30. Mai 2019
Wissenschaft bestätigt Fischkrise in der Ostsee: Deutsche Umwelthilfe und Our Fish fordern sofortigen Fangstopp für Dorsch
Berlin (ots)
Internationaler Rat für Meeresforschung (ICES) veröffentlicht wissenschaftliche Empfehlungen für Fangquoten in der Ostsee - Dorsch- und Heringspopulationen sind in kritischem Zustand - Wissenschaftler empfehlen Null-Quote für westlichen Hering und erstmals auch für den östlichen Dorsch - Deutsche Umwelthilfe und Our Fish fordern sofortigen Fangstopp - Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner muss sich für Sofortmaßnahmen einsetzen
Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) hat heute seine Fangquotenempfehlungen für die Ostseebestände für 2020 veröffentlicht. Laut den Wissenschaftlern befinden sich die Bestände des westlichen Herings sowie des westlichen und östlichen Dorsches in der Ostsee in einem kritischen Zustand. Für den westlichen Hering und den östlichen Dorsch empfiehlt ICES Null-Quoten. Dies bedeutet einen Fangstopp für beide Bestände. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und Our Fish fordern Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner auf, die wissenschaftlichen Empfehlungen umzusetzen und weitere Sofortmaßnahmen zu unterstützen. Gemäß Gemeinsamer Fischereipolitik (GFP) ist Klöckner gesetzlich dazu verpflichtet, die Überfischung bis 2020 zu beenden.
Bereits im letzten Jahr empfahlen die Wissenschaftler für den westlichen Heringsbestand einen Fangstopp, doch dies wurde von den Mitgliedstaaten ignoriert. Der Bestand ist nun weiter geschrumpft. Auch der östliche Dorsch befindet sich in einer Notlage. Die Nachwuchsrate ist so niedrig wie seit 1946 nicht. Gleichzeitig zeugen die Größe der Fische und ihre frühe Geschlechtsreife von dem kritischen Zustand, in dem sich der Bestand befindet. Selbst wenn die Fischerei sofort eingestellt würde, könnte sich der Bestand laut ICES-Bericht nur sehr langsam erholen. Der Bestand des westlichen Dorsches in der Ostsee ist ebenfalls um 60 Prozent zurückgegangen.
"Unsere Fischpopulationen in der Ostsee sind aufgrund von Überfischung und illegalen Rückwürfen stark mitgenommen. Die östliche Dorschpopulation ist zusammengebrochen und steht vorm kommerziellen Aussterben. Es muss jetzt gehandelt werden. Die Fischerei muss sofort eingestellt werden und nicht erst 2020. Wir fordern Bundesministerin Julia Klöckner auf, sich für eine Schließung der Fischerei einzusetzen und weitere Sofortmaßnahmen zu unterstützen", meint Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH. "Es gibt immer noch Dorsche in der Ostsee, die wir während der aktuellen Laichzeit retten können. Dies muss der Anspruch für die EU-Mitgliedstaaten und die EU-Kommission sein", so Müller-Kraenner weiter.
Rebecca Hubbard, Direktorin der Our Fish-Kampagne dazu: "Der Hering und der Dorsch sind sehr wichtig für das Ökosystem Ostsee. Die Konsequenzen der massiven Überfischung über Jahrzehnte hinweg zeigen sich jetzt in der Ostsee. Die Populationen schrumpfen und kollabieren schließlich. Dadurch geht auch die wirtschaftliche Existenzgrundlage der Küstenfischer verloren. Alle EU-Mitgliedstaaten haben sich 2013 mit der Gemeinsamen Fischereipolitik dazu verpflichtet, die Überfischung bis 2020 zu beenden. Sechs Jahre später hat sich die Lage in der Ostsee verschlechtert. 2019 haben die EU-Kommission und die Mitgliedstaaten des Ostseeraums die letzte Chance, fristgerecht nachhaltige Fangmengen auf Basis wissenschaftlicher Empfehlungen festzulegen, um die Überfischung ernsthaft zu bekämpfen. Nur so können sich die Fischpopulationen in der Ostsee erholen."
