Extraportion Gesundheit - ÖKO-TEST Online - www.oekotest.de
Die Hersteller vieler Lebensmittel versprechen eine Extraportion
Gesundheit. Da werden Vitamine, Mineralstoffe oder Pflanzenextrakte nach
dem Gießkannenprinzip zugeschüttet. Ernährungswissenschaftler sehen
diesen Trend skeptisch. Derartige Lebensmittel sind für eine gesunde
Ernährung unnötig. Im Gegenteil: Die angereicherten Produkte können
unter Umständen zu einer kritischen Überversorgung mit bestimmten
Stoffen führen.
28. Mai 2015
Solarpark Rickelshausen
Solarpark Rickelshausen
Solarpark Rickelshausen auf der ehemaligen Kreismülldeponie
Auf
der ehemaligen Kreismülldeponie Rickelshausen im Landkreis Konstanz
wurde in mehreren Bauabschnitten ein großes Freiland-Solarkraftwerk mit
derzeit rund 3,4 MW (Megawatt) errichtet.
Ein Teil davon
gehört der solarcomplex GmbH & Co KG Solarpark Rickelshausen, der
andere Teil der GLS Energie AG, der letzte Bauabschnitt mit 1,2 MW seit
Anfang 2014 der solarcomplex AG.
der ehemaligen Kreismülldeponie Rickelshausen im Landkreis Konstanz
wurde in mehreren Bauabschnitten ein großes Freiland-Solarkraftwerk mit
derzeit rund 3,4 MW (Megawatt) errichtet.
Ein Teil davon
gehört der solarcomplex GmbH & Co KG Solarpark Rickelshausen, der
andere Teil der GLS Energie AG, der letzte Bauabschnitt mit 1,2 MW seit
Anfang 2014 der solarcomplex AG.
PV-Strom ist schon heute konkurrenzfähig
Norwegens Parlament einig: Umfangreicher Ausstieg aus Kohle-Investitionen
Oslo, 28.5.2015 Am 27. Mai hat der Finanzausschuss des norwegischen Parlaments eine einstimmige Empfehlung an den Staatsfonds des Landes abgegeben, im großen Stil seine Anteile aus der Kohleindustrie zu veräußern. Der „Norwegian Government Pension Fund Global“ ist nicht nur der weltweit größte Staatsfonds; er ist auch einer der Top-Ten-Investoren in der globalen Kohleindustrie.
Die Parlamentarier fordern die Regierung auf, Unternehmen auszuschließen, die mehr als 30 Prozent ihrer Einkünfte oder ihrer Stromproduktion mit Kohle generieren. Die Empfehlung wird offiziell vom Parlament am 5. Juni angenommen werden. „Es ist ein schöner Zufall, dass dies der Internationale Tag der Umwelt ist“, sagt Arild Hermstad von der norwegischen NGO „Die Zukunft in unseren Händen“ (Framtiden i våre hender). „Kohle ist schädlich für alle Aspekte unserer Umwelt: Sie zerstört Landschaften, verschmutzt Wasserressourcen, vergiftet die Luft und ist die größte Bedrohung für unser Klima. Solche Investitionen stehen nicht im Einklang mit den Werten der norwegischen Gesellschaft und die einstimmige Entscheidung des Finanzausschusses deutet an, dass dies nun über alle Parteigrenzen hinweg anerkannt ist.“
Der sozialdemokratische Abgeordnete Torstein Tvedt Solberg, der dazu beigetragen hat, dass das Abkommen zu Stande kommt, sagte: „Ich freue mich, dass alle Parteien vereinbart haben, den Pensionsfonds aus dem Bereich Kohle zurückzuziehen. Dies ist ein großer Sieg für unser Klima.“
„Durch diese Entscheidung wird Norwegen zu einem Anführer in Sachen Divestment“, sagt Heffa Schücking von der deutschen NGO urgewald. Laut Schücking gehen die norwegischen Ausschlusskriterien sogar weiter als die Ankündigung des französischen Versicherers Axa von vergangener Woche und setzen damit einen neuen Standard für Investoren weltweit.
Das Parlament weist die norwegische Regierung an, mit der Umsetzung der neuen Kriterien ab Januar 2016 zu beginnen. „Wir gehen davon aus, dass der Kohleindustrie Milliarden-Euro-Beträge entzogen werden“, so Truls Gulowsen von Greenpeace. „Das ist ein großer Sieg für die Divestment-Bewegung und ein echtes Hoffnungszeichen, dass das Verhalten von Investoren verändert werden kann“, fügt er hinzu.
Die NGOs erwarten, dass die Anlagen des Pensionsfonds in Unternehmen wie den deutschen Konzern RWE, Shenhua in China, Duke Energy in den Vereinigten Staaten, AGL Energy in Australien, Reliance Power in Indien, Electric Power Development Corporation in Japan, Semirara Mining in den Philippinen und PGE in Polen, veräußert werden, um nur einige Beispiele zu nennen. „Norwegens NGOs werden diesen Schritt nicht alleine feiern“, so Schücking. „Es gibt breite Widerstandsbewegungen gegen die Kohleindustrie in all diesen Ländern. Dort werden die Menschen nun sagen: Danke für den Ausstieg, Norwegen!“
27. Mai 2015
Umfrage: Deutsche Haushalte halten Energiesparen auch im Sommer für sinnvoll
-
Über 90 Prozent der Deutschen achten auch im Sommer darauf Energie zu sparen. Quellenangabe: "obs/LichtBlick SE" Dateiname: lichtblick-umfrage-energiesparen-sommer.mp3
Dateigröße: 1,54 MB
Länge: 01:40 Minuten
Hamburg (ots) - 93 Prozent der Deutschen achten auf ihren Energiekonsum. Neun von zehn Bundesbürgern sind zudem der Auffassung, dass Haushalte auch im Sommer viel Energie sparen können. Nur drei Prozent meinen, dass sich der Energiekonsum nur im Winter reduzieren lasse. Zu diesem Ergebnis kommt die repräsentative YouGov-Umfrage zum Thema "Energiesparen im Sommer" unter 1000 Bundesbürgern im Auftrag des IT- und Energieunternehmens LichtBlick.
