Vergessene Wracks - Schwarze Tränen der Meere | ARTE MEDIATHEK | ARTE
Vor den Küsten der Welt liegen tickende Zeitbomben, von denen die Öffentlichkeit bisher kaum etwas ahnt: 6.300 Wracks, gesunken im Zweiten Weltkrieg, verrosten seit mehr als 70 Jahren im Meer. Forscher schätzen die in ihnen verbliebene Menge Öl auf bis zu 15 Millionen Tonnen. Was tun, um eine Ölpest zu verhindern?
2. Juli 2017
Diskussion über Gentrifizierung: Aus der Stadt gedrängt - taz.de
Diskussion über Gentrifizierung: Aus der Stadt gedrängt - taz.de
Wie in vielen Städten steigen auch in Münster die Mieten. Die Konsequenz: Verdrängung. Welche Lösungen gibt es?
Wie in vielen Städten steigen auch in Münster die Mieten. Die Konsequenz: Verdrängung. Welche Lösungen gibt es?
Rassismus an der Uni: Warum es in Deutschland kaum schwarze Professoren gibt | Prof. Dr. Karim Fereidooni
Rassismus an der Uni: Warum es in Deutschland kaum schwarze Professoren gibt | Prof. Dr. Karim Fereidooni
Die Antwort ist denkbar einfach und kompliziert zugleich: Weil es so viele weiße Professor*innen in Deutschland gibt!
Die Antwort ist denkbar einfach und kompliziert zugleich: Weil es so viele weiße Professor*innen in Deutschland gibt!
Es gibt keine Schule ohne Rassismus | Prof. Dr. Karim Fereidooni
Es gibt keine Schule ohne Rassismus | Prof. Dr. Karim Fereidooni
Transferstelle politische Bildung: Sie haben in Ihrer Dissertation unter dem Titel „Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen im deutschen Schulwesen" sowohl quantitativ als auch qualitativ geforscht. Wen haben Sie im quantitativen Teil befragt und was waren die Ergebnisse?
Transferstelle politische Bildung: Sie haben in Ihrer Dissertation unter dem Titel „Diskriminierungs- und Rassismuserfahrungen im deutschen Schulwesen" sowohl quantitativ als auch qualitativ geforscht. Wen haben Sie im quantitativen Teil befragt und was waren die Ergebnisse?
Interview mit Jean Ziegler: "G20 ersatzlos abschaffen" | tagesschau.de
Interview mit Jean Ziegler: "G20 ersatzlos abschaffen" | tagesschau.de
Jean Ziegler ist wütend. Der Soziologe, ehemalige UN-Diplomat und Autor wirft den G20 vor, sie hätten nichts erreicht. Statt dessen fordert er im Interview eine deutliche Stärkung der UN und Sofortmaßnahmen für die ärmsten Staaten - viele könnten umgehend beschlossen werden.
tagesschau.de: Herr Ziegler, die G20 werden sich in wenigen Tagen in Hamburg treffen. Was halten Sie von diesem System? Ist das gerecht?
Jean Ziegler: Es ist eine total illegitime und illegale Zusammenkunft.
1. Juli 2017
Spenden für den Regenwald | OroVerde
Spenden für den Regenwald | OroVerde
Baum für Baum für mehr Artenvielfalt im Regenwald: Alle 2 Sekunden fällt eine Regenwald-Fläche von den Ausmaßen eines Fußballfeldes. Das entspricht einem Gebiet so groß wie Griechenland pro Jahr. Lassen Sie die Regenwälder wieder wachsen! Für den Regenwald spenden heißt Bäume spenden in Gebieten, in denen große Lücken klaffen. Das Projekt Baum für Baum steht für Wiederaufforstung in Regenwald-Gebieten von Ecuador, Guatemala, Venezuela, der Dominikanische Republik und auf Kuba.
Baum für Baum für mehr Artenvielfalt im Regenwald: Alle 2 Sekunden fällt eine Regenwald-Fläche von den Ausmaßen eines Fußballfeldes. Das entspricht einem Gebiet so groß wie Griechenland pro Jahr. Lassen Sie die Regenwälder wieder wachsen! Für den Regenwald spenden heißt Bäume spenden in Gebieten, in denen große Lücken klaffen. Das Projekt Baum für Baum steht für Wiederaufforstung in Regenwald-Gebieten von Ecuador, Guatemala, Venezuela, der Dominikanische Republik und auf Kuba.
Norwegen: Regenwald- und Klimaschutz mit Bulldozer und Motorsäge? - Rettet den Regenwald e.V.
Norwegen: Regenwald- und Klimaschutz mit Bulldozer und Motorsäge? - Rettet den Regenwald e.V.
Die norwegische Regierung prüft, den industriellen Holzeinschlag im Regenwald der Demokratischen Republik Kongo zu finanzieren. 20 Millionen Hektar Urwald sollen dort an die Holzindustrie vergeben werden. Das Geschäft mit Tropenhölzern zerstört die Lebensgrundlagen von Mensch und Tier – und heizt den Klimawandel an.
Die norwegische Regierung prüft, den industriellen Holzeinschlag im Regenwald der Demokratischen Republik Kongo zu finanzieren. 20 Millionen Hektar Urwald sollen dort an die Holzindustrie vergeben werden. Das Geschäft mit Tropenhölzern zerstört die Lebensgrundlagen von Mensch und Tier – und heizt den Klimawandel an.
Portionsgrößen: Lebensmittelindustrie macht nur „halbe Sachen“
Mengenangaben auf Verpackungen sind häufig unrealistisch klein
Freiwillige Portionsgrößen auf Lebensmittelverpackungen stimmen häufig nicht mit den tatsächlichen Essgewohnheiten überein. Zu diesem Schluss kommen die Verbraucherzentralen in einer bundesweiten, interaktiven Befragung von Verbraucherinnen und Verbrauchern. Demnach verzehrten die Teilnehmenden im Durchschnitt mehr als zweimal so viel Müsli oder Chips wie auf den Etiketten als Portionsgröße deklariert. Die Verbraucherzentralen fordern von der Lebensmittelindustrie sinnvolle Angaben.
Portionsgrößen der Hersteller bestehen Realitätscheck nicht
1.490 Verbraucher hatten an der nicht repräsentativen Befragung teilgenommen. Dabei sollten sie die Portion Müsli und Chips abfüllen, die ihren üblichen Essgewohnheiten entspricht. Beim Müsli lag die Portionsgröße im Durchschnitt bei 81 Gramm, bei den Chips betrug sie 63 Gramm. Damit waren die tatsächlichen Portionen mehr als doppelt so groß wie die Portion, die die Hersteller auf der Verpackung empfahlen. Beim Müsli waren 40, bei den Chips 30 Gramm angegeben.
Kleinere Portionen suggerieren geringere Zucker- und Fettgehalte
Zwischen Kennzeichnung und Wirklichkeit klafft eine große Lücke“, sagt Armin Valet von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Nach unserer Auffassung rechnen die Hersteller ihre Produkte mit den Mini-Portionen gesund.“ Aus kleineren Portionsgrößen ergeben sich automatisch auch geringere Mengen etwa an Zucker oder Fett, die Verbraucher vermeintlich zu sich nehmen. Ein Rechenbeispiel anhand der verwendeten Produkte aus der Umfrage verdeutlicht, dass die Befragten im Durchschnitt beim Müsli statt wie angegeben 14 rund 28 Gramm Zucker verzehren, bei den Chips sind es statt 9,9 sogar 20,8 Gramm Fett.
Einheitliche Portionsgrößen lassen sich nicht bestimmen
Nach den Ergebnissen der Umfrage schlussfolgern die Verbraucherzentralen zudem, dass die realistische Angabe von Portionsgrößen auf Verpackungen bei diesen Produkten gar nicht möglich ist: Die von den Verbrauchern eingefüllten Mengen variierten sehr stark. Die Werte lagen zwischen elf und 302 Gramm beim Müsli und zwischen drei und 250 Gramm bei den Chips, was beim höchsten Wert der gesamten Packung entsprach.
Viele Befragte hatten zudem Schwierigkeiten, die Menge einer Portion überhaupt richtig einzuschätzen. Sie sollten aus vier Schalen mit unterschiedlicher Menge an Müsli oder Chips diejenige herausfinden, die der Portionsgröße auf dem Etikett entsprach. Nur 39 Prozent der Teilnehmer lagen beim Müsli richtig, bei den Chips waren es 50 Prozent.
Prominent auf der Schauseite der Verpackung angegebene Nährwerte pro Portion sind den meisten bekannt. Über 86 Prozent der Befragten kannten diese Piktogramme, aber nur ein Bruchteil achtete darauf und orientierte sich daran. Die Mehrheit wünschte sich verständlichere und nachvollziehbarere Angaben, wie beispielsweise eine Kennzeichnung, die sich auf 100 Gramm oder eine erkennbare Portion bezieht. Auch die Ampelkennzeichnung fand eine größere Zustimmung.
Verbraucherzentralen wollen sinnvolle Portionsangaben auf Verpackungen
Die Verbraucherzentralen fordern: Bei nicht eindeutig portionierbaren Lebensmitteln wie Chips oder Müsli sollen Hersteller auf Portionsangaben verzichten. Willkürlich gewählte Portionsgrößen verwirren statt zu informieren. Lediglich bei Verpackungen mit konkreten Portionen wie etwa einem Riegel, einer Scheibe oder einem Becher können die Informationen auf dem Etikett sinnvoll sein.
Der ausführliche Untersuchungsbericht mit Infografiken ist auf der Internetseite der Verbraucherzentrale Hamburg unter www.vzhh.de veröffentlicht.
Die Untersuchung wurde gefördert durch das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft.
Hamburger Patientenvertreter streiken ab 1. Juli
Patientenbeteiligung braucht ein solides Fundament
Ab dem 1. Juli treten die Hamburger Patientenvertreter in einen unbefristeten Streik. Sie fordern von der Politik und den Partnern der Gemeinsamen Selbstverwaltung finanzielle Unterstützung.
Patientenvertreter müssen an Gremien des Gesundheitssektors beteiligt werden. Die im Sozialgesetz vorgesehene Mitwirkung ist ein Ehrenamt. Allein in Hamburg sind derzeit fast 130 Sitze in 30 Gremien mit Patientenvertretern zu besetzen.
"Wir begrüßen es sehr, dass Patientenvertreter schon seit 13 Jahren an der Gestaltung des Gesundheitswesens beteiligt werden, das machen wir auch gern ehrenamtlich. Doch unser Mitwirken steht auf tönernen Füßen", sagt Christoph Kranich von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Wir müssen die Organisation und Koordination unserer Arbeit in den Gremien quasi nebenbei erledigen, aber das ist mittlerweile nicht mehr zu schaffen. Außerdem brauchen wir mehr Schulung und Fortbildung, damit wir der geballten Kompetenz der Funktionäre von Ärzte- und Krankenkassenverbänden, mit denen wir in den Gremien zusammentreffen, eine eigene Patientenstimme entgegensetzen können."
Die Hamburger Patientenvertreter fordern daher eine Stabsstelle und die nötigen Sachkosten, um ihre Arbeit richtig koordinieren zu können, ein Budget für Fortbildungen sowie Mittel für die Assistenz und Unterstützung von Menschen mit Behinderung. Doch seit drei Jahren werden diese Forderungen von den Partnern der gemeinsamen Selbstverwaltung - den Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen, der Krankenhausgesellschaft und den Krankenkassen - nach Auskunft der Patientenorganisationen ignoriert. Auch von der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz kommt demnach zu wenig Unterstützung. "Wir haben die Nase voll. Die Arbeit der Hamburger Patientenvertreter braucht endlich ein solides Fundament", fordert Kranich.
Auf Bundesebene werden Patientenvertreter seit 2008 durch eine Stabsstelle beim Gemeinsamen Bundesausschuss und mit Geld unterstützt. Doch in den Bundesländern wird ihnen bis heute eine vergleichbare Hilfe verwehrt.
"Vielleicht stört es niemanden, wenn Patienten jetzt streiken und nicht mehr an den Sitzungen wichtiger Gremien teilnehmen. Doch wenn der Gesetzgeber die Beteiligung will, muss er auch dafür sorgen, dass sie möglich ist", meint Elfie Hölzel, die als Patientenvertreterin in mehreren Gremien mitwirkt.
Vier Organisationen sind in Hamburg für die Beteiligung von Patienten gesetzlich vorgesehen. Gemeinsam mit der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen, den Kontakt- und Informationsstellen für Selbsthilfegruppen im Paritätischen Wohlfahrtsverband und der Patienten-Initiative Hamburg bildet die Verbraucherzentrale Hamburg das "Forum Patientenvertretung in Hamburg" (www.patienten-hamburg.de).
Umsätze in der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft 2015 um 3,8 % gesunken
PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 223 vom 29.06.2017 Umsätze in der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft 2015 um 3,8 % gesunken WIESBADEN – Im Jahr 2015 haben die Unternehmen der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft mit 20 und mehr Beschäftigten einen Umsatz von 565,6 Milliarden Euro erzielt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war das ein Minus von nominal 3,8 % gegenüber 2014. Damit ist der Umsatz das dritte Jahr in Folge gesunken. Allerdings lag der Umsatz 2015 immer noch um 11,3 % höher als 2011.
