„Die
Bundesregierung verhindert verbindliche Menschenrechtspflichten für
Konzerne. Sie torpediert gezielt ein UN-Abkommen, welches Unternehmen
auch für ihre Aktivitäten entlang globaler Lieferketten verantwortlich
machen soll. Damit schlagen sich Union und SPD auf die Seite von
kriminellen Unternehmen, statt sich für Opfer von
Menschenrechtsverletzungen einzusetzen“, sagt Michel Brandt, Obmann der
Fraktion DIE LINKE im Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe,
anlässlich des heutigen Treffens der EU Gruppe "Menschenrechte"
(COHOM). Brandt weiter:
"Die Bundesregierung darf nicht
länger Wirtschaftsinteressen über ihre menschenrechtlichen Pflichten
stellen. Um rechtliche Schlupflöcher für Unternehmen zu schließen,
bedarf es verbindlicher Regeln auf völkerrechtlicher Ebene. DIE LINKE
fordert die Bundesregierung auf, die Arbeit der UN-Arbeitsgruppe zur
Schaffung eines Abkommens für verbindliche Menschenrechtspflichten für
Konzerne zu unterstützen statt zu behindern. Menschenrechtsverletzungen
durch deutsche Unternehmen, wie beim Einsturz der Textilfabrik im
indischen Rana Plaza oder dem Massaker an streikenden Bergarbeitern im
südafrikanischen Marikana, dürfen sich nicht wiederholen."
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