30. Juni 2017

G20-Gipfel: Lehm-Gestalten und Protestbanner | NDR.de - Nachrichten - Hamburg

G20-Gipfel: Lehm-Gestalten und Protestbanner | NDR.de - Nachrichten - Hamburg



Die Lehm-Gestalten sollen an den Tagen vor dem Gipfel an verschiedenen Orten auftauchen und sich schweigend durch die Straßen bewegen. "Sie stehen für eine Gesellschaft, die sich ihrer Hilflosigkeit vor den komplexen Zusammenhängen der Welt ergeben hat und in der der Einzelne nur noch für das eigene Vorankommen kämpft"

Werde Teil der 1000 GESTALTEN | Hamburg - 05.07.2017

Werde Teil der 1000 GESTALTEN | Hamburg - 05.07.2017 from 1000 GESTALTEN on Vimeo.
1000 GESTALTEN in Hamburg - am 17.06. war eine erste Delegation in der Innenstadt Hamburgs unterwegs. Werde auch du ein Teil!

Hamburg 05.07.2017 - G20-Gipfel

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#1000GESTALTEN #AllesAllen #G20HH

1000 in Anzug und Lehm gekleidete Gestalten entern die Hamburger Innenstadt zum G20

1000 in Anzug und Lehm gekleidete Gestalten entern die Hamburger Innenstadt zum G20



Kurz vor dem G20 entern 1.000 in grauen Lehm eingeschmierte Menschen die Hamburger Innenstadt und produzieren verstörende Bilder, die  von der Elbe aus um die Welt gehen sollen.

Rostock/Malmö: Nach Verurteilung: Rostocker Diakon verteidigt Fluchthilfe | nnn.de

Rostock/Malmö: Nach Verurteilung: Rostocker Diakon verteidigt Fluchthilfe | nnn.de



„Ich würde es wieder machen“, sagt Diakon Arne Bölt, „wenn jemand so in Not ist, würde ich wieder helfen.“ 

Vera F Birkenbihl Männer Frauen Teil 1 und 2




Veröffentlicht am 02.02.2016
Habe die zwei Teile von YouTube zusammengefasst

veröffentlicht am 03.02.2013

Wie es dazu kam, dass alle Welt glaubt, Männer und Frauen seien gleich, und weshalb das nicht stimmt! Hier stellt die Referentin die eigentümlichen Wege dar, welche zu der absurden Behauptung führten, eigentlich seien Männer und Frauen (Jungen und Mädchen) gleich. Nach Milliarden von Jahren einer getrennt erfolgten Entwicklung (grundlegende Asymmetrie) und Millionen von Jahren mit einer zwangsläufig sehr unterschiedlichen Basis-Motivation wurden 1928 zwei Werke publiziert, die alles, was man wusste, in Frage stellten. Eines begründete den Behaviorismus (Umwelt ist alles), das zweite schien zu beweisen, dass jede Kultur völlig anders geartete Männer / Frauen heranziehen kann (Kultur-Relativismus). Als dann in den Siebzigern ein gewisser Dr. John Money behauptete, alle Kinder seien bis Ende des zweiten Lebensjahres neutral, und könnten zu Jungen ODER Mädchen erzogen werden, stand die absurde Tatsache fest. Wir müssen wissen, wie es dazu kam, um zu begreifen, wie wir echte Gender-Chancengleichheit schaffen, statt das sogenannte Gender Mainstreaming anzustreben und noch eine Generation von Knaben zu Opfern zu machen.

Hirnforscher Hüther über Jungs: „Das Wichtigste wäre ein richtig guter Vater“ - Jugend schreibt - FAZ

Hirnforscher Hüther über Jungs: „Das Wichtigste wäre ein richtig guter Vater“ - Jugend schreibt - FAZ



Der Hirnforscher Gerald Hüther fordert im F.A.S.-Interview bessere Vorbilder für kleine Jungs. Dafür aber müssten die Männer umdenken, damit nicht „ein Teil der Jungs auf der Strecke bleibt“.

Hans A. Pestalozzi "AUF DIE BÄUME IHR AFFEN" 1/4



Veröffentlicht am 29.08.2011
Playlist:http://www.youtube.com/my_playlists?p...
Aus einem Radiointerview vor 20 Jahren.
Pestalozzi hat mir vor 20 Jahren die Augen geöffnet und mein Denken und Handeln radikal verändert ich kann seine Werke nur jeden Menschen sehr ans Herz legen, denn er spricht nicht nur mit einem weisen Verstand sondern auch mit einem erfahrenen Herzen das gelernt hat was wahres Leben bedeutet . . .
es wäre wünschenswert, wenn vor allem neben den "Vertretern des Volkes" auch Schüler,Arbeiter, einfach jeder sich wirklich mit diesem Buch auseinanderzusetzen beginnt, nicht nur währen der Lesephase...-vielleicht könnte man es sogar als Handbuch des Lebens bezeichnen. Nicht als ein Wegweiser, der keine Spielräume mehr lässt, vielmehr würde dieses Werk wohl dazu dienen können, uns aus dem immer unübersichtlichen Dilemma "unserer Zeit" zu begleiten in eine "bessere Welt". Sein Werk ist in den heutigen stürmischen Umbruchzeiten aktueller als je zuvor.

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.: 30.06.17 - Von Solarmodulen und Grenzen

Deutsche Gesellschaft für Sonnenenergie e.V.: 30.06.17 - Von Solarmodulen und Grenzen



2016 wurde auf dem Fernsehsender arte in der Reihe „Mit offenen Karten“, noch vor Trumps Amtsantritt - Amerika wurde noch vom Friedensnobelpreisträger Barack Obama regiert - eine letztendlich sehr ernüchternde Bilanz gezogen. Hier ein paar Fakten aus der Sendung „Grenzen, die wieder geschlossen werden“: Es gibt heute fünfmal so viel Mauern wie 1989, der Zeit des Mauerfalls in Berlin. Die insgesamt 155 km lange innerdeutsche Mauer stand symbolisch für die Aufteilung der Welt in zwei Blöcke mit gegensätzlichen Ideologien. Speziell seit 2010 wird wieder massiv zugebaut.

