2. Mai 2026

Erneuter Quecksilberfund in Cheine wirft viele Fragen auf

 



Erneuter Quecksilberfund in Cheine wirft viele Fragen auf

Wie der BUND heute erfahren hat wurden durch Mitglieder der Bürgerinitiative Saubere Umwelt & Energie Altmark erneut kleine Mengen metallisches Quecksilber in dem abgesperrten Bereich bei Cheine gefunden. Die Polizei wurde informiert und will sich mit der zuständigen Gefahrenabwehrbehörde in Verbindung setzen.

Dieser Fund wirft aus Sicht des BUND viele Fragen auf:

  • Wie kann es sein, dass trotz Absuche und Einsatz von Spezialkräften weiterhin oberflächlich metallisches Quecksilber zu finden ist?

  • Welche akuten Gefahren für Mensch und Umwelt gehen von diesem Fundort aus? Erfolgt eine regelmäßige Kontrolle der Luft auf Spuren von Quecksilber? Gerade mit steigenden Temperaturen dürfte die Gefahr von Ausgasungen steigen.

  • Müsste die Sanierung nicht beschleunigt durchgeführt werden?

Weiterhin möchte der BUND seine Forderung erneuern, dass Proben des Quecksilbers auf Spuren weiterer Stoffe untersucht werden, die auf einen Zusammenhang zur Erdgasförderung schließen lassen.

„Der BUND hat unmittelbar nach Bekanntwerden der Quecksilberfunde in Cheine bereits gefordert, dass eine solche Untersuchung auf Begleitstoffe aus der Erdgasförderung stattfindet. Der Anteil von Blei könnte dabei ein wichtiger Indikator sein und Hinweise auf die Herkunft des Quecksilbers geben“ untermauert Dieter Leupold, Stv. Landesvors. des BUND Sachsen-Anhalt, die erneute Forderung des BUND. „Wie kann es sein, dass in dieser Richtung anscheinend noch nichts unternommen wurde? Wir fordern die Fachbehörden auf hier endlich konsequent zu handeln und alle Zweifel an der Herkunft des Giftes auszuräumen“, so Leupold weiter.


Für Rückfragen:
Dieter Leupold, stv. Landesvors. BUND Sachsen-Anhalt


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