
Während die japanische Regierung die Folgen der Atomkatastrophe von
Fukushima weiter zu verschleiern versucht, werden in regelmäßigen
Abständen wissenschaftliche Studien veröffentlicht, die jenseits aller
politischer Einflussnahme Tatsachen präsentieren, die eine realistischere
Einschätzung der Konsequenzen des mehrfachen Super-GAUs im Jahr 2011
zulassen.
So zeigen die kürzlich veröffentlichten Daten der Fukushima Medical
University einen weiteren Anstieg an Schilddrüsenkrebsfällen bei den
Kindern und Jugendlichen von Fukushima, während eine Aufarbeitung der
japanischen Geburtsstatistiken eine erhöhte Perinatalsterblichkeit in den
verstrahlten Präfekturen nahelegt. Diese neuen Forschungsergebnisse
werden in diesem Newsletter vorgestellt.
Außerdem berichten wir über Trends der Atomindustrie. Während China
weiterhin den Schwerpunkt eines gewissen Ausbaus der Atomenergie
darstellt, geht es ansonsten mit der Atomenergie-Nutzung weltweit eher
bergab.
Mit freundlichen Grüßen
Henrik Paulitz und Dr. Alex Rosen
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DAS GESCHÄFT MIT DEM KREBS
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Der Umgang mit Betroffenen einer Katastrophe sagt viel mehr über eine
Gesellschaft aus als statistische Daten wie Bruttosozialprodukt oder
Wirtschaftswachstum. Seit 2011 werden die Schilddrüsen aller Bewohnern
der Präfektur Fukushima, die zum Zeitpunkt des Super-GAUs von Fukushima
unter 18 Jahre alt waren, regelmäßig auf Krebs- und Krebsvorstufen
untersucht. Während die Kosten für Kinder unter 18 Jahren von der
Regierung generell gedeckt werden, müssen die Familien diese zunächst
für einige Zeit vorstrecken und bekommen sie erst mit einer Verzögerung
zurück erstattet. Zudem wird im japanischen Gesundheitswesen generell
verlangt, dass ab dem 18. Lebensjahr 30% aller medizinischen
Behandlungskosten von den Patienten selbst getragen werden. Weiterlesen ..
(Link:
https://www.ippnw.de/atomenergie/gesundheit/artikel/de/das-geschaeft-mit-dem-krebs.html
)
IMAGES:
http://news.ippnw.de/uploads/pics/fukushima-reactor_tepco_04.jpg
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FUKUSHIMA NACH 5 JAHREN - NEUE ERKENNTNISSE ZUM SCHILDDRÜSENKREBS
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Seit 2011 werden bei allen Bewohnern der Präfektur Fukushima, die zum
Zeitpunkt des mehrfachen Super-GAUs im März 2011 jünger als 18 Jahre alt
waren in zwei-jährlichen Abständen die Schilddrüsen untersucht.
Während die Erstuntersuchungen zwischen Oktober 2011 und März 2014
liefen, erfolgten die Zweituntersuchungen von April 2014 bis April 2016
und die dritte Runde der Untersuchungen seit Mai 2016. Aus der dritten
Untersuchungsrunde liegen bislang noch keine Ergebnisse vor, so dass sich
die aktuelle Auswertung auf die Ergebnisse der ersten beiden
Untersuchungsrunden beschränken muss. Weiterlesen .. (Link:
https://www.ippnw.de/atomenergie/gesundheit/artikel/de/fukushima-nach-5-jahren-neue-erk.html
)
IMAGES:
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PERINATALSTERBLICHKEIT IN JAPAN NACH FUKUSHIMA
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In Japan wird Perinatalsterblichkeit als ein Todesfall zwischen der 22.
Schwangerschaftswoche und dem 7. Tag nach Geburt definiert. Bei den 15,2
Millionen Geburten in Japan zwischen 2001 und 2014 wurden nach dieser
Definition 69.171 perinatale Todesfälle registriert. Eine kürzlich
veröffentlichte Studie von Scherb et al. untersuchte diese Statistik mit
der Fragestellung, ob sich die Perinatalsterblichkeit in den Regionen, die
nach 2011 von radioaktivem Niederschlag betroffen waren, signifikant von
anderen japanischen Regionen unterscheidet. Weiterlesen ..
(Link:
https://www.ippnw.de/atomenergie/artikel/de/perinatalsterblichkeit-in-japan-nach.html
)
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CHINA BLEIBT SCHWERPUNKT DES ATOMENERGIE-AUSBAUS
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Der aktuelle „World Nuclear Industry Status Report 2016“ beschreibt
wieder einmal Zustand und Trends der Atomindustrie. Die Rolle der
Atomenergie an der weltweiten Bruttostromerzeugung blieb in den
vergangenen vier Jahren mit rund 11 Prozent praktisch unverändert. In 31
Ländern werden derzeit insgesamt 402 Atomkraftwerke betrieben. 2002 waren
es noch 438 Anlagen. China bildet nach wie den Schwerpunkt eines gewissen
Zubaus von Atomkraftwerken. 21 Kraftwerke sind dort offiziell in Bau. Bei
fast allen Neubauprojekten weltweit kommt es zu jahrelangen
Verzögerungen, zum Teil auch in China. Mit den zahlreichen
„Dauerbaustellen“ versucht die Atomindustrie offensichtlich den
Eindruck zu erwecken, als habe diese Technologie in vielen Ländern
weiterhin eine Zukunft. Tatsächlich aber ist in vielen Staaten eine
Abkehr von der Atomenergie-Nutzung erkennbar. Weiterlesen ..
(Link:
https://www.ippnw.de/atomenergie/sicherheit/artikel/de/china-bleibt-schwerpunkt-des-atomene.html
)
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