Mieterstromgesetz verabschiedet: Strom vom Dach ist ab jetzt auch für Mieter attraktiv


Deutsche Umwelthilfe begrüßt, dass Mietern der Bezug von preiswertem und CO2-freiem Strom vom Hausdach ermöglicht wird – Jedoch werden Anlagen mit weniger Leistung auf der Strecke bleiben

Berlin, 30.06.17: Der Bundestag hat gestern das Gesetz zur Förderung von Mieterstrom (MieterstromG) verabschiedet. Das Gesetz sieht vor, den Ausbau von Solarstromanlagen auf Wohngebäuden voranzutreiben. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) begrüßt, dass Strom aus Photovoltaik-Anlagen auch dann eine Förderung nach dem Erneuerbaren-Energie-Gesetz (EEG) 2017 erhalten soll, wenn dieser direkt von den Mietern genutzt und nicht ins Stromnetz eingespeist wird. Somit können Mieter nun direkt grünen Strom vom Dach beziehen.

Ohne Förderung nach dem EEG war der Strom vom Dach bisher so teuer, dass ein Verkauf direkt an die Mieter nicht attraktiv war und dieser stattdessen ins Netz eingespeist wurde. Mit der neuen Regelung können nicht nur Eigenheimbesitzer, sondern auch Mieter an der Energiewende teilhaben, von ihr profitieren und kostengünstigen Strom beziehen. Die Erzeugung klimafreundlichen Stroms kann nun auch in Ballungsgebieten Zuwachs erhalten.

„Mit der Regelung wird dem Abwärtstrend der letzten Jahre beim Ausbau der Solarenergie ein Hemmschuh genommen“, so Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH. „Wie von der DUH gefordert, können nun auch Nachbarwohngebäude in die Förderung einbezogen werden, wenn der Strom dabei nicht über ein öffentliches Netz fließen muss.“

Trotz dieser eingebrachten Verbesserung, versäumt es die Bundesregierung jedoch, das volle Potenzial von Mieterstromprojekten auszuschöpfen. „Zum Nachteil für den Klimaschutz“, meint Peter Ahmels, Leiter Energie und Klimaschutz bei der DUH. „Für die Betreiber kleiner Anlagen unter 10 Kilowatt Spitzenleistung stellen die aufwändigen Dokumentationspflichten eine große Hürde dar. Insbesondere Mieter aus kleineren Häusern werden so außen vor bleiben. Von der Mieterstromregelung sind zudem nicht bewohnte Gebäude wie Garagen oder Hallen ausgeschlossen. So können innovative Wohnquartierslösungen, bei denen sich mehr Möglichkeiten für CO2-Einsparungen ergeben, nicht realisiert werden. Dadurch wird Potenzial in den Ballungszentren verschenkt.“

Die DUH kritisiert zudem die Begrenzung der Förderung auf maximal 500 Megawatt installierte Leistung. „Angesichts der Herausforderungen, die beim Klimaschutz noch vor uns liegen, ist dies ein unnötiges Ausbremsen engagierter Energiewende-Akteure“, meint Sascha Müller-Kraenner.

Links:
Stellungnahme der DUH zum Referentenentwurf des Mieterstromgesetzes: http://l.duh.de/lw937  

fritz-kola // mensch, wach auf!



Veröffentlicht am 26.06.2017
Juni 2017: G20 steht vor der Tür – für uns Hamburger sogar im wörtlichen Sinne. Dringend an der Zeit, mal die Meinung zu sagen – auch für nicht Hamburger.

Poste unter dem Hashtag #menschwachauf und teile der Welt mit, was du an Ergebnissen von G20 erwartest.

Mehr dazu auf: www.fritz-kola.de/menschwachauf

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Sozial- und umweltgerechte Landwirtschaft fördern


Greenpeace-Aktivisten und Bauern demonstrieren beim Deutschen Bauerntag

Berlin, 28. 6. 2017 – Eine Agrarpolitik für eine ökologisch orientierte Landwirtschaft mit besserer Tierhaltung und fairen Preisen für die Erzeuger fordern Greenpeace-Aktivisten gemeinsam mit Bäuerinnen und Bauern der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (AbL). Beim Deutschen Bauerntag demonstrieren Umweltschützer und Landwirte mit Traktoren, einem Misthaufen und Bannern mit der Aufschrift „Die Agrarpolitik von Regierung und Bauernverbandsspitze ist Mist“. Sie verlangen einen Kurswechsel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Landwirtschaftsminister Christian Schmidt (CSU) und Bauernverbandspräsident Joachim Rukwied. „Die rückwärtsgewandte Klientelpolitik hat viel Mist produziert: Tier- und Pflanzenarten sterben aus, schädliches Nitrat verseucht das Grundwasser. Tiere werden völlig unzureichend gehalten. Viele Bauernhöfe schließen wegen finanzieller Notlagen“, sagt Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Martin Hofstetter. „Bundeskanzlerin Merkel muss jetzt notwendige Verbesserungen der Agrarpolitik in ihrer Partei durchsetzen.“

Greenpeace und AbL fordern, dass Agrarzahlungen der EU an Deutschland von jährlich sechs Milliarden Euro künftig an soziale und ökologische Kriterien zu binden. Das derzeitige System ist ungerecht: 20 Prozent der Betriebe erhalten 80 Prozent der Zahlungen. Die Zuwendungen werden nach Größe verteilt, nicht nach der Art der Bewirtschaftung. „Wir müssen mit dem Geld Betriebe fördern, die umweltverträglicher arbeiten und die Tierhaltung verbessern“, so Hofstetter.

Bäuerinnen und Bauern bereit für Veränderungen

„Bäuerliche Landwirtschaft, Tier- und Umweltschutz – wir können das schaffen“, so Georg Janßen, Bundesgeschäftsführer der AbL an die Adresse der Bundeskanzlerin. „Wir brauchen eine moderne Agrarpolitik für die gesellschaftlich akzeptierte bäuerliche Landwirtschaft, die wertvolle Lebensmittel erzeugt und gleichzeitig Tier-, Umwelt und Klimaschutz ernst nimmt. Viele Bäuerinnen und Bauern sind zu einem Umbau ihrer Wirtschaft bereit, sie werden aber von der Bundesregierung bisher nicht aktiv unterstützt. Weder bei der Förderpolitik noch im Fachrecht. Das muss sich ändern, damit junge Bäuerinnen und Bauern eine Perspektive bekommen, in die Landwirtschaft einzusteigen.“

Unter CDU/CSU-Führung trieb das Agrarministerium in den vergangenen zwölf Jahren vor allem industrielle Massenproduktion zu möglichst billigen Preisen voran. Laut einem Rechtsgutachten, das Greenpeace in Auftrag gegeben hat, werden über 90 Prozent der Schweine in Deutschland rechtswidrig und nicht artgerecht gehalten. Schädliches Nitrat aus zu viel Gülle verschmutzt das Grundwasser vielerorts so stark, dass die EU die Bundesregierung vor dem Europäischen Gerichtshof verklagt hat.

