„Vestibule“ ist ein Album des Komponisten Ed Cooper, interpretiert von Ben Finlay, Jack Adler-McKean und dem Octandre Ensemble. Als Diptychon innerhalb eines Triptychons angelegt, nutzen die beiden längeren Werke den Herzschlag der Musiker als Tempo. Diese Pulse bilden unregelmäßige, aber dennoch regulierende Ankerpunkte, die sowohl von den Gesten der Musiker beeinflusst werden als auch diese beeinflussen und sie durch eine treibende, zersplitternde Tiefe führen – ein Duo sich überlagernder, arrhythmischer Gebilde. Die ausgedehnten Stücke und statischen Strukturen laden zu konzentrierter Aufmerksamkeit ein, versetzen den Hörer aber gleichzeitig in eine andere Welt und erzeugen ein Erlebnis, das eher dem Lauschen als dem Eintauchen in die Musik gleicht: Diese Distanz ist die eigentliche Ausdrucksweise. Die drei kürzeren Stücke bewegen sich ebenfalls in tiefen Frequenzen, präsentieren aber im Gegensatz dazu Klangwelten, die aus klarerem melodischem Material konstruiert sind. Sie wirken wie eine Art Rahmenhandlung für das Album, sind aber paradoxerweise selbst flüchtig und intim, wie desorientierte, kleine Requien für die geisterhafte Körperlichkeit ihrer längeren Pendants.
„The Indentation“, „The Mobile“ und „The Suppression“ wurden 2025 für den Cellisten und Pianisten Ben Finlay komponiert und im Mai 2025 von Ed Cooper an der Universität Leeds aufgenommen. Ursprünglich handelte es sich um Transkriptionen von Songfragmenten von Jeff Buckley. Wenn … mehr
„The Indentation“, „The Mobile“ und „The Suppression“ wurden 2025 für den Cellisten und Pianisten Ben Finlay komponiert und im Mai 2025 von Ed Cooper an der Universität Leeds aufgenommen. Ursprünglich handelte es sich um Transkriptionen von Songfragmenten von Jeff Buckley. Wenn … mehr
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen