Klimaforschung
ist elementar für künftige Generationen. Sie braucht daher eine breitere und
beherztere Unterstützung der Bundesregierung. Wissenslücken über steigende
Risiken, Schadensausmaß und Lösungsstrategien müssen geschlossen werden.
Forschungsdefizite bei kleinräumigen, lokalen und regionalen Klimakrisenfolgen
können wir uns nicht erlauben. Die Effekte zunehmender Urbanisierung und
intensiver Landwirtschaft auf das Klimasystem gehören gründlicher erforscht.
Heutige
und künftige fatale Folgen der Klimakrise, wie gehäufte Extremwetterlagen,
zeigen, wie überlebenswichtig Klimaschutz für die Menschheit ist. Verbal haben
Frau Merkel und die G7-Staatschefs dies erkannt, konkrete Maßnahmen sind sie
aber einmal mehr schuldig geblieben. Um die Wissensbasis zu verbreitern,
Vorhersagegenauigkeit zu stärken und Handlungsoptionen zu erweitern, ist der
systematische Ausbau und die engere Vernetzung der Klimaforschung erforderlich
– national und global. Umfassende Risikoabschätzung ermöglicht, frühzeitiger
auf Gefahren zu reagieren und klimafreundliche Innovationen zu entwickeln.
Deutschland
kann auf ein breites Spektrum renommierter Klimaforschungsinstitute und eine
dichte Landschaft universitärer und außeruniversitärer Forschung zurückgreifen.
Deren Vernetzung und die engere Einbindung der Zivilgesellschaft müssen
allerdings stärker gefördert werden. Die notwendige gesellschaftliche und
wirtschaftliche Transformation lässt sich nicht allein naturwissenschaftlich
angehen. Mehr interdisziplinäre Forschung zusammen mit den Sozialwissenschaften
ist deshalb dringend erforderlich, um zentrale Nachhaltigkeitsziele zu
erreichen. Ebenso wie das DKK halten wir eine Verbesserung der Datenlage zur
Klimaprojektion für wichtig. Dazu würden eine modernere IT-Infrastruktur, eine
„nationale Modellierungsstrategie“ und eine bessere globale Zusammenarbeit
beitragen.
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN
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