BWE regt runden Tisch zur Fortsetzung der sektorübergreifenden Energiewende in NRW an



  •     NRW-Unternehmen der Windindustrie betreiben aktiven Strukturwandel
  •     Schleswig-Holstein und NRW stehen vor ähnlichen Herausforderungen bei der Windenergie
  •     Masterplan für generationsübergreifenden Transformationsprozess des Energiesystems notwendig


Düsseldorf, 28. Juni 2017. Wie geht es weiter mit der Windenergie in NRW? Diese eher politische Frage überlagert die fachlichen Diskussionen aus den Bereichen Technik, Recht und Finanzen im Mittelpunkt des 9. Branchentags Windenergie NRW stehen. Dieser beginnt heute mit über 450 Teilnehmer/innen aus rund 300 Unternehmen und Institutionen der Branche in Düsseldorf und endet am 29. Juni. Im Fokus der Vorträge und Workshops stehen die Erfahrungen mit der ersten Ausschreibungsrunde für Windenergie an Land, Big Data und die Gefährdung durch Cybercrime, der Weiterbetrieb der Anlagen nach 20 Jahren, aktuelle Fragen zum Schall, bedarfsgerechte Befeuerung und Arbeitssicherheit sowie ein Gutachten mit neuen Erkenntnissen zu seismologischen Themen.

Während einer Pressekonferenz hob Veranstalter Klaus Lorenz, Geschäftsführer Lorenz Kommunikation, die Bedeutung Nordrhein-Westfalens als Zuliefererland der internationalen Windindustrie hervor: „Sowohl für die Onshore- als auch für Offshore-Windenergieanlagen werden wesentliche Komponenten in NRW gefertigt oder entwickelt. Hier sitzt die Kompetenz, die weltweit nachgefragt wird.“ Lorenz unterstrich, dass „die Windenergie ebenso wie Geothermie oder Wasserkraft in all ihren Facetten Treiber des Strukturwandels im Ruhrgebiet und auch in der Innovationsregion Rheinisches Revier sein kann. Dies darf nicht gefährdet werden.“

Hermann Albers, Präsident des Bundesverband WindEnergie, appellierte an die neue Koalition, im Interesse des Landes zu handeln: „Die Energiewende ist nicht mehr aufzuhalten. NRW, seine Kommunen und die regionale Wirtschaft müssen diese weiter mitgestalten können. Es darf keinen irreversiblen Bruch geben. Deshalb regen wir einen Runden Tisch der Energiewirtschaft NRW an. Hier sollte sich im Diskurs aller Beteiligten – der die im Land vorhandenen Wissenschaftsinstitutionen einschließt – zügig darauf verständigt werden, wie NRW unter Beachtung marktwirtschaftlicher Gesichtspunkte die Energiewende sektorenübergreifend fortsetzt", so Hermann Albers, Präsident Bundesverband WindEnergie.

Einen Stillstand im Windenergie-Ausbau befürchtet Sascha Wiesner, der Geschäftsführer des Windindustrie-Branchenverbands windcomm schleswig-holstein e.V. und Projektleiter der Netzwerk Agentur EE.SH. „Das könnte sich negativ auf die Planungsbüros und Ingenieursdienstleister im Land auswirken“, sagte er mit Blick auf den Koalitionsvertrag zwischen Bündnis 90/ Die Grünen, CDU und FDP in Schleswig-Holstein. „Darin steht, die Regionalpläne Wind würden grundlegend bearbeitet. Das heißt, das ganze Verfahren wird neu aufgerollt und wird sich im schlimmsten Fall noch einmal um zwei Jahre verzögern“, befürchtet er. „In NRW steht man vor ähnlichen Herausforderungen. Es gilt nun länder- und verbandsübergreifend zu verdeutlichen, dass die Windindustrie mit all ihren Zulieferern und Akteuren ein wichtiger Wirtschaftsfaktor besonders für strukturschwache Regionen ist - Stichwort Gewerbesteuer!"

Andreas Wellbrock, Geschäftsführer des WAB e.V., betonte: „Die Windenergie hat im wettbewerblichen Bieterverfahren nun mit Nachdruck unter Beweis gestellt, dass sie konkurrenzfähig und heute insgesamt schon kostengünstiger ist als die fossilen oder nuklearen Energien. Um unsere Klimaziele zu erreichen, müssen die Erneuerbaren Energien deutlich stärker ausgebaut werden und die Sektoren Verkehr, Wärme und Industrie elektrifiziert und damit dekarbonisiert werden. Trotz aller notwendigen Bestrebungen, die Energieeffizienz deutlich zu steigern - das ist richtig und wichtig -, wird sich der Stromverbrauch in den nächsten 25 Jahren in Deutschland verdoppeln. Damit die Energiewende erfolgreich gelingt, muss die Bundesregierung nun endlich einen Masterplan entwickeln, in dem alle Komponenten systemisch integriert werden und im Rahmen ihrer Systemdienlichkeit gesteuert und gefördert werden. Dieser generationsübergreifende Transformationsprozess braucht die breite Akzeptanz der Bevölkerung und muss daher verlässlich, versorgungssicher und bezahlbar organisiert werden.“