"Die Bundesbürger sind sich bewusst, dass sie auch im Sommer viel Energie einsparen können. In der warmen Jahreszeit wird zwar weniger Energie für Licht und Heizung benötigt, dafür umso mehr für Klimaanlagen, Kühlgeräte und Ventilatoren", sagt Ralph Kampwirth, Unternehmenssprecher von LichtBlick.
Viele Verbraucher nutzen den Sommerurlaub, um auch die Elektrogeräte zuhause in die Ferien zu schicken: 70 Prozent der Deutschen schalten ihre stromverbrauchenden Geräte wie Kühlschränke, Steckerleisten und Router aus, bevor sie die Ferien starten. Doch nicht nur in den eigenen vier Wänden wird während des Urlaubs Energie eingespart: Jeder zweite Deutsche verschwendet nach eigenen Angaben am Urlaubsort weniger Strom und Gas als zuhause. Nur 15 Prozent geben an, dass sie in den Ferien mehr Energie verbrauchen. 18 Prozent denken, dass ihr Energiekonsum an beiden Orten gleich ausfällt.
Steigen im Sommer die Temperaturen stellen von den Befragten 26 Prozent den Ventilator und vier Prozent die Klimaanlage an. Über Dreiviertel der Befragten wissen, wie sie nachhaltiger ihre Räume kühl halten können: Sie ziehen an heißen Sommertagen die Vorhänge oder Rollläden zu. Und weitere 70 Prozent schließen tagsüber einfach die Fenster, um zu verhindern, dass die Wärme in die Räume gelangt.
"Ein giftiger Verdacht" /ZDF-Umweltreihe "planet e." deckt auf, wie das gefährliche Pestizid Ethoxyquin in unser Essen kommt
Quellenangabe: "obs/ZDF/ZDF/Birgit Hermes"
Mainz (ots) - Das Pestizid Ethoxyquin wird als Konservierungsstoff in Nutztierfutter verwendet und gelangt über den Fleischverzehr in den menschlichen Organismus. In einem eigens beauftragten, bisher so noch nie durchgeführten Stichprobentest zeigt die Dokumentation "Ein giftiger Verdacht" in der ZDF-Umweltreihe "planet e.", am Sonntag, 31. Mai 2015, 14.45 Uhr, dass die Chemikalie in Muttermilch und menschlichem Fettgewebe nachweisbar ist und sich dort sogar anreichert.
Eine der wenigen Wissenschaftler, die sich mit der Giftigkeit von Ethoxyquin befasst haben, ist Dr. Alina Błaszczyk. Bei ihren Forschungen mit menschlichen Blutzellen beobachtete sie, dass die Chemikalie die Erbsubstanz schädigt. Mit dieser Beobachtung liegt der Verdacht nahe, dass Ethoxyquin krebserregend ist. Zudem erkannte die norwegische Wissenschaftlerin Dr. Victoria Bohne bei Versuchen mit Ratten, dass die Substanz bis in das Gehirn vordringt. Und der niederländische Toxikologe Dr. Henk Tennekes hält es für möglich, dass schon während der Schwangerschaft Ethoxyquin die Gehirnentwicklung von Föten stören könnte.
Bis 2011 war die Chemikalie nicht nur als Konservierungsstoff in Tierfutter, sondern auch in Pflanzenschutzmitteln erlaubt. Mangels Daten zu seiner Giftigkeit entzog die EU dem Pestizid jedoch die Zulassung. Als Zusatzstoff für Tierfutter aber darf das kostengünstige Ethoxyquin weiterhin verwendet werden. Dass das Pestizid überhaupt als Futterzusatzstoff zugelassen ist, liegt in der Verantwortung der EU-Kommission. Seit mindestens fünf Jahren versucht sich deren Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) an der dringend erforderlichen Neubewertung - bislang ohne Erfolg. Für die europäische Nichtregierungsorganisation C.E.O. keine Überraschung: Mitglieder der EFSA-Arbeitsgruppe zu Ethoxyquin haben offenbar zu enge Kontakte zur Industrie.
Die "planet e."-Autoren Birgit Hermes und Michael Wiedemann greifen die Verdachtsmomente zu den alarmierenden Wirkungen von Ethoxyquin auf und fügen sie zu einer Indizienbeweiskette zusammen. Ohne Stellungnahmen der EU-Kommission, der EFSA oder des Verbandes der Futtermittelhersteller: Niemand dort war zu einem Interview vor der Kamera bereit.
Das vormittägliche ZDF-Service-Magazin "Volle Kanne - Service täglich" berichtet bereits am Donnerstag, 28. Mai 2015, ab 9.05 Uhr, in einem Beitrag davon, wie das Pestizid Ethoxyquin in unser Essen gelangt.
https://presseportal.zdf.de/pm/planet-e-ein-giftiger-verdacht/
http://planete.zdf.de
http://twitter.com/zdf
Kostenexplosion bei G7-Treffen: "Getagt wird im Tal, die Kosten aber sind der Gipfel!"
