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27. Januar 2017

Weltuntergangsuhr vorgestellt: 30 Sekunden näher am Weltuntergang


Nach der Wahl von Donald Trump als neuem US-Präsident haben die
Wissenschaftler der „Bulletin of Atomic Scientists“ (BAS) entschieden:
Die Gefahr eines Weltuntergangs ist gestiegen, vor allem aufgrund von
Atomwaffen und dem Klimawandel. Seit Anfang 2015 stand die so genannte
Weltuntergangsuhr (englisch: Doomsday Clock) bei drei Minuten vor Zwölf.
Diese Uhr soll zeigen, wie nah die Welt am Abgrund steht. Nun wurde der
Zeiger der Uhr auf 2 ½ Minuten vor 12 vorgerückt. Das erste Mal seit 64
Jahren, dass die Uhr so nah an Mitternacht steht.

Die IPPNW teilt die Einschätzung, die Uhr vorzurücken, und äußert
große Besorgnis, dass die globalen Bedrohungen weiter gestiegen sind. Die
Ärzteorganisation fordert den neuen Außenminister Sigmar Gabriel auf,
sich dringend für ein Atomwaffenverbot stark zu machen.

Als Begründung für ihre Entscheidung nennen die Wissenschaftler der
"Bulletin of Atomic Scientists", dass der neue US-Präsident aufgrund
seiner Äußerungen über eine Aufrüstung, den Einsatz und die
Verbreitung von Atomwaffen, eine bereits instabile Lage verschlimmert
habe. Hinzu komme seine Ablehnung des wissenschaftlichen Konsenses zum
Klimawandel. Zum anderen bewerten sie den weltweiten Aufstieg des
Nationalismus im letzten Jahr als weitere Bedrohung.

Xanthe Hall, Abrüstungsexpertin der IPPNW, erklärt: „Langsam wachen die
Menschen aus ihrem Dornröschenschlaf auf und erkennen, dass die
Atomwaffen uns nach wie vor bedrohen. Wenn jemand wie Donald Trump die
Macht hat, 4.000 Atomwaffen einzusetzen, verunsichert dieses Wissen viele
Menschen. Wir spüren eine neue Angst. Es ist jedoch nicht zu spät zu
Handeln. Bereits im März beginnt die Mehrheit der Staaten weltweit
Verhandlungen über ein Atomwaffenverbot. Wir fordern Deutschland auf,
diese Initiative zu unterstützen.“

Die IPPNW sieht ein Atomwaffenverbot als einen wichtigen Schritt, um die
Abrüstung wieder in Gang zu bringen. „Wie damals der
Atomwaffensperrvertrag die Verbreitung von Atomwaffen stark eingegrenzt
hat, so hoffe ich, dass ein Atomwaffenverbot als völkerrechtliche Norm
eine neue Aufrüstungswelle verhindert. Rund 130 Staaten, die weltweit die
Atomwaffen genauso ächten wollen, wie biologische und chemische Waffen,
stehen 38 Staaten gegenüber, die sich weiterhin an diesen Waffen klammern
– darunter auch die deutsche Bundesregierung. Ein Atomwaffenverbot
würde einen globalen Paradigmenwechsel in der Sicherheitspolitik
darstellen,“ so Hall weiter.

Die IPPNW wird gemeinsam mit der Internationalen Kampagne für die
Abschaffung von Atomwaffen (kurz: ICAN) den Verbotsprozess, der am 27.
März 2017 in New York beginnt, mit vielen Aktionen begleiten.
Kontakt: Angelika Wilmen, Pressesprecherin Internationale Ärzte für die
Verhütung des Atomkrieges/Ärzte in sozialer Verantwortung, Tel. 030 /
698074 -15, Email: wilmen@ippnw.de, Xanthe Hall,
IPPNW-Abrüstungsexpertin, Tel. 030 7 698074 -12, Email: xanthe@ippnw.de
(Link: xanthe@ippnw.de ) ,www.ippnw.de (Link:
http://www.ippnw.de )

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