Hintergrund:
Die Empfehlungen des ICES für die Fangmengen liefern die wissenschaftliche Grundlage für den Vorschlag der EU-Kommission und die anschließenden Beratungen des EU-Ministerrates (Agrifish Council) über die zulässigen Gesamtfangmengen, die Total Allowable Catches (TAC), in der Ostsee. Der Ministerrat legt die Fangmöglichkeiten für die Ostsee auf seiner jährlichen Tagung im Oktober fest. Diese Verhandlungen finden hinter verschlossenen Türen statt. Das macht es für die Öffentlichkeit beinahe unmöglich, nachzuvollziehen, welcher EU-Staat die Überfischung weiter vorantreibt. Die wissenschaftlichen Empfehlungen wurden bei der Festlegung der Fangquoten in der Vergangenheit oft überschritten. Im Jahr 2018 wurden die Fanggrenzen für fünf von zehn Fischbeständen in der Ostsee oberhalb der wissenschaftlichen Empfehlungen festgelegt.
Links:
Zu den ICES-Empfehlungen:
- Westlicher Hering: http://ots.de/b0Y8YT
- Östlicher Dorsch: http://ots.de/rADdCW
- Westlicher Dorsch: http://ots.de/ppk0IU
NABU-Studie: Beim Recycling durchgefallen
Berlin (ots)
Mehr als eine Million Tonnen Elektroaltgeräte wie kaputte Bügeleisen und Smartphones werden in Deutschland im Durchschnitt jährlich nicht getrennt erfasst - das ist das Gewicht von 100 Eiffeltürmen. Diese Menge geht somit dem nachgelagerten Recycling verloren. Und auch das Recycling schafft nicht die tatsächliche Ausbeute, die berichtete Recyclingquoten von durchschnittlich 80 Prozent versprechen. Die Quoten werden nach Gewicht der Materialien bemessen, die in die Recyclinganlage reinkommen. Was tatsächlich beim Recycling rauskommt, liegt Hochrechnungen zufolge nur bei 60 Prozent der zugeführten Gerätemasse. Statt ökologisch relevante, wie seltene Erden, werden hauptsächlich die schweren Rohstoffe, wie Kupfer und Aluminium, wiedergewonnen. Dies zeigt eine NABU-Studie, die vom Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung (IZT) und dem Institut für Ökologie und Politik GmbH (Ökopol) durchgeführt wurde.
In der Studie wurden die aktuelle Erfassungs- und Recyclingpraxis von Elektrokleingeräten analysiert und bewertet sowie bestehende Defizite identifiziert und entsprechende Verbesserungspotenziale aufgezeigt. "Damit Verwerter mehr Elektroaltgeräte recyceln, muss die Erfassungsquote der Geräte verbessert werden. Deutschland muss daher ein Pfandsystem für besonders ressourcenrelevante Gerätekategorien im Elektro- und Elektronikgerätegesetz (ElektroG) festlegen. Dafür sollten das Bundesumweltministerium und Verbände Forschungsvorhaben fördern, welche offene Fragen wie beispielsweise die Pfandhöhe, wer das System trägt, wohin der Pfandschlupf geht oder auf wen die Kosten verteilt werden, beantworten", fordert NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller.
"Wir konzentrieren uns beim Recycling nur auf die einfachsten Materialien, lassen aber strategische Rohstoffe wie seltene Erden außer Acht. Auch die heutige Vielfalt an Kunststoffen und Zusatzstoffen stellt ein hochwertiges Recycling vor kaum lösbare Aufgaben", so Volker Handke vom IZT.
"Konkrete Anforderungen an ein derartiges hochwertiges Recycling, welches neben der reine Masse auch die Qualität in den Fokus nimmt fehlen bislang in den gesetzlichen Regelungen sowohl auf der EU und auf nationaler Ebene. Hier muss dringend nachgesteuert werden, wenn wirklich ein Kreislauf für die in Elektrogeräten eingesetzten Materialien erreicht werden soll", sagt Dirk Jepsen, Ökopol-Geschäftsführer.
Ein Hauptproblem für den Verbraucher sei auch das Fehlen von leicht erreichbaren Rückgabeorten. "Der Handel, auch der Online-Handel und Discounter mit Aktionswarenangebot, müssen Rückgabeorte für Elektroaltgeräte in der Nähe der Konsumentin und des Konsumenten, auch im ländlichen Raum, mitfinanzieren", sagt NABU-Ressourcenexpertin Verena Bax.
Elektroschrott ist eine der am schnellsten anwachsenden Abfälle weltweit. "Immer wieder sehen wir Bilder von Elektroschrottdeponien in Ländern des globalen Südens ohne vernünftige Recyclingstrukturen. Einige Wertstoffe werden unter giftigen Dämpfen händisch wiedergewonnen, Restteile werden zu Lasten der Umwelt verbrannt, deponiert oder in Flüssen gelagert. Obwohl E-Schrott hier in Deutschland verwertet werden kann und muss, gelangen immer wieder kaputte Geräte aus Deutschland in diese Länder", so Bax.