München (ots) - Noch in ihrer Zeit als Umweltministerin soll sich Kanzlerin Merkel bei einer Tagung auf Schloss Elmau in die bayerische Gebirgslandschaft verliebt haben. Das Essen, das sie damals genoss, liegt den bayerischen Steuerzahlern heute schwer im Magen. Denn die Tagung der G7-Staatschefs, die auf Merkels Betreiben im Juni im Elmauer Tal stattfindet, könnte nach neuesten Berechnungen des Bunds der Steuerzahler stolze 360 Millionen Euro kosten. Oder anders ausgedrückt: "Getagt wird im Tal, die Kosten aber sind der Gipfel", so Claudia Stamm, haushaltspolitische Sprecherin der bayerischen Landtags-Grünen.
Claudia Stamm selbst war schon alleine aufgrund der Entwicklungen beim Sicherheitskonzept des CSU-Innenministers Herrmann zuletzt von einer Steigerung um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag gegenüber den im bayerischen Haushalt veranschlagten Gipfelkosten von 125 Millionen Euro ausgegangen. "Als der Haushalt verabschiedet wurde, kalkulierte man mit 10.000 Sicherheitskräften vor Ort", rechnet Claudia Stamm vor, "heute sind es alleine 17.000 Landespolizisten, die schon im Vorfeld der Veranstaltung länger als geplant eingesetzt werden. Dass das ins Geld geht, ist nachvollziehbar." Teuer würden vor allem Sonderschichten, die Wochenend-, Nacht- und Überstundenzuschläge nach sich zögen; hinzukäme, dass die Einsatzkräfte in ihren Dienststellen fehlten und durch zusätzliches Personal ersetzt werden müssten.
"Dass Elmau als Tagungsort denkbar ungeeignet ist und von Beginn an mit hohen Sicherheitskosten zu rechnen war, war von Beginn an klar", so Claudia Stamm. "Dass die CSU-Regierung uns Abgeordnete und die bayerischen Bürgerinnen und Bürger über die wahre Kostendimension des Gipfels aber nach wie vor im Unklaren lässt, ist letztlich auch der Gipfel der Unverschämtheit." Claudia Stamm hatte zuletzt in der vergangenen Woche eine Anfrage zu erwarteten Mehrkosten eingereicht. Nebulös antwortete der CSU-Innenminister, dass diese "aufgrund der dynamischen Entwicklungen des Sicherheitskonzepts erst am, Ende des Einsatzes beziffert werden" könnten.
Die Landtags-Grünen erinnern in diesem Zusammenhang an den Beginn der Gipfelplanungen. 2014 hatte die CSU-Regierung verkündet, dass das Treffen der Staatschefs Bayern "einen kleinen zweistelligen Millionenbetrag" kosten würde. Im Haushalt geht man nach Abzug des Bundeszuschusses von rund 85 Millionen Euro aus. Bei einer sich abzeichnenden Steigerung von rund 50 Millionen Euro lägen die Kosten für den Freistaat schon bei 135 Millionen Euro. Claudia Stamm: "Das ist mit nichts mehr zu rechtfertigen und letztlich Ausfluss eines typischen CSU-Größenwahns. Für Heiligendamm musste Mecklenburg Vorpommern laut Medienberichten damals 23,5 Millionen Euro aufwenden. Was Bayern sich leistet, ist eine unverzeihliche Verschwendung von Steuergeldern."
Claudia Stamm selbst war schon alleine aufgrund der Entwicklungen beim Sicherheitskonzept des CSU-Innenministers Herrmann zuletzt von einer Steigerung um einen hohen zweistelligen Millionenbetrag gegenüber den im bayerischen Haushalt veranschlagten Gipfelkosten von 125 Millionen Euro ausgegangen. "Als der Haushalt verabschiedet wurde, kalkulierte man mit 10.000 Sicherheitskräften vor Ort", rechnet Claudia Stamm vor, "heute sind es alleine 17.000 Landespolizisten, die schon im Vorfeld der Veranstaltung länger als geplant eingesetzt werden. Dass das ins Geld geht, ist nachvollziehbar." Teuer würden vor allem Sonderschichten, die Wochenend-, Nacht- und Überstundenzuschläge nach sich zögen; hinzukäme, dass die Einsatzkräfte in ihren Dienststellen fehlten und durch zusätzliches Personal ersetzt werden müssten.
"Dass Elmau als Tagungsort denkbar ungeeignet ist und von Beginn an mit hohen Sicherheitskosten zu rechnen war, war von Beginn an klar", so Claudia Stamm. "Dass die CSU-Regierung uns Abgeordnete und die bayerischen Bürgerinnen und Bürger über die wahre Kostendimension des Gipfels aber nach wie vor im Unklaren lässt, ist letztlich auch der Gipfel der Unverschämtheit." Claudia Stamm hatte zuletzt in der vergangenen Woche eine Anfrage zu erwarteten Mehrkosten eingereicht. Nebulös antwortete der CSU-Innenminister, dass diese "aufgrund der dynamischen Entwicklungen des Sicherheitskonzepts erst am, Ende des Einsatzes beziffert werden" könnten.
Die Landtags-Grünen erinnern in diesem Zusammenhang an den Beginn der Gipfelplanungen. 2014 hatte die CSU-Regierung verkündet, dass das Treffen der Staatschefs Bayern "einen kleinen zweistelligen Millionenbetrag" kosten würde. Im Haushalt geht man nach Abzug des Bundeszuschusses von rund 85 Millionen Euro aus. Bei einer sich abzeichnenden Steigerung von rund 50 Millionen Euro lägen die Kosten für den Freistaat schon bei 135 Millionen Euro. Claudia Stamm: "Das ist mit nichts mehr zu rechtfertigen und letztlich Ausfluss eines typischen CSU-Größenwahns. Für Heiligendamm musste Mecklenburg Vorpommern laut Medienberichten damals 23,5 Millionen Euro aufwenden. Was Bayern sich leistet, ist eine unverzeihliche Verschwendung von Steuergeldern."
2014: Abgabe des Treibhausgases Schwefelhexafluorid steigt wieder
Wiesbaden (ots) - Im Jahr 2014 haben Gasehändler in
Deutschland rund 916 Tonnen des extrem stark wirkenden Treibhausgases
Schwefelhexafluorid (SF6) zur Verwendung in verschiedenen
Wirtschaftsbereichen abgegeben. Wie das Statistische Bundesamt
(Destatis) mitteilt, waren das rund 13 % oder 104 Tonnen mehr als 2013,
aber noch 178 Tonnen oder 16 % weniger als 2012.
Klimawirksame Stoffe nehmen Einfluss auf die Erderwärmung und tragen zur Klimaveränderung bei. Schwefelhexafluorid ist das stärkste bisher bekannte Treibhausgas: Es trägt in einem Zeithorizont von 100 Jahren 22 800 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als Kohlendioxid (CO2). Die Klimawirksamkeit der 2014 abgesetzten Menge SF6 entspricht insgesamt rund 21 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten (Global Warming Potential, kurz GWP). Diese Menge gelangte allerdings nicht komplett in die Atmosphäre, zu Teilen wird das Gas auch in geschlossene Systeme gefüllt und damit (vorerst) nicht als Emission freigesetzt.
Das geruchlose, nicht brennbare, sehr reaktionsträge Schwefelhexafluorid wird hauptsächlich im Produktionsprozess der Elektroindustrie und des Apparatebaus eingesetzt. Rund 17 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, das entspricht knapp 80 % der Gesamtmenge, wurden im Jahr 2014 in diesen Wirtschaftsbereich abgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Anstieg von 9 %.
Klimawirksame Stoffe nehmen Einfluss auf die Erderwärmung und tragen zur Klimaveränderung bei. Schwefelhexafluorid ist das stärkste bisher bekannte Treibhausgas: Es trägt in einem Zeithorizont von 100 Jahren 22 800 Mal stärker zum Treibhauseffekt bei als Kohlendioxid (CO2). Die Klimawirksamkeit der 2014 abgesetzten Menge SF6 entspricht insgesamt rund 21 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten (Global Warming Potential, kurz GWP). Diese Menge gelangte allerdings nicht komplett in die Atmosphäre, zu Teilen wird das Gas auch in geschlossene Systeme gefüllt und damit (vorerst) nicht als Emission freigesetzt.
Das geruchlose, nicht brennbare, sehr reaktionsträge Schwefelhexafluorid wird hauptsächlich im Produktionsprozess der Elektroindustrie und des Apparatebaus eingesetzt. Rund 17 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente, das entspricht knapp 80 % der Gesamtmenge, wurden im Jahr 2014 in diesen Wirtschaftsbereich abgegeben. Im Vergleich zum Vorjahr war das ein Anstieg von 9 %.
Hamburg: NOlympia-Bewegung schaltet auf Attacke - DIE WELT
Hamburg: NOlympia-Bewegung schaltet auf Attacke - DIE WELT
Die Olympia-Gegner starten die ersten Aktionen, für Sonnabend ist eine
große Demonstration in Wilhelmsburg geplant. Kommt nun eine weitere
Volksinitiative gegen Olympia auf die Stadt zu?
Die Olympia-Gegner starten die ersten Aktionen, für Sonnabend ist eine
große Demonstration in Wilhelmsburg geplant. Kommt nun eine weitere
Volksinitiative gegen Olympia auf die Stadt zu?
180 Kilo Quecksilber pro Jahr drohen ausKohlekraftwerk Datteln 4
(Bonn, Datteln, 27.05.2015) Der Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) hat im aktuellen Genehmigungsverfahren zum Bau des Steinkohlekraftwerks Datteln 4 fristgerecht bei der Bezirksregierung Münster eine umfassende Einwendung eingereicht. Der BBU kritisiert, dass mit dem Betrieb des Kraftwerks der Ausstoß zahlreicher Schadstoffe verbunden wäre. Außerdem bemängelt der Umweltverband, dass angesichts der umfangreichen Genehmigungsunterlagen die Einspruchsfrist (bis zum 27. Mai 2015) zu kurz bemessen war. Der BBU fordert, dass die Unterlagen erneut öffentlich ausgelegt werden, dass das Vorhaben erneut bekannt gemacht wird und dass es erneut Gelegenheit zur Einwendung gibt.
Konkret schreibt der BBU in seiner Einwendung u. a.: "So würden jährlich etwa 280 Tonnen Staub, darunter der gesundheitsschädliche Feinstaub, 2.800 Tonnen der die Atemwege schädigenden Stickoxide und 140 kg des sehr giftigen Quecksilbers ausgestoßen. Dieser Eintrag bedeutet für die menschliche Gesundheit und die Ökosysteme in der Umgebung eine unzulässige Belastung. Der Ausstoß dieser Substanzen führt nicht nur im unmittelbaren Umfeld des Kohlekraftwerks zu Schäden. Er führt auch weiträumig zu einer Erhöhung der Hintergrundbelastung. Damit ist eine Vielzahl von Menschen gesundheitlich betroffen. Zudem wird die Luftreinhaltepolitik in Deutschland und Europa konterkariert."
Weiter heißt es in der Einwendung des BBU: "Ein neues Kohlekraftwerk in NRW (oder anderswo) wäre nicht mit dem Klimaschutz und den erklärten Zielen der Landesregierung zum Klimaschutz vereinbar. Durch den immensen Ausstoß an Kohlendioxid trägt das Kraftwerk zur Entstehung von Extremwetterlagen und dem weitere Anstieg des Meeresspiegels bei."
Der BBU hat sich wiederholt gegen den Einsatz und Zubau von neuen Kohlekraftwerken ausgesprochen. Alte Kohlekraftwerke sollen laut BBU schnellstmöglich stillgelegt und erneuerbare Energien müssen stattdessen weiter forciert werden.
Die Einwendung des BBU gegen das Kohlekraftwerk Datteln 4 kann unter
http://www.bbu-online.de/Einwendungen/Einwendungen.htm
nachgelesen werden.
Engagement unterstützen
Zur Finanzierung seines vielfältigen Engagements bittet der BBU um Spenden aus den Reihen der Bevölkerung. Spendenkonto: BBU, Sparkasse Bonn, IBAN: DE62370501980019002666, SWIFT-BIC: COLSDE33).
Informationen über den BBU und seine Aktivitäten gibt es im Internet unter
www.bbu-online.de
; telefonisch unter 0228-214032. Die Facebook-Adresse lautet www.facebook.com/BBU72. Postanschrift: BBU, Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn.
Der BBU ist der Dachverband zahlreicher Bürgerinitiativen, Umweltverbände und Einzelmitglieder. Er wurde 1972 gegründet und hat seinen Sitz in Bonn. Weitere Umweltgruppen, Aktionsbündnisse und engagierte Privatpersonen sind aufgerufen, dem BBU beizutreten um die themenübergreifende Vernetzung der Umweltschutzbewegung zu verstärken. Der BBU engagiert sich u. a. für menschen- und umweltfreundliche Verkehrskonzepte, für den sofortigen und weltweiten Atomausstieg, gegen die gefährliche CO2-Endlagerung, gegen Fracking und für umweltfreundliche Energiequellen.
Südwest: Unterrichtsversuch: Freiburger Schule: In der Kapriole ist fast alles erlaubt - badische-zeitung.de
Südwest: Unterrichtsversuch: Freiburger Schule: In der Kapriole ist fast alles erlaubt - badische-zeitung.de
In der Freiburger Schule Kapriole ist der Name Programm: Sie lehrt
Kinder völlige Selbstbestimmung, niemand wird zu irgendwas gezwungen.
Aber schadet zu viel Freiheit nicht auf Dauer?
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Aber schadet zu viel Freiheit nicht auf Dauer?
energiezukunft: NATURSTROM startet Investitionsoffensive
energiezukunft: NATURSTROM startet Investitionsoffensive
Der Ökostrom- und Biogasanbieter NATURSTROM
plant Großes: Mehr als 70 Millionen Euro will der Ökostrom-Pionier 2015
in den Bau mehrerer Windparks, Solarparks und Nahwärmenetze investieren
und so die Energiewende vorantreiben und unabhängiger werden.
Der Ökostrom- und Biogasanbieter NATURSTROM
plant Großes: Mehr als 70 Millionen Euro will der Ökostrom-Pionier 2015
in den Bau mehrerer Windparks, Solarparks und Nahwärmenetze investieren
und so die Energiewende vorantreiben und unabhängiger werden.
Deutschland droht verpflichtendes EU-Ziel für Erneuerbare zu verfehlen
(BUP) Deutschland droht, das verpflichtende Erneuerbaren-Ziel für 2020
zu verfehlen: Der Anteil von 18 Prozent Erneuerbarer Energien am
Endenergieverbrauch wird unter den aktuellen Bedingungen nicht erreicht
werden – weder innerhalb der mit dem EEG 2014 festgelegten Korridore
noch bei einem fortgesetzten dynamischen Neubau in der
Windenergiebranche wie im vergangenen Jahr.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird sogar deutlich hinter den Plänen der letzten Bundesregierung zurück bleiben. Im nationalen Aktionsplan von 2010 hatte die damalige schwarz-gelbe Regierung nach Brüssel gemeldet, den Anteil der Erneuerbaren Energien auf 19,6 Prozent zu steigern. Dies entsprach in etwa dem europäischen Gesamtziel von 20 Prozent.
„Ohne deutliche Verbesserungen schaffen wir lediglich etwa 17 Prozent. Dabei hat die Bundesregierung selbst nach Fukushima die Energiewende mit einem starken Ausbau der Erneuerbaren Energien gewollt. Nun sind es die politisch restriktiven Ausbaupfade, die die Energiewende-Dynamik kappen“, kritisiert Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE).
Zu diesem Ergebnis kommt eine vom BEE gemeinsam mit dem Bundesverband Windenergie (BWE) in Auftrag gegebene Kurzexpertise. Die Berechnungen ergeben darüber hinaus, dass bis 2020 eine Klimaschutzlücke von 50 Millionen Tonnen CO2 bleibt; auch dann, wenn alle im Dezember 2014 beschlossenen Effizienzziele umgesetzt würden. „Die mit dem EEG 2014 eingezogenen Ausbaukorridore drohen in Zusammenhang mit dem Systemwechsel hin zu Ausschreibungen den Ausbau der preiswerten Erneuerbaren Energien deutlich abzubremsen. Die Korridore sind nicht geeignet, um in Deutschland die 2020-Ziele zu erreichen. Nach dem erfolgreichen Zubau insbesondere bei der Windenergie in 2014 und 2015 droht ein deutlicher Einbruch, der sich nicht nur im Strommarkt sondern auch bei Wärme und Mobilität negativ auswirken wird“, so Hermann Albers, Präsident des BWE.
Die Energiewende findet jedoch im Wärme und Verkehrssektor nicht statt; im Stromsektor wurde der Ausbau der Solar- und Bioenergie deutlich ausgebremst. Die Energiewende funktioniert aktuell nur noch bei der Windenergie und auch dort sind bereits Einschnitte geplant. Falk und Albers appellieren erneut an die Politik, die Energiewende konsequent weiter zu führen und sie endlich auch in den Bereichen Wärme und Mobilität stattfinden zu lassen. Falk: „Selbst hohe Anteile von Ökostrom reichen nicht aus, um die Versäumnisse bei Wärme und Mobilität zu kompensieren“. Umso mehr, da nun verstärkt die Maßnahmen aus dem im Dezember beschlossenen Paket verwässert werden. So wurde in diesem Frühjahr bereits die Förderung der energetischen Gebäudesanierung wieder abgeblasen. In welcher Höhe der Braunkohlesektor zu Treibhausgaseinsparungen beiträgt, ist angesichts des derzeitigen zähen Ringens um den Klimabeitrag noch völlig offen.
Hintergrund: Abgeleitet aus der Europäischen Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen, hat sich Deutschland dazu verpflichtet, bis 2020 mindestens 18 Prozent seines Endenergieverbrauchs aus Erneuerbaren-Energiequellen bereit zu stellen; derzeit sind knapp 13 Prozent erreicht. Beim Stromverbrauch soll der Anteil der Erneuerbaren Energien, so die Zielsetzung der Bundesregierung, bis zum Jahr 2025 einen Anteil von 40 – 45 betragen; Ende 2014 waren es knapp 28 Prozent.
Der Ausbau der Erneuerbaren Energien wird sogar deutlich hinter den Plänen der letzten Bundesregierung zurück bleiben. Im nationalen Aktionsplan von 2010 hatte die damalige schwarz-gelbe Regierung nach Brüssel gemeldet, den Anteil der Erneuerbaren Energien auf 19,6 Prozent zu steigern. Dies entsprach in etwa dem europäischen Gesamtziel von 20 Prozent.
„Ohne deutliche Verbesserungen schaffen wir lediglich etwa 17 Prozent. Dabei hat die Bundesregierung selbst nach Fukushima die Energiewende mit einem starken Ausbau der Erneuerbaren Energien gewollt. Nun sind es die politisch restriktiven Ausbaupfade, die die Energiewende-Dynamik kappen“, kritisiert Dr. Hermann Falk, Geschäftsführer des Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE).
Zu diesem Ergebnis kommt eine vom BEE gemeinsam mit dem Bundesverband Windenergie (BWE) in Auftrag gegebene Kurzexpertise. Die Berechnungen ergeben darüber hinaus, dass bis 2020 eine Klimaschutzlücke von 50 Millionen Tonnen CO2 bleibt; auch dann, wenn alle im Dezember 2014 beschlossenen Effizienzziele umgesetzt würden. „Die mit dem EEG 2014 eingezogenen Ausbaukorridore drohen in Zusammenhang mit dem Systemwechsel hin zu Ausschreibungen den Ausbau der preiswerten Erneuerbaren Energien deutlich abzubremsen. Die Korridore sind nicht geeignet, um in Deutschland die 2020-Ziele zu erreichen. Nach dem erfolgreichen Zubau insbesondere bei der Windenergie in 2014 und 2015 droht ein deutlicher Einbruch, der sich nicht nur im Strommarkt sondern auch bei Wärme und Mobilität negativ auswirken wird“, so Hermann Albers, Präsident des BWE.
Die Energiewende findet jedoch im Wärme und Verkehrssektor nicht statt; im Stromsektor wurde der Ausbau der Solar- und Bioenergie deutlich ausgebremst. Die Energiewende funktioniert aktuell nur noch bei der Windenergie und auch dort sind bereits Einschnitte geplant. Falk und Albers appellieren erneut an die Politik, die Energiewende konsequent weiter zu führen und sie endlich auch in den Bereichen Wärme und Mobilität stattfinden zu lassen. Falk: „Selbst hohe Anteile von Ökostrom reichen nicht aus, um die Versäumnisse bei Wärme und Mobilität zu kompensieren“. Umso mehr, da nun verstärkt die Maßnahmen aus dem im Dezember beschlossenen Paket verwässert werden. So wurde in diesem Frühjahr bereits die Förderung der energetischen Gebäudesanierung wieder abgeblasen. In welcher Höhe der Braunkohlesektor zu Treibhausgaseinsparungen beiträgt, ist angesichts des derzeitigen zähen Ringens um den Klimabeitrag noch völlig offen.
Hintergrund: Abgeleitet aus der Europäischen Richtlinie zur Förderung der Nutzung von Energie aus erneuerbaren Quellen, hat sich Deutschland dazu verpflichtet, bis 2020 mindestens 18 Prozent seines Endenergieverbrauchs aus Erneuerbaren-Energiequellen bereit zu stellen; derzeit sind knapp 13 Prozent erreicht. Beim Stromverbrauch soll der Anteil der Erneuerbaren Energien, so die Zielsetzung der Bundesregierung, bis zum Jahr 2025 einen Anteil von 40 – 45 betragen; Ende 2014 waren es knapp 28 Prozent.
Werkstatt-Testbesuche der Deutschen Umwelthilfe zeigen erschreckend schlechte Beratung bei Austauschkatalysatoren
Acht
von elf untersuchten Kfz-Werkstätten erhalten die "Rote Karte" – Trotz
offizieller Unterstützung der "Blauer Engel Katalysatoren"
durch den Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZdK)
empfiehlt der überwiegende Teil der untersuchten Werkstätten Kats ohne
Umweltzeichen – Empfohlener Einbau eines Universalkats führt im
Extremfall zum Wegfall der Betriebserlaubnis und des
Versicherungsschutzes
– Neue Studie belegt den vorzeitigen Ausfall von Billigkats
Berlin, 27.5.2015:
Verdeckte Testbesuche der Deutschen Umwelthilfe (DUH) in elf Betrieben
des Kraftfahrzeuggewerbes
im März und April 2015 zeigen eine erschreckend schlechte und zum Teil
sogar rechtswidrige Beratung im Falle eines notwendigen
Katalysatortausches. Nur eine VW-Vertragswerkstatt und zwei
markenunabhängige Werkstätten (Filialen der Ketten Autofit und Premio)
berieten den DUH-Testbesucher korrekt und empfahlen einen
Original-Austauschkatalysator von VW bzw. einen Qualitäts-Austauschkat
mit dem Umweltzeichen "Blauer Engel". Acht der elf untersuchten
Werkstätten zeigten ein zum Teil erschreckend niedriges
Informationsniveau.
Sie kannten den Blauen Engel entweder nicht oder behaupteten zu
Unrecht, das angebotene Teil trage dieses Umweltzeichen. In einem Fall
wurde gar empfohlen, einen Universalkat einbauen zu lassen. Dies kann im
Extremfall dazu führen, dass die Betriebserlaubnis
und der Versicherungsschutz für das Fahrzeug erlöschen.
Die
DUH hatte den Werkstatttest im Februar angekündigt, nachdem eigene
Recherchen und Informationen aus der Branche darauf hindeuteten, dass
immer noch viele Werkstätten Kats
ohne Blauen Engel anbieten. Und dies trotz gegenteiliger Beteuerungen
aus dem Deutschen Kraftfahrzeuggewerbe wie zum Beispiel durch den
Zentralverband des Deutschen Kraftfahrzeuggewerbes (ZdK). Dieser schrieb
bereits am 24.09.2012 in einer Pressemitteilung,
das „Kfz-Gewerbe unterstütz[e] die Qualitätsoffensive der Deutschen
Umwelthilfe (DUH) für Austauschkatalysatoren“ und die „geplante
Einführung des Umweltzeichens „Blauer Engel“ für die Katalysatoren sei
ein wichtiger Schritt, um Produkte mit zweifelhafter
Wirkung vom Markt zu verdrängen“.
„Der
Blaue Engel zeigt Werkstätten, dass sie sich auf die dauerhafte
Emissionsminderung eines Austauschkats verlassen können. Trotzdem
empfiehlt immer noch der ganz überwiegende
Teil der Werkstätten Katalysatoren, deren dauerhafte Abgasreinigung
nicht sichergestellt ist und die zum Teil bereits nach kurzer Laufzeit
ausfallen. Ein von der DUH auf seinen Edelmetallgehalt untersuchter Kat
ohne Umweltzeichen war nur mit einem Bruchteil
der Menge eines Qualitätsteils mit dem Blauen Engel beschichtet“, erklärt DUH-Bundesgeschäftsführer
Jürgen Resch.
Die
Spannweite der Nettopreise der angebotenen Kats für das manipulierte
Testfahrzeug, einen Golf IV, Baujahr 2000, reicht von 119,32 Euro für
einen absoluten Billigstkat von
kfzteile24 über 609,80 Euro für einen HJS-Kat mit Blauem Engel bis zu
1129,26 Euro für das Originalersatzteil von VW. Die meisten Kats liegen
bei Nettopreisen um 500 Euro. In einem Fall empfahl eine Werkstatt
mündlich den Einbau eines mit ca. 120 Euro sehr
billigen Universalkats. Verfügt ein solcher Kat nicht über eine
ECE-Zulassung für das entsprechende Fahrzeug oder wird kein
Teilegutachten des TÜV für den eingeschweißten Universalkat angefertigt,
erlöschen Betriebserlaubnis und Versicherungsschutz des Autos.
Wie
groß der Qualitätsunterschied zwischen Austauschkatalysatoren sein
kann, darauf deutet die Edelmetallanalyse des am Ende des DUH-Tests in
einer ATU-Filiale verbauten Austauschkatalysators
ohne Blauen Engel von Eberspächer sowie eines Austauschkatalysators mit
dem Blauen Engel von HJS hin. Während der Eberspächer-Kat Edelmetall im
Wert von 4,87 Euro beinhaltete, waren es beim HJS-Kat 33,87 Euro. Zudem
ist das Volumen des Kats von Eberspächer
mit ca. 0,6 Litern deutlich kleiner als das des HJS-Kats von rund 1,7
Litern.
