2. Mai 2026

▶︎ Piano Forte | Elliott Sharp

▶︎ Piano Forte | Elliott Sharp


Diese Sammlung von Kompositionen, die sich mit der Physik mehrerer, hochgespannter Saiten auseinandersetzen, markiert die Rückkehr zum Klavier. Der Titel „Piano Forte“ verweist natürlich auf die Taktarten leise und laut, ist aber auch eine Hommage an den Vorläufer des modernen Klaviers, das „Cimbalo di Cipresso di Piano e Forte“, das Ende des 18. Jahrhunderts von Bartolomeo Cristofori aus Padua, einem bekannten Cembalobauer, erfunden wurde. Später zu Pianoforte und schließlich zu Piano verkürzt, ermöglichte dieses revolutionäre Instrument die Kontrolle von Lautstärke und Anschlag mithilfe der Pedale sowie einen unvergleichlichen Tonumfang.

Meine eigene, wechselvolle Geschichte mit dem Klavier begann mit Klavierunterricht in der Kindheit und führte zu meinem ersten Auftritt überhaupt: Mit sieben Jahren spielte ich Liszts Ungarische Rhapsodie Nr. 2 in der Carnegie Recital Hall im Rahmen eines Konzerts der Schüler von Joan Mayer, einer strengen und humorlosen Pädagogin. Obwohl ich die Musik und den Klang des Klaviers liebte, empfand ich den Unterricht und die Übungsdisziplin als sehr belastend und entwickelte Asthma, das mich beinahe das Leben kostete. Nach einem Krankenhausaufenthalt spielte das Klavier bis 1985 keine Rolle mehr in meinem Leben, bis ich es wiederentdeckte (wie in meinem Buch „IrRational Music“ und im Begleittext zum Album „K!L!A!V!“ beschrieben). Auf dieser Platte war auch meine Interpretation der Komposition „Mapping“ am Klavier zu hören, die eher klanglich als pianistisch angelegt ist. Das Klavier spielte anschließend eine immer wichtigere Rolle in Orchesterwerken wie „Calling“ und „On Corlear’s …“ . 


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