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„The Holy Liftoff“ (2024) ist die elfte Installation von Claire Chases 24-jährigem Projekt „Density 2036“. Dieses Projekt hat zum Ziel, bis zum 100. Jahrestag von Edgard Varèses bahnbrechendem Flötensolo „Density 21.5“ aus dem Jahr 1936 ein kühnes neues Repertoire für Flöte zu schaffen. Die New York Times bezeichnete „Density 2036“ als „eine der größten musikalischen Unternehmungen unserer Zeit“, der New Yorker als „eine Vierteljahrhunderte währende Reise ohne nennenswerte Vorbilder“.
Terry Riley begann 2022 mit der Komposition von „The Holy Liftoff“ als offenes Partiturskizzenbuch voller farbenfroher Zeichnungen, das Chase mit beliebig vielen Gastmusikern aufführen sollte. In den folgenden zwei Jahren entwickelten sich die Skizzen zu einem vielschichtigen Werk, das umfangreiches durchkomponiertes Material mit grafischer Notation, ausdrucksstarken Illustrationen und Rileys charakteristischer offener Partitur verbindet, die von den Ausführenden in unterschiedlichen Längen und Besetzungen frei interpretiert werden kann. Samuel Clay Birmahers 60-minütige Fassung des Werkes, die er in enger Zusammenarbeit mit Riley und den Ausführenden komponierte, ist für mehrere Flöten und Streichquartett gesetzt. „Als ich die ersten 16 Takte von ‚The Holy … mehr‘ improvisierte…“
Der Künstler Matias Faldbakken ist eigentlich für eine gnadenlos sarkastische Analyse skandinavischer Abgründe bekannt. Nun hat er ein Mahnmal für die Opfer der Anschläge von Oslo und Utøya gestaltet. Wie kann man Kunst über den Terror machen?
Von Odilon Redon bis Yael Bartana: Wenn auf der Erde nichts mehr funktioniert, gibt es ja immer noch das All. Eine Ausstellung im Arp Museum Bahnhof Rolandseck in Remagen zeigt kosmische Kunst und Weltraumvisionen von der Moderne bis heute
Auch wenn es viele hier noch nicht mitbekommen (unter anderem weil fast niemand außer in den sozialen Medien darüber berichtet), spielt sich gerade in England ein wunderbares Politschauspiel von großem Unterhaltungswert ab.
Am Ende muss überhaupt niemand mehr etwas machen. Das, was einem von KI-Berfürwortern immer als „große Demokratisierung“ beschrieben wird, endet in der ödesten von allen Welten: Niemand kann mehr etwas, da es schon lange an der Konzentration fehlt, diese Anstrengung zu unternehmen. Wir werden rund um die Uhr benudelt und bedudelt, das Entertainment endet nie.
Mit einem 32 Kilometer langen, mit Solarpaneelen überdachten Fahrrad-Highway vereint ein südkoreanisches Projekt Radfahren und saubere Energiegewinnung. Ein ähnliches Projekt gibt es auch hierzulande.
Ölkonzerne verdienen in Deutschland prächtig am hohen Ölpreis, zeigen Greenpeace-Berechnungen. Gerade auch jetzt nach dem Ende des Tankrabatts. Für Verbraucher:innen hingegen wird es deutlich teurer.
Verformte Straßenbahngleise, Rettungsdienste im Dauereinsatz, Tropennächte ohne Abkühlung, Unwetter mit Hagel und Sturzfluten – das sind nur ein paar Folgen des historischen Hitze-Wochenendes Ende Juni in Deutschland. Und auch wenn es danach erst einmal wieder etwas kühler wurde, haben diese Tage gezeigt, wie verletzlich gerade unsere Städte bei solchen Extremen sind. Denn die Folgen der Klimakrise sind besonders dort zu spüren: Asphalt, Pflastersteine, Beton speichern tagsüber die Hitze und geben sie nachts ab. Die Folge: Städte kühlen kaum noch ab. Das ist ein Dilemma, denn schon jetzt leben über 78 Prozent der Menschen in Deutschland in Städten – Tendenz steigend.
