27. September 2019

Photovoltaik-Maschinenbauer in Deutschland verzeichnen sinkende Umsätze – pv magazine Deutschland

Trotz eines derzeit hart umkämpften Marktumfelds sind die Photovoltaik-Zulieferer weiter optimistisch für die Entwicklung im dritten Quartal. Nach VDMA-Angaben gewinnt der US-Markt für die deutschen Anlagenbauer an Bedeutung.
 



Photovoltaik-Maschinenbauer in Deutschland verzeichnen sinkende Umsätze – pv magazine Deutschland

Österreich beschließt Aufstockung der Photovoltaik- und Speicherförderung und ruft Klimanotstand aus – pv magazine Deutschland

Auf Grundlage der Einigung von ÖVP, FPÖ und NEOS aus der vergangenen Woche hat der Nationalrat die zusätzlichen Fördergelder für Photovoltaik, Windkraft und Co. bewilligt. Besonders für die Photovoltaik war die Sicherstellung der Finanzierung für die kommenden Jahre wichtig.
 



Österreich beschließt Aufstockung der Photovoltaik- und Speicherförderung und ruft Klimanotstand aus – pv magazine Deutschland

Reiseanbieter steigern Umsatz von 2008 bis 2017 um 54 %

PRESSEMITTEILUNG des Statistischen Bundesamtes (DESTATIS)
Nr. 383 vom 27.09.2019

WIESBADEN – Reisebüros und Reiseveranstalter in Deutschland haben in den
Jahren von  2008 bis 2017 ihren Gesamtumsatz um 54 % von 21,4 auf 32,9
Milliarden Euro gesteigert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
mitteilt, erhöhte sich die Zahl der in der Branche tätigen Personen im
gleichen Zeitraum um 30 % auf insgesamt 92 700. Auch die Zahl der Unternehmen
nahm insgesamt zu – um 12,5 % von 9 580 auf 10 776. Allerdings betrifft das
Wachstum nur die Reisebüros, deren Anzahl 2017 mit rund 8 800 Unternehmen den
höchsten Wert seit 2008 erreichte (+27 %). Die Reiseveranstalter mussten
dagegen im gleichen Zeitraum einen Rückgang von rund 2 650 auf knapp 2 000
Unternehmen verzeichnen (-34 %).

Weltklimarat: Im Meer ist die Klimakrise längst sichtbar | Greenpeace Magazin

Am Mittwoch stellte der Weltklimarat in Monaco den „Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima“ vor. Darin zeichnet er beunruhigende Szenarien auf, sollte die Weltgemeinschaft nicht bald ihre Emissionen reduzieren. Wir sprachen Antje Boetius, Direktorin des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung, über die Veränderungen unter Wasser und im nicht mehr ewigen Eis



Weltklimarat: Im Meer ist die Klimakrise längst sichtbar | Greenpeace Magazin

Parlament stimmt zu: Österreich ruft Klimanotstand aus | tagesschau.de

In seiner letzten Sitzung vor den Neuwahlen hat das österreichische Parlament der Ausrufung des Klimanotstands zugestimmt. Nur die FPÖ lehnte den Beschluss ab.



Parlament stimmt zu: Österreich ruft Klimanotstand aus | tagesschau.de

Deiche und mehr für die deutschen Küsten – klimareporter°

Zum Schutz gegen den Meeresspiegelanstieg werden an Deutschlands Küsten immer höhere Deiche gebaut. Dabei sollten "naturnahe Lösungen" stärker einbezogen werden, fordert das Umweltbundesamt.



Deiche und mehr für die deutschen Küsten – klimareporter°

Verkehr: So bewegen wir uns wirklich | ZEIT ONLINE

Wenn es um den Verkehr geht, ist im Moment alles groß. Die Probleme. Die vermeintlichen Lösungen. Und vor allem die gesellschaftlichen Debatten: SUV-Verbote, autofreie Innenstädte, E-Scooter. Selten wurde in Deutschland so viel über eine Verkehrswende gestritten wie heute. Und so grundsätzlich.



Verkehr: So bewegen wir uns wirklich | ZEIT ONLINE

Diese Fotos zeigen, wie die Klimakrise unser Leben ruiniert › ze.tt

Die Gewinnerfotos des diesjährigen Environmental Photographer of the Year-Wettbewerbs sind da. Sie zeigen die erschreckenden Auswirkungen der Klimakrise auf die ganze Welt.



Diese Fotos zeigen, wie die Klimakrise unser Leben ruiniert › ze.tt

Deutsche Umwelthilfe bewertet IPCC-Bericht zu Ozeanen als deutlichen Warnschuss für mehr Klimaschutz und Ende der Überfischung



Weltklimarat veröffentlicht Sonderbericht über Ozeane und Eisflächen – Deutsche Umwelthilfe und Our Fish fordern angesichts der stärker voranschreitenden katastrophalen Auswirkungen der Klimakrise auf die Ozeane ambitionierte Meeres- und Klimaschutzmaßnahmen – Mehr als 52 NGOs rufen in offenem Brief die drei EU-Präsidenten zum Handeln auf – Klimaschutz und Meeresschutz müssen Hand in Hand gehen

Berlin, 25.9.2019: Anlässlich des heute vorgestellten „IPCC Sonderberichts über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima“ rufen die Deutsche Umwelthilfe (DUH) und die Initiative Our Fish die europäischen Fischereiminister auf, sofort zu handeln und die Ozeane vor dem Klimawandel zu schützen.

Der Bericht des Weltklimarats IPCC bestätigt die jahrelangen Warnungen von Wissenschaftlern und Umweltorganisationen: Die Meere stehen unter permanentem Stress durch Überfischung, Verschmutzung und die Folgen des Klimawandels. Der Ozean wird für viele Arten immer schneller zur lebensfeindlichen Umgebung, denn er wird wärmer, saurer, sauerstoff- und salzärmer. Außerdem steigt der Meeresspiegel schneller als angenommen. Die Meere dämmen durch CO2-Absorbierung die Folgen des menschengemachten Klimawandels ein. Diese Aufnahmefähigkeit wird laut Sonderbericht zukünftig deutlich zurückgehen.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, DUH-Bundesgeschäftsführer: „Der Sonderbericht ist ein deutlicher Warnschuss für die Politik – die katastrophalen Effekte von Klimaerhitzung und Überfischung sind schon jetzt spürbar. Der Klimawandel trifft insbesondere auch die Meeresökosysteme: Laut Weltklimarat werden bis zum Ende des 21. Jahrhunderts 17 Prozent der Meeresbewohner die Klimakrise nicht überleben, wenn wir so weitermachen wie bisher. Deshalb fordern wir von der zuständigen Bundesministerin Julia Klöckner, dass sie sich für schnelle, wirksame Klimaschutzmaßnahmen einsetzt und die Überfischung noch in diesem Jahr beendet.“

Zur Veröffentlichung des Sonderberichts weisen über 52 Organisationen in einem offenen Brief an die aktuellen und zukünftigen Präsidenten der EU auf das enorme Klimaschutzpotential der Ozeane hin. Um widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu werden, fordern die Organisationen die schnellstmögliche Beseitigung akuter Stressfaktoren für die Ozeane. Sie rufen auf, die Überfischung und die illegale, nicht registrierte und nicht regulierte Fischerei zu beenden. Deutschland und die anderen EU-Mitgliedstaaten müssen die Ziele der Gemeinsamen Fischereipolitik umsetzen und die Frist für ein Ende der Überfischung bis 2020 einhalten. Darüber hinaus fordern sie:

  • Ein wirksames Abkommen zum Schutz der Hohen See ab 2020
  • 30 Prozent der Ozeane müssen bis 2030 zu Meeresschutzgebieten werden und die restlichen 70 Prozent dürfen ausschließlichen nachhaltig bewirtschaftet werden
  • Die Tiefsee muss durch ein Moratorium des Tiefseebergbaus geschützt werden

„Meeresschutz ist Klimaschutz, denn nur gesunde Ökosysteme sind widerstandsfähig und haben eine Chance, die Auswirkungen der Klimakrise zu überstehen. Aktuell üben wir enormen Druck auf unsere Ozeane aus, doch die Kapazitäten der Meere, damit umzugehen, sind ausgereizt. Ein Ende der Überfischung würde eine der größten Belastungen für unsere Ozeane beseitigen. Die europäischen Regierungschefs können mit ihrem Einsatz für ein Ende der Überfischung unter Beweis stellen, wie ernst sie es mit dem neuen europäischen Green Deal meinen“, sagt Rebecca Hubbard, Direktorin von Our Fish.

Über Our Fish:

Die europäische Initiative Our Fish will sicherstellen, dass die EU-Mitgliedstaaten die Gemeinsame Fischereipolitik umsetzen und für nachhaltige Fischbestände in den europäischen Gewässern sorgen. Die Deutsche Umwelthilfe koordiniert die Our Fish-Kampagne in Deutschland.