Alle Forderungen des NABU zu finden unter: www.NABU.de/elektroschrott
Pdf der Studie unter: http://ots.de/EtA9Zo
Keine Geschäfte mit dem Jemenkrieg! | Greenpeace
Deutschland exportiert Rüstungsgüter in Konfliktregionen und an Länder, in denen Menschenrechte verletzt werden, z.B. an Mexiko, Türkei und Myanmar. Rüstungskonzerne aus Deutschland bewaffnen auch die von Saudi-Arabien angeführte Jemenkriegs-Koalition. Damit muss Schluss sein!
Seit 2015 herrscht Bürgerkrieg im Jemen. Die Vereinten Nationen bezeichnen die Lage im Jemen als gegenwärtig „größte humanitäre Katastrophe der Welt“. Nach Angaben der Organisation „Save The Children“ sind seit 2015 85.000 Kinder unter 5 Jahren in der Region an den Folgen von Hunger und Krankheit gestorben. Auch Waffen aus Deutschland kommen bei dem Konflikt zum Einsatz und sorgen dafür, dass sich die Katastrophe immer weiter zuspitzt.
Rüstungsexporte an die kriegführenden Parteien im Jemen höhlen das humanitäre Völkerrecht aus. Die Bundesregierung muss den Export von Kriegswaffen und anderen Rüstungsgütern an die Kriegskoalition stoppen. Unterstützen Sie unsere Petition gegen die Exporte mit Ihrer Unterschrift!
Marie von Ebner-Eschenbach
Man muss das Gute tun, damit es in der Welt sei.
Marie von Ebner-Eschenbach
Marie von Ebner-Eschenbach
Die Probleme der Annegret Kramp-Karrenbauer | NDR.de - NDR Info - Sendungen - Kommentare
Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU-Vorsitzende und seit einigen Monaten Hoffnungsträgerin der Christdemokraten, reiht derzeit einen Fehler an den anderen. Die Tage rund um die Europawahl, die Reaktionen auf ein Youtube-Video muss man als kommunikatives Desaster bezeichnen. Könnte Kramp-Karrenbauer ein ähnliches Schicksal drohen wie vor noch nicht allzu langer Zeit dem damaligen SPD-Parteichef Martin Schulz?
Die Probleme der Annegret Kramp-Karrenbauer | NDR.de - NDR Info - Sendungen - Kommentare
Die Probleme der Annegret Kramp-Karrenbauer | NDR.de - NDR Info - Sendungen - Kommentare
George Macdonald
Vertrauen zu genißen ist ein größeres Kompliment, als geliebt zu werden.
George Macdonald
George Macdonald
Streiktermine | Fridays for Future
Streiktermine
Streiktermine | Fridays for Future
Klimakabinett tritt auf der Stelle – klimareporter°
Trotz der Kritik an der Klimapolitik der Bundesregierung und der Ergebnisse der Europawahl läuft beim "Klimakabinett" alles wie schon lange geplant. Auf der zweiten Sitzung machen die Minister Vorschläge, wie ihre Ressorts die Klimaziele erreichen sollen. Zur Klimaneutralität bis 2050 will sich die Regierung erst verpflichten, wenn klar sei, wie das zu erreichen ist.
Klimakabinett tritt auf der Stelle – klimareporter°
Klimakabinett tritt auf der Stelle – klimareporter°
29. Mai 2019
THE 2019 WHITNEY BIENNIAL
James Kalm, at long last, despite technical difficulties, family responsibilities and international travel, is posting this stroll through tour of the 2019 Whitney Biennial. Billed as a “snapshot of contemporary American art”, this year’s iteration co-curated by Rujeko Hockley and Jane Panetta includes seventy-five artists from dispersed regions and tilting towards a representation of younger talent. A concerted effort was made to bring to view works from marginalized groups, and media beyond painting, and sculpture like performance, video, photography and dance. This program was recorded during the press preview on May 13, and subsequent visits on May 19, and 22, 2019. A musical introduction is provided by Chappy Milkshake (Jake Chapman).
Bertrand Russell
„Manch einer verdankt seinen Erfolg den Ratschlägen, die er nicht befolgte.“
Bertrand Russell
Bertrand Russell
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