(BUP) Im Rahmen einer Untersuchung des Landesamts für Verbraucherschutz
(LAV) von im Saarland verkauftem Laugengebäck wurden bei einigen Proben
deutliche Überschreitungen des Aluminium-Grenzwertes festgestellt.
Hierzu erklärt der Fraktionsvorsitzende der Grünen-Landtagsfraktion,
Hubert Ulrich:
„Die alarmierenden Zahlen über die
Aluminiumbelastung von Laugengebäck, die die Schwerpunktaktion des LAV
ans Licht gebracht haben, sind ein weiterer Beleg dafür, dass das
Saarland dringend regelmäßige Kontrollen von Backerzeugnissen
veranlassen muss. Wenn schon bei 60 Proben jede zehnte beanstandet
wurde, legt dies den Verdacht nahe, dass die tatsächliche Zahl von im
Saarland verkauftem, belastetem Laugengebäck um ein Vielfaches höher
liegt. Dies zeigt auch die Erfahrung aus Bayern. Dort haben
Untersuchungen von 2000 Brezeln ergeben, dass jede fünfte den im
Freistaat vorgeschriebenen Aluminium-Grenzwert von 10 Milligramm pro
Kilogramm Laugengebäck deutlich überschreitet.
Gelangen Spuren
dieses Leichtmetalls in erhöhter Konzentration in den Körper, kann dies
laut Experten die Entwicklung von Alzheimer und anderen Krankheiten
begünstigen. Vor dem Hintergrund dieser Gesundheitsgefahren sind
vereinzelte Kontrollen, wie sie im Saarland durchgeführt werden, völlig
unzureichend. Wie aus einer Anfrage unserer Fraktion hervorging, wurden
zwischen den Jahren 2012 und 2014 jeweils lediglich 15 Proben
Laugengebäck untersucht.
Um jegliche Gesundheitsgefahr für die
Bevölkerung auszuschließen, fordern wir daher von
Verbraucherschutzminister Jost, umgehend regelmäßige Untersuchungen des
Alu-Gehalts von Laugengebäck in hoher Stückmenge zu veranlassen. Sollten
hierbei Betriebe mehrmalig auffällig werden, muss dies mit
entsprechenden Sanktionen wie Bußgeldern oder in letzter Konsequenz mit
einem Backverbot geahndet werden.“
Quelle: gruene-fraktion-saar.de
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