Wenn
Kinder in Ganztagsschulen heute drei von fünf Mahlzeiten in der Schule
einnehmen, können gesunde Ernährung und Genuss nicht nur in den Familien
erlernt werden. Ernährungskompetenz muss auch in den öffentlichen Bildungs- und
Erziehungseinrichtungen vermittelt werden. Ernährungsbildung ist eine wichtige
Querschnittsaufgabe, die in unterschiedlichen Fächern und auch im schulischen
Raum außerhalb des Fachunterrichts Einzug finden muss.
Ernährungsbildung
ist eine gemeinsame Aufgabe von Familie und Schule. Sie führt zu einem
genussvollen und gesundheitsförderndem Essverhalten und zu einem souveränen
Umgang mit dem eigenen Körper. Kinder und Jugendliche können so ein Bewusstsein
für lokale und globale Auswirkungen ihres Lebens- und Konsumstils
entwickeln.
Ernährungskompetenz
entsteht, wenn gute Ernährungsbildung auf gesundheitsförderliche Strukturen
trifft.
Für
die Schulen bedeutet dies ein gutes, ausgewogenes Schulverpflegungsangebot.
Dieses muss durch ein fächerübergreifendes und altersgerecht vermitteltes
Ernährungswissen begleitet werden, das auch Aspekte der Landwirtschaft und
Tierhaltung sowie der Lebensmittelkunde umfasst.
Die
Ausstattung von Schulen mit Schulgärten ist dabei genauso sinnvoll wie die
Kooperation mit der örtlichen Landwirtschaft und dem Lebensmittelhandwerk.
Schulküchen sollten in den gebundenen Ganztagsunterricht stärker einbezogen
werden. Dabei muss die Ernährungsbildung frei von Einflüssen und Werbung für
bestimmte Produkte sein.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
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