„Wir
brauchen ein ganzes Bündel an Maßnahmen, um gegen die zunehmende
Luftverschmutzung in den Städten anzugehen und den Verkehr so zu
organisieren, dass die Menschen mobil sind und nicht im Stau stehen. Der
ÖPNV muss ausgebaut, attraktiver und die Fahrpreise müssen deutlich
gesenkt werden. Außerdem brauchen wir mehr sichere Radwege“, sagt
Andreas Wagner, für die Fraktion DIE LINKE Obmann im Ausschuss für
Verkehr und digitale Infrastruktur und Sprecher für ÖPNV und
Fahrradmobilität Berlin. In den aktuellen Haushaltsverhandlungen fordert
Wagner einen milliardenschweren Sonderfonds für den Ausbau und eine
Steigerung der Attraktivität des Öffentlichen Personennahverkehrs
(ÖPNV). Zudem soll die Infrastruktur für Fahrradfahrer und Fußgänger
ausgebaut werden. Dafür hat DIE LINKE einen entsprechenden Antrag
eingereicht. Wagner weiter:
„Die Städte und Kommunen
können dies finanziell nicht alleine stemmen. Deshalb ist der Bund
gefordert. Wir schlagen daher einen Sonderfonds vor, um Investitionen
der Kommunen in einen sauberen Verkehr zu fördern. Hierzu haben wir in
den Haushaltsberatungen einen entsprechenden Antrag eingereicht.
Hauptbestandteil des Antrags ist die Finanzierung einer schrittweisen
Senkung der Ticketpreise bei gleichzeitigen Investitionen in die
ÖPNV-Infrastruktur. Dafür sind für 2019 4,7 Milliarden Euro geplant. Für
den Rad- und den Fußgängerverkehr sind für das Jahr 2019 jeweils 300
Millionen Euro vorgesehen. Die Mittel für den Fahrradverkehr sollen ab
2020 auf 800 Millionen Euro jährlich steigen. Der Fonds kann aus den
Einnahmen der von uns geforderten Sanktionszahlungen der
Automobilhersteller wegen unzulässiger Abschalteinrichtungen in Höhe von
12,8 Milliarden Euro finanziert werden.“
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