Der experimentierfreudige Pianist Daniel Schreiner veröffentlicht sein Debüt-Soloalbum „Unmoored“. Es präsentiert sechs Klavierstücke von fünf wegweisenden zeitgenössischen Komponisten: Luciano Leite Barbosa, Brittany J. Green, Sato Matsui, Ramin Roshandel und Nina Shekhar. „Unmoored“ unterstreicht den Wert der Zusammenarbeit zwischen Interpret und Komponist für die Schaffung eines ambitionierten, immersiven Kunstwerks, das klanglich ebenso abenteuerlich wie thematisch stimmig ist.
Zum Albumtitel erklärt Schreiner: „‚Unmoored‘ zu sein bedeutet, metaphorisch orientierungslos zu sein – unsicher, desorientiert oder gar ohne festen Bezug zur Realität: ein treffender Ausdruck, um das Gefühl zu beschreiben, als Mensch die gegenwärtige Zeit unserer gemeinsamen Geschichte zu erleben.“ Matsuis Begleitstücke „Oiseau lunaire“ und „Oiseau solaire“, die „Unmoored“ einrahmen, entstanden passenderweise mitten im von der französischen Regierung verordneten COVID-19-Lockdown (Quarantäne) im Jahr 2020. Der trostlose, eisige Kontrapunkt, mit dem „Oiseau lunaire“ beginnt, weicht einem schrill chromatischen, pathetischen Ausbruch, bevor er in dieselbe betäubende Stille des Anfangs zurückfällt und so die besondere Mischung aus Verwirrung und emotionalem Aufruhr der Pandemiezeit einfängt.
TEXT
Auf der Suche nach mir selbst
Da durchquerte ich die Welt
Doch von Paris bis Singapur
Fand ich von mir keine Spur
Ich ging Wanderschuhe kaufen
Bin den Jakobsweg gelaufen
Knie schmerzten, mir war kalt
Gottverlassen in nem Wald
Hab die Wohnung aufgeräumt
Bei nem Liebesfilm geweint
Und saß so lange an der Bar
Bis ich mit ihr verschmolzen war
Hab optimiert und hart trainiert
Ich hab alles ausprobiert
Doch das änderte nichts dran
Bei mir selbst kam ich nie an
Denn egal, wo ich auch bin
Ich hab immer das Gefühl, hier gehöre ich nicht hin
Und die meisten meiner Freunde haben dasselbe Problem
Das ist irgendwie schön
Zusammen ist das irgendwie schön
Hab das Sockenloch genäht
Hab ein Tabakdampfgerät
Ausprobiert, doch nicht für gut
Befunden, es gab keine Glut
Als ich arbeitsloser Punk
War, da machte mich das krank
Jetzt habe ich zwar Renommee
Aber vermiss meine WG
Fühl mich nirgendwo daheim
Wo ich bin, will ich nicht sein
Erst im Blick darauf zurück
Da bemerke ich mein Glück
Wenn ich keine Therapie
Machen würde, würde ich die
Mir ja selber auch empfehlen
Aber da geh ich schon hin
Doch egal, wo ich auch bin...
