„Die Türkei treibt immer weiter in
Richtung eines autoritären Staates mit demokratischer Maske. Die
Aberkennung des Parlamentssitzes der HDP-Oppositionsführerin Figen
Yüksekdag muss durch die Bundesregierung unmissverständlich verurteilt
werden. Die Bundesregierung sollte endlich die sicherheitspolitische
Zusammenarbeit mit Ankara beenden, um ein klares Signal an den
türkischen Staatspräsidenten Erdogan zu senden“, erklärt der Vorsitzende
der Fraktion DIE LINKE, Dietmar Bartsch, mit Blick auf den Entzug des
Parlamentsmandats für die Ko-Vorsitzende der HDP, Figen Yüksekdag, in
der Türkei. Unter dem fadenscheinigen Vorwurf, Propaganda für eine
Terrororganisation verbreitet zu haben, sitzt sie seit Anfang November
des letzten Jahres in einem türkischen Hochsicherheitsgefängnis. Dietmar
Bartsch weiter:
„Im Rahmen des Bundestagsprogramms ‚Parlamentarier schützen
Parlamentarier‘ habe ich die Patenschaft für Figen Yüksekdag übernommen.
Es ist nicht hinnehmbar, dass frei gewählte Abgeordnete durch
Inhaftierung und den Entzug des Mandats politisch mundtot gemacht
werden. DIE LINKE steht solidarisch an der Seite von Figen Yüksekdag.
Wir fordern die Bundesregierung auf, endlich aktiv zu werden und sich
nicht weiter durch Erdogan auf Stillschweigen verpflichten zu lassen.“
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