„Der
zweieinhalbstündige Wohngipfel der Bundesregierung ist eine reine
Alibiveranstaltung vor den Landtagswahlen in Bayern und Hessen. Das
Verhältnis von Mieter- zu Bau- und Immobilienverbänden von 1:11 sagt
schon alles. Statt Steuerabschreibungen ohne Mietobergrenze brauchen wir
ein öffentliches Wohnungsbauprogramm nach Wiener Vorbild und einen
besseren Mieterschutz. Statt unsinnige Subventionen wie Baukindergeld
und Sonderabschreibungen zu verteilen, sollten besser kommunale
Wohnungsbaugesellschaften und gemeinnützige Träger gestärkt werden“,
erklärt Caren Lay, stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE LINKE,
anlässlich des Wohngipfels der Bundesregierung im Kanzleramt. Lay
weiter:
„Bei diesem Show-Event werden nur die völlig
ungenügenden Ansätze aus dem Koalitionsvertrag präsentiert. Das
Baukindergeld führt zu Mitnahmeeffekten bei den besserverdienenden
Familien, die sowieso bauen würden. Die Sonderabschreibung ist eine
Subvention der Anbieterseite ohne Sicherstellung bezahlbarer Mieten. Die
angekündigte Nachbesserung der Mietpreisbremse ist eine Minireform, von
der nur wenige Mieter profitieren. Wir brauchen stattdessen die
Streichung aller Ausnahmen und einen echten Mietendeckel.
Neben
den zahlreichen Vertretern der Regierung und der Angebotsseite aus Bau-,
Immobilien- und Eigentümerverbänden sind von den über 100 Eingeladenen
gerade einmal zwei Vertreter der Gewerkschaften und des Mieterbunds mit
60 Sekunden Redezeit vorgesehen. Mieterinnen und Mieter werden völlig
vernachlässigt. Die Regierung beweist wieder einmal, dass sie nicht in
der Lage ist, Wohnungspolitik vom Standpunkt der Mieterinnen und Mieter
aus zu machen.“
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen