Der französische Vermögensverwalter Amundi, einer der größeren RWE-Investoren, fordert den Essener Energiekonzern auf, seine Braunkohlemeiler schneller abzuschalten.
Vermögensverwalter Amundi: „RWE muss raus aus der Kohle“
28. Juni 2020
Green Jobs 2018: 9,6 % mehr Beschäftigte im Umweltschutz
WIESBADEN – Umweltschutz ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern schafft in Deutschland auch neue Arbeitsplätze (sogenannte Green Jobs). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, haben im Jahr 2018 in Deutschland 289 280 Beschäftigte – gemessen in Vollzeitäquivalenten – Waren, Bau- und Dienstleistungen zum Schutz der Umwelt produziert. Damit stieg die Zahl der Green Jobs gegenüber dem Vorjahr um 9,6 %.
Großteil der Green Jobs im Verarbeitenden Gewerbe
Mehr als zwei Drittel (71,7 % beziehungsweise 207 470 Personen) der Beschäftigten im Umweltschutz waren im Verarbeitenden Gewerbe tätig. Der bedeutendste Wirtschaftszweig war dort mit 78 933 Beschäftigten der Maschinenbau. Hier werden beispielsweise Windkraftanlagen und energieeffiziente Antriebs- und Steuerungstechniken für den Umweltschutz hergestellt. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Zahl der Green Jobs im Maschinenbau um mehr als ein Viertel (26,7 %).
Knapp ein Sechstel der Beschäftigten im Umweltschutz (16,2 % beziehungsweise 46 931 Beschäftigte) war im Baugewerbe tätig, zum Beispiel bei der Wärmedämmung von Gebäuden oder dem Bau von Kanalisationssystemen. Gegenüber 2017 stieg die Zahl der Beschäftigten im Umweltschutz in diesem Sektor um 3,6 Prozent.
Green Jobs im Dienstleistungsgewerbe rückläufig
Im Dienstleistungsgewerbe arbeiteten weitere 34 157 (11,8 %) Beschäftigte für den Umweltschutz. Gegenüber dem Vorjahr sank dort die Zahl der Green Jobs um 10 Prozent (-3 790). Der Großteil der Beschäftigten für den Umweltschutz ist hier in Architektur- und Ingenieurbüros (17 511 Beschäftigte) tätig, beispielsweise in der Planung und Projektentwicklung zur Nutzung erneuerbarer Energien.
Methodische Hinweise
Grundlage der Ergebnisse für das Berichtsjahr 2018 ist die Statistik der Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz, zu der 7 319 Betriebe des Produzierenden Gewerbes sowie des Dienstleistungsbereiches in Deutschland Angaben zu umweltschutzbezogenen Umsätzen und Beschäftigten gemeldet haben. Da die Betriebe und Einrichtungen erfahrungsgemäß die meisten Angaben aus ihren Jahresabschlüssen entnehmen, erfolgt die Erhebung jeweils von März bis Dezember im darauffolgenden Jahr. Dadurch liegen die Ergebnisse in der Regel 14 bis 18 Monate nach Ende des Berichtsjahres vor.
Grundlage der Ergebnisse für das Berichtsjahr 2018 ist die Statistik der Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz, zu der 7 319 Betriebe des Produzierenden Gewerbes sowie des Dienstleistungsbereiches in Deutschland Angaben zu umweltschutzbezogenen Umsätzen und Beschäftigten gemeldet haben. Da die Betriebe und Einrichtungen erfahrungsgemäß die meisten Angaben aus ihren Jahresabschlüssen entnehmen, erfolgt die Erhebung jeweils von März bis Dezember im darauffolgenden Jahr. Dadurch liegen die Ergebnisse in der Regel 14 bis 18 Monate nach Ende des Berichtsjahres vor.
Detaillierte Ergebnisse und methodische Hinweise bietet die Fachserie 19, Reihe 3.3 und die Tabelle 32531 in der Datenbank GENESIS-Online.
| Wirtschaftsgliederung | 2017 | 2018 | 2017 zu 2018 |
|---|---|---|---|
| Anzahl | Veränderung in % | ||
| 1: Gemessen in Vollzeitäquivalenten | |||
| Insgesamt | 263 883 | 289 280 | +9,6 |
| darunter: | |||
| Verarbeitendes Gewerbe | 179 943 | 207 470 | +15,3 |
| darunter: | |||
| Maschinenbau | 62 296 | 78 933 | +26,7 |
| Baugewerbe | 45 301 | 46 931 | +3,6 |
| Dienstleistungssektor | 37 947 | 34 157 | -10,0 |
| darunter: | |||
| Architektur- und | |||
| Ingenieurbüros | 17 420 | 17 511 | +0,5 |
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Investition in Umweltschutz 2018: Jeder vierte Euro für den Klimaschutz
WIESBADEN – Die Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) haben im Jahr 2018 in Deutschland 2,4 Milliarden Euro in den Klimaschutz investiert.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war das knapp ein Viertel (23 %) der gesamten Investitionen in den Umweltschutz. Das sind Investitionen in Anlagen, die der Verringerung, Vermeidung oder Beseitigung von Emissionen in die Umwelt dienen oder eine schonendere Nutzung der Ressourcen ermöglichen.
Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war das knapp ein Viertel (23 %) der gesamten Investitionen in den Umweltschutz. Das sind Investitionen in Anlagen, die der Verringerung, Vermeidung oder Beseitigung von Emissionen in die Umwelt dienen oder eine schonendere Nutzung der Ressourcen ermöglichen.
Fast die Hälfte der Klimaschutzinvestitionen zur Nutzung erneuerbarer Energien
Der Großteil der Investitionen in den Klimaschutz wurde mit 1,1 Milliarden Euro (45,1 %) für Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien aufgewendet. Hierzu zählen beispielsweise Windkraftanlagen und Photovoltaikanlagen. Weitere 1,0 Milliarden Euro wurden in Maßnahmen zur Energieeffizienzsteigerung und Energieeinsparung investiert, wozu die Wärmedämmung von Gebäuden oder Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung gehören. Investitionen in Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung von Treibhausgasen gemäß Kyoto-Protokoll sind mit rund 289 Millionen Euro zwar vergleichsweise gering, aber umwelt- und klimabezogen genauso wertvoll. Dazu gehört zum Beispiel der Austausch herkömmlicher Klima- und Kälteanlagen durch Anlagen mit halogenfreien Kältemitteln.
Die höchsten Investitionen in den Klimaschutz wurden von Unternehmen in Baden- Württemberg (463 Millionen Euro beziehungsweise 19,2 %), Berlin (454 Millionen Euro beziehungsweise 18,8 %) und Nordrhein-Westfalen (387,2 Millionen Euro beziehungsweise 16 %) erbracht.
Insgesamt 10,5 Milliarden Euro für Umweltschutzinvestitionen
Insgesamt haben die Unternehmen der Industrie 2018 in Deutschland 10,5 Milliarden Euro in Sachanlagen für den Umweltschutz investiert. Von den gesamten Investitionen der Unternehmen des Produzierenden Gewerbes (ohne Baugewerbe) in Deutschland (91,3 Milliarden Euro) floss in 2018 etwas mehr als jeder zehnte Euro in den Umweltschutz (11,5 %). Zwei Drittel aller Investitionen für den Umweltschutz (7,0 Milliarden Euro beziehungsweise 66,3 %) erfolgten in Maßnahmen der klassischen Umweltbereiche Abwasserwirtschaft (4,4 Milliarden Euro beziehungsweise 41,4 %) und Abfallwirtschaft (2,6 Milliarden Euro beziehungsweise 24,9 %), zu denen beispielsweise Investitionen in Anlagen zur Verminderung der Abwassermenge oder zur Abfallaufbereitung und -beseitigung zählen.
Methodische Hinweise
Grundlage der Ergebnisse für das Berichtsjahr 2018 ist die Statistik der Investitionen für den Umweltschutz im Produzierenden Gewerbe, zu der 10 000 Unternehmen befragt wurden. Da die Betriebe und Einrichtungen erfahrungsgemäß die meisten Angaben aus ihren Jahresabschlüssen entnehmen, erfolgt die Erhebung jeweils von März bis Dezember im darauffolgenden Jahr. Dadurch liegen die Ergebnisse in der Regel 18 Monate nach Ende des Berichtsjahres vor.
Grundlage der Ergebnisse für das Berichtsjahr 2018 ist die Statistik der Investitionen für den Umweltschutz im Produzierenden Gewerbe, zu der 10 000 Unternehmen befragt wurden. Da die Betriebe und Einrichtungen erfahrungsgemäß die meisten Angaben aus ihren Jahresabschlüssen entnehmen, erfolgt die Erhebung jeweils von März bis Dezember im darauffolgenden Jahr. Dadurch liegen die Ergebnisse in der Regel 18 Monate nach Ende des Berichtsjahres vor.
Stärkstes Treibhausgas: Bezug von Schwefelhexafluorid 2019 um 7 % gestiegen
WIESBADEN – Die deutsche Wirtschaft hat im Jahr 2019 insgesamt 840 Tonnen des extrem klimawirksamen Treibhausgases Schwefelhexafluorid (SF6 ) von inländischen Gasehändlern bezogen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, waren das 7 % mehr als im Vorjahr.