Dr. Frank-Michael Baumann, Geschäftsführer der EnergieAgentur.NRW, führte zum Stand der Windenergie in NRW aus: „In keinem anderen Bundesland wird mehr Energie erzeugt und genutzt als in Nordrhein-Westfalen. Die regenerative Energiewirtschaft ist zu einer wichtigen Branche im Land avanciert – so sind alleine in der nordrhein-westfälischen Windenergiebranche mehr als 18.500 Menschen beschäftigt. Ein Wirtschaftsfaktor also, der Arbeitsplätze sichert und Impulse für den Arbeitsmarkt setzt. Mit seinen renommierten Institutionen aus Forschung und Entwicklung, einer breiten energietechnologischen Kompetenz sowie einer etablierten Zuliefererbranche erweist sich Nordrhein-Westfalen nicht nur bundesweit, sondern auch international als wichtiger Standort der Windenergiebranche. Kaum eine Anlage weltweit läuft ohne Technik aus Nordrhein-Westfalen! Insgesamt drehen sich in NRW nun bereits mehr als 3.300 Windenergieanlagen. Für die Zukunft der Windenergiebranche in Nordrhein-Westfalen, wo Forschung und Industrie eng zusammenarbeiten, besteht auch ein Bedarf an hochqualifizierten Fachkräften für Service und Betrieb. Deshalb engagiert sich das Netzwerk Windenergie NRW der EnergieAgentur.NRW auch im Bildungs- und Ausbildungsbereich und setzt sich für die Fachkräftesicherung ein. Die Initiierung und Begleitung von richtungsweisenden Forschungsvorhaben an Universitäten und Hochschulen zählt ebenfalls zu den Kernaufgaben des Netzwerks.“

Veranstalter des Branchentages Windenergie NRW ist das Beratungsunternehmen Lorenz Kommunikation in Kooperation mit der EnergieAgentur.NRW. Lorenz Kommunikation ist spezialisiert auf Themen, die die unterschiedlichen Interessen aus Klima- und Umweltschutz sowie Maschinen- und Anlagenbau oder Chemieindustrie kombinieren. Außerdem berät Lorenz Kommunikation Unternehmen und Institutionen bei Fragen rund um die Themen Kommunikationsstrategie, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Coaching. Weitere Informationen: www.nrw-windenergie.de.

BWE für Diskussion über bundeseinheitlichen Rahmen zur Bürgerbeteiligung bei Windenergie


„Wer über Akzeptanz der Energiewende spricht, ist schnell bei der Frage der Bürgerbeteiligung.  Hier gibt es in der Praxis eine sehr breite Palette gut erprobter Modelle, die sich sowohl der informellen als auch der wirtschaftlichen Beteiligung zuwenden. Wir meinen, dass es diese Vielfalt der Möglichkeiten weiter geben soll und dass die Akteure vor Ort dabei unterstützt werde müssen, immer neue Maßnahmen für mehr Beteiligung zu entdecken. 

Der Ruf der Politik nach Landesgesetzen ist gut gemeint. Er droht die Zusammenarbeit in den konkreten Projekten einzugrenzen“, so Jan Hinrich Glahr, Landesvorsitzender im Bundesverband WindEnergie auf der VDI-Fachkonferenz „Planen im Dialog – Infrastrukturprojekte erfolgreich umsetzen“, die heute im Scandic Berlin Potsdamer Platz stattfindet.

Bürgerbeteiligung ist als Stichwort in aller Munde. Es geht dabei um eine aktive Teilhabe am Planungsprozess – die so genannte informelle Bürgerbeteiligung. Speziell bei der Windenergie geht es häufig auch um die Frage einer wirtschaftlichen oder finanziellen Beteiligung. Dieser Aspekt unterscheidet die Windbranche von anderen Infrastrukturprojekten. Beide Formen der Bürgerbeteiligung sind seit Jahren gelebte Praxis.

Der VDI hat mit der VDI Richtlinie 7000 eine Handlungsanleitung für informelle Beteiligungsverfahren für Großprojekte im Allgemeinen erarbeitet. Die Handlungsanleitung enthält wichtige Hinweise, die durchaus für die Praxis in der Windbranche nutzbar sind. "Allerdings wird sich wegen der Unterschiedlichkeit zu anderen großen Infrastrukturprojekten die Richtlinie nicht einfach für die Windbranche adaptieren lassen", so Jan Hinrich Glahr. Mit Ausnahme von Mecklenburg-Vorpommern erfolgen bisher alle Beteiligungsangebote auf freiwilliger Basis. Die Einführung der Ausschreibung führt zu einem Dilemma: Verteuert ein Planer sein Projekt durch freiwillige Beteiligungsmaßnahmen läuft er Gefahr, den Wettbewerb um den günstigsten Preis zu verlieren. Deshalb muss ein Weg gefunden werden, der die gewünschten Akzeptanzmaßnahmen unter preisgetriebenen Ausschreibungen umsetzbar macht. Es stellt sich die Frage nach einem bundes- oder sogar europaeinheitlichen Rahmen für die Bürgerbeteiligung.

"Aus meiner Erfahrung besteht ein starker Zusammenhang zwischen einem Windpark und der Wertschöpfung vor Ort. Wenn der regulative Rahmen derart geändert wird, dass die günstige grüne Energie aus Windkraft bei den Bürgern und Unternehmen in der Region zu geringeren Kosten bei Strom, Wärme und Mobilität führt, und gleichzeitig die kommunalen Klimaschutzziele erreicht werden, hätten wir deutlich weniger Druck bei der informellen Beteiligung“ ist Jan Hinrich Glahr überzeugt. "Welches der effektivste Weg ist, um Infrastrukturprojekte im Dialog zu planen und umzusetzen, dazu leistet der heutige Fachkongress sicher einen Beitrag. Der Bundesverband WindEnergie ist zu einer offenen Diskussion bereit“, so Jan Hinrich Glahr.

BWE begrüßt Beschluss des Bundestages zu Korrektur im Ausschreibungsdesign 2018


Der Bundestag hat am Donnerstag im Rahmen der Beschlussfassung zum Mieterstromgesetz auch § 104 EEG 2017 geändert. Hier wurde ein Absatz 8 ergänzt, der festlegt, dass in den Ausschreibungen für Windenergieanlagen an Land zu den Gebotsterminen 1.Februar 2018 und 1. Mai 2018 die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz vorliegen muss.

„Es ist richtig, dass der Bundestag eine Korrektur der Voraussetzungen zur Teilnahme an den ersten zwei Ausschreibungen für Wind an Land in 2018 vorgenommen hat. Die aus unserer Sicht von Anfang an schwierige Definition von Bürgerenergie im EEG 2017 hatte viele in der Praxis als Bürgerenergie etablierte Akteursgruppen nicht erfasst und damit benachteiligt. Die unerwartet hohe Berücksichtigung der neuen gesetzlich definierten Gruppe in der 1. Ausschreibungsrunde lässt befürchten, dass es wegen verlängerter Umsetzungszeiten in den Jahren 2019 und 2020 zu einem Einbruch beim Zubau kommt.

Der starre Deckel und die nicht wieder in die Ausschreibungen zurückkommenden nicht realisierten Megawatt verschärfen diese Gefahr zusätzlich. Im Interesse der Branche musste deshalb gehandelt werden. Wir hatten uns dies bereits für die 3. Ausschreibung in 2017 gewünscht. Industriepolitisch bleibt es wichtig, dafür zu sorgen, dass es einen weitgehend gleichmäßig hohen Zubau der Windenergie an Land gibt“, so Hermann Albers.

Woher kommt grüner Strom?

Woher kommt grüner Strom?
Schüler_innen beim Experiment mit Windenergie. 
Quellenangabe: "obs/Erneuerbare Energien Hamburg Clusteragentur GmbH/faszinationtechnik Klub"

Hamburg (ots) - Die Technische Universität Hamburg ist Mitglied im Cluster Erneuerbare Energien Hamburg und bietet Schülern diesen Sommer einen Tag mit Vorträgen und Experimenten zum Thema "Energie, Wind und Mobilität".

Radiomusik im Physikunterricht - ein Experiment ist geglückt. Zufrieden lauschen die Schüler den Klängen eines kleinen Radios, angetrieben durch Windenergie. Ein Miniwindrad mit einem kleinen Ventilator steht unmittelbar daneben. Die Bauteile dafür sowie das kleine Radio gehören zu einem m Experimentierkasten für Erneuerbare Energien der Dresdner Firma Lexsolar. Durch eigene Experimente lernen die Schüler, wie Erneuerbare Energie entsteht.

Sommercamp Elektrotechnik

Das Sommercamp Elektrotechnik der Technischen Universität Hamburg bietet zu diesem Thema ein reichhaltiges Programm. Vom 21. bis 25. August 2017 öffnet das Clustermitglied seine Türen für Schüler ab Abschluss der 9. Klasse, um ihnen Elektrotechnik mit Vorträgen und Experimenten näherzubringen. Der 23. August steht im Zeichen von "Energie, Wind und Mobilität". Prof. Dr. Christian Becker leitet den Thementag: "Wir sind es gewohnt, dass elektrische Energie immer verfügbar ist. Die technischen Systeme, die uns dies ermöglichen, sind sehr komplex und verändern sich gerade in der heutigen Zeit im Zuge der Energiewende. Schülerinnen und Schüler frühzeitig mit den technischen Zusammenhängen rund um die elektrische Energieversorgung und ihre zukünftige Entwicklung vertraut zu machen, ist uns ein ganz besonderes Anliegen."

Theorie und Praxis

Im Rahmen des Thementages "Energie, Wind und Mobilität" gibt erklärt Prof. Dr. Becker Antworten zu Fragen wie beispielsweise: Was ist elektrische Energie? Woher kommt die elektrische Energie der Zukunft? Wie funktionieren Windenergieanlagen? Welchen Beitrag können Elektroautos leisten? Im Anschluss an die Vorträge und Diskussionsrunden können die Jugendlichen selbst praktische Experimente zum Thema Windenergie durchführen.

Die Anmeldung zum Sommercamp geht über: www.faszination-fuer-technik.de. Schüler können sich einzeln oder als Klasse bis Mitte August 2017 für das Sommercamp Elektrotechnik anmelden.

Über das EEHH-Cluster und die Informationskampagne zur WindEnergy 2016

Seit der Gründung 2011 haben sich über 190 Mitgliedsunternehmen und -institutionen aus der Metropolregion Hamburg im Cluster Erneuerbare Energien Hamburg (EEHH-Cluster) zusammengeschlossen. Ziel ist es, in diesem Netzwerk die Kompetenzen der Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Institutionen zu bündeln und die Zusammenarbeit im Bereich der Ernereubaren Energien zu stärken und zu fördern. Ein Schwerpunkt des EEHH-Clusters bildet die Windenergie an Land und See. Vor der weltweit größten und bedeutensten Fachmesse, der WindEnergy 2016 in Hamburg, initiiert das Cluster daher eine Informationskampagne zum Thema Windenergie. Ziel ist es, die Bevölkerung über die Windenergie und die Fortschritte in der Energiewende aufzuklären. Die WindEnergy Hamburg findet vom 27. bis zum 30. September in den Hallen der Hamburg Messe statt. Die internationale Leitmesse für die On- und Offshore-Windbranche bildet den globalen Markt mit der gesamten Wertschöpfungskette ab. Weitere Informationen zum Cluster: www.eehh.de

Neue Studie zeigt Lösung für wetterbedingte Versorgungsengpässe im Stromsystem: Erst Windgas und flexible Langzeitspeicher helfen gegen die "kalte Dunkelflaute"


Hamburg/Berlin (ots) - Die Pläne der Bundesregierung für den Ausbau des Energiesystems reichen nicht aus, um Deutschland künftig bei extremen Wetterlagen sicher mit Strom zu versorgen. Zu diesem Schluss kommt eine neue, vom Ökoenergieanbieter Greenpeace Energy beauftragte Studie des Berliner Analyseinstituts Energy Brainpool. Die Experten haben darin das Phänomen der so genannten "kalten Dunkelflaute" untersucht: Aufgrund von Schwachwind, starker Bewölkung sowie jahreszeitbedingter Dunkelheit über mehrere Tage oder Wochen produzieren Windkraft- und Solaranlagen zu wenig Strom, um die gleichzeitig kältebedingt hohe Nachfrage zu decken. Einen solchen "Stresstest" erlebt das Stromsystem laut der Studie alle zwei Jahre, wenn über jeweils zwei Wochen hinweg kaum Strom aus Wind und Sonne zur Verfügung stehen.

"Die Pläne des Bundeswirtschaftsministeriums reichen nicht aus. Für eine nachhaltige Versorgung braucht das Energiesystem auch nachhaltige technologische Lösungen", sagt Sönke Tangermann, Vorstand bei Greenpeace Energy. Möglich wird dies laut Studie erst durch den Einsatz von speicherbaren, erneuerbaren Gasen: Per Elektrolyse lassen sich Ökostrom-Überschüsse in synthetischen Wasserstoff beziehungsweise Methan verwandeln. Dieses so genannte "Windgas" kann im herkömmlichen Erdgasnetz gespeichert und bei Bedarf durch Gaskraftwerke rückverstromt werden. Um eine komplett erneuerbare Stromversorgung im Jahr 2040 gegen jegliche Wettereinflüsse abzusichern, wären daher laut Studie Gaskraftwerke mit einer installierten Leistung von 67 Gigawatt sowie Elektrolyseure mit einer Gesamtleistung von 42,7 Gigawatt der kostengünstigste Mix in einem dekarbonisierten Stromsystem der Zukunft.

