zum Beginn der Versteigerung. Machen wir unseren Aufruf so groß wie möglich, um Alaskas Arktis vor Trumps geplanter Zerstörung zu schützen:

Alle Banken: Trumps Bohrungen im Arctic National Wildlife Refuge öffentlich ablehnen!

„Europäische Bedrohung“: Kemfert fordert Amoc-Stresstest für Sicherheitsbehörden

„Europäische Bedrohung“: Kemfert fordert Amoc-Stresstest für Sicherheitsbehörden

Im neuen FR-Klimapodcast erklärt Claudia Kemfert, warum wir uns sicherheitspolitisch auf den möglichen Kollaps der Atlantikströmung vorbereiten sollten.

Millionen nutzen KI täglich – und die Umwelt zahlt einen hohen Preis | WEB.DE

Millionen nutzen KI täglich – und die Umwelt zahlt einen hohen Preis | WEB.DE

Künstliche Intelligenz erleichtert den Alltag von Millionen Menschen – doch ihr "Hunger" nach Strom, Wasser und Rohstoffen wächst rasant. Experten warnen nun vor den bislang unterschätzten Umweltfolgen des globalen KI-Booms.

Chlortoluron: Zulassung für gefährliches Pestizid erneut verlängert

Chlortoluron: Zulassung für gefährliches Pestizid erneut verlängert

Das Herbizid Chlortoluron weist erhebliche Gefahren auf. Trotzdem darf es nun für weitere 22 Monate in der EU und damit auch in Deutschland eingesetzt werden. Schon wieder wurde eine Lücke in der Pestizidverordnung ausgenutzt, um riskante Pestizide im Verkehr zu halten – zu Lasten von Umwelt und Gesundheit.

CO₂-Entnahme: Die unterschätzte Baustelle der Klimapolitik

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Industrie- und Schwellenländer kommen bei der Entfernung von Kohlendioxid aus der Atmosphäre deutlich langsamer voran als geplant. Das zeigt der aktuelle Bericht zum Stand des sogenannten Carbon Dioxide Removal (CDR).

Inhalt

Sozialer Kahlschlag sondergleichen | GEW - Die Bildungsgewerkschaft

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Ein geleaktes Arbeitspapier einer Arbeitsgruppe von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden im Kanzleramt enthüllt Vorschläge für einen beispiellosen Abbau sozialer Leistungen. Die GEW hat das Papier analysiert.

E-Autos: Wo die Verbrenner-Ära einfach ausgelassen wird

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Während Deutschland noch über das Verbrenner-Aus diskutiert, fahren die Menschen in Ländern wie Vietnam und Brasilien schonmal los – vollelektrisch.

Volles Risiko: TotalEnergies' globale Öl- und Gasexpansion | urgewald e.V.

Volles Risiko: TotalEnergies' globale Öl- und Gasexpansion | urgewald e.V.


Total Analyse 2026 Cover
Sonja Meister, Bianca Bhattacharja, Moritz Leiner

Analyse, 2026
Herausgeber: urgewald e.V.

TotalEnergies gehört zu den am aggressivsten expandierenden Öl- und Gasunternehmen der Welt. Bei der Erschließung neuer Öl- und Gasfelder durch private Unternehmen liegt der Konzern global auf dem zweiten Platz. Im Vergleich mit anderen Öl- und Gas-Majors verfolgt TotalEnergies mit Abstand die größten kurzfristigen Expansionspläne sowohl in autoritären Staaten als auch in Staaten mit hohen geschäftlichen Risiken. Das Geschäftsmodell des Öl- und Gaskonzerns nimmt damit große geopolitische Risiken in Kauf, insbesondere im Flüssiggas-Bereich, und gefährdet Klima, Menschenrechte und Ökosysteme.

Das klimaschädliche Geschäftsmodell von TotalEnergies wird maßgeblich durch Finanzinstitutionen gestützt, die trotz ungenügender Klimastrategie und fossiler Expansion weiterhin Kredite an den Konzern vergeben, dessen Aktien und Anleihen halten bzw. kaufen sowie Versicherungen bereitstellen.

Auch viele deutsche Finanzinstitutionen sind nach wie vor in TotalEnergies investiert. Die vier größten deutschen Investoren von TotalEnergies – DWS, Union Investment, Allianz Global Investors und Deka Investments – haben in den vergangenen Jahren weiter neue Anleihen von TotalEnergies gekauft. Die Deutsche Bank hat außerdem Anleihen von TotalEnergies herausgeben.



Allianz: Menschenrechtliche Beschwerde zeigt Mitverantwortung für LNG-Gefahren | urgewald e.V.

Allianz: Menschenrechtliche Beschwerde zeigt Mitverantwortung für LNG-Gefahren | urgewald e.V.




