„Wie
lange will sich das CSU-geführte Verkehrsministerium noch zum
Erfüllungsgehilfen der kriminell agierenden Autokonzerne machen? Mit
seinem Umstiegsprämien-Vorschlag zeigt der Verkehrsminister erneut, dass
er die Interessen der Autoindustrie vertritt. Statt die Hersteller
endlich zu Hardware-Nachrüstungen zu verpflichten, unterbreitet Scheuer
Vorschläge, wie die Absatzzahlen angekurbelt werden können. Das ist
Augenwischerei. Fahrverbote können mit einer solchen Umstiegsprämie
nicht verhindert werden“, erklärt Ingrid Remmers, verkehrspolitische
Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Bundestag. Remmers weiter:
„Der
Dieselskandal jährt sich morgen zum 3. Mal. Seit exakt 36 Monaten gärt
der Abgasskandal. Was als Skandal bei VW begann, umfasst mittlerweile
den gesamten Industriezweig. Immer neue Enthüllungen über Manipulationen
zeigen, dass der Betrug an Kundinnen und Kunden sich innerhalb der
Autobranche zu einem Geschäftsmodell etabliert hat. Dabei konnte und
kann sich die Automobilindustrie auf die Rückendeckung der
Bundesregierung verlassen. Die Bilanz der Bundesregierung in Bezug auf
den Abgasskandal ist verheerend: Obwohl die Konzerne wissentlich und
vorsätzlich manipulieren, verzichten Union und SPD darauf, die
gesetzlich vorgeschriebenen Bußgelder zu verhängen.
Stattdessen
werden Probleme auf Probleme geschichtet: In über 60 Innenstädten drohen
Fahrverbote, weil giftige Dieselabgase die Luft verschmutzen. Die
verkehrsbedingten Stickoxidemissionen führen jährlich zu 6.000
vorzeitigen Todesfällen und über eine Million Erkrankungen. Zudem müssen
Fahrzeughalterinnen und –halter einen starken materiellen Werteverfall
ihrer Dieselfahrzeuge hinnehmen, die von der Industrie als sauber
angepriesen wurden. Ausbaden müssen es nicht die Konzerne, sondern die
Bürgerinnen und Bürger. Solange sich das Verkehrsministerium zum Büttel
der Autoindustrie macht, wird der Abgasskandal uns auch die nächsten
Jahre begleiten."
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