„Auch wenn der neue Welthunger-Index
eine leichte Verbesserung seit dem Jahr 2000 aufzeigt, ist die Lage
besorgniserregend, weil die absoluten Zahlen der Hungernden zuletzt
wieder gestiegen sind und viele Krisen weiter eskalieren“, erklärt Heike
Hänsel, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE. Hänsel
weiter:
„Die absolute Zahl der Hungernden ist seit dem Jahr 2015 nach Angaben
der FAO wieder auf 815 Millionen Menschen gestiegen. Viele Krisen und
Kriege, etwa in der Zentralafrikanischen Republik, im Südsudan, in
Nigeria und Somalia sowie im Jemen dauern an. Es ist daher davon
auszugehen, dass sich die humanitäre Katastrophe weiter zuspitzt. DIE
LINKE fordert daher nachdrücklich politische Lösungen, etwa im Jemen
oder in Syrien, wo Berlin mit logistischer und finanzieller
Unterstützung gezielt Einfluss auf den Kriegsverlauf nimmt. Die
Bundesregierung muss zudem dringend Rüstungsexporte stoppen, vor allem
nach Saudi-Arabien, dessen Regime die völkerrechtswidrige Seeblockade
gegen den Jemen aufrechterhält. Hier schaut die Bundesregierung weg und
verweigert eine klare, kritische Haltung. Die Welthungerhilfe weist zu
Recht darauf hin, dass die soziale Ungleichheit einer der
hauptsächlichen Gründe für Hunger ist. Deshalb muss die EU endlich ihre
Handelspolitik ändern, die weiter auf die Ausbeutung der Rohstoffe der
Länder des Globalen Südens setzt.“
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