21. April 2026

▶︎ Julius Eastman, Vol. 5: Gay Guerrilla | Wild Up, Christopher Rountree, Julius Eastman | Wild Up

▶︎ Julius Eastman, Vol. 5: Gay Guerrilla | Wild Up, Christopher Rountree, Julius Eastman | Wild Up


Wild Ups neueste Veröffentlichung in ihrer zehnjährigen, mehrfach für den GRAMMY nominierten Reihe über den verstorbenen amerikanischen Komponisten und Universalgelehrten Julius Eastman ist „Gay Guerrilla“, ein provokantes und epochales Werk, das Queerness heiligt und eine wahre Revolution der Schwulenbefreiung entwirft.

Wie Eastman in seinen Ausführungen vor der Uraufführung von „Gay Guerrilla“ im Jahr 1980 erklärte: „Wenn es eine Sache gibt – und wenn es eine große Sache ist –, werden diejenigen, die dieser Sache angehören, ihr Blut opfern, denn ohne Blut gibt es keine Sache. Deshalb verwende ich den Begriff „schwuler Guerilla“ in der Hoffnung, selbst einer zu sein, wenn ich dazu berufen werde.“

Auf dieser Veröffentlichung arbeitet Wild Up die kompositorischen Merkmale und dringlichen Themen heraus, die Eastman als einzigartige Figur des amerikanischen Experimentalismus kennzeichnen: queere Anspielungen auf lutherische Gesangbücher, fast unerträglich spannungsgeladene Passagen frenetischer Wiederholungen und Ausbrüche melodischer Ekstase. Es ist ein Beweis für die sorgfältig geschliffene Fähigkeit des Ensembles, Eastmans eigenwillige Partituren in einem ihrem Schöpfer gebührenden Geist zu interpretieren.

Mit dieser eindrucksvollen Darbietung bekräftigt Wild Up die Aussage des Musikwissenschaftlers und Komponisten Luciano Chessa: „Selbst wenn Eastmans gesamte Musik bis auf dieses Werk verschwände, würde Gay Guerrilla genügen, um ihm einen festen Platz in der Geschichte der Musik des 20. Jahrhunderts zu sichern.“


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