Links:

Zum offenen Brief der 52 Organisationen: http://l.duh.de/p190925

Über Our Fish: http://our.fish/de/

Beschlossenes Klimapaket ist eine Katastrophe – Bundestag und Bundesrat müssen Veto einlegen


Berlin, 25.9.2019: Das Bundeskabinett hat heute das desaströse Klimaschutzpaket gebilligt und damit eine Bankrotterklärung an den Klimaschutz abgegeben. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) bewertet dies als eine Verweigerung des klaren Regierungsauftrags, die nationalen Klimaschutzziele bis 2030 einzuhalten. Die DUH fordert Bundestag und Bundesrat auf, dieses Klimaschutzpaket abzulehnen.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Mit dem heutigen Beschluss des Bundeskabinetts ignoriert die Regierung die Kritik von Wissenschaft und Umweltverbänden. Die Maßnahmen im jetzt vorliegenden Klimapaket zementieren einen Pfad, der die Einhaltung der Klimaschutzziele unmöglich macht. Millionen Stimmen der Protestierenden für mehr Klimaschutz und eine nachhaltige Zukunft werden nicht ernst genommen. Die Bundesregierung sollte ihre Machtpolitik beiseiteschieben und endlich das Nötige machbar machen. Noch mehr Rumeiern können wir uns nicht leisten, es braucht eine klare Trendwende, wollen wir die Klimaziele wirklich erreichen. Deshalb muss die Bundesregierung dieses missratene Klimapaket zurücknehmen.“

Bundesregierung verpasst Chance für mehr klimafreundlichen Mieterstrom im Klimapaket



Klimapaket enthält keine konkreten Maßnahmen für mehr Solaranlagen auf Wohndächern – Laut Mieterstrombericht der Bundesregierung wird nur ein Prozent der möglichen Strommenge ausgenutzt – Deutsche Umwelthilfe legt mit Verbändebündnis Sieben-Punkte-Plan zur Verbesserung vor


Berlin, 27.9.2019: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) kritisiert die mangelhafte Umsetzung der Bundesregierung von Projekten zur Erzeugung von klimafreundlichem Solarstrom auf Wohngebäuden. Gemeinsam mit elf weiteren Verbänden legt die DUH einen Sieben-Punkte-Plan zur Verbesserung des sogenannten Mieterstroms vor. Im am 18. September 2019 veröffentlichten Mieterstrombericht stellt die Bundesregierung selbst fest, dass nur gut ein Prozent der gesetzlich möglichen Mieterstrommenge ausgenutzt wurden. Mieterstrom ist eine zentrale Maßnahme, um erneuerbare Energien in die Städte zu holen.

Dazu Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Der jüngst vorgelegte Bericht offenbart, dass die 2017 eingeführte Förderung von Mieterstrom über Photovoltaikanlagen auf dem Dach überhaupt nicht funktioniert. Obwohl der schleppende Ausbau schon länger bekannt ist, enthält das Klimapaket der Großen Koalition keinerlei konkrete Maßnahmen zur Verbesserung des Mieterstromgesetzes. Sie erwähnt das Thema lediglich als möglichen Prüfauftrag. Das ist ein weiterer Punkt, weshalb die Bundesregierung dieses desaströse Klimapaket zurücknehmen muss.“

Für eine Verbesserung des Mieterstromgesetzes schlägt das Verbändebündnis sieben Maßnahmen vor. Dazu gehören die finanzielle Förderung von Eigenstromverbrauch und Mieterstromverbrauch gleichzustellen, bürokratische Hürden für Mieterstrom in kleinen Mehrfamilienhäusern mit bis zu sechs Wohnungen abzubauen und den engen räumlichen Zusammenhang zu erweitern. Für Vermieter müssen steuerliche Hemmnisse abgebaut und Genehmigungsfristen verkürzt werden. Von zentraler Bedeutung für den Erfolg des Mietstroms ist es schließlich, dass ein großer Anteil der Mieterstromvergütung auch bei den Haushalten ankommt.

