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29. September 2013

,,Pussy Riot"-Aktivistinnen sofort freilassen

,,Pussy Riot"-Aktivistinnen sofort freilassen

Zum Hungerstreik der inhaftierten ,,Pussy Riot"-Aktivistin Nadeschda Tolokonnikowa erklärt Marieluise Beck, Sprecherin für Osteuropapolitik:

Die inhaftierte Aktionskünstlerin von ,,Pussy Riot" riskiert viel, um auf die unmenschlichen Haftbedingungen im russischen Strafvollzug hinzuweisen.

Die Zustände, die Nadeschda Tolokonnikowa in einem offenen Brief beschreibt, sind erschütternd: Sklavereiähnliche Arbeitsbedingungen, unerträgliche hygienische Zustände, psychische und physische Gewalt, die den Frauen angetan wird. Die Haftbedingungen im russischen Strafvollzug waren und sind katastrophal. Sie verletzen die Grund- und Menschenrechte der Betroffenen auf das Schwerste.

Die Bundesregierung, die mehrmals das politisch motivierte Urteil im Fall ,,Pussy Riot" kritisiert hat, muss sich umgehend für die Aktionskünstlerinnen stark machen. Sie ist aufgerufen, sich zumindest für die Sicherheit von Nadeschda Tolokonnikowa einzusetzen und darüber hinaus die sofortige Freilassung der beiden inhaftierten ,,Pussy Riot"-Aktivistinnen zu fordern.

Die Zustände im russischen Strafvollzug, auf die der Brief Tolokonnikowas erneut aufmerksam macht, müssen durch neutrale Stellen untersucht und endlich umfassend bekämpft werden. Auch in dieser Hinsicht erwarten wir mehr Engagement der Bundesregierung auf der bilateralen Ebene sowie im Rahmen des Europarats.


http://www.gruene-bundestag.de

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