Hamburg,
7. März 2016 – Die Abstimmung über die europäische Wiederzulassung für
das wahrscheinlich krebserregende Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat um
weitere 15 Jahre durch den zuständigen Ausschuss der EU (Standing
Committee on Plants, Animal Food and Feed) ist bis auf weiteres
verschoben worden, nachdem die EU-Kommission keine Mehrheit unter den
Mitgliedsstaaten für die Zulassung finden konnte. Es kommentiert Greenpeace-Landwirtschaftsexperte Dr. Dirk Zimmermann:
„Dass
die EU die Entscheidung über die weitere Zulassung von Glyphosat
aufschiebt, ist ein richtiger Schritt. Solange Experten der
Weltgesundheitsorganisation das Agrargift als wahrscheinlich
krebserregend einstufen, sollte das Gift weder neu zugelassen noch
eingesetzt werden.
Landwirtschaftsminister
Christian Schmidt und die Bundesregierung haben nun Zeit, ihre Position
neu zu überdenken und Stellung zu beziehen. Statt Politik im Interesse
der Agrochemie-Industrie zu machen, müssen sie im Sinne des
vorsorglichen Umwelt- und Verbraucherschutzes den Einsatz von Glyphosat
in Deutschland verbieten. Ein
grundsätzlicher Wandel in der Landwirtschaft ist unumgänglich.
Agrarökologische Methoden müssen den Griff zur Giftspritze ablösen."

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