Link:

Zum Sieben-Punkte-Plan zur Verbesserung des Mieterstroms: http://l.duh.de/p190927

Keine Überwachung von Klimaschutzvorschriften durch Landesbehörden: Deutsche Umwelthilfe kritisiert fehlende Kontrolle des Gebäudeenergieausweises


Untersuchung der Deutschen Umwelthilfe zum Kontrollverhalten der Marktüberwachungsbehörden der Bundesländer zeigt: Energieverbrauchsangaben, Effizienzklassen und Vorliegen eines Gebäudeenergieausweises werden bei der Bewerbung von Miet- und Kaufimmobilien praktisch nicht kontrolliert – Einzig die Marktüberwachungsbehörde in Bremen verhängt Sanktionen bei festgestellten Verstößen – Die für den Klimaschutz im Gebäudebereich zuständigen Landesbehörden verweigern die wirksame Kontrolle einer der wichtigsten Säulen der europäischen Klimaschutzpolitik – Verbraucher müssen sich bei der Wohnungssuche auf korrekte und vollständige Angaben zum Energieverbrauch und Sanierungszustand der Immobilie verlassen können

Berlin, 27.9.2019: Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) stellt 15 von 16 Marktüberwachungsbehörden der Bundesländer abermals ein vernichtendes Zeugnis aus. Bis auf die Behörde in Bremen setzen alle anderen Landesbehörden die EU-Vorgabe, Angaben zu Energiekosten und Energieeffizienz aus dem Gebäudeenergieausweis bei der Bewerbung von Miet- und Kaufimmobilien wirkungsvoll zu kontrollieren und Verstöße dagegen zu verfolgen, nicht um. Ein wichtiges Element der europäischen Klimaschutzpolitik kann durch diese Verweigerung der Behörden seine Wirksamkeit nicht entfalten.

Für Wohnungs- oder Hauskäufer sowie Mieter sind Angaben zur Energieeffizienz und den Energiekosten wesentliche Informationen zur Beurteilung einer Immobilie. Häufig werden diese Angaben aus dem Energieausweis jedoch bei der Bewerbung in Anzeigen, Broschüren und vor allem bei Besichtigungsterminen verweigert. Gemäß EU-Richtlinie 2010/31/EU sind diese Angaben in allen 28 EU-Mitgliedsstaaten zwingend vorzunehmen und durch die Mitgliedsländer durch wirksame Kontrollen durchzusetzen. Diese in nationales Recht innerhalb der Energieeinsparverordnung (EnEV) umgesetzte EU-Richtlinie verpflichtet die Bundesländer, die Vorschriften rund um den Energieausweis wirksam zu kontrollieren und Verstöße zu verfolgen.

Ob und in welcher Form die zuständigen Behörden dieser Aufgabe nachkommen, untersucht die DUH bereits seit sechs Jahren – mit fast gleichbleibend ernüchterndem Ergebnis: Die Behörden verweigern dem Verbraucher einen wirksamen Schutz. Auch die Untersuchungen des Kontrollverhaltens in den Jahren 2017 und 2018 zeigen mit Ausnahme des Bundeslands Bremen ein gegenüber den Vorjahren fast gleichbleibendes erschreckendes Vollzugsdefizit bei der Durchsetzung der in der EnEV vorgeschriebenen Informationspflichten.

Solange es um die reine Ankündigung von Klimaschutzzielen in zehn Jahren geht, sind Bundes- und Landesregierungen Weltmeister des Wortes. Wie ein Soufflé fallen die Klimaschutzprogramme am ‚Zahltag‘ aber zusammen. Der nächste kommt bereits 2020. Seit 2009 liefert Deutschland keine Reduktion der CO2-Emssionen. Neben dem Verkehrsbereich ist hierfür der immer noch viel zu hohe Gebäudeenergiebedarf ursächlich verantwortlich“, so Jürgen Resch, DUH-Bundesgeschäftsführer.

Umso unverständlicher ist daher für die DUH die Weigerung von 15 der 16 Bundesländer, die Verkäufer und Vermieter von Immobilien zur Angabe der Energiekosten- und Effizienz zu bringen. „Unsere jährlichen Untersuchungen des behördlichen Wegsehens bei Klimaschutzverstößen zeigen ein erschreckendes Maß an Desinteresse der zuständigen Behörden, die gesetzlich vorgeschriebenen Informationen aus dem Gebäudeenergieausweis durchzusetzen und potentielle Mieter und Käufer vor ihrer Entscheidung über mögliche hohe Folgekosten durch einen ungenügenden energetischen Zustand der Immobilie zu informieren“, so Resch weiter, der für diesen Zustand auch die stiefmütterliche Ausstattung der Marktüberwachungsstellen mit verantwortlich macht.

Neben der in vielen Bundesländern bereits wiederholt festgestellten fehlenden Bereitschaft zur Durchsetzung von umweltbezogenen Verbraucherschutzvorschriften, kommt die vielerorts zu geringe Finanz- und Personalausstattung hinzu. Die Behörden müssen den klaren Auftrag und die notwendigen Mittel erhalten, um die Umsetzung der EnEV und konkret das Auslegen des Energieausweises zu kontrollieren. Ansonsten verkommt das für den Klimaschutz so wichtige Verbraucherschutzinstrument dauerhaft zu einer Luftnummer“, so Resch.

Wie bereits in 2017 verneinen Baden-Württemberg, Bayern, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen, Hessen, Rheinland-Pfalz und Thüringen auch in 2018 anlassunabhängig die Einhaltung der Informationspflicht bei Wohnungsbesichtigungen zu kontrollieren. Schleswig-Holstein sieht in der Sicherstellung der Einhaltung dieser Informationspflicht keine vorrangige staatliche Aufgabe. Berlin stellt die Kontrollen in das Ermessen der nachgeordneten Behörden.

Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, das Saarland und Schleswig-Holstein sehen zumindest die Notwendigkeit, anlassbezogen bei Verletzung der Informationspflicht nach Paragraph 16 Absatz 2 EnEV tätig zu werden. Auf Beschwerden und Anzeigen sollen die unteren Bauaufsichtsbehörden nach pflichtgemäßem Ermessen adäquat reagieren. Lediglich Nordrhein-Westfalen teilt mit, dass bereits nach geltender Rechtslage die Möglichkeit anlassunabhängiger Kontrollen der Informationspflicht bei Wohnungsbesichtigungen bestehe.

Für 2017 konnte Bremen als einziges Bundesland zu der Frage, ob Immobilienanzeigen auf die gesetzlichen Pflichtangaben stichprobenweise hin kontrolliert wurden, Zahlen nennen (1.053 Kontrollen in 2017). Bis zum August 2018 wurden weitere 153 Immobilienanzeigen hinsichtlich der Pflichtangaben zum Energieausweis im Rahmen von Stichproben kontrolliert und 25 Bußgeldverfahren eingeleitet. Darüber hinaus geben für 2018 lediglich vier weitere Bundesländer (Brandenburg, das Saarland, Schleswig-Holstein und Thüringen) an, die Einhaltung der Vorgaben der EnEV für die Bewerbung von Immobilien zu kontrollieren. Genaue Zahlen werden nicht vorgelegt.

Dass die Länder das Vorhandensein der Energieausweisangaben in Immobilienanzeigen größtenteils nicht kontrollieren, und mit Bremen nur ein Bundesland festgestellte Verstöße mit Strafen belegt, zeigt, wie notwendig die Stichprobenkontrollen der DUH und anderer Verbraucherschutzorganisationen sind. Die DUH wird daher weiterhin prüfen, ob bei der Bewerbung von Immobilien in Broschüren, Anzeigen und stichprobenhaft zukünftig auch bei Besichtigungen die erforderlichen Hinweise auf die energetische Qualität erfolgen, um Verbraucher vor Desinformation zu schützen“, stellt die Leiterin des DUH-Bereichs ökologische Marktüberwachung, Agnes Sauter klar.

Im Rahmen der diesjährigen Abfrage über Vollzugsaktivitäten in 2018 bat die DUH erstmals um Mitteilung nach der personellen Ausstattung der Behörden bei ihren Marktüberwachungsaufgaben zur Durchsetzung der Informationspflichten zum Energieausweis. Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern sehen keinen Bedarf, die Kontrollstellen für Energieausweise nach Paragraph 26d EnEV zur Erfüllung der gesteigerten Anforderungen an die Marktüberwachung personell und mit Sachmitteln auszustatten. Baden-Württemberg stattet die Stelle mit 1,5 Stellen und 67.000 Euro Sachmitteln aus, Sachsen-Anhalt stellt nach eigenen Angaben 2019 mit 25.000 Euro nur halb so viele Sachmittel für den EnEV-Vollzug bereit wie noch 2018.

