14. Juli 2015

Saarland nimmt weiter einen Spitzenplatz im Ökolandbau ein – Umweltminister Jost im Gespräch mit Vertretern des Öko-Verbandes Naturland

(BUP) Im Saarland bewirtschaften 13,6 Prozent der erzeugenden Betriebe 11,8 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche nach den Kriterien des Ökologischen Landbaus. Zum Vergleich: Bundesweit sind es 8,2 Prozent der Betriebe und 6,4 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche. „Sowohl beim prozentualen Anteil der Öko-Betriebe, als auch bei den ökologisch bewirtschafteten Flächen liegen wir deutlich über dem Bundesdurchschnitt“, informierte Umwelt- und Agrarminister Reinhold Jost. Er empfing Spitzenvertreter des Öko-Verbandes Naturland zu einem Meinungsaustausch in Saarbrücken.

„Für Naturland gehören Öko-Landbau und die Solidarität zwischen den Landwirten zusammen“, erklärte Hans Bartelme, Naturland Bauer und Mitglied des Naturland Präsidiums, zu den Besonderheiten des Verbands. „Bei Naturland werden auch die kleinen und internationalen Betriebe mitgenommen. Als internationaler Verband ist es uns ein besonderes Anliegen den Öko-Landbau weltweit weiterzuentwickeln“, betonte der Naturland Bauer.

„Um die nächste Generation an Landwirten von der ökologischen Wirtschaftsweise zu überzeugen, spielt die Ausbildung in den Berufsschulen eine Schlüsselrolle“; sagte Michael Lahnert, Naturland Bauer und Landesvorsitzender Rheinland-Pfalz. „Es ist wichtig, den Öko-Landbau verpflichtend für alle Landwirtschaftsschüler in den Lehrplänen der Berufsschulen fest zu verankern“, unterstrich er.

Minister Jost hob  die gemeinsame Haltung des Saarlands und des Öko-Verbandes Naturland zur Revision der EU-Öko-Verordnung hervor. Beide waren sich darin einig, dass sich die Bundesregierung insbesondere für eine pragmatische Lösung der Importregelungen von Öko-Produkten einsetzen muss. Kommission und Rat wollen durchsetzen, dass die EU-Öko-Verordnung zukünftig in Entwicklungs- und Schwellenländern, wo die Bauern unter völlig anderen klimatischen Voraussetzungen als in Europa produzieren, 1:1 umgesetzt werden soll. „Die Bauern in diesen Ländern würden dadurch von den europäischen Märkten abgeschnitten werden. Das hätte negative Folgen für deren Einkommenssituation und würde die Umweltleistung in den betroffen Ländern konterkarieren“, betonte Bartelme.
Das Saarland plant eine gemeinsame Stellungnahme zum aktuellen Stand der Revision der EU-Öko-Verordnung gemeinsam mit Rheinland-Pfalz, Luxemburg und der Arbeitsgruppe Ökologischer Landbau. Minister Jost lud Naturland ein, sich beim Formulieren dieser Stellungnahme  gemeinsam mit dem Bioland Verband einzubringen.

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