Wer mit sich selbst im Reinen ist
Der ist ganz bestimmt verrückt
Wer inneren Frieden spürt
Hat einfach resigniert
Wer verzweifelt und zerbricht
Ja, der ist aus meiner Sicht
Noch gesünder im Gehirn
Als jene, die funktionieren
Wer an diesem schlechten Ort
Heimat findet, ist verloren
Wer sein Land liebt, der weiß nicht
Was die Liebe wirklich ist
Ich such lieber lebenslang
Und komm nirgends richtig an
Guck für immer in die Fern
Als hier dazuzugehören
Lyrics:
und ich komm heim von der schule
guck den ganzen tag prosieben
auch wenn ichs nicht gerne zugib
Ich träume vom verlieben
streichle meinen hund dabei
trink zwei liter eistee
im kino läuft der letzte harry potter teil
es hagelt verweise
ich bekomm großen ärger
ohne abtiur wird mein leben so viel schwerer
das tut mir leid für mich selber
ich kann den grund vom becken immer noch nicht sehen
rauche kette am zehnmeter
wo die bademeister stehen
ist das leben eine schande
wird sichs wieder legen
seit du weg bist bin ich so wie ich gewesen bin
und jetzt sitze ich in prag
wo man zigaretten dreht
denke nur über mich nach
wie ich war, ich war so schön
in meinem kopf war nur salat
und das herz schrieb auf papier
meine zunge war zwar schnell
doch die beine betoniert
es tut mir leid für mich selber
es tut mir leid für mich selber
ich kann den grund vom becken immer noch nicht sehen
rauche kette am zehnmeter
wo die bademeister stehen
ist das leben eine schande
wird sichs wieder legen
seit du weg bist bin ich so wie ich gewesen bin
ich kann den grund vom becken immer noch nicht sehen
Lyrics:
Und ich chill Getränkemarkt
Jeden Tag um halb vier
Und ich frag die älteren Jungs
Kauft ihr mir bitte ein Bier
Und dann schnorr ich Zigarette
Aber heute rauch ich Kette
Nur wenn ich trink
Und weil ich dann schöner sing
Sing sing sang weiß nicht worüber
Über müde Augenlider
Mein Montagmorgen
Ich würd mich gern ermorden
Pretty scary ist das Life
Alle Freunde sprechen Englisch
Und ich denk an meine Zukunft
Und dann werd ich langsam ängstlich
Ich habe heute nicht gekifft
Ich hab ein Legohaus gebaut
Ich begann mit dem Gerüst
Da hab ich Schrauben reingeschraubt
Oh Mist wenn ich am Boden liege
Im Garten meiner Legofamilie
Legt sich auf die Brust wie Fieber
Und ich reiß das Haus nieder
Diese Lethargie
Diese Lethargie
Und ich klau im Supermarkt
SB Kasse vielen Dank
Wenn sich niemand um mich kümmert
Nehm ichs selber in die Hand
Und dann hab ich große Angst
Dass man mich dabei erwischt
Muss schon wieder vor Gericht
Was für ein Scheiß
Legt sich auf die Brust wie Fieber
Und ich reiß das Haus nieder
Ich habe heute nicht gekifft
Ich hab ein Legohaus gebaut
Ich begann mit dem Gerüst
Da hab ich Schrauben reingeschraubt
Oh Mist wenn ich am Boden liege
Im Garten meiner Legofamilie
Diese Lethargie
Lässt mich langsam sterben
Will noch gar nicht sterben
Es gibt noch so viel
Für mich zu erben
Viel für mich zu erben
Diese Lethargie
Diese Lethargie
84 Prozent der Bevölkerung finden kostenlosen öffentlichen Nahverkehr eine gute Idee. Und trotzdem passiert: nichts.
Dabei wäre der erste Schritt dorthin einfach, sofort umsetzbar und günstiger als der letzte Tankrabatt: Kostenloser Nahverkehr für alle Menschen unter 18 Jahren.
Wir fordern: Der Bund übernimmt die Kosten für die Freifahrt aller Kinder und Jugendlichen im gesamten öffentlichen Nahverkehr Deutschlands - egal in welcher Stadt, egal in welchem Landkreis, egal wie viel die Eltern verdienen. Als erste Haltestelle auf der Fahrt zu einem kostenlosen öffentlichen Nahverkehr für alle.
Wir haben uns dafür eine Initiative ausgedacht. Sie trägt den Namen:
Die EU-Länder importieren große Mengen Metalle wie Aluminium, Kobalt, Kupfer, Lithium oder Seltene Erden. Unter den Folgen des Rohstoffabbaus leiden Gemeinschaften und Ökosysteme im globalen Süden. Helfen Sie, das Bewusstsein für die Folgen des Rohstoffverbrauchs in Europa zu schärfen und politische Verantwortung einzufordern.