„Wenn sich die zukünftige
Regierungskoalition auf die Unterstützung von Rechtsstaatlichkeit und
Demokratie in nordafrikanischen Ländern verpflichten würde, wäre das
sehr zu begrüßen. Aber Folter wird nicht geächtet und autoritäre Regimes
werden nicht demokratischer, weil CSU und FDP das beschließen. Das ist
ein völlig naiver außenpolitischer Ansatz, der in der neuen
Bundesregierung hoffentlich nicht mehrheitsfähig wird“, erklärt Jan
Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zu
Vorschlägen von Stephan Mayer (CSU) und Joachim Stamp (FDP), die
Maghreb-Staaten zu sicheren Herkunftsländern zu erklären. Korte weiter:
„Angesichts weltweiter Krisen sollte die neue Koalition tatsächlich
ihre Bemühungen um Demokratie und Menschenrechte und damit auch für den
Frieden in der Welt erhöhen. Nur so können Fluchtursachen bekämpft
werden. Wer auf der einen Seite von Demokratie und Verantwortung redet,
auf der anderen Seite aber innenpolitisch motivierte Deals mit
zweifelhaften Machthabern eingeht und dabei Menschenrechte ignoriert,
verliert seine Glaubwürdigkeit. Menschenrechte dürfen keine
Verhandlungsmasse sein, weder in internationalem Kontext, noch bei
Koalitionsverhandlungen.“
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