| „Geldwäsche-FBI
geht anders! Das Finanzministerium ist offenbar nicht gewillt, bei der
Bekämpfung von Geldwäsche und Terrorfinanzierung aufzuräumen. Sollten
die Unwahrheiten nicht gerade gerückt und die Missstände bei der
Financial Intelligence Unit (FIU) des Zolls nicht abgestellt werden,
werden FDP, LINKE und Grüne über das ganze Besteck der parlamentarischen
Aufklärung beraten müssen“, kommentiert der stellvertretende
Vorsitzende und finanzpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE, Fabio
De Masi, die jüngsten Enthüllungen von Tagesschau und Süddeutscher
Zeitung über den Verzicht auf eine unabhängige Prüfung der FIU und die
Debatte um einen Untersuchungsausschuss. De Masi, der den Rückstau bei
der Bearbeitung von Geldwäscheverdachtsmeldungen sowie die Versäumnisse
beim Einfrieren mutmaßlicher Terrorgelder durch parlamentarische
Anfragen aufdeckte, weiter: „Das Finanzministerium hat den Bundestag mehrfach getäuscht. Die Aussagen des Ministeriums, der Rückstau bei den Geldwäscheverdachtsmeldungen sei abgearbeitet, sowie es sei in keinen Fällen versäumt worden, potentielle Terrorgelder einzufrieren, war nachweislich falsch. Nun entpuppt sich auch die vom Finanzministerium zugesagte unabhängige Prüfung der FIU als falsch, da der Zoll seine eigene Behörde begutachten soll. Sollte der Finanzminister im Finanzausschuss keine Abhilfe schaffen und die offensichtlichen Unwahrheiten nicht gerade rücken, wird der Bundestag die Aufklärung notfalls selbst in die Hand nehmen müssen.“ |
20. September 2018
Geldwäsche Chaos - Bundestag muss Aufklärung notfalls erzwingen
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