Überschuldete benötigen über ein Drittel ihres Einkommens für Wohnkosten
PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS)
Nr. 221 vom 29.06.2017
Überschuldete benötigen über ein Drittel ihres Einkommens für Wohnkosten
WIESBADEN – Im Jahr 2016 stand dem Gesamthaushalt einer überschuldeten Person,
die bei einer Schuldnerberatungsstelle Hilfe suchte, durchschnittlich ein
Nettoeinkommen von 1 274 Euro pro Monat zur Verfügung. Mit durchschnittlich
482 Euro machten die Kosten für die Wohnung einschließlich Energie- und
Nebenkosten 38 % aus. Betrachtet man nur das eigene Einkommen des Schuldners
von durchschnittlich 1 053 Euro, so machten die Wohnkosten sogar 46 % aus. Wie
das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, hatten sich die
Wohnkosten im Vergleich zum Haushaltseinkommen im Jahr 2015 für die
Gesamtbevölkerung lediglich auf gut 27 % belaufen.
Schweinebestand in Deutschland um 1 % gesunken
PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 219 vom 28.06.2017 Schweinebestand in Deutschland um 1 % gesunken WIESBADEN – Zum Stichtag 3. Mai 2017 wurden laut Statistischem Bundesamt (Destatis) 27,1 Millionen Schweine in Deutschland gehalten. Nach vorläufigen Ergebnissen der halbjährlich durchgeführten Erhebung ist der Schweinebestand gegenüber November 2016 um 1 % oder rund 276 000 Tiere gesunken. Dies ist der niedrigste Bestand seit November 2010.
60,3 % der im Jahr 2016 fertig gestellten Wohngebäude ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt
PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 220 vom 29.06.2017 60,3 % der im Jahr 2016 fertig gestellten Wohngebäude ganz oder teilweise mit erneuerbaren Energien beheizt WIESBADEN – In 60,3 % der im Jahr 2016 fertig gestellten knapp 110 000 Wohngebäuden wurden Heizanlagen installiert, die erneuerbare Energien verwenden. Primär mit erneuerbaren Energien wurden 37,6 % der fertig gestellten Wohngebäude beheizt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lagen die erneuerbaren Energien somit auf Platz 2 der primären Energiequellen hinter Gas, das in 52,9 % der Neubauten für die Heizung eingesetzt wurde. Die übrigen Energiequellen (unter anderem Fernwärme, Öl und Strom) erreichten zusammen 9,5 %.
17 400 Einkommensmillionäre im Jahr 2013 in Deutschland
PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 218 vom 28.06.2017 17 400 Einkommensmillionäre im Jahr 2013 in Deutschland WIESBADEN – Im Jahr 2013 hatten 17 400 der in Deutschland erfassten Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen Einkünfte von mindestens einer Million Euro, knapp 2 800 Steuerpflichtige mehr als noch 2010. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, betrug das Durchschnittseinkommen dieser Gruppe 2,7 Millionen Euro. Das sind Ergebnisse der Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013, die auf Grund der langen Fristen zur Steuerveranlagung erst etwa dreieinhalb Jahre nach Ende des Veranlagungsjahres verfügbar ist.
17 % mehr stationäre Hautkrebs-behandlungen innerhalb von 5 Jahren
PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS) Nr. 214 vom 27.06.2017 17 % mehr stationäre Hautkrebs-behandlungen innerhalb von 5 Jahren WIESBADEN – Die Zahl der Hautkrebsbehandlungen im Krankenhaus ist zwischen 2010 und 2015 um 17,1 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden im Jahr 2015 insgesamt 100 400 Patientinnen und Patienten mit dieser Erkrankung stationär versorgt. Dabei war bei Männern (57 %) eine Krankenhausbehandlung häufiger notwendig als bei Frauen (43 %).
