„Die Mini-Erhöhung des
Hartz-IV-Satzes durch die Große Koalition zementiert die Armut von
Millionen Menschen und Familien. Die prozentuale Erhöhung liegt unter
der Preissteigerung für Lebensmittel in diesem Jahr. Mit dieser
Entscheidung werden auch weiterhin Millionen Kinder dazu verdammt, in
Armut aufzuwachsen. Nötig wäre mindestens eine Grundsicherung in Höhe
von 556 Euro monatlich, so wie es auch der Wohlfahrtsverband Diakonie
fordert“, kommentiert Sahra Wagenknecht die vom Bundeskabinett
beschlossene Erhöhung des ALG-II Regelsatzes auf 416 Euro im Jahr 2018.
Die Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE und Spitzenkandidatin für die
Bundestagswahl weiter:
„Das von CDU/CSU bis zur SPD gefeierte Hartz-IV ist und bleibt Armut
per Gesetz. Wir wollen keine menschenunwürdige Zwangsmühle, die
Lohndumping befördert, indem sie Erwerbslose in Billigjobs und
Leiharbeit zwingt. Stattdessen brauchen wir gute Arbeitsplätze für alle.
Außerdem muss das Arbeitslosengeld I deutlich länger gezahlt werden,
denn es ist und bleibt ein Skandal, dass Menschen, die viele Jahre in
die Arbeitslosenversicherung eingezahlt haben, bereits nach einem Jahr
in Hartz IV landen.“
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