Die deutsche Bundesregierung will, dass Wölfe wieder gejagt und abgeschossen werden – und das, obwohl die Risszahlen von Schafen & Co. bundesweit sinken. Damit droht dem Wolf eine Ausrottung – doch noch können wir den Gesetzesvorschlag stoppen.
Wenn Wölfe wie geplant ins Bundesjagdgesetz aufgenommen werden, können Wölfe zu „Problemwölfen” deklariert und ohne viel Umschweife bejagt werden. Dabei können Abschüsse ganze Wolfsrudel zerstören und Risse und Schäden sogar erhöhen. Es ist längst nachgewiesen, dass wirksamer Herdenschutz das beste Mittel gegen Wolfsrisse ist.
Jetzt liegt der Ball beim Bundesrat, der bis Ende des Monats über das Gesetz abstimmen muss. Wenn wir jetzt den Entscheidenden klar machen, dass die beliebige Bejagung des Wolfs keine Probleme löst, können wir es stoppen.
Machen Sie bei unserer Eilpetition an den Bundesrat mit: Keine Wolfsjagd in Deutschland!
Es hat Jahrzehnte gekostet, Wölfe wieder in Deutschland anzusiedeln. Sie jetzt wieder dem Abschuss freizugeben, wo es endlich stabile und gesunde Populationen in fast allen Bundesländern gibt, ist nicht nur vollkommen idiotisch, sondern rechtswidrig: denn mit dem neuen Gesetz könnten Wölfe im Widerspruch zur europäischen FFH-Richtlinie ausgerottet werden – und das selbst dann, wenn ihr Erhaltungszustand als ungünstig gilt.
Die Bundesregierung und Unterstützende des Gesetzes argumentieren damit, Weidetiere wie Schafe vor Wölfen zu schützen – zumindest dort, wo es wieder mehr Wölfe gibt. Dabei sind die Risszahlen von Schafen in den vergangenen Jahren zurückgegangen, obwohl es mehr Wölfe gibt als zuvor. Das Einzige, das Weidetiere dauerhaft schützt, sind präventive Schutzmethoden wie Elektrozäune, Herdenschutzhunde oder Behirtung. Machen wir es den Entscheidungstragenden klar!
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