Allianz: Menschenrechtliche Beschwerde zeigt Mitverantwortung für LNG-Gefahren

Pressemitteilung

München, 05.05.2026

Heute hat urgewald gemeinsam mit ihrer Partnerorganisation Rainforest Action Network (RAN) sowie lokalen Organisationen aus dem US-Bundesstaat Louisiana offiziell eine menschenrechtliche Beschwerde beim Allianz-Konzern wegen seiner LNG-Versicherungsgeschäfte in den USA eingereicht. Kurz vor der diesjährigen Hauptversammlung der Allianz am Donnerstag lenkt die Beschwerde den Blick auf die vielfältigen Gefahren des LNG-Sektors auch für die Reputation des Versicherers. 

Konkret geht es um geschäftliche Verbindungen zum umstrittenen Konzern Venture Global, der aktuell das LNG-Terminal CP2 in Louisiana bauen lässt. Nach jüngsten Recherchen von RAN hält die Allianz-Tochtergesellschaft AGCS Marine eine Versicherungspolice in Höhe von 1 Million US-Dollar eines für das Terminal CP2 beauftragten Bauunternehmens, Callan Marine, welche am 1. Oktober dieses Jahres ausläuft bzw. zur Verlängerung ansteht. 

Callan Marine betreibt vor Ort Bagger, die auch zum Einsatz kamen, als sich im August 2025 im Zusammenhang mit den Bauarbeiten eine großflächige Verschmutzung eines örtlichen Sees durch abgebaggerten Schlick ereignete. [1] Dies verringerte die Fangzahlen für Krabben und Austern stark und schädigte die lokalen Fischer*innen. 

Beschwerde zum Download: https://www.ran.org/wp-content/uploads/2026/05/May-2026-Allianz-Human-Rights-Grievance.pdf 

Zum Thema standen Fachleute von RAN und urgewald wiederholt im Austausch mit der Allianz, die ebenfalls an der Versicherung des älteren LNG-Terminals Calcasieu Pass (CP) beteiligt war, das sich in direkter Nähe zu CP2 befindet. Die vorliegende Versicherungspolice zeigt, dass der Versicherer dennoch an den Geschäften zu Gunsten von Venture Global festhält. 

Ethan Nuss, Energie- und Finanzexperte bei RAN, sagt: „Was nützen die Menschenrechtsverpflichtungen der Allianz, wenn sie gleichzeitig menschenrechtsverletzende Aktivitäten versichert? Die LNG-Verschmutzung hat schwere Schäden für die Lebensgrundlagen und die Gesundheit der lokalen Fischerfamilien verursacht. Sie haben Anspruch auf Wiedergutmachung. Die Allianz muss ihren Versicherungsschutz für die LNG-Terminals von Venture Global beenden.“

Kapitän Ray Mallet, lokaler Garnelenfischer und Mitglied der Vereinigung FACTS beim regionalen Habitat Recovery Project, sagt: „Der Unfall reiht sich in eine Serie von Umweltverstößen ein, die uns unsere Lebensgrundlage nehmen. CP2 entwickelt sich zu einem Industrieprojekt, das Gemeinden, Gesundheit, Klima, lokale Wirtschaft und Gerechtigkeit für kurzfristigen Profit opfert. Aber um es ganz klar zu sagen: Venture Global ist nicht das einzige Unternehmen, das aus unserem Leid Profit schlägt. Keine Finanzinstitution sollte in CP2 investieren. Keine Versicherungsgesellschaft sollte CP2 versichern. Unsere Regierung muss alle Genehmigungen im Zusammenhang mit diesem Projekt widerrufen oder deren Erteilung verweigern.“

urgewald weist darüber hinaus auf die anhaltenden Schwächen in der Energierichtlinie der Allianz hin: Trotz aller positiver Aspekte in der Richtlinie im Bereich Öl- und Gasförderung bleibt die Allianz global ein wichtiger Versicherer insbesondere für den schädlichen Ausbau von Gasinfrastruktur, etwa für LNG-Terminals. 

Regine Richter, Finanz-Campaignerin bei urgewald, sagt: „Wenn der Fall in Louisiana eines zeigt, dann welchen vielfältigen Gefahren der LNG-Sektor Mensch und Umwelt aussetzt. Dabei reicht schon ein Blick auf jüngste Klimadaten, um zu verstehen, dass kein einziges neues LNG-Terminal in Betrieb gehen darf. Hier spielt die Allianz als global einflussreicher Industrieversicherer eine zentrale Rolle. Sie muss ihrer Verantwortung gerecht werden und Geschäfte mit Gasinfrastruktur konsequent beenden.“

Weitere Informationen:

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