Zehn Punkte für fairen und transparenten Lobbyismus
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| Lobbyismus muss endlich fair und transparent sein | |
| Transparency Deutschland und LobbyControl fordern bessere Regeln | |
| Berlin, 28.06.2017 – Transparency International Deutschland e.V. und LobbyControl fordern in einem heute veröffentlichten Zehn-Punkte-Papier schärfere Regeln und mehr Transparenz beim Lobbyismus. Dies sei nötig, um verloren gegangenes Vertrauen in die Demokratie zurückzugewinnen. Viele Bürgerinnen und Bürger hätten den Eindruck, dass Wirtschaft und Interessenverbände übermäßig und ungestört Einfluss auf politische Entscheidungsträger nehmen. Die zehn Vorschläge richten sich sowohl an die Interessenvertreter als auch an die Politik. | |
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In einem gemeinsamen Positionspapier
fordern die Organisationen ein verpflichtendes Lobbyregister, die
Einsetzung eines Transparenz-Beauftragten und einen Legislativen
Fußabdruck. Dazu Edda Müller, Vorsitzende von Transparency Deutschland:
„Die Menschen haben zunehmend den Eindruck, dass nicht alle Interessen
in unserem Land die gleichen Chancen haben, von der Politik wahrgenommen
zu werden. Sie haben zum Beispiel ein Recht zu erfahren, wer den
Verkehrsminister und die Bundeskanzlerin hinsichtlich des Umgangs mit
dem Dieselabgasskandal beraten hat.“ Deutschland hat Nachholbedarf bei Lobbyregulierung „Lobbyismus braucht klare Regeln. Hier hat Deutschland erheblichen Nachholbedarf. Momentan können Lobbyisten hierzulande weitgehend im Verborgenen und ohne Schranken operieren. Das führt regelmäßig zu Lobbyskandalen wie zuletzt 'Cum/Ex', 'Dieselgate' oder 'Rent-a-Sozi'. Mit unseren zehn Forderungen wollen wir dieses Muster durchbrechen", so Timo Lange von LobbyControl. Auch die Regelungen im Hinblick auf Interessenkonflikte sind verbesserungswürdig. Um die Unabhängigkeit der Abgeordneten und Parteien von Einzelinteressen nicht zu gefährden, müssen nebenberufliche Tätigkeiten besser geregelt und mehr Transparenz bei Parteispenden und - sponsoring geschaffen werden.
Keine Lobbyisten in Ministerien
Die Erarbeitung von
Gesetzen ist Aufgabe der Legislative und der Exekutive. Vor diesem
Hintergrund fordern LobbyControl und Transparency Deutschland, dass
externe Beratungsleistungen im Rahmen des legislativen Fußabdrucks
dokumentiert werden müssen. Grundsätzlich sollte die Beschäftigung
externer Interessenvertreter in Bundesministerien und Bundesbehörden
beendet werden. Schließlich sollte bei der Besetzung von
Beratungsgremien eine Verpflichtung zur Veröffentlichung der personellen
Zusammensetzung und die Einführung von obligatorischen
Interessenerklärungen ihrer Mitglieder verankert werden.
Transparency Deutschland und
LobbyControl werden den Bundestagswahlkampf in den kommenden Wochen
weiter begleiten. Das gemeinsame Ziel ist es, dass die Forderungen
verbindlich und nicht nur als Fußnote im Koalitionsvertrag vereinbart
werden. Wer immer nach dem 24. September auf Bundesebene regiert, muss
sich ordentlich ins Zeug legen, um verloren gegangenes Vertrauen zurück
zu gewinnen.Hintergrund
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Abgas-Untersuchungsausschuss: „Gutachter mit Industrie-Geschmäckle“ - LobbyControl kritisiert Nähe zwischen Autoindustrie und Politik im Dieselgate-Skandal
Berlin, 30.6.2017: Die Beratung des Abschlussberichts des Abgas-Untersuchungsausschusses im Bundestag kommentiert Christina Deckwirth, Campaignerin bei LobbyControl:
„Der Bericht ist enttäuschend und belegt erneut, dass die Bundesregierung Konzerninteressen über Umwelt- und Verbraucherschutz stellt. Dazu passt, dass die Regierungsfraktionen mit Helmut Greim einen Sachverständigen in den Untersuchungsausschuss geholt haben, der schon lange für seine Interessenkonflikte mit der Industrie bekannt ist. Dabei ist Greim in seiner Funktion als Beiratsvorsitzender des angeblich unabhängigen Forschungsinstituts EUGT eng mit der Autoindustrie verflochten. Doch die Regierungsmehrheit lässt sich den Dieselskandal nun von einem Gutachter mit Industrie-Geschmäckle schönreden.“
Deckwirth weiter: „Auch mit einer zweiten Personalie hat Bundeskanzlerin Merkel die gebotene Distanz zur Autolobby vermissen lassen. Es spricht Bände, dass Merkel mitten in der Aufklärung des Dieselskandals Joachim Koschnicke zu ihrem Wahlkampfmanager gemacht hat. Dieser spielte als Opel-Cheflobbyist in der Dieselgate-Affäre eine unrühmliche Rolle.“
Hintergrund:
Zur Personalie Helmut Greim: Prof. Helmut Greim fiel bereits bei der Einschätzung der Gesundheitsauswirkungen von Holzschutzmitteln oder Glyphosat als Sachverständiger mit Interessenkonflikten und äußerst industrienahen Positionen auf. Auch im Abgas-Untersuchungsausschuss zeichnete er sich dadurch aus, dass er die Gesundheitsauswirkungen von Dieselemissionen als „unbedenklich“ einschätzte. Diese Bewertung übernahmen die Regierungsfraktionen in die Abschlussbewertung des Ausschusses.
