„Entwicklungsländern Finanzmittel zu
streichen, weil sie abgelehnte Asylbewerber nicht wie gewünscht
zurücknehmen, widerspricht eklatant dem Grundgedanken der
Entwicklungszusammenarbeit. Diesbezügliche Forderungen von Gabriel, Maas
und de Maizière sind ein billiger Versuch, sich als harte Hunde zu
profilieren“, erklärt Niema Movassat, Entwicklungsexperte der Fraktion
DIE LINKE. Movassat weiter:
„Entwicklungszusammenarbeit ist keine Wohltätigkeitsveranstaltung,
sondern soll ein Mindestmaß an Wiedergutmachung für historisches Unrecht
und heutige, unfaire Handelsbedingungen gewährleisten. Sie nach
Gutsherrenart aufzukündigen, zeugt von postkolonialer Arroganz. Kürzt
man die Entwicklungsgelder, verringern sich die Perspektiven in den
Ländern des Südens. Dies treibt noch mehr Menschen in die Flucht. Wer
Entwicklungsgelder kürzt, schafft neue Fluchtursachen. Die populistische
Forderung von Gabriel, Maas und de Maizière bedient zwar die aktuelle
Stimmung nach hartem Durchgreifen, ist aber völlig unsinnig.
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