Standpunkt Fleisch: Du sollst nicht töten - taz.de
Das Schlachten von Tieren ist eine gewaltsame Tötung, die einfach nicht zu vertreten ist, sagt Autorin Hilal Sezgin.
2. Juli 2014
Testberichte Babyfeuchttücher - ÖKO-TEST Online - www.oekotest.de
Testberichte Babyfeuchttücher - ÖKO-TEST Online - www.oekotest.de
Die meisten Babyfeuchttücher schneiden mit guten Testergebnissen ab.
Dennoch empfehlen wir sie allenfalls für unterwegs. Und von einigen
Produkten müssen wir wegen problematischer oder umstrittener Zutaten
abraten.
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Dennoch empfehlen wir sie allenfalls für unterwegs. Und von einigen
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OTTO und NATURSTROM AG ermutigen zu Nachhaltigkeit
OTTO und die NATURSTROM AG starten eine Kooperation, die Verbrauchern das Stromsparen und den Umstieg auf sauberen Ökostrom erleichtern soll. OTTO belohnt den Kauf besonders energiesparender Elektro-Großgeräte bis zum 31.07.2014 mit einem Gutschein in Höhe von 100 Euro. Zusätzlich erhalten die Kunden die Möglichkeit, direkt auf den mehrfach ausgezeichneten Ökostrom der NATURSTROM AG umzusteigen.
„Die Steigerung der Energieeffizienz ist nicht nur enorm wichtig für eine erfolgreiche Energiewende“, erläutert Oliver Hummel, Vorstand der NATURSTROM AG. „Wer seinen Energieverbrauch senkt, spart zudem bares Geld.“ Die aktuelle Zusammenarbeit mit OTTO bietet vor diesem Hintergrund eine besonders sinnvolle Kombination, findet Oliver Hummel: „Im Haushalt ist der Austausch veralteter Kühlgeräte ein wichtiger Ansatzpunkt, um Strom zu sparen und somit den Geldbeutel und das Klima zu schonen. Um den Umwelt- und Klimaschutzeffekt zu optimieren, sollte der dann noch benötigte Strom aus Erneuerbaren Energien stammen.“
Den gleichen Gedanken hatte man auch bei OTTO, erzählt Sven von Saenger, Category Manager Haushaltselektro bei OTTO: „Uns ist wichtig, unseren Kunden ein rundum nachhaltiges Komplettpaket anbieten zu können. Dafür haben wir einen Partner gesucht, der einen hochwertigen Ökostrom-Tarif mit echtem Umweltnutzen bietet, der glaubwürdig ist und sich in punkto Nachhaltigkeit stark engagiert – NATURSTROM passte da perfekt.“
Beim Düsseldorfer Ökostrom-Vorreiter schätzt man wiederum das Nachhaltigkeitsengagement von OTTO: „OTTO befasst sich seit vielen Jahren intensiv mit Nachhaltigkeitsfragen“, beobachtet NATURSTROM-Vorstand Oliver Hummel. „Mit Blick auf dieses kontinuierliche und sehr breit angelegte Engagement sind wir die Kooperation gerne eingegangen.“
Nachhaltiges Wirtschaften ist schon seit den 80er Jahren ein Unternehmensziel von OTTO. Es umfasst den Umwelt-, Klima- und Naturschutz genauso wie soziale und gesellschaftliche Anforderungen. In diesem Zuge wird auch das Thema Energieeffizienz groß geschrieben. Seit 2013 führt OTTO ausschließlich Haushaltsgroßgeräte, die mindestens die Energieeffizienzklasse A erfüllen. Bei besonders energieeffizienten Geräten kommen zudem die von OTTO entwickelten EcoFacts zum Einsatz, die Verbrauchern eine produktgruppenübergreifende Orientierung im Dschungel der Öko-Label bieten sollen.
Die NATURSTROM AG ist einer der ersten unabhängigen Ökostromanbieter. Seit der Gründung 1998 durch Mitglieder aus Umwelt- und Ökoenergie-Verbänden setzt das Unternehmen zu hundert Prozent auf Erneuerbare Energien. Der Düsseldorfer Ökostromvorreiter und sein Tarif naturstrom werden regelmäßig auszeichnet. Stiftung Warentest (2/2012) lobt das ökologische Engagement als „sehr stark“ und die Tarifbedingungen als „gut“ – kein anderer Tarif schneidet in Summe besser ab. Zudem bewertet das Magazin ÖKO-TEST (9/2013) naturstrom mit „sehr gut“.
Als Pionier der Ökostrom-Vermarktung erhielt NATURSTROM 2013 den Europäischen Solarpreis. Das Unternehmen plant und betreibt eigene Wind-, Solar- und Biomassekraftwerke, arbeitet intensiv mit Bürger-Energiegesellschaften zusammen und hat durch die eigenen Planungsteams und verschiedene Förderinstrumente bereits mehr als 230 Öko-Kraftwerke mit ans Netz gebracht.
1. Juli 2014
Fracking-Verbot: Bundesregierung muss Bundesbergrecht ändern
Zur Debatte um ein Fracking-Verbot erklärt Oliver Krischer, stv. Fraktionsvorsitzender:
Wir lehnen den Einsatz der Fracking-Methode zur Erdöl- und Erdgasgewinnung ab. Wir unterstützen und begrüßen die heutige Länderinitiative zu einem Fracking-Verbot. Das Risiko, unsere Grund- und Trinkwasservorräte schwer und dauerhaft durch den Einsatz der Fracking-Technologie zu beeinträchtigen, rechtfertigt nicht die kurzzeitige Förderung von vergleichsweise geringen Gasmengen.
Mit der Energiewende wollen wir ohnehin fossile durch erneuerbare Energien und Energieeffizienz konsequent ersetzen. Die Verschärfungen des Wasserrechts und die Einführung einer UVP-Pflicht sind richtig, aber politisch unzureichend. Sie unterlassen gerade eine politische und rechtliche Positionierung zu der umstrittenen Fördertechnik und verlagern die Verantwortung auf den Genehmigungsvollzug. Das reicht nicht aus. Die Untersagung von Fracking muss auch durch das Bergrecht erfolgen, wie es die Landesumweltminister und die Bundesumweltministerin kürzlich beschlossen haben. Bundeswirtschaftsminister Gabriel bleibt mit seinen bisherigen Äußerungen hinter diesem Vorschlag zurück.
http://www.gruene-bundestag.de
Die Augen vor dem Tierleid auf der Straße nicht verschließen
Anlässlich des heutigen Tages gegen Tiertransporte erklärt Friedrich Ostendorff, Sprecher für Agrarpolitik:
Immer noch herrschen erschütternde Zustände bei Lebendtransporten von Tieren. Schweine, Rinder, Schafe, Pferde und in großer Zahl auch deren Jungtiere werden über tausende Kilometer durch Europa und seine Grenzen hinaus transportiert. Die Transporte sind für die Tiere eine stunden-, oft sogar tagelange Tortur: Sie leiden unter der Enge, Hitze, Luftmangel und Durst.
Schuld daran sind Verordnungen, die nicht kontrolliert werden und zu lasch sind. Extrem niedrige Transportkosten machen diese Praktiken rentabel und die Bundesregierung befeuert den globalen Handel mit Tieren durch ihre Exportorientierung.
Wir fordern die Bundesregierung auf, sich auf EU-Ebene für eine ausnahmslose Maximaltransportdauer von acht Stunden einzusetzen und national die Transportdauer auf vier Stunden zu beschränken. Zusätzlich müssen die Kontrollen drastisch verschärft und Sanktionen wirkungsvoll eingesetzt werden.
www.gruene-bundestag.de
611 Kilogramm Abfall pro Kopf: Deutschland deutlich über EU-Durchschnitt
Pressemitteilung des Statistischen Bundesamtes
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Zahl der Woche vom 01.07.2014
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611 Kilogramm Abfall pro Kopf: Deutschland deutlich über EU-Durchschnitt
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WIESBADEN - 2012 fielen in Deutschland im Durchschnitt 611 Kilogramm
Siedlungsabfall je Einwohner an. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis)
auf Grundlage von vorläufigen Eurostat-Daten mitteilt, lag die Abfallmenge
damit deutlich über dem EU-Durchschnitt von rund 492 Kilogramm je Einwohner.
Noch höhere Werte gab es nur in Luxemburg (662 Kilogramm), Zypern (663
Kilogramm) und Dänemark (668 Kilogramm). Hingegen war das Abfallaufkommen
vor allem in den östlichen EU-Staaten deutlich geringer. Die niedrigsten
Mengen je Einwohner verzeichneten Estland (279 Kilogramm) und Lettland (301
Kilogramm).
planet e. - ZDF.de + Deutschlands heimliche Atomtransporte
planet e. - ZDF.de
Am 30. Juni
2011 hat die Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie
beschlossen. Bis Ende 2022 sollen alle deutschen Atomkraftwerke
abgeschaltet sein. Doch der sogenannte Atomausstieg ist eine
Mogelpackung. Wie "planet e." zeigt, wird Deutschland weiterhin eine
entscheidende Rolle in der Kernenergie spielen - bei der Anreicherung
von Uran und der Produktion von Brennstäben.
Am 30. Juni
2011 hat die Bundesregierung den Ausstieg aus der Atomenergie
beschlossen. Bis Ende 2022 sollen alle deutschen Atomkraftwerke
abgeschaltet sein. Doch der sogenannte Atomausstieg ist eine
Mogelpackung. Wie "planet e." zeigt, wird Deutschland weiterhin eine
entscheidende Rolle in der Kernenergie spielen - bei der Anreicherung
von Uran und der Produktion von Brennstäben.
Gute Ansichten von Max Schön | Stiftung 2°
Veröffentlicht am 01.07.2014
Max Schön, Vorstand der Stiftung 2°, im Interview mit Love Green TV.
Eltern rebellieren gegen Früheinschulung
Eltern rebellieren gegen Früheinschulung
Über 4800 Familien stellen Anträge gegen die Früheinschulung
ihrer Kinder – so viele wie noch nie. CDU und Grüne wollen spätere
Schulpflicht. Auch Neuköllns SPD-Bildungsstadträtin kritisiert das
Verfahren.
Über 4800 Familien stellen Anträge gegen die Früheinschulung
ihrer Kinder – so viele wie noch nie. CDU und Grüne wollen spätere
Schulpflicht. Auch Neuköllns SPD-Bildungsstadträtin kritisiert das
Verfahren.
Dramatische Abnahme der Biodiversität auf Agrarflächen durch ausufernde Intensivierung der Landwirtschaft
Hamburg (ots) - Studie zeigt erhebliche Interessenskonflikte zwischen Landwirtschaft und Naturschutz / Dr. Michael Otto überreicht Studie und 20-Punkte-Plan an die Staatssekretäre Jochen Flasbarth und Dr. Robert Kloos / Untergliederung großer Ackerflächen für mehr Strukturvielfalt und extensive Nutzung von Dauergrünland sind wesentliche Punkte /
Berlin/Hamburg, 1. Juli 2014 - Die Biodiversität in Deutschland ist vor allem im Bereich der Agrarflächen ernsthaft bedroht. Daran haben bislang weder die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt noch das "Greening" im Zuge der neuen EU-Agrarförderung etwas ändern können. Dies zeigt eine aktuelle Bestandsaufnahme und Analyse der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, die jetzt in Berlin von Dr. Michael Otto vorgestellt wurde. Die von seiner Stiftung beim Michael-Otto-Institut im NABU, Bergenhusen, in Auftrag gegebene Studie "Naturschutz in der Agrarlandschaft am Scheideweg - Misserfolge, Erfolge, neue Wege" analysiert die Verluste biologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft am Beispiel der Pflanzen und Vögel. So haben sich beispielsweise die Bestände von 15 der 20 typischen Brutvögel in landwirtschaftlich genutzten Lebensräumen kontinuierlich reduziert, bei drei Arten hat sich der Bestand seit 1980 sogar mehr als halbiert. Mindestens genauso dramatisch stellt sich die Situation der Blütenpflanzen der Agrarlebensräume dar, einzelne Arten haben seit den 1950er Jahren mehr als 99 Prozent ihres Bestands eingebüßt.
Als Hauptursache für die fortschreitende Abnahme der Biodiversität haben Institutsleiter Dr. Hermann Hötker und Prof. Christoph Leuschner die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft ausgemacht. Die Produktionsförderung für nachwachsende Rohstoffe und die hohe Nachfrage nach Grundstoffen zur Herstellung regenerativer Energieträger wie Biokraftstoffe oder Biogas heizen den Flächenbedarf an landwirtschaftlicher Nutzfläche noch zusätzlich an und gefährden so die letzten Refugien der Biodiversität. "Die Ziele einer Intensivierung der Landwirtschaft auf der einen und die Bewahrung der Biodiversität auf der anderen Seite stehen sich häufig diametral gegenüber. Gerade wegen dieser Interessenskonflikte ist eine enge Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft heute dringend erforderlich", erklärt Dr. Michael Otto.
Um den Dialog zwischen den Interessengruppen und den politischen Entscheidungsträgern im Sinne eines partnerschaftlich betriebenen Umweltschutzes zu intensivieren, überreichte Dr. Michael Otto die Studie und einen 20-Punkte-Plan den Staatssekretären Jochen Flasbarth im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, und Dr. Robert Kloos im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Wesentliche Punkte sind die Untergliederung großer Ackerflächen für mehr Strukturvielfalt und die vermehrte extensive Nutzung von Dauergrünland sowie eine verstärkte Förderung des ökologischen Landbaus und die Ausweisung von Vorrangflächen für die Biodiversität im Acker- und Grünland.
Die Studie untersucht darüber hinaus, inwieweit die bisher verfügbaren Instrumente des Naturschutzes wirksam waren und ob sie für die noch zunehmenden Anforderungen ausreichen. Zudem beleuchtet sie alternative Ansätze des Biodiversitätsschutzes in der Agrarlandschaft aus anderen Ländern und prüft deren Übertragbarkeit auf Deutschland.
Wie die Studie der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz weiter zeigt, ging die Fläche des artenreichen mesophilen (mittelfeuchten) Grünlands und des Feuchtgrünlands in Norddeutschland seit 1950 um rund 85 Prozent zurück. Die Ursache hierfür war vor allem die Umwandlung in Intensiv-Grünland. Im Ackerland verringerte sich die potenziell für Ackerwildkräuter (Segetalflora) besiedelbare Fläche um etwa 95 Prozent. Selbst eine stärkere Anlage von extensiv genutzten Ackerrandstreifen wird nicht ausreichen, um die Restbestände der Ackerwildkräuter dauerhaft zu schützen.
Auch der Ökolandbau kann nur begrenzte Beiträge zum Artenschutz leisten. Der Umfang von Agrar-Umweltmaßnahmen (AUM) ist in Deutschland derzeit viel zu gering, als dass messbare Auswirkungen auf die Bestandsentwicklung der Ackervögel zu erwarten wären. Zudem ist die Qualität der Maßnahmen oft nicht ausreichend und zu wenig regionen- bzw. artenspezifisch. Grünlandschutzgebiete können zur Bestandsstützung einiger hoch bedrohter Arten zwar beitragen, jedoch den flächendeckenden Negativtrend nicht aufhalten, zumal die Schutzziele in der überwiegenden Zahl der Fälle verfehlt werden. Hinzu kommt, dass in zehn Bundesländern kein regelmäßiges Monitoring der Wirksamkeit von AUM in Bezug auf Agrar-Vogelarten durchgeführt wird.
Erfolgreiche Schutzprojekte im Grün- und Ackerland zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass eine intensive Betreuung vorhanden ist. Als Faustregel sollten mindestens 0,1 Personalstellen pro 100 ha Schutzgebietsfläche bzw. ein Viertel der Projektgesamtkosten für Beratung, Betreuung und Monitoring von Agrar-Umweltmaßnahmen verfügbar sein. Für die nächste Zukunft ist mit keiner Verbesserung der Biodiversität auf Agrarflächen zu rechnen. Auch das derzeit anlaufende "Greening" wird auch in nächster Zukunft mit keiner Verbesserung der Biodiversität auf Ackerflächen zu rechnen sein", erklärt Dr. Hermann Hötker.
Vielversprechenden Schutz der Biodiversität scheinen Demonstrationsbetriebe mit Biotop-Management-Maßnahmen zu erzielen - und das trotz konventioneller Wirtschaftsweise und ohne Minderung der Wirtschaftlichkeit des Hofes. Das Beispiel der Hope Farm in England demonstriert, wie sich Ökonomie und Ökologie im konventionellen Ackerbau vereinbaren lassen. In Deutschland besteht dringender Bedarf an vergleichbaren landwirtschaftlichen Demonstrationsprojekten, die die Vereinbarkeit von Wirtschaftlichkeit und Naturschutz transparent machen. Die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz verfolgt diesen Weg mit ihrer Arbeit weiter, damit praktische Lösungen gefunden werden können.
Berlin/Hamburg, 1. Juli 2014 - Die Biodiversität in Deutschland ist vor allem im Bereich der Agrarflächen ernsthaft bedroht. Daran haben bislang weder die Nationale Strategie zur biologischen Vielfalt noch das "Greening" im Zuge der neuen EU-Agrarförderung etwas ändern können. Dies zeigt eine aktuelle Bestandsaufnahme und Analyse der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz, die jetzt in Berlin von Dr. Michael Otto vorgestellt wurde. Die von seiner Stiftung beim Michael-Otto-Institut im NABU, Bergenhusen, in Auftrag gegebene Studie "Naturschutz in der Agrarlandschaft am Scheideweg - Misserfolge, Erfolge, neue Wege" analysiert die Verluste biologischer Vielfalt in der Agrarlandschaft am Beispiel der Pflanzen und Vögel. So haben sich beispielsweise die Bestände von 15 der 20 typischen Brutvögel in landwirtschaftlich genutzten Lebensräumen kontinuierlich reduziert, bei drei Arten hat sich der Bestand seit 1980 sogar mehr als halbiert. Mindestens genauso dramatisch stellt sich die Situation der Blütenpflanzen der Agrarlebensräume dar, einzelne Arten haben seit den 1950er Jahren mehr als 99 Prozent ihres Bestands eingebüßt.
Als Hauptursache für die fortschreitende Abnahme der Biodiversität haben Institutsleiter Dr. Hermann Hötker und Prof. Christoph Leuschner die zunehmende Intensivierung der Landwirtschaft ausgemacht. Die Produktionsförderung für nachwachsende Rohstoffe und die hohe Nachfrage nach Grundstoffen zur Herstellung regenerativer Energieträger wie Biokraftstoffe oder Biogas heizen den Flächenbedarf an landwirtschaftlicher Nutzfläche noch zusätzlich an und gefährden so die letzten Refugien der Biodiversität. "Die Ziele einer Intensivierung der Landwirtschaft auf der einen und die Bewahrung der Biodiversität auf der anderen Seite stehen sich häufig diametral gegenüber. Gerade wegen dieser Interessenskonflikte ist eine enge Zusammenarbeit von Naturschutz und Landwirtschaft heute dringend erforderlich", erklärt Dr. Michael Otto.
Um den Dialog zwischen den Interessengruppen und den politischen Entscheidungsträgern im Sinne eines partnerschaftlich betriebenen Umweltschutzes zu intensivieren, überreichte Dr. Michael Otto die Studie und einen 20-Punkte-Plan den Staatssekretären Jochen Flasbarth im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit, und Dr. Robert Kloos im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Wesentliche Punkte sind die Untergliederung großer Ackerflächen für mehr Strukturvielfalt und die vermehrte extensive Nutzung von Dauergrünland sowie eine verstärkte Förderung des ökologischen Landbaus und die Ausweisung von Vorrangflächen für die Biodiversität im Acker- und Grünland.
Die Studie untersucht darüber hinaus, inwieweit die bisher verfügbaren Instrumente des Naturschutzes wirksam waren und ob sie für die noch zunehmenden Anforderungen ausreichen. Zudem beleuchtet sie alternative Ansätze des Biodiversitätsschutzes in der Agrarlandschaft aus anderen Ländern und prüft deren Übertragbarkeit auf Deutschland.
Wie die Studie der Michael Otto Stiftung für Umweltschutz weiter zeigt, ging die Fläche des artenreichen mesophilen (mittelfeuchten) Grünlands und des Feuchtgrünlands in Norddeutschland seit 1950 um rund 85 Prozent zurück. Die Ursache hierfür war vor allem die Umwandlung in Intensiv-Grünland. Im Ackerland verringerte sich die potenziell für Ackerwildkräuter (Segetalflora) besiedelbare Fläche um etwa 95 Prozent. Selbst eine stärkere Anlage von extensiv genutzten Ackerrandstreifen wird nicht ausreichen, um die Restbestände der Ackerwildkräuter dauerhaft zu schützen.
Auch der Ökolandbau kann nur begrenzte Beiträge zum Artenschutz leisten. Der Umfang von Agrar-Umweltmaßnahmen (AUM) ist in Deutschland derzeit viel zu gering, als dass messbare Auswirkungen auf die Bestandsentwicklung der Ackervögel zu erwarten wären. Zudem ist die Qualität der Maßnahmen oft nicht ausreichend und zu wenig regionen- bzw. artenspezifisch. Grünlandschutzgebiete können zur Bestandsstützung einiger hoch bedrohter Arten zwar beitragen, jedoch den flächendeckenden Negativtrend nicht aufhalten, zumal die Schutzziele in der überwiegenden Zahl der Fälle verfehlt werden. Hinzu kommt, dass in zehn Bundesländern kein regelmäßiges Monitoring der Wirksamkeit von AUM in Bezug auf Agrar-Vogelarten durchgeführt wird.
Erfolgreiche Schutzprojekte im Grün- und Ackerland zeichnen sich unter anderem dadurch aus, dass eine intensive Betreuung vorhanden ist. Als Faustregel sollten mindestens 0,1 Personalstellen pro 100 ha Schutzgebietsfläche bzw. ein Viertel der Projektgesamtkosten für Beratung, Betreuung und Monitoring von Agrar-Umweltmaßnahmen verfügbar sein. Für die nächste Zukunft ist mit keiner Verbesserung der Biodiversität auf Agrarflächen zu rechnen. Auch das derzeit anlaufende "Greening" wird auch in nächster Zukunft mit keiner Verbesserung der Biodiversität auf Ackerflächen zu rechnen sein", erklärt Dr. Hermann Hötker.
Vielversprechenden Schutz der Biodiversität scheinen Demonstrationsbetriebe mit Biotop-Management-Maßnahmen zu erzielen - und das trotz konventioneller Wirtschaftsweise und ohne Minderung der Wirtschaftlichkeit des Hofes. Das Beispiel der Hope Farm in England demonstriert, wie sich Ökonomie und Ökologie im konventionellen Ackerbau vereinbaren lassen. In Deutschland besteht dringender Bedarf an vergleichbaren landwirtschaftlichen Demonstrationsprojekten, die die Vereinbarkeit von Wirtschaftlichkeit und Naturschutz transparent machen. Die Michael Otto Stiftung für Umweltschutz verfolgt diesen Weg mit ihrer Arbeit weiter, damit praktische Lösungen gefunden werden können.
EuGH-Urteil gute Nachricht für Stromkunden
Berlin (ots) - Als gute Nachricht für saubere Energie und die Stromkunden wertet der Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) das heutige Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Fall Ålands Vindkraft AB (Rechtssache C-573/12). "Die Richter am EuGH haben betont, dass die EU-Mitgliedsstaaten großen Freiraum haben, die Erneuerbaren Energien entsprechend ihren jeweiligen nationalen, demokratisch legitimierten Überzeugungen zu fördern. Damit wird es keine Rosinenpickerei über die Grenzen hinweg geben, was nur das deutsche System deutlich verteuert und die Stromkunden belastet hätte."
Der finnische Windpark-Betreiber Ålands Vindkraft wollte vor dem EuGH durchsetzen, dass er vom schwedischen Fördersystem profitiert. Dies hatten die schwedischen Behörden abgelehnt. Der EuGH gab den Behörden nun Recht.
Die Richter wiesen in ihrem Urteil auch ausdrücklich darauf hin, dass es im Allgemeininteresse liege, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu fördern, um die Umwelt zu schützen und die Klimaveränderungen zu bekämpfen. BEE-Geschäftsführer Falk dazu: "Durch diese Klarstellung von höchster Stelle haben Europas Regierungen, aber auch die Investoren in Erneuerbare Energien Rechts- und Planungssicherheit. Das gibt der Energiewende neuen Schub."
Falk weiter: "Übrigens werden sich auch die französischen Stromkunden freuen, weil nun keine deutschen Unternehmen von den deutlich höheren südfranzösischen Solarstromvergütungen, die dort aufgrund des Ausschreibungssystems gezahlt werden, profitieren können."
Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 29 Verbänden und Organisationen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Wir vertreten auf diese Weise 371 400 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.
Der finnische Windpark-Betreiber Ålands Vindkraft wollte vor dem EuGH durchsetzen, dass er vom schwedischen Fördersystem profitiert. Dies hatten die schwedischen Behörden abgelehnt. Der EuGH gab den Behörden nun Recht.
Die Richter wiesen in ihrem Urteil auch ausdrücklich darauf hin, dass es im Allgemeininteresse liege, die Nutzung erneuerbarer Energiequellen zu fördern, um die Umwelt zu schützen und die Klimaveränderungen zu bekämpfen. BEE-Geschäftsführer Falk dazu: "Durch diese Klarstellung von höchster Stelle haben Europas Regierungen, aber auch die Investoren in Erneuerbare Energien Rechts- und Planungssicherheit. Das gibt der Energiewende neuen Schub."
Falk weiter: "Übrigens werden sich auch die französischen Stromkunden freuen, weil nun keine deutschen Unternehmen von den deutlich höheren südfranzösischen Solarstromvergütungen, die dort aufgrund des Ausschreibungssystems gezahlt werden, profitieren können."
Als Dachverband der Erneuerbare-Energien-Branche in Deutschland bündelt der BEE die Interessen von 29 Verbänden und Organisationen mit 30 000 Einzelmitgliedern, darunter mehr als 5 000 Unternehmen. Wir vertreten auf diese Weise 371 400 Arbeitsplätze und mehr als 3 Millionen Kraftwerksbetreiber. Unser Ziel: 100 Prozent Erneuerbare Energie in den Bereichen Strom, Wärme und Verkehr.
EnergieCheck mit neuen Funktionen - Ausbau per Crowdfunding + App für iOS und Android jetzt mit neuem Design und Erinnerungsfunktion + Photovoltaik-Modul geplant + bisher mehr als 33.000 Downloads
Berlin (ots) - Wer regelmäßig Zählerstände sammeln und so für Überblick beim Energieverbrauch sorgen will, kann sich ab sofort per App erinnern lassen. Die Erinnerungsfunktion ist Teil eines umfangreichen Updates des EnergieChecks für iOS und Android, der bislang rund 33.000 Mal herunter geladen wurde. Die kostenlose App der gemeinnützigen co2online GmbH hat zudem ein neues Design erhalten. Außerdem informiert der EnergieCheck seine Nutzer nun regelmäßig über Neuigkeiten: Anstelle statischer Energiespartipps liefert die App jetzt mehrmals wöchentlich aktuelle Nachrichten zu den Themen Energiesparen und Klimaschutz. Weitere Einzelheiten, Bilder und Links zu der vom Bundesumweltministerium geförderten App sind unter http://www.co2online.de/service/energiesparapp/ zu finden.
Crowdfunding: Erweiterung der Energiespar-App mit Nutzer-Hilfe
Mit Unterstützung der Nutzer soll der EnergieCheck in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Geplant ist, zahlreiche kleine und große Wünsche der Nutzer zu realisieren. Dazu hat co2online auf http://www.startnext.de/energiecheck eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Wer sich bis zum 22. Juli daran beteiligt, erhält eine Spendenquittung oder ein Dankeschön wie Heizgutachten, Klimaschutz-Pakete oder einen Blick hinter die Kulissen des EnergieChecks. Mehr als 25 Prozent der erforderlichen Mittel haben die Nutzer bereits gesammelt.
App-Ausbau für Besitzer von Photovoltaikanlagen
Am häufigsten haben sich die Nutzer des EnergieChecks eine Erweiterung der App für Photovoltaikanlagen gewünscht. Ist das Crowdfunding erfolgreich, können Besitzer von PV-Anlagen künftig nicht nur bequem ihren Ertrag auswerten. Auch Defekte wären so deutlich schneller zu erkennen. Mit dem erweiterten EnergieCheck ließe sich dann nicht nur der Verbrauch, sondern auch die Stromproduktion mit wenig Aufwand überwachen. Neben dem Photovoltaik-Modul sollen per Crowdfunding auch kleinere Verbesserungen und eine Version für Tablets finanziert werden.
Mit der aktuellen Version des EnergieChecks können Zähler- bzw. Füllstände für Heizen, Strom und Wasser gesammelt und ausgewertet werden. Verschiedene integrierte EnergiesparChecks unterstützen die App-Nutzer beim Energiesparen, zum Beispiel beim Senken des Standby-Verbrauchs. Die Branchenbuch-Suche erleichtert das Finden von Experten wie Energieberatern, Architekten und Handwerkern.
Über co2online
Die co2online gemeinnützige GmbH (http://www.co2online.de) setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven EnergiesparChecks, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln und Heizgutachten motiviert sie den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. Ein starkes Netzwerk mit Partnern aus Medien, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unterstützt verschiedene Informationskampagnen. Die Handlungsimpulse, die die Kampagnen von co2online auslösen, tragen nachweislich zur CO2-Minderung bei.
Crowdfunding: Erweiterung der Energiespar-App mit Nutzer-Hilfe
Mit Unterstützung der Nutzer soll der EnergieCheck in den kommenden Monaten weiter ausgebaut werden. Geplant ist, zahlreiche kleine und große Wünsche der Nutzer zu realisieren. Dazu hat co2online auf http://www.startnext.de/energiecheck eine Crowdfunding-Kampagne gestartet. Wer sich bis zum 22. Juli daran beteiligt, erhält eine Spendenquittung oder ein Dankeschön wie Heizgutachten, Klimaschutz-Pakete oder einen Blick hinter die Kulissen des EnergieChecks. Mehr als 25 Prozent der erforderlichen Mittel haben die Nutzer bereits gesammelt.
