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Auf der Suche nach mir selbst
Da durchquerte ich die Welt
Doch von Paris bis Singapur
Fand ich von mir keine Spur
Ich ging Wanderschuhe kaufen
Bin den Jakobsweg gelaufen
Knie schmerzten, mir war kalt
Gottverlassen in nem Wald
Hab die Wohnung aufgeräumt
Bei nem Liebesfilm geweint
Und saß so lange an der Bar
Bis ich mit ihr verschmolzen war
Hab optimiert und hart trainiert
Ich hab alles ausprobiert
Doch das änderte nichts dran
Bei mir selbst kam ich nie an
Denn egal, wo ich auch bin
Ich hab immer das Gefühl, hier gehöre ich nicht hin
Und die meisten meiner Freunde haben dasselbe Problem
Das ist irgendwie schön
Zusammen ist das irgendwie schön
Hab das Sockenloch genäht
Hab ein Tabakdampfgerät
Ausprobiert, doch nicht für gut
Befunden, es gab keine Glut
Als ich arbeitsloser Punk
War, da machte mich das krank
Jetzt habe ich zwar Renommee
Aber vermiss meine WG
Fühl mich nirgendwo daheim
Wo ich bin, will ich nicht sein
Erst im Blick darauf zurück
Da bemerke ich mein Glück
Wenn ich keine Therapie
Machen würde, würde ich die
Mir ja selber auch empfehlen
Aber da geh ich schon hin
Doch egal, wo ich auch bin...
Wer mit sich selbst im Reinen ist
Der ist ganz bestimmt verrückt
Wer inneren Frieden spürt
Hat einfach resigniert
Wer verzweifelt und zerbricht
Ja, der ist aus meiner Sicht
Noch gesünder im Gehirn
Als jene, die funktionieren
Wer an diesem schlechten Ort
Heimat findet, ist verloren
Wer sein Land liebt, der weiß nicht
Was die Liebe wirklich ist
Ich such lieber lebenslang
Und komm nirgends richtig an
Guck für immer in die Fern
Als hier dazuzugehören
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