„Die Klimaschutzpolitik der
Bundeskanzlerin zerplatzt wie eine Seifenblase. Im Wahljahr stößt
Deutschland fast genauso viel Klimagase in die Luft wie 2009; das
nationale Klimaschutzziel wird krachend verfehlt. Statt endlich ein
Klimaschutzgesetz zu verabschieden, stellt sich Angela Merkel weiter
schützend vor betrügerische Automobilkonzerne, verhindert in Brüssel
starke CO2-Grenzwerte für Autos und sägt den Ausbau der sauberen
Windenergie ab“, erklärt Eva Bulling-Schröter, klima- und
energiepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, mit Blick auf eine
aktuelle Studie zum deutlichen Verfehlen des deutschen Klimaschutzziels
2020. Bulling-Schröter weiter:
„Das Ziel der Bundesregierung, die Treibhausgasemissionen in
Deutschland gegenüber 1990 bis 2020 um 40 Prozent zu senken, wird ohne
echte Maßnahmen in Industrie, Energiegewinnung, Bauwirtschaft, Verkehr
und Landwirtschaft um bis zu zehn Prozent verfehlt. Entgegen ihres
Sauberfrau-Images geht der Kampf gegen den Klimawandel in Deutschland
mit der ehemaligen Umweltministerin Merkel seit Jahren bestenfalls im
Schneckentempo vorwärts. Für die Erfüllung des Pariser Klimaabkommens
ist der klimapolitische Schlaftablettenkurs nicht ausreichend.
Gerade der Ausbau der Erneuerbaren Energien kann große
CO2-Minderungen erzielen. Mit der letzten Novelle des
Erneuerbare-Energien-Gesetzes hat die Große Koalition das Ausbautempo
jedoch massiv gedrosselt, erste Windkraftunternehmen haben bereits die
Verlagerung ins Ausland und den Abbau hunderter Arbeitsplätze
angekündigt. Der Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs auf der Schiene
stottert, derweil bleiben Steuerprivilegien von Flugverkehr und
Dieselautos unangetastet. Auch die energetische Gebäudesanierung bleibt
ein schlafender Riese. Klimaschutz braucht Gesetze, denn allein mit
Willenserklärungen und Marktglauben wird der Klimawandel nicht
aufgehalten. DIE LINKE fordert deshalb ein Kohleausstiegsgesetz und
verbindliche Klimaschutzziele per Gesetz.“
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen