16. Oktober 2026

Interview mit Simon Strick: "Faschisierung ist ein medialer Prozess" - netzpolitik.org

Interview mit Simon Strick: "Faschisierung ist ein medialer Prozess" - netzpolitik.org

Wir alle sind im Internet unterwegs, wir klicken, liken und kommentieren – und befördern oftmals eine Dynamik der Eskalation, schreibt der Kulturwissenschaftler Simon Strick in seinem neuen Buch. Wir haben mit ihm über Faschisierung, Memes und mediale Eigendynamiken gesprochen.

Gerald Barry: String Quartets | Quatuor Bozzini | Collection QB

Gerald Barry: String Quartets | Quatuor Bozzini | Collection QB


Barrys Musik bewegt sich im Grenzbereich. Sie besitzt eine Härte – präzise, ​​abrupt, unsentimental – gepaart mit einem Humor, der stets trocken und niemals schmückend ist. Gesten kommen ohne Entschuldigung: melodisches Material wird mit unverblümter Beharrlichkeit vorgetragen, rhythmische Figuren werden ohne Übergang geschnitten, Pausen wie Satzzeichen gesetzt. Die Musik weigert sich, sich auf ein einziges Register zu beschränken.

Material wird als Objekt und nicht als Argument behandelt – präsentiert, wiederholt, verkürzt, gegenübergestellt – mit einer unerbittlichen Objektivität, die auf seltsame Weise mit intensiver Ausdruckskraft koexistiert. Es gibt keine sanften Landungen, keine rhetorischen Beschönigungen. Kontraste entstehen nicht als Entwicklung, sondern als Kollision.

Dies ist Musik, die zutiefst fremd und doch vollkommen selbstsicher ist – surrealistisch in ihrer Sensibilität, aber niemals vage. Sie klingt wie keine andere. In einer Landschaft, die Ambiguität oft ästhetisiert, ist Barrys Werk aggressiv klar definiert: Man weiß immer genau, wo man ist, und es ist selten dort, wo man es erwartet hätte.

– [viii-26]

[FR]

Die Musik von Gerald Barry wird in den Extremen eingesetzt ... mehr 


Ein Theater der Dringlichkeit und Teilhabe | Monopol

Ein Theater der Dringlichkeit und Teilhabe | Monopol

Ein alter Freund, ein fast nackter Schauspieler und eine antike Tragödie über Tyrannei, Gewalt und den Zerfall der Welt: In Schwerin zeigt die Regisseurin Joanna Lewicka, wie politisch Theater sein kann – gerade jenseits der großen Bühnenmetropolen

Bekannte Gesichter | Monopol

Bekannte Gesichter | Monopol

Wenn in der Auster plötzlich Karl Marx schimmert: In Bonn untersucht die japanische Künstlerin Aki Inomata, wie Menschen, Tiere und Technologie miteinander verbunden sind

CCS-Vorstoß in Brandenburg: „Da sagen wir klar Nein“ | taz.de

CCS-Vorstoß in Brandenburg: „Da sagen wir klar Nein“ | taz.de

Die rot-schwarze Koalition in Brandenburg will nun doch die CO₂-Verpressung vorantreiben. Joyce-Ann Syhre vom BUND erklärt, warum das keine gute Idee ist.

(1903) Verkehrswende in der Stadt: Was passiert, wenn das Auto nicht mehr dominiert? | NDR Info - YouTube

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Brasilien: Justizmissbrauch gegen Indigene stoppen - Rettet den Regenwald e.V.

Brasilien: Justizmissbrauch gegen Indigene stoppen - Rettet den Regenwald e.V.

Im Amazonasregenwald bittet die indigene Führerin Yuna Miriam Tembé um dringende Hilfe. Weil sie sich gegen die Rodungen, den Landraub und die Gewalt von Palmölfirmen stellt, wird sie mit fingierten Anschuldigungen verfolgt. Die Behörden haben ihr elektronische Fussfesseln angelegt. Nun fürchtet sie um ihr Leben.

Zypressen im Stadtpark: Fällung trotz fehlender Unfälle

Zypressen im Stadtpark: Fällung trotz fehlender Unfälle

Zoff um die Zypressen auf der Liebesinsel im Stadtpark. Der Bezirk will sie wegen Stolpergefahr fällen – doch hier stolpert offenbar niemand.

Wagenhuber-Betonwerk soll Wohngebiet werden: Warum hier jetzt Bäume gefällt wurden

Wagenhuber-Betonwerk soll Wohngebiet werden: Warum hier jetzt Bäume gefällt wurden

Henstedt-Ulzburg. „Rhener Gärten“: Neues Quartier im Süden der Gemeinde geplant. So ist der Stand des Vorhabens. Und erste Schritte zur Umsetzung wurden getan

15. Oktober 2026

▶︎ ...Is In the Air | Jessica Pavone | Relative Pitch Records

▶︎ ...Is In the Air | Jessica Pavone | Relative Pitch Records


„…Is In the Air“ ist Jessica Pavones sechstes Solo-Bratschenalbum und ihr fünftes für Relative Pitch Records. In den letzten zwanzig Jahren hat Pavone Solomusik entwickelt, die auf den Tönen der leeren Bratschensaiten basiert, um die natürlichen Resonanzen des Instruments zu aktivieren. Sie experimentiert zudem beständig mit elektronischen Effekten, um einen „Partner“ zu schaffen, mit dem sie musiziert und ihren Kompositionen mehr Tiefe verleiht. Während Pavone im Sommer 2025 die Musik für „…Is In the Air“ komponierte, sinnierte sie darüber, wie immateriell Dinge zutiefst real sein können. Eine gewisse Stagnation lag über dieser Zeit; es fühlte sich an, als läge etwas „in der Luft“, doch kein Wort schien dieses Gefühl vollständig zu erfassen. So wie dieses Gefühl bleibt auch dieser Teil des Titels unbestimmt.

Mit jedem Soloalbum möchte Pavone etwas Neues ausprobieren. Auf ihrem 2024 erschienenen Soloalbum „What Happens Has Become Now“ spielte sie auf einer von Ken Butlers Hybrid-Violen, und 2022 schuf sie für „When No One Around You is There but Nowhere to be Found“ eine Vokalcollage, die auf einem ihrer Traumtagebücher basiert.

Das neue Album erweitert die Idee, in einem Solo-Setting mit einem musikalischen Partner zusammenzuarbeiten, und präsentiert Gastauftritte des Gitarristen Fred Frith und des Bassisten Joe Lally. Pavone wollte die Zusammenarbeit mit Künstlern erkunden, die nicht ausschließlich aus ihrer unmittelbaren Umgebung stammen. Frith und … mehr 


Erneuerbare sind Brandenburgs Wachstumsmotor, CCS braucht klare Grenzen | Windkraft-Journal

Erneuerbare sind Brandenburgs Wachstumsmotor, CCS braucht klare Grenzen | Windkraft-Journal

Der Landesverband Erneuerbare Energien Berlin Brandenburg (LEE BB) sieht in der guten wirtschaftlichen Entwicklung des Landes eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges und fordert, die Erneuerbaren als Fundament der Standortpolitik klar zu benennen.A

Brevik CCS nach einem Jahr: Was Zement-CCS lehrt

Brevik CCS nach einem Jahr: Was Zement-CCS lehrt

Seit Juni 2025 fängt Heidelberg Materials im norwegischen Brevik CO2 aus einem Zementofen ab, als erstes Unternehmen im Industriemaßstab. Der Hochlauf dauert länger als geplant. An den Kinderkrankheiten des Pioniers lässt sich ablesen, wie komplex CCS ist und warum die Technik nur für unvermeidbare Emissionen taugt.

Millionenerbin prangert in Braunschweig an: „Überreichtum tötet Demokratie“

Millionenerbin prangert in Braunschweig an: „Überreichtum tötet Demokratie“

Braunschweig. Marlene Engelhorn zeigt mit Theater-Star Volker Lösch das Doku-Stück „Geld ist Klasse“. Im Interview erklären beide, warum sie Ungleichheit zornig macht.

Requiem For What's-His-Name | Marc Ribot & Rootless Cosmopolitans | Marc Ribot

Requiem For What's-His-Name | Marc Ribot & Rootless Cosmopolitans | Marc Ribot


Ribot veröffentlichte sein erstes Soloalbum erst 1990 mit seiner Band The Rootless Cosmopolitans. Das 1992 erschienene Album „Requiem for What's-His-Name“ war sein zweites und das zweite mit dieser Band, die aus Musikern wie Roy Nathanson , Anthony Coleman, Zeena Parkins und Syd Straw bestand und deren Stilrichtungen sich mit denen der Jazz Passengers, der Golden Palominos und John Zorns Cobra-Ensembles sowie vielen anderen Variationen dieser Bands überschnitten.


Ministerin Reiche muss Instagram-Video mit Vorwurf gegen Linke löschen | tagesschau.de

Ministerin Reiche muss Instagram-Video mit Vorwurf gegen Linke löschen | tagesschau.de

Bundeswirtschaftsministerin Reiche muss ein Instagram-Video über die Linke entfernen, in dem sie der Partei Antisemitismus vorwirft. Das entschied das Bundesverfassungsgericht in einem Eilverfahren.

Zwischen Poesie und Wissenschaft | Monopol

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In großformatigen Ölgemälden erforscht der Künstler Hope Bartley die instinktive Verbindung des Menschen mit der Natur. Nun ist er für den Young Generation Art Award 2027 nominiert

Unter der Dusche, hinter der Fassade | Monopol

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Gab es "queere" Kunst in der DDR? Und wenn ja, wie entstand sie, und wurde sie gesehen? Eine Ausstellung in Leipzig geht diesen komplexen Fragen nach und zeigt Lebenswege zwischen Untergrund und Anpassung

14. Oktober 2026

Geplante Ölförderung vor Usedom: Deutsche Umwelthilfe warnt mit Aktionsbündnis vor verheerenden Umweltfolgen und fordert Stopp des fossilen Megaprojekts

 




• Kanadischer Ölkonzern CEP plant gigantisches Ölprojekt nur sechs Kilometer vor Usedom mit Förderung bis in die 2060er-Jahre

• Fossiles Megaprojekt gefährdet Natura2000-Gebiet; bei einem Unfall könnten bis zu 3.300 Tonnen Öl pro Tag austreten

• Aktionsbündnis fordert gemeinsam mit der Gemeinde Heringsdorf den sofortigen Stopp des Vorhabens


© haiderose - Fotolia

Berlin/Heringsdorf, 12.10.2026:  Das Aktionsbündnis aus Deutscher Umwelthilfe (DUH), WWF Deutschland, BUND Mecklenburg-Vorpommern und der Bürgerinitiative Lebensraum Vorpommern fordert gemeinsam mit der polnischen Organisation EKO-UNIA und der Gemeinde Heringsdorf den Stopp des geplanten Ölprojekts Wolin East des kanadischen Ölkonzerns Central European Petroleum (CEP) vor den Inseln Usedom und Wollin. Angrenzende Gasvorkommen will CEP ebenfalls in Zukunft erschließen. Nach Ansicht der Umweltschutzorganisationen gefährdet das fossile Großprojekt das sensible Ökosystem der benachbarten europäisch geschützten Natura2000-Gebiete sowie den dort heimischen, vom Aussterben bedrohten Ostsee-Schweinswal. Die Förderung birgt zudem das Risiko eines Unfalls, bei dem pro Tag bis zu 3.300 Tonnen Öl austreten könnten. Zudem verstößt die geplante Förderdauer bis in die 2060er-Jahre klar gegen die deutschen und europäischen Klimaziele.

Mit ihren eingereichten Stellungnahmen zum Untersuchungsrahmen zur grenzüberschreitenden Umweltverträglichkeitsprüfung warnen die Organisationen vor gravierenden Umwelt- und Klimafolgen des Vorhabens und fordern von der Bundesregierung, der Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns und den polnischen Behörden, das fossile Megaprojekt zu stoppen.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Es ist aus Sicht von Natur- und Klimaschutz nicht hinnehmbar, wie der kanadische Ölkonzern CEP die Bucht vor Usedom für Jahrzehnte zu einem fossilen Industriepark machen will. Obwohl die Folgen für Menschen und Umwelt bei einem möglichen Ölaustritt verheerend wären, spielt der fossile Konzern die Folgen für den Meeres- und Klimaschutz herunter. Mit einer geplanten Förderung bis in die 2060er-Jahre würden polnische, deutsche und europäische Klimaziele ignoriert. Wir fordern die Bundesregierung, die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommern auf, sich mit aller Konsequenz für den Stopp dieses fossilen Megaprojekts einzusetzen.“

Laura Marisken, Bürgermeisterin Gemeinde Heringsdorf: „Usedom steht für einzigartige Natur, kilometerlange weiße Sandstrände und hervorragende Wasserqualität – nicht für Schwerindustrie vor unserer Haustür. Die geplante Öl- und Gasförderung erfüllt uns mit großer Sorge, insbesondere weil die möglichen Umweltauswirkungen aus unserer Sicht bislang nicht hinreichend untersucht sind. Gerade im Fall einer Havarie sprechen wir auch über irreversible Schäden an unserem sensiblen Ökosystem und Folgen für die gesamte Region.“

Rainer Sauerwein, Vorsitzender Bürgerinitiative Lebensraum Vorpommern: „Die Bürgeriniative Lebensraum Vorpommern hat sich zum Ziel gesetzt, die Zerstörung des Naturraums der Vorpommerschen Bucht der Ostsee durch eine fortschreitende Industrialisierung aufzuhalten. Wir erleben gerade vor den Inseln Usedom und Wollin eine massive Zerstörung der Natur, da neben einem gigantischen Containerhafen auch noch eine 10 Hektar große Bohrinsel zur Ölförderung in den so sensiblen und geschützten Küstengewässern errichtet werden soll. Das gefährdet die Lebensqualität der Insulaner und ihre wirtschaftliche Grundlage, den naturnahen Tourismus. Zum Schutz der Natur und der Bewohner der Inseln Usedom und Wollin werden wir uns mit allen Mitteln dagegen wehren.“

Corinna Cwielag, Landesgeschäftsführerin des BUND Mecklenburg-Vorpommern: „Direkt an und teilweise in sensiblen Naturschutzgebieten der Pommerschen Bucht sollen pro Tag 4.100 Tonnen Rohöl und beigemischtes Gas gefördert und bearbeitet werden. Die ausgelieferten Unterlagen spielen Gefahren eines Ölunfalles herunter. Das Unternehmen CEP rechnet aber bereits jetzt mit Bestandsverlusten von Meeressäugetieren. Es wären auch tausende Meeresvögel betroffen, die auf der Oderbank rasten. CEP setzt darauf, dass bei Ölunfällen Rettungsdienste und Behörden einspringen. Das kann nicht ausreichen. Wir fordern die Vorlage eines umweltbezogenen, internationalen Havariekonzeptes.“

Radosław Gawlik, Präsident von The Ecological Association EKO-UNIA: „Die Nachricht über eine mögliche Öl- und Gasförderung vor Świnoujście hat uns überrascht. Die Ostsee ist ein flaches und empfindliches Meer. Bislang hat in der Pommerschen Bucht kein Land diese Rohstoffe gefördert – unter anderem wegen der Risiken für die Meeresumwelt und der möglichen Folgen für den Tourismus im Falle eines Unfalls. Berichten zufolge handelt es sich um eine kleine Lagerstätte, die nur wenige Prozent der polnischen Energiebilanz ausmacht. Zudem befinden wir uns, wie die übrige EU, im Übergang von fossilen Energieträgern zu erneuerbaren Energien. Polen plant und baut Offshore-Windkapazitäten mit einer Leistung von 12 bis 16 Gigawatt. Es lohnt sich angesichts der enormen Menge sauberen Stroms, die wir aus der Ostsee gewinnen können, nicht, in Gas und Öl zu investieren, sondern vielmehr in die Elektrifizierung des Energiesystems.“

Hintergrund:

Das von CEP geplante Projekt hat mit 18 Hektar gigantische Ausmaße und würde gravierende Umweltauswirkungen mit sich bringen. Ein Teil des 65 Meter hohen Bohrturms wird in die  europäisch geschützten Natura2000-Gebiete Zatoka Pomorska und Ostoja na Zatoce Pomorskiej geplant. In der Pommerschen Bucht sind zudem Schweinswale der vom Aussterben bedrohten südlichen Ostseepopulation heimisch, deren Bestand auf nur noch rund 500 Tiere geschätzt wird. Bereits bei der Erkundungsbohrung gingen laut CEPs eigenen Unterlagen die Schweinswalnachweise deutlich zurück. Bau-, Bohr- und Schiffslärm können ihre Nahrungssuche stören und sie aus wichtigen Lebensräumen verdrängen.

Die Regionaldirektorin für Umweltschutz in Szczecin (Stettin) hat am 3. Juni 2026 ein grenzüberschreitendes Umweltprüfungsverfahren eingeleitet, an dem sich das Aktionsbündnis und die Gemeinde Heringsdorf mit Stellungnahmen beteiligt haben. Erst in der vergangenen Woche hatte der Konzern eine neue Bohrplattform zu weiteren Erkundungsbohrungen in die Pommersche Bucht gesetzt, ohne deutsche Behörden und die betroffenen Gemeinden darüber zu informieren.

Ist Willem de Kooning noch tragbar? | Monopol

Ist Willem de Kooning noch tragbar? | Monopol

Willem de Kooning gilt als einer der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts – und prägte mit seinem von Alkohol, Exzessen und wilder Schaffenskraft geprägten Künstlerleben den Mythos des ge­quälten Machogenies. Das Rijksmuseum Amsterdam zeigt jetzt die größte europäische Retrospektive des Abstrakten Expressionisten seit vier Jahrzehnten. Muss das sein? Ein "Bro und Contra"
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