„In der Bundesregierung wird offenbar
erst gehandelt und dann nachgedacht. Der Eindruck drängt sich auf, wenn
Bundesjustizminister Maas die Lücken bei der Terrorabwehr im Fall Amri
mit seinem Kollegen de Maizière zunächst vorgeblich stopft und danach
erst aufarbeitet“, erklärt Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der
Fraktion DIE LINKE. Korte weiter:
„Maas und sein Innenministerkollege de Maizière haben mit ihren
Anti-Terror-Maßnahmen offenbar lieber ins Blaue geschossen, als auf
lästige Analysen und Erkenntnisse zu warten. Wenn der Kampf gegen den
Terror tatsächlich politisch und gesellschaftlich gewonnen werden soll,
muss es um die besten Lösungen, um fundierte Analysen und einen
Austausch über die besten Ideen gehen statt darum, mit schnell
zusammengezimmerten Maßnahmen um jeden Preis Handlungsfähigkeit zu
simulieren. Mehr Sicherheit erreicht man so nicht. Stattdessen brauchen
wir eine ernsthafte Diskussion über eine neue Sicherheitsarchitektur der
Bundesrepublik unter Einbeziehung aller Fraktionen, gesellschaftlicher
Akteure und Experten aller Ressorts.“
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