„Kommissionpräsident
Juncker knickt vor Orban und der nationalistischen Rechten ein, wenn er
nun Abschottung als Beitrag zur Solidarität deklariert“, erklärt Andrej
Hunko, europapolitischer Sprecher der Fraktion DIE LINKE, zu
entsprechenden Äußerungen von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker
beim EU-Gipfel in Salzburg. Hunko weiter:
„Die Aufrüstung
der Außengrenzen der EU wird den grundlegenden Konflikt nicht lösen.
Diese Politik wird die Migration nicht stoppen, aber weiter
Menschenleben kosten und das von der Rechten konstruierte Bild einer
angeblichen Migrationskrise noch bestätigen. Italiens Innenminister
Salvini wird auch in Zukunft aus kleinen, aus dem Meer geretteten
Migrantengruppen eine Krise der gesamten EU konstruieren können.
Wer
sich so auf die Europawahl vorbereitet, betreibt Wahlkampf für die
nationalistischen Rechten in der ganzen EU. Statt auf Lager in Ägypten
und Libyen und auf Aufrüstung zu setzen, müssen endlich Fluchtursachen
bekämpft werden. Statt Frontex aufzurüsten, muss die EU endlich den
Wiederaufbau in Syrien unterstützen. Mindestens sechs Millionen Menschen
in den Nachbarländern Syriens brauchen jetzt eine konkrete Perspektive
für die Rückkehr.“
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