Greims Unabhängigkeit steht auch hier in Frage: Er ist Beiratsvorsitzender der Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT), das von der Autoindustrie gegründet wurde. Es bestehen zudem enge personelle Verflechtungen zwischen dem Institut und der Autoindustrie: Gunter Zimmermeyer, Vorstandsvorsitzende des EUGT war jahrelang Geschäftsführer vom Verband der Automobilindustrie (VDA). Der EUGT-Geschäftsführer Michael Spalleck war Leiter des Gesundheitsschutzes bei Volkswagen und verschickte bis vor kurzem noch E-Mails von einer VW-Adresse inklusive Signatur des Konzerns. Dem Institut wird vorgeworfen, die Gesundheitsschäden von Dieselabgasen herunterzuspielen.
Zur Personalie Joachim Koschnicke: Joachim Koschnicke ist seit April 2007 der Wahlkampfmanager der CDU Deutschland. Zuvor hatte er bereits als Bereichsleiter strategische Planung und strategische Kommunikation im Konrad-Adenauer-Haus gearbeitet, bevor er von 2013 bis 2017 als Cheflobbyist bei Opel arbeitete. In letzterer Funktion pflegte Koschnicke enge Kontakte ins Verkehrsministerium und in die CDU, um für Opel Unregelmäßigkeiten an der Motorsoftware kleinzureden. Er setzte sich außerdem massiv für die Zulassung eines Opel-Modells ein, bei dem eine fragwürdige Abschalteinrichtung eingebaut war.
Mehr Informationen zum Dieselgate-Skandal und dem Einfluss der Autlobby in unserem neuen Lobbyreport (eigenes Kapitel zur Dieselgate-Affäre, S. 42ff): https://www.lobbycontrol.de/2017/06/lobbyreport-2017-aussitzen-statt-anpacken/
Belgische Atommeiler: Bund hält Anteile an umstrittenen AKW | tagesschau.de
Belgische Atommeiler: Bund hält Anteile an umstrittenen AKW | tagesschau.de
Die belgischen AKW Tihange 2 und Doel 3 gelten als Sicherheitsrisiko und stehen massiv in der Kritik. Nun berichten Medien: Der Bund halte Aktien von mehr als sechs Millionen Euro am Betreiber - und sei damit indirekt Miteigentümer der Meiler.
Die belgischen AKW Tihange 2 und Doel 3 gelten als Sicherheitsrisiko und stehen massiv in der Kritik. Nun berichten Medien: Der Bund halte Aktien von mehr als sechs Millionen Euro am Betreiber - und sei damit indirekt Miteigentümer der Meiler.
Ökoheizung: Bund riskiert mit neuen Regeln sein Klimaziel - WELT
Ökoheizung: Bund riskiert mit neuen Regeln sein Klimaziel - WELT
Rund 60 Prozent der neuen Wohngebäude werden bereits mit erneuerbarer Energie beheizt. Doch für einen Erfolg im Klimaschutz reicht das nicht. Deshalb drohen Hauseigentümern jetzt neue Vorgaben.
Rund 60 Prozent der neuen Wohngebäude werden bereits mit erneuerbarer Energie beheizt. Doch für einen Erfolg im Klimaschutz reicht das nicht. Deshalb drohen Hauseigentümern jetzt neue Vorgaben.
Köln: Stadtverwaltung bereitet Dieselfahrverbot vor | Kölner Stadt-Anzeiger
Köln: Stadtverwaltung bereitet Dieselfahrverbot vor | Kölner Stadt-Anzeiger
Köln -
Die Stadt bereitet intern offensichtlich ein Fahrverbot für sämtliche Dieselfahrzeuge sowie alternativ ein Fahrverbot für alle Diesel-Fahrzeuge, die nicht die Euro-6-Norm erfüllen, vor.
– Quelle: http://www.ksta.de/27884462 ©2017
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