15. Januar 2021

Covid19: Krankenhausbeschäftigte fordern Mitsprache und Entlastung – Schluss mit Einschüchterungen | WeAct

Covid19: Krankenhausbeschäftigte fordern Mitsprache und Entlastung – Schluss mit Einschüchterungen | WeAct

Als GesundheitsarbeiterInnen aus Pflege, Therapie und vielen weiteren Berufen erleben wir seit Jahren, dass durch Kostendruck und Profitmaximierung immer mehr PatientInnen mit immer weniger Personal versorgt werden müssen. Durch Corona hat sich die Lage dramatisch zugespitzt.

Es geht nicht nur um unsere Arbeitsbedingungen, es geht um die Gesundheitsversorgung aller.

In dieser Notlage machten Krankenhausbeschäftigte – darunter die Pflegekraft und ver.di Betriebsrätin Romana Knezevic – öffentlich aufmerksam auf die gefährliche Unterbesetzung, die Zusatzbelastung durch fachfremde Arbeit wie das Reinigen und die Aufbereitung von Patientenplätzen und dass PatientInnen allein sterben, weil keine Zeit bleibt, sie in ihren letzten Stunden zu begleiten. Statt mit schnell umsetzbaren Entlastungen zu reagieren, versucht der Konzern Asklepios, Betreiber der ehemaligen Landesbetriebskrankenhäuser, an denen die Stadt noch 25,1% Anteile hält, Romana zu kündigen. Das ist ein unerträglicher Versuch der Klinikbetreiber, KritikerInnen der Sparpolitik mundtot zu machen.

Wir fordern vom Asklepios Konzern und den Hamburger politisch Verantwortlichen:

  • Schluss mit der Einschüchterung! Beschäftigte dürfen nicht länger mit der Kündigung bedroht werden, wenn sie auf Notsituationen in der Gesundheitsversorgung aufmerksam machen. Rücknahme der Kündigungsdrohung gegen Romana!

  • Sofortige Aufstockung des Reinigungs- und Servicepersonals und der AußenmitarbeiterInnen, um die Pflegekräfte für ihre eigentlichen Aufgaben zu entlasten.

  • Hört uns an! Die Verantwortlichen der Sozialbehörde müssen ihrer Aufsichtspflicht nachkommen und an einer Aussprache mit den Beschäftigten teilnehmen.

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