20. Juli 2023

▶︎ Oblivion | John Aylward | New Focus Recordings

▶︎ Oblivion | John Aylward | New Focus Recordings

John Aylwards Kammeroper Oblivion setzt sich mit Fragen der Erinnerung, des Schicksals und der Selbsterkenntnis auseinander. Seine Partitur für vier Stimmen, Bratsche, Cello, Kontrabass, E-Gitarre und Elektronik ist betörend und geheimnisvoll und begleitet die Protagonisten der Oper durch eine labyrinthische Reise, die lose auf Dantes Fegefeuer basiert, sich aber an Joseph Campbell und einer Reihe anderer historischer und moderner Philosophen und Theologen orientiert. Letztendlich hat Aylward ein Stück geschaffen, das von existenziellem Staunen und Pathos nur so wimmelt.


Musikalisch basiert Aylwards Sprache auf einer harmonischen Palette, die Olivier Messiaen und Henri Dutilleux zu verdanken ist, mit einer Instrumentierung, die zum tiefen Register tendiert, um Möglichkeiten einzigartiger spektraler Klangfarben zu bieten. Bestimmte vielseitige Intervallkonstruktionen sind in der Akkordsprache stark vertreten, insbesondere Allintervall-Tetrachorde, die oft auf oktatonische Sammlungen hinweisen, die Aylward oft in Ganztonfragmente filtert. Aylward verwendet groß angelegte Polyrhythmen und rhythmische Verschiebungen, die auf die Orchestrierungen von Christophe Bertrand hinweisen, um Abschnitte zu erweitern und so eine Art spektrale Wellenbewegung einer einzelnen Harmonie zu erzeugen, wie in der Eröffnung von Szene 1 zu hören ist. Aylward nutzt Elektronik hauptsächlich atmosphärisch und gestaltet Umgebungsräume, in denen ... mehr 

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