„Einem
aktuellen UN-Bericht zufolge stirbt alle fünf Sekunden ein Kind. Viele
der Todesfälle könnten mit einfachen Mitteln wie Medikamenten und Zugang
zu sauberem Wasser verhindert werden“, sagt Zaklin Nastic,
menschenrechtspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Nastic
weiter:
„Dass Millionen Kinder ihren fünften Geburtstag
nicht erleben, ist die Folge perverser und menschenverachtender
Entscheidungen der Politik. Wer menschenrechtliche Standards den
Profitinteressen von Großkonzernen wie Nestlé zum Fraß vorwirft, trägt
eine Mitschuld am Tod dieser Kinder.
Ich nehme zwar zur Kenntnis,
dass die weltweite Kindersterblichkeit sinkt, aber wenn prognostiziert
wird, dass zwischen heute und dem Jahr 2030 weitere 56 Millionen Kinder
sterben, dann ist das doch kein Erfolg. Auch die deutsche
Bundesregierung trägt eine Verantwortung. Anstatt immer mehr Geld in
Kriege und Rüstung zu stecken und durch steigende Rüstungsexporte die
Welt mit Waffen zu überschwemmen, muss die Bundesregierung endlich ihre
Zusagen im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit einhalten. Solange
dieses Missverhältnis bestehen bleibt, ist das Reden von Bekämpfung von
Fluchtursachen und Menschenrechten eine reine Floskel.“
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