hä, das glaube ich doch jetzt nicht! das macht mich sprachlos...
Berlin, 17. Januar 2014. Die Deutsche Bank eröffnet
am heutigen Freitag eine Filiale im Bundesfinanzministerium. Gleichzeitig wird
Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble im Rahmen der Eröffnung um 10.30 Uhr als
"Mitarbeiter des Monats" ausgezeichnet. Damit bedankt sich die Deutsche Bank für
Schäubles Engagement für die Freiheit der Märkte im Rahmen der europäischen
Verhandlungen über die Finanzmarktrichtlinie MiFID.
"Unser
Geschäftsmodell bleibt unberührt. Wir können unseren Kunden auch weiterhin
Derivate und andere spekulative Produkte auf Basis von Agrarrohstoffen
anbieten", erklärten die Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Bank, Anshu
Jain und Jürgen Fitschen. "Das entlastet uns davon, es mit unserem
Kulturwandel noch weiter zu treiben, als wir das jemals geplant hatten. Und
dafür sagen wir heute: Danke, Wolfgang!"
In der Nacht zu Mittwoch
hatten sich Unterhändler des Europaparlaments, der EU-Kommission sowie des
Europäischen Rates auf die Novellierung der Finanzmarktrichtlinie MiFID
verständigt. Anders als befürchtet, wird es demnach kaum zu einer Begrenzung der
Agrarspekulation kommen. Anerkennend lobten Jain und Fitschen, dass den
Unterhändlern das Kunststück geglückt sei, die massive gesellschaftliche Kritik
an Agrarrohstoff-Investments zu besänftigen, indem sie die MiFID-Einigung
dennoch als strenge Regulierung verkauften. Spekulative Finanzprodukte auf Basis
von Nahrungsmitteln waren zuletzt völlig zu Unrecht Gegenstand einer
Hetzkampagne von Nichtregierungsorganisationen. Als einziges Geldhaus ist die
Deutsche Bank in dieser Debatte standhaft geblieben und hat, statt sich dem
Druck zu beugen, an der Agrarspekulation festgehalten.
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