„Wir brauchen in Deutschland endlich
ein Strafrecht für Unternehmen bzw. eine strengere Managerhaftung“,
kommentiert Fabio De Masi (DIE LINKE) die im Zusammenhang mit den Panama
Papers erfolgten Durchsuchungen von Niederlassungen der Commerzbank
sowie die Beschlagnahmung von zwei Millionen Euro durch einen
Siemens-Manager veruntreuter Gelder. Der künftige Bundestagsabgeordnete
und bisherige stellvertretende Vorsitzende des Panama Papers
Untersuchungsausschusses des Europäischen Parlaments weiter:
„Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) verhängt
immer wieder sehr milde Geldbußen bei Geldhilfe und Beihilfe zur
Steuerhinterziehung. Staatsanwaltschaften kapitulieren regelmäßig vor
den Winkeladvokaten der Gangster in Nadelstreifen.
Es ist überdies ein Skandal, dass die Commerzbank einst mit
Steuergeldern in einer Höhe, die ihren Marktwert weit überstiegen,
‚gerettet‘ wurde, aber die Bundesregierung bewusst keinen Einfluss auf
die Unternehmenspolitik nahm. Die Bank warb in Prospekten munter für
Geschäfte in Steueroasen.
Schwere Steuervergehen müssen bei der Reform der Geldwäschegesetze
endlich in den Vortatenkatalog aufgenommen werden. Banken, die
wiederholt Beihilfe zu Steuerhinterziehung leisten, ist die
Geschäftslizenz zu entziehen.“
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