Mit
Gratis-Kaffee und einem Gewinnspiel kann sich Berlin vom ersten
Poolsystem für Mehrwegbecher überzeugen – 460.000 Einwegbecher für den
Kaffee
unterwegs werden in Berlin pro Tag verbraucht – Mit der Aktion „Kaffee
für eine saubere Stadt“ ruft die Deutsche Umwelthilfe (DUH) zur Nutzung
von Mehrwegbechern als Lösung für das Müllproblem auf – DUH fordert
Abgabe auf Einwegbecher in Höhe von 20 Cent
Berlin, 8.9.2017:
Mit der Aktion „Kaffee für eine saubere Stadt“ beteiligt sich die
Deutsche Umwelthilfe (DUH) am heutigen Aktionstag für ein schönes
Berlin,
ausgerufen durch den Tagesspiegel und den paritätischen
Wohlfahrtsverband. Dabei weist der Umwelt- und Verbraucherverband auf
das Abfallproblem von Coffee-to-go-Einwegbechern hin und stellt das
Mehrwegbecherpfandsystem der Firma reCup als Alternative vor.
Das System besteht derzeit aus einem Netzwerk von über 50 Cafés in
Berlin, die Coffee-to-go in hellgrünen und hellbraunen
reCup-Mehrwegbechern mit Pfand von einem Euro verkaufen. Die
Mehrwegbecher können nach Gebrauch gegen die Erstattung des Pfandes bei
allen
teilnehmenden Cafés wieder abgegeben werden. So können die
Berlinerinnen und Berliner ihren Kaffee genießen und dabei einen Beitrag
zu einem sauberen und schönen Berlin leisten.
In Berlin werden
täglich bis zu 460.000 und im Jahr bis zu 170 Millionen Einwegbecher
verbraucht. In der Folge werden über 2.400 Tonnen Abfall durch die
Wegwerf-Becher in der Stadt verteilt. Viele der Einwegbecher
werden direkt auf der Straße entsorgt und vermüllen die Stadt. Nach
einer repräsentativen Umfrage im Auftrag der DUH sind 85 Prozent der
Berlinerinnen und Berliner der Meinung, dass weggeworfene Kaffeebecher
Straßen sowie Grünflächen verschmutzen. Durch die
Nutzung von Mehrwegbechern könnte dieser Abfall vermieden werden.
Zudem könnten mit der für die Herstellung der jährlich in Berlin
verbrauchten Coffee-to-go-Becher eingesetzten Energie etwa 6.100
Haushalte für ein Jahr mit Strom versorgt und rund 87 Millionen
Liter Wasser eingespart werden.
„Einwegbecher
für den Coffee-to-go sind ein Riesenproblem: Nach durchschnittlich 15
Minuten landen sie bestenfalls im Müll oder schlimmer noch in der
Umwelt. Dabei kann die Plastikinnenbeschichtung der Becher
am Ende sogar als Mikroplastik in den Meeren landen“, sagt
Barbara Metz, Stellvertretende Bundesgeschäftsführerin der DUH. „Die
Becher sind in der Regel aus Neumaterial hergestellt und verbrauchen
damit große Mengen an Wasser, Papier und Energie. Für diese Auswüchse
der Wegwerfgesellschaft ist ein Mehrwegbecher-Poolsystem
eine hervorragende Lösung. So hat jeder Kaffeetrinker die Möglichkeit,
seinen Becher später in anderen Cafés wieder abzugeben und unnötigen
Abfall zu vermeiden“,
fügt Metz hinzu. Neben dem flächendeckenden Angebot von
Mehrwegbechern hält Metz die Einführung einer Abgabe von 20 Cent auf
Einwegbecher für notwendig. Damit könne der Trend zu immer mehr
Wegwerfbechern umgekehrt und die Nutzung umweltschonender Mehrwegbecher
gestärkt werden.
„Kaffee zum
Mitnehmen gehört für Viele zum Alltag. Leider haben diejenigen, die
ihren Kaffee gerne unterwegs kaufen, bisher kaum eine Möglichkeit auf
Einwegbecher zu verzichten. Mit dem neuen Mehrwegsystem von
reCup gibt es nun erstmals in Berlin ein Poolsystem für Kaffeebecher“,
sagt Sebastian Seibel, Referent für Kreislaufwirtschaft bei der DUH. „Das Mehrwegsystem bietet den Berlinerinnen und Berlinern eine
einfache und umweltbewusste Alternative zum Wegwerfbecher. Damit wird Abfallvermeidung leichtgemacht und jeder kann mit
Mehrwegbechern für ein schönes Berlin trinken“,
so Seibel weiter.
Die Köpfe hinter
reCup, die Geschäftsführer Fabian Eckert und Florian Pachaly, haben ein
überzeugendes Mehrwegbecher-Poolsystem mit bislang über 50 teilnehmenden
Cafés in Berlin etabliert. Immer mehr Cafés, Bäckereien
und andere Geschäfte nehmen an dem umweltfreundlichen System teil und
machen so die Rückgabe der Becher immer leichter. Die reCup-Becher
stehen dabei in zwei Größen zur Verfügung, sodass für jede
Kaffeespezialität eine Mehrwegvariante bereitsteht.
Die DUH setzt
sich bereits seit 2015 mit ihrer Kampagne „Becherheld – Mehrweg to go“
für die Vermeidung von Einwegbechern ein und sieht in
Mehrwegbecher-Poolsystemen eine besonders umwelt- und
verbraucherfreundliche
Möglichkeit, Mehrwegbecher einzusetzen und Abfälle zu reduzieren. Die
Aktivitäten der DUH zur Vermeidung von Coffee-to-go-Bechern werden
ermöglicht und gefördert durch die Stiftung Naturschutz Berlin aus
Mitteln des Förderfonds Trenntstadt-Berlin.
Links:
Webseite der DUH-Kampagne: www.becherheld.de
Webseite der DUH-Kampagne: www.becherheld.de
Webseite reCup:
www.recup.de
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