Dass
viele Austauschkatalysatoren die Emissionen skandalös schlecht mindern,
zeigt derweil eine behördliche Untersuchung von vier
Austauschkatalysatoren aus dem freien Teilehandel
sowie eines Original-Austauschkatalysators des Fahrzeugherstellers im
Auftrag der Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt). Diese Behörde ist dem
Bundesverkehrsministerium untergeordnet. Die Ergebnisse: Zwei der vier
untersuchten Austauschkatalysatoren erfüllten
die Anforderungen der gesetzlichen Zulassungsbestimmungen der
ECE-Regelung Nr. 103 noch nicht einmal im Neuzustand. Diese Regelung
sieht einen so genannten Verschlechterungsfaktor sowie einen Vergleich
mit dem Originalkatalysator vor. Aber auch ohne diese
Faktoren in Betracht zu ziehen, schaffte ein Austauschkatalysator nicht
einmal im Neuzustand den Abgasgrenzwert für Euro 4, ein weiterer
überschritt den Grenzwert nach 10.000 km künstlicher Alterung und ein
dritter nach 40.000 km. Nur ein Austauschkatalysator
sowie der Original-Austauschkatalysator des Fahrzeugherstellers blieben
auch nach 80.000 km Alterung deutlich unter dem Grenzwert.
Jan Korte: Gesetzentwurf zur Vorratsdatenspeicherung ist ein schwarzer Tag für Grund- und Freiheitsrechte
„Heute ist ein schwarzer Tag für unsere Grund- und Freiheitsrechte“, so Jan Korte, stellvertretender Vorsitzender der Fraktion DIE LINKE, zum heutigen Kabinettsbeschluss über die Wiedereinführung der Vorratsdatenspeicherung. Korte weiter:
„Der beschlossene Gesetzentwurf ist ein tiefer Eingriff in die Grundrechte und verstößt in unverantwortlicher Weise gegen das Urteil des Europäischen Gerichtshofs. Während in anderen europäischen Staaten die Gesetze zur Vorratsdatenspeicherung aufgehoben werden, bereitet die Große Koalition hierzulande unbeirrt in einem nationalen Alleingang den nächsten Verfassungsbruch vor. Denn nach wie vor handelt es sich um eine anlasslose Speicherung der Kommunikationsdaten aller Bürgerinnen und Bürger. Und damit nicht genug. Dieser faule Kompromiss der Überwachungsbefürworter soll offenbar nur als Türöffner für noch weitergehende Befugnisse dienen.
DIE LINKE lehnt Vorratsdatenspeicherungen konsequent ab. Sie sind demokratiegefährdend und ihr Nutzen für die Strafverfolgung konnte noch nirgendwo erbracht werden, geschweige denn irgendeine Notwendigkeit nachgewiesen werden.
Notwendig wäre vielmehr, dass die Bundesregierung endlich den weiteren Ausbau des Überwachungsstaates beendet. Die bereits jetzt vorgetragenen Forderungen aus der Union nach einer Ausweitung der Speicherfrist für Standortdaten auf ebenfalls zehn Wochen, das Streichen der Benachrichtigungspflicht der Betroffenen bei gleichzeitiger Ausweitung des Straftatenkatalogs sowie einer Zugriffsbefugnis für Geheimdienste ohne jegliche Tatbestandsvoraussetzungen zeigen wohin die Reise gehen soll.
Auch die im Rahmen der Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität geschaffenen Befugnisse von Polizei und Geheimdiensten für den Zugriff auf Daten gehören auf den bürgerrechtlichen Prüfstand. Schließlich zeigt der NSA-Skandal: Einmal gespeicherte Daten sind niemals vor dem Zugriff durch Geheimdienste oder kriminelle Hacker sicher. Datenspeicherung zu vermeiden ist deshalb der beste Datenschutz.
Es ist höchste Zeit, der Bundesregierung die Grenzen des demokratischen Rechtsstaates aufzuzeigen.“
EU-Flüchtlingspolitik: Freie Wahl statt starrer Quote
„Die von der Kommission vorgeschlagene bürokratische Quotenregelung der Flüchtlingsaufnahme geht nicht von den Bedürfnissen, familiären Bindungen und Sprachkenntnissen der Schutzsuchenden aus und steht damit einer schnellen Integration im aufnehmenden Land entgegen. Asylsuchende sollten nicht gegen ihren Willen in einem bürokratischen und menschenfeindlichen Verfahren von einem EU-Land ins andere geschoben werden. Das funktioniert ohnehin nicht, wie die derzeitige Praxis der Dublin-Überstellungen zeigt: Nur acht Prozent der von Deutschland angestrebten Überstellungen in andere EU-Länder werden derzeit real vollzogen“, erklärt die innenpolitische Sprecherin der Fraktion Die LINKE, Ulla Jelpke, zur heute von der EU vorgestellten Quotenregelung. Die Abgeordnete weiter:
„Statt an den akuten Krankheitssymptomen von Dublin herumzudoktern, sollte die EU-Kommission das kranke System grundsätzlich ändern. DIE LINKE lehnt eine starre Quotenregelung ab und setzt sich dafür ein, dass Schutzsuchende ihr Zufluchtsland entsprechend bestehender familiärer Kontakte oder vorhandener Sprachkenntnisse von vornherein selbst bestimmen können („free choice“-Modell, vgl. Antrag Drs. 18/4838). Entstehende Ungleichverteilungen innerhalb der EU sollten auf finanzieller Ebene ausgeglichen werden, Länder mit geringen Aufnahmezahlen müssen beim Aufbau eines attraktiven Asylsystems unterstützt werden. Familiäre Strukturen und die Möglichkeit, sich in der Landessprache zu verständigen, stellen zentrale Faktoren für eine zügige und nachhaltige Integration der Schutzbedürftigen dar. Diese Punkte dürfen bei einer Regelung der Verteilung der Schutzsuchenden innerhalb der EU nicht außen vor bleiben.“
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