App-Ausbau für Besitzer von Photovoltaikanlagen
Am häufigsten haben sich die Nutzer des EnergieChecks eine Erweiterung der App für Photovoltaikanlagen gewünscht. Ist das Crowdfunding erfolgreich, können Besitzer von PV-Anlagen künftig nicht nur bequem ihren Ertrag auswerten. Auch Defekte wären so deutlich schneller zu erkennen. Mit dem erweiterten EnergieCheck ließe sich dann nicht nur der Verbrauch, sondern auch die Stromproduktion mit wenig Aufwand überwachen. Neben dem Photovoltaik-Modul sollen per Crowdfunding auch kleinere Verbesserungen und eine Version für Tablets finanziert werden.
Mit der aktuellen Version des EnergieChecks können Zähler- bzw. Füllstände für Heizen, Strom und Wasser gesammelt und ausgewertet werden. Verschiedene integrierte EnergiesparChecks unterstützen die App-Nutzer beim Energiesparen, zum Beispiel beim Senken des Standby-Verbrauchs. Die Branchenbuch-Suche erleichtert das Finden von Experten wie Energieberatern, Architekten und Handwerkern.
Über co2online
Die co2online gemeinnützige GmbH (http://www.co2online.de) setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven EnergiesparChecks, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln und Heizgutachten motiviert sie den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. Ein starkes Netzwerk mit Partnern aus Medien, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik unterstützt verschiedene Informationskampagnen. Die Handlungsimpulse, die die Kampagnen von co2online auslösen, tragen nachweislich zur CO2-Minderung bei.
ÖKOWORLD AG: Wir wollen keine US-Angriffswaffen in der Eifel, Frau Merkel! Verantwortungslose Modernisierung von nuklearen Atomraketen in Büchel
Hilden/Düsseldorf (ots) - Die Rheinische Post (RP) hatte bereits Ende Mai berichtet, dass das US-Militär damit begonnen habe, die in Deutschland stationierten Atomwaffen zu modernisieren, um deren Sicherheit, Zuverlässigkeit und auch Abschreckung zu gewährleisten. Also nur fünf Jahre, nachdem Barack Obama für eine Welt ohne Atomwaffen geworben hat, kommt die nukleare Rolle rückwärts. Die USA haben jüngst Modernisierungsprogramme für die in Deutschland stationierten Atombomben gestartet am Nuklearwaffenstützpunkt Büchel. Als "Lebensdauerverlängerungsprogramm" heißt es.
Alfred Platow kritisiert: "Das ist ein sehr doppelzüngiges Spiel, in das unsere Bundesregierung hier involviert ist. Auf der einen Seite soll global die nukleare Abrüstung nach vorne gebracht werden, auf der anderen Seite machen wir in Deutschland quasi vor der Haustür mit nuklearen Modernisierungsmaßnahmen munter weiter. Und das Aberwitzige, das wirklich nur schwer zu glauben ist: Die USA haben unsere Bundesregierung angeblich weder informiert noch hat es Verhandlungen gegeben zu den in der Eifel gelagerten Raketen. Kann man das glauben? Ich halte das für verantwortungslos und beschämend, dass die USA angeblich ,nach einer nationalen Entscheidung der US-Administration' auf deutschem Boden nachrüsten, ohne dass unsere Regierung darüber mitbestimmen darf oder einbezogen wird. Frau Merkel muss doch sicher nicht Obamas Handy abhören, um darüber Kenntnis zu erlangen."
Die ÖKOWORLD AG hat, um plakativ Widerstrand zu demonstrieren, nach Vorbild des Antiatomkraftaufklebers einen Anti-US-Atomraketenaufkleber in die Produktion gegeben, um diesen zu verteilen.
Nach Angaben des WDR-Magazins "Monitor" war die Bundesregierung aber wohl doch näher in die Planungen eingebunden. "Monitor" bezieht sich auf einen Bericht des US-amerikanischen Rechnungshofes (GAO). Daraus geht hervor, dass tatsächlich sehr konkrete Absprachen zwischen den USA und den Nato-Partnern stattgefunden haben. Laut US-Rechnungshof wurden dabei auch blutige Details wie "Sprengkraft" und "Treffsicherheit" der neuen Waffen thematisiert. Mittlerweile bestätigte die Bundesregierung lediglich eine "Unterrichtung". Über weitere Inhalte könne "aus Gründen des Geheimschutzes keine Antwort gegeben werden".
Die seit 1999 börsennotierte ÖKOWORLD AG (vormals versiko AG) ist ein führendes Unternehmen im Bereich ethisch-ökologischer Kapitalanlagen. Über 35 Jahre Erfahrung fließen in die erfolgreiche Entwicklung und Auflegung eigener Produkte ein, im Vertrieb werden über die ethisch-ökologische Vermögensberatung über 50.000 Kunden und Kundinnen bundesweit betreut.
LobbyControl: Wechsel von Dirk Niebel zu Rheinmetall völlig inakzeptabel
Berlin, 01. Juli 2014. Zum heute bekannt gewordenen Seitenwechsel des
früheren Entwicklungsministers Niebel zu Rheinmetall erklärt Timo Lange
von LobbyControl:
„Der Wechsel von Dirk Niebel in einen Lobbyjob beim Rüstungskonzern
Rheinmetall ist völlig inakzeptabel. Der Seitenwechsel zeigt aufs
Deutlichste, dass Karenzzeiten für Minister dringend notwendig sind.
Niebel war als Minister Mitglied des Bundessicherheitsrates und damit
auch an Entscheidungen über Waffenexporte beteiligt. Der Wechsel zu
einem Rüstungskonzern ist damit nicht nur fragwürdig, sondern geradezu
dreist.
Dirk Niebels Hintergrund als ehemaliger Entwicklungshilfeminister wird
Rheinmetall sowohl bei Kontakten zu ausländischen Regierungen als auch
zur Bundesregierung nützlich sein. Ein Jahr reicht nicht aus, um einen
ausreichenden Abstand zwischen Amt und Lobbytätigkeit zu gewährleisten.
Wir fordern eine gesetzliche Abkühlphase von drei Jahren für Minister.
In dieser Zeit sollen keine Lobbytätigkeiten ausgeübt werden dürfen.
Die große Koalition hat sich bei der Einführung von Karenzzeiten seit
dem umstrittenen Wechsel Pofallas zur Bahn nicht mehr bewegt, obwohl sie
noch im Frühjahr eine Regelung vor der Sommerpause angekündigt hatte.
Der Wandel des ehemaligen Ministers vom Entwicklungshelfer zum
Rüstungsexporteur ist beschämend für die Bundesregierung, die nun
schnellstmöglich tätig werden muss.“
Hintergrund:
LobbyControl hat über 39.000 Unterschriften für die Einführung von
gesetzlichen Karenzzeiten gesammelt. Ein Teil der Unterschriften wurde
bereits im März an die Bundesregierung übergeben.
Start der systematischen Antibiotika-Erfassung in der Tiermast + Auftakt für eine konsequente Minimierung des Antibiotikaeinsatzes
(lifePR) (Berlin, 01.07.2014) Ab dem 01. Juli 2014 müssen Betriebe, die Rinder, Schweine, Hühner und Puten zur Mast halten, erfassen, wie häufig ihre Tiere mit Antibiotika behandelt werden. Damit tritt das 16. Gesetz zur Änderung des Arzneimittelgesetzes nunmehr endgültig in Kraft. Ziel der Novelle ist es, den Einsatz von Antibiotika in der Nutztierhaltung sukzessive zu reduzieren. Die neuen Regelungen ermöglichen den Überwachungsbehörden die Beurteilung der Therapiehäufigkeit in einem Betrieb und den Vergleich mit anderen Betrieben. Auf dieser Grundlage kann der Tierhalter zu erforderlichen Prüfungen und Maßnahmen verpflichtet werden.
Für Bundeslandwirtschaftsminister Christin Schmidt ist der heutige Tag der Beginn der Minimierung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung: "Der heutige Tag ist eine Zäsur. Das ab heute praktizierte Erfassungs- und Vergleichssystem soll dazu beitragen, den Antibiotikaeinsatz kontinuierlich auf das therapeutisch notwendige Mindestmaß zu minimieren. Dies ist und bleibt unser Ziel. Auch auf die Tierhaltung wird sich das Minimierungskonzept positiv auswirken. Ich bin fest davon überzeuge, dass am Ende von den Regelungen alle profitieren werden: Tiere, Verbraucher, Tierhalter und Tierärzte."
Mit der Novellierung des Arzneimittelgesetzes wird ein neues System zur flächendeckenden Minimierung des Antibiotikaeinsatzes in der Tierhaltung etabliert. Von heute an sind Tierhalter verpflichtet, alle sechs Monate der zuständigen Behörde zu melden, welche Antibiotika sie in diesem Zeitraum in welchen Mengen welcher Anzahl von Tieren verabreicht haben. Bis spätestens 14. Januar 2015 müssen die Meldungen an die zuständigen Behörden erfolgen. Nach Auswertung der Daten durch die Landesbehörden und das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit wird bis zum 31. März 2015 eine bundesweite sogenannte "betriebliche halbjährliche Therapiehäufigkeit" ermittelt. Liegt ein Betrieb mit seiner individuellen Kennzahl über dem Bundesdurchschnitt, müssen Tierhalter und Tierarzt gemeinsam die Ursachen ermitteln und Maßnahmen ergreifen, die zur Reduktion der Antibiotikaverwendung führen. Liegt ein Betrieb im obersten Viertel, muss der Tierhalter nach Beratung mit seinem Tierarzt einen schriftlichen Maßnahmenplan zur Senkung des Antibiotikaeinsatzes erarbeiten und diesen der zuständigen Behörde übermitteln.
Im Rahmen dieses neuen Melde- und Kontrollsystems erhalten die Länderbehörden der Tierarzneimittelüberwachung deutlich mehr Befugnisse. Tierhalter können von der zuständigen Überwachungsbehörde verpflichtet werden, Änderungen in der Haltung, Fütterung der Tiere, Besatzdichte oder Hygiene vorzunehmen. Wenn die Meldungen nicht erfolgen oder Anordnungen nicht befolgt werden, können Bußgelder verhängt werden. Als Ultima Ratio kann die Behörde das zeitweise Ruhen der Tierhaltung anordnen. Die Regelungen der Novellierung des Arzneimittelgesetzes wirken somit auch in die Tierhaltungssysteme ein.
Weitere Informationen zur 16. Novelle des Arzneimittelgesetzes unter www.bmelv.de/....
Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie "DART"
2008 wurde die Deutsche Antibiotika-Resistenzstrategie "DART" ins Leben gerufen. Zentrales Ziel der gemeinsamen Strategie des Bundesministeriums für Gesundheit, des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ist die Reduzierung und Verminderung der Ausbreitung von Antibiotika-Resistenzen in Deutschland. Die DART wird derzeit überarbeitet. Weitere Informationen unter www.bmel.de/dart.
INTERNATIONALE ÄCHTUNG BEWAFFNETER DROHNEN
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IPPNW PRESSEMITTEILUNG
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Datum: 01.07.2014
INTERNATIONALE ÄCHTUNG BEWAFFNETER DROHNEN
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IPPNW fordert: Keine Kampfdrohnen für die Bundeswehr
Anlässlich der aktuellen Beschaffungsdebatte fordert die IPPNW-Vorsitzende
Susanne Grabenhorst, bewaffnete Drohnen völkerrechtlich zu ächten. Sie
appelliert an die Bundesregierung, ein Signal für internationale
Rüstungskontrolle und Abrüstung zu setzen und auf den Ankauf bewaffneter
oder nachträglich zu bewaffnender Drohnen grundsätzlich zu verzichten.
Laut einer Studie von Medact (Britische IPPNW-Sektion) wurden in Pakistan,
Somalia und Jemen seit 2001 zwischen 3.000-4.500 Menschen durch US-Drohnen
getötet, darunter viele Zivilisten. Darüber hinaus sind die
psychologischen Folgen der Kriegsführung mit Kampfdrohnen für die
Betroffenen gravierend. Die Opfer der permanenten Überwachung
beschreiben, dass sie in ständiger Angst leben und das Gefühl haben, zu
keiner Zeit und an keinem Ort mehr sicher zu sein.
Die Friedensorganisation IPPNW erwartet, dass die Bundesregierung schon in
diesem Sommer eine Entscheidung über die Beschaffung von Kampfdrohnen
treffen wird. Zur Vorbereitung veranstaltete der Verteidigungsausschuss
des Bundestages eine öffentliche Anhörung zu grundsätzlichen Fragen
unbemannter Luftfahrzeuge, „die über die Aufklärung hinaus auch
weitergehende Kampffähigkeiten haben“. Während der Ausschuss völker-
und verfassungsrechtliche sowie sicherheitspolitische und ethische Fragen
diskutierte, scheint die Entscheidung des Verteidigungsministeriums nur
noch den Typ der Drohne und die Anzahl der anzuschaffenden Systeme zu
betreffen. Allgemein wird angenommen, dass es sich um den Ankauf von
Drohnen des Typs Reaper aus den USA handeln wird. Die US-Armee bestückt
diese mit Hellfire-Raketen und/oder Lenkbomben. Entsprechend kann auch die
Bundeswehr diese Drohnen nachrüsten. Der Ankauf soll den Zeitraum
überbrücken, bis ein europäisches Konsortium ab Mitte des kommenden
Jahrzehnts eine eigene europäische Kampfdrohne stellen kann.
Für die IPPNW bleiben bewaffnete Drohnen eine Distanzwaffe, die die
Hemmschwelle militärischer Einsätze noch niedriger legen wird. Von den
BefürworterInnen dieser Technologie herangezogene Vergleiche mit der
Distanz von Kampfflugzeugen, Raketen oder Artilleriekanonen zu ihren
Zielen entkräften diese Sorge nicht. Während Kampfdrohnen das Leben
eigener SoldatInnen schützt, werfen die Zahlen der „unbeabsichtigten
Opfer“ unter der Zivilbevölkerung ein Licht auf die ethische
Fragwürdigkeit dieser Waffensysteme. In der asymmetrischen Kriegsführung
erweisen sich bewaffnetete Drohnen zudem als bevorzugtes Mittel für
extralegale Tötungen, die gegen Völkerrecht und Strafrecht verstoßen.
Die IPPNW unterstützt alle Anstrengungen, diese Waffengattung und ihre
drohende weitere Entwicklung zu autonomen Killermaschinen weltweit zu
ächten.
Die Medact-Studie "Drones - the physical and psychological implications of
a global theatre of war" finden Sie unter
http://www.medact.org/wp-content/uploads/2013/11/report-dronesupdate-2013.pdf
Kohlegegner fordern von Schwedens Regierung den Stopp von Vattenfalls Tagebauen
Schweden mehrheitlich für Ende der Braunkohlepläne des Staatskonzerns
Berlin, 1. 7. 2014 – Die Vertreibung durch Vattenfalls Braunkohlepolitik zu stoppen fordert heute ein Bündnis aus Bürgerinitiativen und Umweltverbänden von der schwedischen Regierung. Der Energiekonzern Vattenfall gehört dem schwedischen Staat und plant aktuell in Brandenburg und Sachsen weitere Kohlegruben. Mehr als 3000 Menschen drohen so ihre Heimat zu verlieren. Begleitet von einem fünf Meter großen Schaufelradmodell überreicht das Bündnis dem schwedischen Botschafter einen Offenen Brief an die schwedische Regierung. „Vattenfalls schmutziges Braunkohlegeschäft in der Lausitz raubt Tausenden von Menschen die Heimat. Die meisten von ihnen wollen nicht umgesiedelt werden, doch sie können sich nicht wehren. Greift der schwedische Staat nicht ein, macht er sich mitschuldig an einer der größten Enteignungen in der Geschichte der Bundesrepublik“, so Thomas Burchardt, Sprecher der Lausitzer Bürgerinitiative Klinger Runde.
In dem Offenen Brief fordern Betroffene, lokale Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen die schwedischen Politiker auf, Vattenfalls Energiemix auf 100 Prozent Erneuerbare Energien umzustellen. Dazu muss das klimaschädliche Geschäft mit der Braunkohle in Deutschland beendet werden. Der Abbau und die Verstromung von Braunkohle, dem klimaschädlichsten aller Energieträger, hat katastrophale Folgen für Mensch und Natur. Feinstaub und Quecksilber aus den Kraftwerken machen Tausenden von Menschen krank. Für die Tagebaue werden Menschen enteignet und umgesiedelt. Wälder, Dörfer und Felder werden abgebaggert. Die Schäden durch die Tagebaue sind noch Jahrzehnte nach der Schließung offensichtlich: Rostschlamm färbt Flüsse braun und in versauerten Seen sterben Wassertiere und -pflanzen.
Internationale Menschenkette gegen Kohle
Nach einer von Greenpeace in Auftrag gegebenen repräsentativen Umfrage ist eine große Mehrheit der Schweden für den Ausstieg Vattenfalls aus der Braunkohle. Auf die Frage „Soll die Regierung Vattenfalls Pläne für weitere Braunkohletagebaue stoppen?“, antworteten 77 Prozent der Schweden mit Ja. Die Frage „Soll die Regierung Vattenfall beauftragen, die fossile Energiegewinnung einzustellen und stattdessen auf Erneuerbare Energien umzustellen?“, beantworteten 67 Prozent mit Ja. Das Meinungsforschungsinstitut SIFO hatte zwischen dem 3. und 9. Juni 1000 Schweden befragt. In einer Anfang Juni veröffentlichten Emnid-Umfrage sprachen sich 79 Prozent der Menschen in Brandenburg für einen Ausstieg aus der Braunkohle bis spätestens 2030 aus. Bundesweit waren es sogar 87 Prozent. „Schwedens Regierung darf nicht länger zusehen, wie der Staatskonzern Vattenfall in Deutschland Menschen vertreibt und das Klima zerstört. Sie muss den Konzern dazu bringen, aus der Braunkohle auszusteigen und in Deutschland ganz auf Erneuerbare zu setzen“, so Tobias Münchmeyer, Energieexperte von Greenpeace.
Immer mehr Menschen wehren sich gegen die Zerstörung durch Braunkohle. Mehr als 120.000 Menschen haben sich im vergangenen Jahr schriftlich gegen den geplanten Tagebau Welzow-Süd II ausgesprochen. Für den 23. August ruft ein breites Bündnis in der Lausitz zu einer grenzüberschreitenden Anti-Kohle-Kette zwischen Polen und Deutschland auf.
Die Presseerklärung unterstützen: Greenpeace, BUND, Campact, Naturfreunde Deutschlands, Energietisch Berlin, Anti-Atom Berlin, Klinger Runde, Lausitz Camp sowie Lausitzer Initiativen und Politiker
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