„Die hohen Sozialausgaben belegen,
dass sowohl die sozialen Sicherungssysteme als auch Arbeit in vielen
Fällen nicht mehr existenzsichernd sind. An den Sozialhilfeausgaben kann
man klar erkennen, dass die soziale Sicherung für immer mehr Menschen
nicht mehr greift. Vorgelagerte Systeme wie die Renten- oder die
Pflegeversicherung sind nicht mehr in der Lage, soziale Sicherheit zu
gewährleisten, so dass die Betroffenen eine Sozialhilfeleistung in
Anspruch nehmen müssen. Immer noch 1,1 Millionen Beschäftigte beziehen
ergänzende Hartz IV-Leistungen, da sie von ihrer Arbeit nicht leben
können. Millionen Menschen leben in Armut, daran hat diese
Bundesregierung nichts geändert. Bei der Armutsbekämpfung hat sie
versagt“, erklärt die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion DIE
LINKE, Sabine Zimmermann, zum aktuellen Sozialbericht. Sabine Zimmermann
weiter:
„Ein Kurswechsel in der Sozial- und Arbeitsmarktpolitik ist dringend
notwendig. Arbeit muss wieder existenzsichernd werden. Dazu ist unter
anderem der Mindestlohn auf zwölf Euro die Stunde zu erhöhen,
systematische Niedriglohnbeschäftigung wie Leiharbeit muss abgeschafft
werden. Vor allem muss auch der Altersarmut endlich der Kampf angesagt
werden. Die gesetzliche Rente muss gestärkt und armutsfest gemacht
werden. Die Abschläge bei der Erwerbsminderungsrente müssen weg. Das
Sozialversicherungssystem bietet zunehmend weniger Schutz und franst
aus. Dieser Entwicklung muss endlich Einhalt geboten werden.“
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