Auf
deutschen Flughäfen landen Millionen Getränkeverpackungen im Restmüll
und in der Verbrennung – DUH fordert funktionierende Sammelsysteme
für Getränkeflaschen – Wegweisende Lösung durch Pfandautomaten auf dem
Frankfurter Flughafen
Berlin, 10.7.2015:
Täglich landen mehrere hunderttausend Getränkeflaschen und Dosen in den
Restmüllbehältern
deutscher Flughäfen. Mit schädlichen Folgen für die Umwelt, denn im
Restabfall oder im Sicherheitsbereich anfallende Verpackungen werden
verbrannt, wobei wertvolle Ressourcen verloren gehen. Obwohl die
geltende Gesetzeslage Abfallvermeidung und -trennung in
ganz Deutschland verbindlich vorschreibt, herrscht ausgerechnet auf den
besucherstarken Verkehrsflughäfen eine steinzeitliche Abfallwirtschaft.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) fordert die Betreiber der deutschen
Verkehrsflughäfen auf, Abfallvermeidung und Ressourcenschutz
ernst zu nehmen und insbesondere in ihren Terminals Mehrwegflaschen
anzubieten sowie verbraucherfreundliche Rücknahmesysteme einzuführen.
Bisher
fehlen auf den meisten Flughäfen spezifische Rückgabestellen für
bepfandete Getränkeflaschen. Mit einer Ausnahme: Am Frankfurter
Flughafen hat dessen Betreiber Fraport
ein System mit 25 Rücknahmeautomaten eingerichtet und ermöglicht
dadurch den Reisenden eine einfache und flächendeckende Rückgabe
bepfandeter Getränkeverpackungen. Die DUH fordert andere Flughäfen auf,
dem Frankfurter Beispiel zu folgen:
„Wir wünschen uns einen Wettbewerb der Verkehrsflughäfen, die
negativen Umweltauswirkungen auch auf dem Boden zu minimieren. So
sollten sie sich verpflichten, auf Getränke in Mehrwegflaschen zu setzen
und wie in Frankfurt die Rückgabe durch eine ausreichende
Zahl verbraucherfreundlicher Rücknahmemöglichkeiten zu gewährleisten“, so DUH-Bundesgeschäftsführer
Jürgen Resch.
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