Deutsche
Umwelthilfe zeichnet Emmendingen als GreenITown Modellkommune aus
–Zukunftsstrategie soll noch weitere CO2-Einsparungen bringen –
Emmendingen
als Modell für andere Kommunen im Südwesten
Emmendingen/Radolfzell, 12.10.2017:
Emmendingen ist eine von acht GreenITown Modellkommunen im ganzen
Bundesgebiet, die die Deutsche
Umwelthilfe (DUH) im Rahmen des Projekts „GreenITown“ drei Jahre lang
begleitet hat. Ziel des DUH-Projektes war es, die mit der zunehmenden
Digitalisierung in Kommunen verbundenen Energieverbräuche zu ermitteln
und aufzuzeigen, wo Energie eingespart und C02-Emissionen
reduziert werden können. Bei einem Abschlussworkshop hat die DUH der
Stadtverwaltung heute offiziell die Auszeichnung als Modellkommune
übergeben.
Während
der knapp dreijährigen Projektlaufzeit wurden viele Details in den
IT-Systemen der Emmendinger Verwaltung noch effizienter gemacht.
„Als wir in Emmendingen angefangen haben, waren einige grundlegende Einsparmaßnahmen bereits umgesetzt“, erklärt
Steffen Holzmann, Projektleiter GreenITown bei der DUH. „Die IT-Abteilung in Emmendingen gehörte zu den professionellsten, die wir im Projekt beraten durften.“ In der Projektlaufzeit konnte die Stadt Emmendingen so zehn Tonnen CO2 pro Jahr einsparen,
besonders angesichts der bereits vorab ergriffenen Maßnahmen ein sehr guter Wert.
Das
heute übergebene „Green IT-Strategiepapier“ zeigt noch einige weitere
Optimierungspotenziale für die Emmendinger Kommunalverwaltung. Ziel ist
es, Energie- und Ressourceneffizienz zu einem
zentralen Kriterium der EDV-Beschaffung zu machen. Die bisherigen
Einsparungen wurden mit kurzfristig anwendbare Optimierungen im
laufenden Betrieb erzielt, zum Beispiel durch die Anpassungen der
Kühlung, den Austausch erster Rechner sowie den Ersatz einiger
Arbeitsplatz-Drucker durch umweltfreundliche Tintenstrahl-Geräte. Bei
konsequenter Umsetzung kann so die bereits erreichte CO2-Einsparung
nochmals verdoppelt werden.
„Häufig hat die Produktion der Geräte einen großen Anteil am gesamten CO2-Fußabdruck eines Geräts“, erläutert DUH-Projektmanager
Simon Mößinger. „Deshalb ergibt eine vorzeitige Ablösung bei den meisten Geräten wenig Sinn.“
Im Gegenteil, häufig führt eine Verlängerung der Lebensdauer zu einer
deutlich besseren CO2-Bilanz. Deshalb werden auch in Emmendingen
Techniken wie
Desktop-Virtualisierung und kaskadierende Nutzung erprobt, die die
Lebensdauer der Geräte verlängern und gleichzeitig auch Energie im
Betrieb einsparen.
„Virtualisierung ist dabei nicht nur eine Schlüsseltechnologie zur Energieeinsparung“, erklärt
Alexander Maier, IT-Leiter der Gemeinde Emmendingen. „Die
Zentralisierung erhöht gleichzeitig die Sicherheit und Ausfallsicherheit
unserer EDV und verringert den Administrationsaufwand maßgeblich. So
sparen wir nicht nur Strom- sondern auch Arbeitsaufwand
ein.“
Mit
ihrem Engagement konnte die Stadt Emmendingen ihre Vorreiterrolle beim
Klimaschutz und dem Thema GreenIT im Bundesgebiet weiter ausbauen.
Davon konnten sich IT-Angestellte und Entscheider aus Kommunen gestern
und auch heute vor Ort überzeugen. In zwei Workshops wurden sowohl die
politischen als auch die technischen Vorteile der Green IT dargestellt
und Techniken vermittelt, mit denen andere
Kommunen die Erfolge aus Emmendingen nachahmen können. „Für
Emmendingen hat sich die Investition in das Projekt definitiv gelohnt.
In einem zweiten Schritt geht es nun darum, die Bevölkerung im Rahmen
eines Handlungsleitfadens zum Mitmachen zu motivieren,
so dass Stromeinsparpotentiale durch GreenIT auch in den Haushalten
genutzt werden können“, zieht
Stefan Schlatterer, Oberbürgermeister und Schirmherr des Projekts in Emmendingen eine positive Bilanz.
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