Auffällig ist, dass den befragten obersten Landesbehörden, sowohl für 2017 als auch für 2018, in vielen Fällen nach wie vor überhaupt keine Zahlen zur Aufgabenerfüllung durch die zuständigen Behörden vorliegen. Grund dafür sind fehlende Berichtspflichten gegenüber den übergeordneten Ministerien, die zu erheblichen Informationsdefiziten führen und damit der Durchsetzung des Energieeinsparrechts schaden. Außer in Bremen und in Thüringen zeigt sich bei den Ministerien ein erhebliches Informationsdefizit bezüglich der Aktivität der zuständigen unteren Behörden der Bauaufsicht. Berichtspflichten sind größtenteils nicht vorhanden. Die Ministerien können offensichtlich auf keine Daten zum Vollzug der EnEV zugreifen. Direktionsrechte können nicht effektiv wahrgenommen werden.

Hintergrund:

Der Gebäudeenergieausweis soll Verbraucher über die energetische Qualität einer Immobilie aufklären und diese sowohl zu nachhaltigen Kauf- und Mietentscheidungen animieren als auch für Transparenz bei den Energiekosten sorgen. Langfristig soll der Ausweis die Attraktivität energetisch günstiger Immobilien am Markt steigern und damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Der Gesetzgeber hält dabei die Informationen für so wesentlich, dass bereits in Immobilienanzeigen über den Energieverbrauch einer Immobilie aufgeklärt werden muss. Verpflichtet sind sowohl Verkäufer, Vermieter als auch Makler. Auch bei Wohnungsbesichtigungen muss der Ausweis dem Interessenten vorgelegt oder deutlich sichtbar vor Ort ausgehängt werden.

Zum Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober: Deutsche Umwelthilfe fordert Klimaschutz-to-go mit Mehrwegbechern



Jährlicher Verbrauch von 2,8 Milliarden To-Go-Bechern für Heißgetränke ist massives Umweltproblem – Verbrauch der Einwegbecher entspricht Abfallberg von 28.000 Tonnen – Deutsche Umwelthilfe fordert bundesweites Mehrwegbechersystem mit Pfand – Große Kaffeehausketten müssen sich an Pfandsystem beteiligen und Wegwerftrend beenden – Reduktionsziel für Coffee-to-go-Einwegbecher notwendig – Ausschank von Kaffee in Einwegbechern für den Vor-Ort-Konsum muss beendet werden

Berlin, 27.9.2019: Anlässlich des Internationalen Tag des Kaffees am 1. Oktober fordert die Deutsche Umwelthilfe (DUH) ein bundesweites Mehrwegbechersystem mit Pfand und ein Reduktionsziel für Coffee-to-go-Becher. Rund 2,8 Milliarden Einwegbecher für Heißgetränke Außer-Haus werden pro Jahr in Deutschland verbraucht. Das entspricht 5.300 Einwegbechern pro Minute und verursacht jährlich 28.000 Tonnen Abfall, der häufig in Parks, auf öffentlichen Plätzen und Straßen landet. Die DUH fordert Kaffeehausketten, Bäckereien und Kantinenbetreiber auf, keine Einwegbecher für den Konsum vor Ort zu verwenden.

Einwegbecher gehören zu den zehn kunststoffhaltigen Einwegprodukten, die am häufigsten an Stränden der EU gefunden werden. Sie vermüllen zudem Parks und öffentliche Plätze in Innenstadtbereichen. Dies ist nicht nur ein massives Umweltproblem, weil Mikroplastik freigesetzt wird, sondern führt auch zu hohen Entsorgungskosten. Weggeworfene Einwegbecher füllen jeden Tag 22.000 herkömmliche 50-Liter Mülleimer. Durch die massenhafte Becherproduktion wird zusätzlich der Klimawandel angeheizt.

„Wir brauchen endlich eine bundesweite Lösung des Becherproblems. Große Coffee-to-go-Ketten, Bäckereien und Kantinenbetreiber müssen ein flächendeckendes System mit Mehrwegpfandbechern aufbauen, so wie viele Verbraucher es bei Mehrwegflaschen für Mineralwasser bereits kennen. So kann ein Großteil der Ressourcen, die für die Herstellung von jährlich rund 2,8 Milliarden Einwegbechern nötig sind, eingespart und das Klima entlastet werden. Mit Mehrwegbechern wird der Kaffee für unterwegs zum Klimaschutz-to-go“, sagt die Stellvertretende DUH-Bundesgeschäftsführerin Barbara Metz.

„Es gibt inzwischen einzelne Mehrwegsysteme für Coffee-to-go, jedoch sind diese zumeist regional begrenzt und die Teilnehmer eher Kleinstverkaufsstellen. Die Mehrwegsysteme können bereits jährliche Einsparungen von Millionen Einwegbechern erzielen, doch muss das Ziel die Vermeidung von Milliarden Einwegbechern sein. Mehrwegbechersysteme stecken noch in den Kinderschuhen. Das Problem kann nur gelöst werden, wenn auch die großen Kaffeehausketten mitmachen. Ein nationales Minderungsziel für Einwegbecher könnte den Mehrwegumstieg beschleunigen“, erklärt der DUH-Leiter für Kreislaufwirtschaft Thomas Fischer.

In einer im Mai 2019 veröffentlichten Studie des Umweltbundesamtes zu Coffee-to-go-Bechern wurde als wirksame Maßnahme zur Verringerung des Einwegbechermülls ein Minderungsziel von 50 Prozent bis 2022 im Vergleich zu 2016 vorgeschlagen. Nach Einschätzung der DUH sollte ein Minderungsziel allerdings verbindlich und noch ambitionierter sein. So wäre laut dem Umweltschutzverband bis 2022 auch ein Reduktionsziel von 70 Prozent denkbar.

„Der Konsum von Kaffee in Einwegbechern vor Ort in den Verkaufsstellen ist nicht notwendig und völlig inakzeptabel. Doch noch immer werden in vielen Kaffeeverkaufsstellen wie selbstverständlich Einwegbecher herausgegeben. Gastronomen sollten grundsätzlich keine Einwegbecher für den Konsum vor Ort in der Verkaufsstelle herausgegeben. Sie sollten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter so schulen, dass Verbraucherinnen und Verbraucher immer gefragt werden, ob sie ihren Kaffee vor Ort to-stay oder außerhalb to-go genießen wollen“, sagt Metz.

Hintergrund:

Die DUH setzt sich im Rahmen des Projekts „Mehrweg. Mach mit!“ für den Einsatz klimafreundlicher Getränkeverpackungen ein. Das Projekt ist Teil der Nationalen Klimaschutzinitiative der Bundesregierung und wird durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert, aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

Links:

Informationen zur Klimafreundlichkeit von Bechersystemen für Coffee-to-go https://www.mehrweg-mach-mit.de/to-go-becher/

Die Straße gehört nicht den Autos, sondern den Menschen

„Die StVO-Novelle, die Verkehrsminister Scheuer plant, ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Sie enthält zwar ein paar kleine Verbesserungen für den Radverkehr, ein grundsätzliches Umdenken ist jedoch nicht erkennbar. Die notwendige soziale und ökologische Verkehrswende wird weiter ausgebremst. Das deutsche Verkehrsrecht bevorteilt einseitig den Autoverkehr, schwächere Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmer zu Fuß oder auf dem Rad haben das Nachsehen“, erklärt Sabine Leidig, Koordinatorin der Arbeitsgruppe für sozial-ökologischen Umbau der Fraktion DIE LINKE, zur heutigen öffentlichen Anhörung des Verkehrsausschusses zum Thema StVO-Novelle. Sabine Leidig weiter:

„Wir brauchen einen sozial-ökologischen Neustart des Verkehrsrechts, der die veraltete Straßenverkehrs-Ordnung durch eine Straßennutzungs-Ordnung ersetzt. Denn die Straße gehört nicht den Autos, sondern den Menschen.“

Anlässlich der heutigen Anhörung im Verkehrsausschuss hat DIE LINKE ein ausführliches Positionspapier zum Verkehrsrecht veröffentlicht. Darin werden u. a. sichere Wege für Fuß und Rad, eine Neuaufteilung des öffentlichen Raums in der Stadt, sowie mehr Handlungsspielraum für Kommunen gefordert, die Verkehrswende selbst zu gestalten:

https://www.linksfraktion.de/themen/positionspapiere/detail/sozial-oekologischer-neustart-des-verkehrsrechts/

Merkel ignoriert Weckruf der Klima-Wissenschaft

„Jetzt haben es die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des UN-Weltklimarates nochmals mit dramatischen Daten belegt: Die Meere der Welt steigen ungebremst an, bei einer beschleunigten Eisschmelze der Arktis durch den Klimawandel kann der Meeresspiegel auf lange Sicht sogar mehrere Meter steigen. Schon jetzt sind Millionen von Menschen in den Küstenregionen dieser Erde vom heranrückenden Wasser in ihrem Überleben bedroht. Die Bundesregierung muss endlich der Wissenschaft folgen, statt weiter auf klimablinden Machterhalt und stumpfes Weiter-so zu setzen“, erklärt Lorenz Gösta Beutin, energie- und klimapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zum Bericht des UN-Weltklimarats IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change). Beutin weiter:

„Merkel schlägt diese Erkenntnisse der Klimawissenschaft weiter in den Wind. Das Klimapaket der Bundesregierung ist noch nicht einmal ausgeliefert und schon ist klar, dass es das wissenschaftlich Notwendige völlig ignoriert. Nur eine sofortige und drastische CO2-Reduktion kann schwerwiegende Konsequenzen für Mensch und Umwelt mit Sicherheit abwenden. Dafür muss die eigene historische Verantwortung wahrgenommen werden: Nur die USA, China und Russland haben seit Beginn der Industrialisierung mehr CO2 in die Luft gepustet als Deutschland.

Die Maßnahmen des ‚Klimaschutzprogramms 2030‘ können die bestehende Klimaschutzlücke für 2030 nur zur Hälfte schließen. Dabei sind die nationalen Klimaschutzziele Deutschlands schon viel zu gering, um einen fairen Beitrag zur Erfüllung des Pariser Klimaschutzabkommens zu leisten. Wir fordern als Sofort-Klimaschutzmaßnahme die sofortige Abschaltung der 20 schmutzigsten Kohlekraftwerke in Deutschland und eine Verschärfung der nationalen Klimaziele im Einklang mit dem Pariser Klimaschutzabkommen.“

Greenpeace kommentiert den heute veröffentlichen IPCC-"Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima“


Hamburg, 25. 9. 2019 –  Der Weltklimarat (IPCC) hat heute den neuen "Sonderbericht über den Ozean und die Kryosphäre in einem sich wandelnden Klima“ vorgestellt. Der Report von rund 130 Wissenschaftlern zu den Folgen der Klimakrise für Ozeane und Eismassen ist alarmierend: Die Eisschmelze in der Arktis nimmt zu. Die Ozeane werden sauer. Der Anstieg des Meeresspiegels beschleunigt sich drastisch. Es kommentiert Greenpeace-Klimaexperte Karsten Smid:

„Der Weltklimarat skizziert ein Schreckensszenario: Millionen von Menschen vor allem in den Küstenmetropolen sind unmittelbar von Hochwassern bedroht. Jährliche Schäden könnten bis zum Jahr 2100 um das 100 bis 1000–fache zunehmen Bei einer Klimaerhitzung von höchstens zwei Grad rechnen die Wissenschaftler mit 280 Millionen Klimaflüchtlingen auf Grund des  steigenden Meeresspiegels.


Es macht wütend, dass Staatschefs sich tatenlos mit dieser düsteren Prognose abfinden. Bundeskanzlerin Angela Merkel muss ihr mutloses Klimapaket zurücknehmen und sich endlich an dem deutschen CO2-Budget orientieren, das uns noch bleibt. Mit ihrer zukunftsvergessenden Klimapolitik nach dem Motto  ‚Nach mir die Sintflut‘ dürfen wir uns nicht abfinden.“ 

Green City?! Wie soll unsere Stadt der Zukunft aussehen? – Hamburger Ratschlag

ZEIT-Stiftung aktuell, 1. Oktober 2019, 19 Uhr,
Bucerius Law School, Helmut Schmidt Auditorium, Jungiusstraße 6, Hamburg
Der Eintritt ist frei, weitere Informationen und Anmeldung hier bei der ZEIT-STiftung.



Green City?! Wie soll unsere Stadt der Zukunft aussehen? – Hamburger Ratschlag

Weltklimarat bestätigt: Jetzt handeln! – Hamburger Ratschlag

Die Extreme nehmen zu: Der Meeresspiegel steigt höher als im letzten IPCC-Bericht prognostiziert, Gletscher und Permafrost schmelzen noch schneller als gedacht, Wirbelstürme werden stärker. Dies ist die Bilanz des dritten Sonderberichts des Weltklimarates IPCC mit dem Schwerpunkt Ozean und Kryosphäre (Eisgebiete), der heute in Monaco vorgestellt wurde. Prof. Dr. Beate Ratter vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg hat als Leitautorin am Bericht mitgearbeitet.



Weltklimarat bestätigt: Jetzt handeln! – Hamburger Ratschlag

Konstantin Wecker: Frieden im Land - Das macht mir Mut

Greta Thunbergs Anwalt Michael Hausfeld exklusiv im Interview bei Clixoo...

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