- 43 Millionen Tonnen Lithiumkarbonatäquivalent (LCE) in der Altmark
- eine der größten projektbezogenen Lithium-Ressourcen der Welt
- Geschäftsführer Scheck: "Wir können damit einen wesentlichen Beitrag zur deutschen und europäischen Versorgung mit dem kritischen Rohstoff Lithium leisten.“
So posaunte Neptune Energy noch Anfang Oktober.
Die BI "Saubere Umwelt & Energie Altmark" versah dies von
Anfang an mit großen Fragezeichen. Schließlich hatte sie nur
allzu oft die Erfahrung gemacht, dass das, was Neptune Energy
aussagt, von den Tatsachen weit entfernt ist.
So wird nun denn auch zurückgerudert: In der
Landtagssitzung vom 9. Oktober trat Wirtschaftsminister Schulze
auf die "Euphoriebremse", wie die Volksstimme heute titelt: Es
sei nicht nachgewiesen, dass der Abbau des Lithiumvorkommens
auch wirtschaftlich machbar ist. Mit der bloßen Förderung des
Rohstoffs ist es ja nicht getan. Zusätzlich muss eine Industrie
zur Batterieherstellung aufgebaut werden, welche in der Lage
ist, China aus dem Markt zu drängen, also preislich zu
unterbieten. Das wird nicht so einfach sein. Schließlich sehen
die Bundesregierungen seit Jahrzehnten ihr vornehmstes
energiepolitisches Ziel darin, das gesamte "Geschäftsfeld
Energiewende" zu schädigen, wie es nur geht. So hat Deutschland
seine ursprüngliche Weltmarktführerschaft auf diesem Gebiet aus
eigenem Antrieb an China abgegeben. Dieses beherrscht heute 90%
des Weltmarktes und ist auch in Deutschland entsprechend
verankert. Kann die Politik, die dazu geführt hat, "intelligent"
genannt werden?
Im Übrigen wäre es das Gegenteil von einem
Schaden, wenn die ganze Lithiumblase Altmark platzen würde.
Dadurch bliebe das Alleinstellungsmerkmal der Region als
naturnaher Insel für die Erholung gestresster Großstädter aus
der Umgebung erhalten. Das ist wichtig, denn solche Plätze
werden immer seltener.
Statt auf Lithium zu setzen, sollte die
Natrium-Ionen-Batterie weiter entwickelt werden. Die für sie
nötigen Rohstoffe sind massenhaft vorhanden, sowie leicht,
umweltfreundlich und kostengünstig zugänglich. Im Bereich
stationärer Batterien gibt es Anfänge. So hat das schweizer
Unternehmen Phenogy in der Nähe des Flughafens Bremen einen
Großspeicher aus Natrium-Ionen-Batterien in Betrieb genommen.
https://www.pv-magazine.de/2025/09/25/phenogy-nimmt-in-bremen-europas-groesste-natrium-ionen-batterie-in-betrieb/?utm_source=Deutschland+%7C+Newsletter&utm_campaign=8195af0944-dailynl_de&utm_medium=email&utm_term=0_08fe232a02-8195af0944-159085605&ct=t(dailynl_de)
EnBw errichtet in Gundelsheim Nähe Heilbronn
einen Energiepark, der ebenfalls mit einer
Natrium-Ionen-Großbatterie ausgestattet wird.
Deutschland muss sich allerdings sputen, denn in China wird seit Ende 2023 schon ein PKW in Massen gefertigt, der mit Natrium-Ionen-Batterien ausgestattet ist.
Und Neptune Energy sollte, statt große Töne zu spucken, seine Hausaufgabe erledigen und die Giftschlammgrube Brüchau auskoffern.
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