Sehr geehrte Damen und Herren,
nach der Katastrophe im Atomkraftwerk Fukushima haben in der rund 50
Kilometer entfernt gelegenen Stadt Iwaki Mütte ein Untersuchungslabor
aufgebaut. Die Bevölkerung kann in dem "Mothers' Radiation Lab Fukushima"
Nahrungsmittel, Bodenproben, Hausstaub und anderes auf Kontaminationen
untersuchen lassen. Jetzt soll dort sogar Japans erste von Bürgern
betriebene Klinik gegründet werden, in der sich Betroffene der
Fukushima-Katastrophe unabhängig von den staatlichen Kliniken untersuchen
lassen können.
Erstmals wurde nun in Japan bei einem Nukleararbeiter die Entwicklung von
Schilddrüsenkrebs offiziell ursächlich auf die Atomkatastrophe
zurückgeführt. Der Mann ist Angestellter des Atomkraftwerksbetreibers
Tepco.
Die Risse in belgischen Atomkraftwerken führten in Nordrhein-Westfalen zu
intensiven Diskussionen über die Gefahr eines Super-GAU und über das
Erfordernis, mit Jodtabletten wenigsten im Rahmen des Möglichen
gesundheitliche Vorsorge zu betreiben. Nicht zuletzt auch vor diesem
Hintergrund hat die IPPNW nun erneut ihre Empfehlung zur Risikovorsorge
mit Jodtabletten aktualisiert.
In Deutschland wurde die Finanzierung der Atommüll-Entsorgung grundlegend
neu geregelt. Der Staat bzw. die Steuerzahler haften für alle
Unwägbarkeiten, die mit der Zwischen- und "Endlagerung" in den kommenden
Jahrzehnten auf dieses Land zukommen werden. Unter Missachtung des
Verursacherprinzips konnten sich die Atomkonzerne - wie von
Atomkraftgegnern immer schon erwartet - weitgehend aus der Verantwortung
stehlen.
Am Ende des Newsletters folgt schließlich noch ein Nachruf auf Steven
Bennett Wing, der am 9. November 2016 gestorben ist. Wing war einer der
führenden, kritischen Epidemiologen, der jahrzehntelang die
gesundheitlichen Folgen der so genannten Niedrigstrahlung untersuchte.
Mit freundlichen Grüßen
Henrik Paulitz und Dr. Alex Rosen
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UNABHÄNGIGE UNTERSUCHUNG UND BERATUNG FÜR BETROFFENE DES SUPER-GAUS VON FUKUSHIMA
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In Japan versuchen die Behörden weiterhin, die Bevölkerung bezüglich der
Risiken der Atomenergie zu beruhigen. Ein enormer PR-Aufwand wird
betrieben, um die Atomenergie in einem guten Licht darstehen zu lassen und
gegenläufige Nachrichten, kritische wissenschaftliche Ergebnisse und
unangenehme Fakten zu unterdrücken. Unabhängige Strahlenmessstellen sind
für die japanische Atomlobby daher ein besonderer Dorn im Auge –
besonders wenn diese von Müttern betrieben werden, die die Gesundheit und
die Zukunft ihrer Kindern als Motivation für ihre subversive Arbeit
anführen.
Weiterlesen:
Unabhängige Untersuchung und Beratung für Betroffene des Super-GAUs von
Fukushima (Link:
https://www.ippnw.de/atomenergie/gesundheit/artikel/de/unabhaengige-untersuchung-und-beratu.html
)https://www.facebook.com/Mothers-Radiation-Lab-Fukushima-686021531546687/ (Link:
https://www.facebook.com/Mothers-Radiation-Lab-Fukushima-686021531546687/
)http://www.iwakisokuteishitu.com/english/index.html (Link:
http://www.iwakisokuteishitu.com/english/index.html
)http://www.bbc.com/news/magazine-35784923 (Link:
http://www.bbc.com/news/magazine-35784923 )
IMAGES:
http://news.ippnw.de/uploads/pics/mothers_radiation_lab_logo_01.jpg
15. Januar 2017
ATOM-ENERGIE-NEWSLETTER VOM 15.01.2017
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