Line chart with 4 lines.
2009=100
The chart has 1 X axis displaying values. Range: 2008.5 to 2019.5.
The chart has 1 Y axis displaying values. Range: 0 to 800.
View as data table.
Chart graphic.
Halbleiterindustrie (Ätzgas): 374,6 ● Optische Glasfasern: 457,9 ● Elektroindustrie, Apparatebau: 98,6 ● Energieversorger: 73,1
SF6 hat 22 800-mal stärkeren Klimaeffekt als Kohlenstoffdioxid
Klimawirksame Stoffe nehmen Einfluss auf die Erderwärmung und tragen zum Klimawandel bei. Schwefelhexafluorid ist das stärkste bisher bekannte Treibhausgas: Es trägt in einem Zeithorizont von 100 Jahren 22 800 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als Kohlenstoffdioxid (CO2). Die Klimawirksamkeit der in 2019 abgegebenen Menge SF6 entspricht insgesamt 19 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten (Global Warming Potential, kurz GWP). Mit rund 15 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten wurden knapp 76 % der Gesamtmenge im Jahr 2019 in den Bereich Elektroindustrie und Apparatebau abgegeben. Gegenüber 2018 war das ein Anstieg um 0,7 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten oder 5 %. Zu einer weiteren bedeutenden Abnehmergruppe zählt mit 1,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten die Halbleiterindustrie. Dort war ebenfalls ein Anstieg mit 0,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten oder 26 % zu verzeichnen. In diesem Wirtschaftsbereich wird SF6 als Ätzgas eingesetzt.
Die von Gasehändlern an die Wirtschaft abgegebene Menge entspricht allerdings nicht der in die Atmosphäre freigesetzten Treibhausgas-Emissionen. Das Gas wird zu großen Teilen innerhalb geschlossener Systeme verwendet und damit (vorerst) nicht freigesetzt. Tatsächlich freigesetzt wurden im Jahr 2018 nach Berechnungen des Umweltbundesamtes zur nationalen Treibhausgas-Berichterstattung an die Vereinten Nationen 3,9 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente SF6. Dies entspricht einem Anteil von 0,45 % an den gesamten Treibhausgas-Emissionen in Höhe von rund 858 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten.
Die statistische Erhebung erfolgt bei Unternehmen, die Schwefelhexafluorid in Mengen von mehr als 200 Kilogramm im Inland abgeben.
| Abgabe im Inland an Wirtschaftsbereiche | 2017 | 2018 | 2019 | 2017 | 2018 | 2019 |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Metrische Tonnen | Tonnen CO2-Äquivalente 1 | |||||
| 1 Basis: CO2-Äquivalente nach IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) 4th Assessment Report, Climate Change 2007. 2 Umfasst die Wirtschaftsbereiche: Flugbetrieb (Radar), Solartechnik und Sonstige.. 3 Abweichungen in den Summen durch Rundungen. | ||||||
| Elektroindustrie, Apparatebau | 795,9 | 609,1 | 637,9 | 18 147 090 | 13 887 685 | 14 545 100 |
| Wiederverkäufer | 38,8 | 57,2 | 71,8 | 884 047 | 1 304 730 | 1 636 607 |
| Halbleiterindustrie (Ätzgas) | 53,9 | 44,6 | 56,1 | 1 228 669 | 1 016 333 | 1 278 738 |
| Aluminium- und Magnesium-Gießereien | 35,2 | 22,7 | 17,4 | 802 218 | 518 062 | 396 857 |
| Energieversorger | 10,2 | 9,0 | 8,0 | 232 537 | 204 379 | 182 560 |
| Optische Glasfasern | 25,5 | 29,9 | 32,6 | 580 716 | 682 632 | 742 824 |
| Forschungseinrichtungen | 4,8 | 2,9 | 5,5 | 108 688 | 65 026 | 124 397 |
| Übrige 2 | 11,7 | 10,2 | 10,7 | 266 828 | 231 511 | 244 507 |
| Insgesamt 3 | 975,9 | 785,5 | 840,0 | 22 250 794 | 17 910 358 | 19 151 590 |
Weitere Informationen finden Sie in der Publikation: Erhebung bestimmter klimawirksamer Stoffe "Schwefelhexafluorid" (SF6)und "Stickstofftrifluorid" (NF3)
Neben weiteren Umweltindikatoren ist der Ausstoß von Luftschadstoffen auch Teil des Monitoring der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie.
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