"Ein solches System wäre nicht nur klimaneutral, sondern kann während einer kalten Dunkelflaute die Versorgungssicherheit in Deutschland gewährleisten - und das zu unterm Strich günstigeren Kosten", sagt Sönke Tangermann. Nach den Berechnungen von Energy Brainpool betragen die spezifischen Erzeugungskosten unter Annahme einer weiterhin schnellen Kostenendegression bei Wind- und Solarenergie 5,7 Cent pro Kilowattstunde. Zum Vergleich: Die spezifischen Kosten des heutigen Stromsystems liegen bei 7 Cent je Kilowattstunde, unter Einrechnung nicht eingepreister Umweltschäden sogar bei 14,5 Cent je Kilowattstunde.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte in seinem Strategiepapier "Strom 2030" betont, die Stromversorgung künftig stärker denn je durch Importe aus Nachbarländern abzusichern. Allerdings zeigt die von Greenpeace Energy beauftragte Studie, dass die kalte Dunkelflaute oft große Teile Europas zur selben Zeit betrifft. Benachbarte Staaten haben also gleichzeitig ein ähnliches Versorgungsproblem. "Ein grenzüberschreitender Ausgleichseffekt existiert daher nur sehr bedingt", heißt es in der Studie. Das heißt konkret: Nur ein Teil der bis zu 19 Gigawatt Übertragungskapazität können während einer kalten Dunkelflaute für Stromimporte aus dem Ausland genutzt werden - zu wenig, um den zusätzlichen Bedarf lückenlos zu decken. Der aus Klimaschutzgründen notwendige Ausstieg aus der Braunkohleverstromung vergrößert die Brisanz der Frage nach der Versorgungssicherheit bei einer solchen Wetterlage.

"Bei einer europaweiten Energiewende muss der grenzüberschreitende Stromaustausch in den kommenden Jahren dringend durch weitere Flexibilitätsoptionen ergänzt werden, um Wetterereignisse wie die kalte Dunkelflaute abzufedern", sagt Fabian Huneke von Energy Brainpool. Als Beispiel für einen zurückliegenden Extremfall der kalten Dunkelflaute haben die Studienautoren die zwei Wochen vom 23. Januar bis 6. Februar 2006 identifiziert: Damals lag allein die mittlere Windstromerzeugung bei nur knapp bei einem Viertel im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die verbleibende, nicht durch Wind und Sonne gedeckte Stromnachfrage betrug damals durchschnittlich 72,8 Gigawatt - unter Annahme des Kraftwerkparks 2016. Diese so genannte "Residuallast" musste durch konventionelle Kraftwerke oder den europäischen Stromaustausch gedeckt werden. Auch kurz- und mittelfristige Ausgleichsmöglichkeiten im Stromnetz - etwa Pump- und Batteriespeicher, der Einsatz von Elektroautos oder die Steuerung der Stromnachfrage - gelangen dann an die Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Kurz andauernde Dunkelflauten über zum Beispiel einen Tag treten häufig auf, der Umgang mit ihnen gilt dank verfügbarer Speichertechnologien und Steuerung der Stromnachfrage im Allgemeinen nicht mehr als allzu große Herausforderung.

Hintergrund: In der Studie haben die Analysten von Energy Brainpool die Wetterdaten des Jahres 2006 einerseits mit einem modellierten Stromsystem konfrontiert, das - wie im Ausbaupfad der Bundesregierung geplant - im Jahr 2040 zu 69 Prozent auf erneuerbaren Energien basiert. Daneben berechneten die Experten ein weiteres Szenario für ein Stromsystem, das 2040 komplett auf fossile Energieträger verzichtet. Mit einem zunehmenden Anteil wetterabhängiger Energien im Stromsystem gewinnen Langzeitspeicher an Bedeutung für die Versorgungssicherheit.

Umsätze in der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft 2015 um 3,8 % gesunken

Statistisches Bundesamt

Wiesbaden (ots) - Im Jahr 2015 haben die Unternehmen der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft mit 20 und mehr Beschäftigten einen Umsatz von 565,6 Milliarden Euro erzielt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, war das ein Minus von nominal 3,8 % gegenüber 2014. Damit ist der Umsatz das dritte Jahr in Folge gesunken. Allerdings lag der Umsatz 2015 immer noch um 11,3 % höher als 2011.

Die Entwicklung in den einzelnen Branchen dieses Wirtschaftsabschnitts verlief sehr unterschiedlich. So sanken die Umsätze in der Elektrizitätsversorgung, in der 2015 über 80 % der Gesamtumsätze in der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft erzielt wurden, um 4,4 % gegenüber dem Vorjahr. In der Gasversorgung, die mit einem Anteil von rund 9 % am Gesamtumsatz die zweitstärkste Branche darstellt, sanken die Umsätze um 1,7 %. Den höchsten Umsatzrückgang mit einem Minus von 8,2 % gab es im Bereich Sammlung von Abfällen. Starke Umsatzzuwächse verzeichneten hingegen die Branchen Abfallbehandlung und -beseitigung (+ 14,8 %) und Beseitigung von Umweltverschmutzungen und sonstiger Entsorgung (+ 14,1 %). Zusammen haben beide Branchen einen Anteil von unter 2 % am Gesamtumsatz, sodass diese Zuwächse die allgemeine Umsatzentwicklung nur geringfügig beeinflussten.

Die Zahl der Beschäftigten in der Energie-, Wasser- und Entsorgungswirtschaft ist im Jahr 2015 mit rund 427 000 nahezu konstant geblieben: Gegenüber 2014 sank der Wert lediglich um 0,1 %. Fast jeder zweite Beschäftigte war im Jahr 2015 in der Elektrizitätsversorgung tätig (46 %). In der Gasversorgung arbeiteten 3 % der Beschäftigten. Auf den Bereich Sammlung von Abfällen entfielen 15 % der beschäftigten Personen. Jeder zehnte Beschäftigte war in der Abfallbehandlung und -beseitigung tätig (11 %).

Deutsche Umwelthilfe bewertet Abschlussbericht des VW-Untersuchungsausschusses: Große Koalition stellt sich selbst einen Persilschein aus


Berlin (ots) - Arbeit der Untersuchungskommission brachte wertvolle Erkenntnisse über die Struktur der Fernsteuerung von Behörden und Regierungen durch die Konzernzentralen von BMW, Daimler und Volkswagen - DUH sieht keine Veränderung im "eheähnlichen Verhältnis" zwischen Autokonzernen und der Bundesregierung

Nach einem Jahr Arbeit hat der von der Opposition einberufene Parlamentarische Untersuchungsausschuss "Abgas" im Juni 2017 seinen offiziellen Abschlussbericht vorgelegt. Hierin stellt sich die Große Koalition einen "Persilschein" aus und kommt zum verblüffenden Ergebnis, dass Regierung und Behörden keinerlei Fehler nachgewiesen werden konnten. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) sieht hierin den Beleg, dass selbst der größte Industrieskandal in der Bundesrepublik Deutschland nicht das "eheähnliche Verhältnis" zwischen Autokonzernen und der Bundesregierung erschüttern konnte.

"Hinweise der Deutschen Umwelthilfe seit 2007 auf verbotene Abschalteinrichtungen wurden von der Ausschussmehrheit mit dem Argument negiert, dies seien seinerzeit nur Indizien aber keine "Beweise" gewesen. Auch das von der Weltgesundheitsorganisation WHO, der EU-Kommission und dem Fraunhofer Institut übereinstimmend als gesundheitsschädlich bewertete Dieselabgasgift Stickstoffdioxid sieht die Ausschussmehrheit als unproblematisch an", so Jürgen Resch, Bundesgeschäftsführer der DUH.

Die Große Koalition hielt den Untersuchungsausschuss von Anfang an für überflüssig und betont dies auch in ihrem Bericht. Sie zieht keinerlei Konsequenzen aus den Ergebnissen - kein Wunder, denn die Interpretation der Ergebnisse kommt einer umfassenden Freisprechung von Versäumnissen jedweder Art gleich.

Die amerikanischen Behörden berufen sich bei ihrer Aufklärungsarbeit auf rechtliche Vorgaben, die mit denen der EU nahezu identisch sind. Der wesentliche Unterschied zwischen der US-Umweltbehörde Environmental Protection Agency (EPA) und dem Kraftfahrt-Bundesamt in Deutschland ist das Selbstverständnis der EPA als unabhängige und der Öffentlichkeit verpflichtete Kontrollbehörde und einem Kraftfahrt-Bundesamt, dessen Präsident Emails "Mit industriefreundlichen Grüßen" zeichnet, Abgasprüfungen bei den betroffenen Herstellern durchführen lässt und die Prüfberichte vor Veröffentlichung zur Durchsicht und Korrektur an die Autokonzerne schickt.

Die in Deutschland zuständigen Behörden können nach den Ergebnissen des Ausschusses nicht leugnen, dass sie seit 2007 alle Hinweise auf illegale Praktiken bei Abgasemissionen und Spritverbrauch ignoriert haben. Ihre Ausrede: Man habe ihnen nur Indizien präsentiert, keine 'Beweise'. Mehr noch: Obwohl sie seit zehn Jahren verpflichtet sind, ein wirksames Kontroll- und Sanktionsinstrumentarium zu entwickeln, wurde diese EU-Vorschrift offensichtlich auf Bitten der zu kontrollierenden Industrie bis heute nicht umgesetzt. Die EU-Kommission hat deshalb ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Deutschland eingeleitet.

Dieser Protektionismus geht zulasten der Gesundheit der Bevölkerung. Jedes Jahr sterben in Deutschland nach Erhebungen der Europäischen Umweltagentur 10.610 Menschen vorzeitig an den Folgen des Dieselabgasgiftes Stickstoffdioxid (NO2). Die Ausschuss-Mitglieder der Großen Koalition leugnen, dass diese Stickoxide krankmachen und bezeichnen NO2 als gesundheitlich nicht relevant. Die derzeitigen gravierenden Überschreitungen des NO2-Grenzwertes in praktisch allen größeren Städten an verkehrsnahen Messstellen werden mit der Aussage bagatellisiert, diese hätten "relativ wenig Aussagekraft". Diese Aussage trifft die Koalition in einem Moment, in dem das laufende EU-Vertragsverletzungsverfahren aufgrund eben dieser seit Jahren anhaltenden Überschreitungen kurz davorsteht, als Klage der EU-Kommission gegen Deutschland vor den Europäischen Gerichtshof verhandelt zu werden. Und wenige Monate, bevor zum Jahresbeginn 2018 in München, Stuttgart, Hamburg, Düsseldorf, Köln und vielen weiteren Städten Diesel-Fahrverbote ausgesprochen werden.

Die Abgasmessungen der DUH im Rahmen ihres Emissions-Kontroll-Instituts (EKI) zeigen, dass nach wie vor viele Euro 6 Diesel-Pkw mit massiv erhöhten Schadstoffemissionen verkauft werden. Nur wenige Modelle zeigen auf der Straße dasselbe korrekte Abgasverhalten wie im Prüflabor. Diese Fahrzeuge werden in den kommenden Jahren weiter unsere Atemluft verpesten.

"Solange die Industrie darauf verzichtet, nur noch Fahrzeuge zu verkaufen, die die Grenzwerte auch auf der Straße einhalten, müssen die Städte mit Einfahrverboten für Dieselfahrzeuge antworten. Dass die Politik auf knapp hundert Seiten von diesem Regierungsversagen ablenkt, komplex formulierte Ausreden sucht und darauf verzichtet, die Industrie in die Pflicht zu nehmen, alle ausgelieferten Euro 5 und Euro 6 Diesel so nachzubessern, dass sie auf der Straße den aktuellen Grenzwert von 80 mg NOx/km unterschreiten, zeigt zudem auf, wer in dieser eheähnlichen Beziehung die Hosen anhat", so Resch.

Triodos Bank und Grünkauf starten mit erster Kreditkarte aus Biokunststoff in Deutschland

Triodos Bank
Frankfurt am Main (ots) - Als bundesweit erste Bank nutzt die Triodos Bank für ihre "GrünCard Plus MasterCard" zukünftig Kreditkarten aus Biokunststoff. Diese neue Generation von Kreditkarten aus Polymilchsäure (PLA) wird nicht aus fossilen sondern aus nachwachsenden Rohstoffen hergestellt.

Dazu erklärt Georg Schürmann, Geschäftsleiter der Triodos Bank in Deutschland: "Mit der PLA-Kreditkarte zeigen wir, dass aus endlichen, fossilen Rohstoffen erzeugte Kunststoffe in vielen Bereichen unseres Lebens ersetzt werden können. Wir wollen damit einen Impuls für ein nachhaltiges, Ressourcen schonendes Konsumverhalten geben. Über 130 Millionen herausgegebene Kredit- und Girokarten aus fossilen Kunststoffen allein in Deutschland zeigen, wie groß der Ressourcenverbrauch allein in diesem Bereich ist. Würde man alle Karten aneinander legen, ergäbe das eine Strecke von über 11.000 Kilometern, was etwa der Entfernung vom Nordkap bis Kapstadt entspricht."

Für die Einführung der neuen Kreditkarte hat Europas führende Nachhaltigkeitsbank bewusst ihre "GrünCardPlus MasterCard" gewählt, die sie gemeinsam mit dem nachhaltigen Bonussystem Grünkauf anbietet. Die "GrünCardPlus MasterCard" bietet die Vorteile herkömmlicher Kreditkarten, fördert aber gleichzeitig nachhaltigen und bewussten Konsum: Durch das Bonussystem werden bei jedem Einkauf Punkte gesammelt, die für weitere Einkäufe genutzt oder auch für soziale und ökologische Projekte gespendet werden können. Der Einkauf bei einem der über 60 nachhaltigen Grünkauf-Partner wird sogar mit doppelter Punktzahl belohnt.

Verwendung von Biokunststoffen als erster Schritt

Die Karten aus PLA werden aus pflanzlichen Rohstoffen, hauptsächlich aus Mais, hergestellt. Dies hat zwei große Vorteile: Endliche, fossile Ressourcen werden geschont und der Ausstoß von Treibhausgasen bei der Produktion von PLA ist um rund 80 Prozent geringer als bei der Herstellung von konventionellen Kunststoffarten. Dazu Georg Schürmann: "Uns ist durchaus bewusst, dass es bei der Entwicklung von Biokunststoffen noch Luft nach oben gibt. Ideal wäre es zum Beispiel, wenn sie künftig aus biologischen Abfallprodukten hergestellt werden könnten, um keine Anbauflächen dafür verwenden zu müssen. Uns ist es wichtig, den Verbrauch von fossilen Rohstoffen zu reduzieren. Die Grünkauf Kreditkarte aus PLA ist für uns daher ein erster Schritt in die richtige Richtung."

Andreas Buchner, Geschäftsführer der Grünkauf System GmbH: "Nachdem wir bei unserer GrünCard-Mitgliedskarte vor einigen Jahren mit einer PLA-Karte gestartet sind, freuen wir uns, unsere Erfahrungen in diesem Bereich nun auch für die GrünCardPlus MasterCard einbringen zu können. Bei unserer Mitgliedskarte, für die allerdings geringere technische Anforderungen gelten als für Kreditkarten, haben wir mittlerweile sogar auf FSC-zertifiziertes Durchforstungsholz als Rohstoff umgestellt."

Grünkauf

Gegründet 2007 startete Grünkauf operativ 2012 und ist mittlerweile eines der größten deutschsprachigen Nachhaltigkeitsnetzwerke. Mit dem Bonussystem werden VerbraucherInnen für nachhaltigen und bewussten Konsum belohnt. Vielseitige branchenübergreifende Informationen rund um den nachhaltigen Markt bieten Orientierung und unterstützen in dem Bestreben nach einem nachhaltigeren Leben. Unter den über 60 Partnern befinden sich Unternehmen, die sich bereits seit Jahrzehnten einer sozialen und ökologischen Verantwortung verschrieben haben und damit zu den absoluten Vorreitern ihrer Branche gehören. Sie bereichern das Grünkauf-Angebot nicht nur mit nachhaltigen Produkten und Dienstleistungen, sondern auch mit langjähriger Erfahrung und großem Vertrauen in ein qualitätsbewusstes und nachhaltiges Leben. Zu ihnen gehören die memo AG, die Deutsche Bahn, die Triodos Bank oder die BKK advita. Weitere Informationen unter www.gruenkauf.de und www.gruenkauf.at.

Triodos Bank

Die Triodos Bank N.V. (www.triodos.de) ist Europas führende Nachhaltigkeitsbank. Gegründet 1980, hat sie mittlerweile über 652.000 Kunden, die sich darauf verlassen können, dass die Triodos Bank ausschließlich Unternehmen, Institutionen und Projekte finanziert, die zum Wohl von Mensch und Umwelt beitragen. Sie kommen beispielsweise aus den Bereichen Erneuerbare Energien, Ökolandbau, Bildung, Altenpflege und nachhaltige Immobilien. Die Triodos Bank, Triodos Investment Management und Triodos Private Banking weisen gemeinsam ein Geschäftsvolumen von 13,5 Milliarden Euro aus. Die Fonds von Triodos Investment Management investieren anhand des Socially Responsible Investment (SRI)-Ansatzes. Die Triodos Bank beschäftigt über 1.250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in sechs Ländern in Europa: in den Niederlanden, Belgien, Großbritannien, Spanien, Deutschland und Frankreich. Die Triodos Bank ist einer der Gründer der Global Alliance for Banking on Values (www.gabv.org), eines internationalen Netzwerks von führenden Nachhaltigkeitsbanken. 2016 erhielt die Triodos Bank die Auszeichnung des Handelsblatts "Beste Geschäftskundenbank". Sie wurde 2017 außerdem von ihren Kunden auf dem Portal BankingCheck.de zur "Besten Direktbank" und zum 2. Mal in Folge zur "Besten nachhaltigen Bank" gewählt.

29. Juni 2017

Angela Merkel: Ja zur Ehe für alle nicht aus Überzeugung - SPIEGEL ONLINE

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Angela Merkel hat bei der Ehe für alle keine Kehrtwende gemacht, sondern ist nur einen Schritt zur Seite gegangen: aus dem Weg. Ihr Pragmatismus ist respektlos gegenüber dem Wähler.
Ein Gastbeitrag von Stefan Niggemeier
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